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Mittwoch, 1. Februar 2012

Termine Februar 2012

04. Februar 2012 - Bundesliga
Hamburger SV vs FCB
18.30 Uhr

08. Februar 2012 - DFB-Pokal Viertelfinale
VfB Stuttgart vs FCB
20.30 Uhr

11. Februar 2012 - Bundesliga
FCB vs 1. FC Kaiserslautern
15.30 Uhr

18.Februar 2012 - Bundesliga
SC Freiburg vs FCB
18.30 Uhr

22. Februar 2012 - Champions League Achtelfinale
FC Basel vs FCB
20.45 Uhr

26.Februar 2012 - Bundesliga
FCB vs FC Schalke 04
15.30 Uhr

Dienstag, 31. Januar 2012

Ich bin verschnupft

... und das im wahrsten Sinne. Zudem schlafe ich derzeit schlecht. Und dann ist da noch der Fußball des FC Bayern. Alles nicht wirklich so erquicklich derzeit - aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Mein Fußballklub steht auf Platz Eins der Liga - noch.

Sparen wir uns die Details zum Spiel gegen Wolfsburg, das war alles andere als hohes Niveau. Jetzt aber gilt es! Am Samstagabend muss der FCB zum Hamburger SV. Dort hatten wir in den letzten Jahren selten etwas zu lachen - und ich befürchte, das wird sich auch am kommenden Wochenende nicht ändern. Schweinsteiger und Robben sind noch nicht auf ihrem alten Niveau angekommen; die Variabilität des FC Bayern ist immernoch äußerst bescheiden; Müller und Gomez sind zu statisch um die zwangsläufigen Lücken in des Gegners Defensive zu nutzen (denn die entstehen zwangsläufig sobald unsere Außen doppelt gedeckt werden) - kurz: alles viel zu ausrechenbar für den jeweiligen Gegner. Auch leidet der FCB an seinen Neuzugängen: Luiz Gustavo ist meilenweit entfernt von dem, was er eigentlich kann; Rafinha kommt nicht auf den Level früherer Zeiten. Dass ausgerechnet Daniel van Buyten eine sehr gute Saison spielt, zwang Jupp Heynckes dazu Boateng als Außenverteidiger einzusetzen - in der Innenverteidigung ist er eindeutig besser aufgehoben. Die Verletzung van Buytens bringt hier wieder Ordnung ins Gefüge. Es ist noch Sand im Getriebe des FC Bayern, noch kann man sich das leisten. Doch spätestens am Mittwoch nächster Woche ist es damit vorbei. Dann starten die entscheidenden Spiele in allen Wettbewerben.

Während man in Dortmund derzeit jedes Ergebnis und jede Personalmeldung feiert und besingt, grummelt es beim FC Bayern. Jedoch: den Bayern winkt das Viertelfinale in der Champions League, am Mittwoch nächster Woche können sie mit einem Sieg in Stuttgart ins Halbfinale des DFB-Pokals einziehen. Sie müssen am Ende nur Meister werden - am 34. Spieltag, dann gibt es deutlich mehr Gründe in München statt in Dortmund zu feiern. Optimistisch betrachtet hat jeder Schnupfen auch mal ein Ende. Es darf nur keine üble Erkältung daraus werden.       

Freitag, 27. Januar 2012

ganz schön sensibel, die Bayern-Fans

Sorry liebe Fans,
wie wir Euren zahlreichen Kommentaren entnehmen, seid ihr über die heutige Aktion sehr verärgert.

Es war nicht unsere Absicht, Euch mit der neuen App zu enttäuschen. Vielmehr wollten wir Euch mit dieser Aktion in den Mittelpunkt stellen und dadurch zeigen, wie wichtig jeder Fan für den FC Bayern München ist. In mehreren folgenden Videoclips auf der App soll der Fan Teil der Mannschaft werden, indem z.B. der Nachname des Fans auf dem Trikot zu sehen ist und der Fan in den Medien als Star dargestellt wird. Diese persönlichen Videos sollen Euch und Euren Freunden Spaß und Freude bereiten.
· · · vor 18 Stunden ·

Dienstag, 24. Januar 2012

Abwarten - die Rückrunde ist jung

Die Rückrunde hat gerade erst begonnen und es geht schon heiß her, wenn man sich alleine die Kommentare zum Gladbach-Spiel bei Breitnigge so durchliest.
The Offside hat die Entstehung des zweiten Gladbacher Treffers mit Bildern analysiert - hochinteressant, wie ich finde - stellt das doch sehr schön das Problem des FCB während des ganzen Spiels dar.
Da steht Philipp Lahm aufgerückt fast auf Höhe der gegnerischen Abwehrreihe und wird partout nicht angespielt, um einen Angriff einleiten zu können. Tymoschtschuk hat dazu die beste Ausgangsposition, ignoriert Lahm aber und schiebt den Ball zurück zu Badstuber. Auch Holger Badstuber erkennt die durch Lahm ausgehende Option nicht und schiebt den Ball dann zu van Buyten. Selbst der Belgier könnte nun noch eine Flanke auf Lahm wagen, die Ausgangsposition des Bayern-Kapitäns hat sich nicht verändert, tut dies aber ebenso wenig. Ob Lahm selbst seine gute Ausgangsposition erkannt hat? Ich weiß es nicht, jedenfalls versäumte er es energisch auf sich aufmerksam zu machen. Wir wissen wie es weiterging, am Ende schoss Herrmann das 2:0 für Mönchengladbach, die Vorentscheidung im Spiel.

Viele haben - nicht ganz zu unrecht - Arjen Robben und das defensive Mittelfeld (Schweinsteiger/Tymoschtschuk) der Bayern für den Gegentreffer verantwortlich gemacht. Die Schlüsselszene für mich ist allerdings das zuvor behäbige Verhalten von Anatolij Tymoschtschuk. Solche Situationen hat es am vergangenen Freitag zuhauf gegeben - ich erinnere mich auch wie Mario Gomez eine aussichtsreiche Kontermöglichkeit von Robben durch diverse Zwischenschritte statt zügigem Abspiel im Keim erstickte.

Man kann sicher über die fehlende Variabilität des Teams, die Anfälligkeit beim Umschalten oder die Rolle Boatengs diskutieren, aber die Niederlage von Freitag schreibe ich im Wesentlichen der mangelnden geistigen Beweglichkeit und nicht vorhandener Spritzigkeit zu.

Die personelle Situation durch van Buytens Mittelfußbruch in der Innenverteidigung ist (noch) nicht prekär - Boateng gefällt mir dort ohnehin besser als in der Rolle des Außenverteidigers. Allerdings sollte es das für die nächsten Monate an Ausfällen in der Abwehr besser gewesen sein.
Die gesehenen Fehler sind vermeidbar; ein Bastian Schweinsteiger wird mit zunehmender Spieldauer wieder ein zentraler Stabilisierungsfaktor werden; gegen Wolfsburg läuft Franck Ribéry wieder auf - ich bin sicher, wir werden in Kürze wieder einen FC Bayern sehen, den man aus Sicht des jeweiligen Gegners besser fürchten sollte.     

Montag, 23. Januar 2012

Zu früh gefreut

Huch, das passiert mir eigentlich nicht, aber ich habe den Rückrundenstart versehentlich vorverlegt. Sorry! Los geht's natürlich erst nächste Woche mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Da bin ich wohl etwas vorgeprescht - nichts für ungut. 

Also nochmal: Endlich ist die kurze und dennoch viel zu lange Winterpause zu Ende. Endlich füllen sich die Wochenenden wieder mit Bundesliga-Fußball! Erster Gegner wird der VfL Wolfsburg mit Chefeinkäufer Felix Magath sein. Magaths exorbitantes Ein- und Verkaufsgebahren mag manche Fußballfreunde etwas befremden; Fakt ist aber, dass - sieht man mal vom derzeitigen Tabellenplatz der Wolfsburger ab - der gute Felix so viel nicht falsch gemacht hat in der Vergangenheit. Auch auf Schalke müsste man dem ehemaligen Übungsleiter eigentlich noch huldigen - Magaths Ein- und somit auch Verkaufspolitik hat dem FC Schalke 04 alles, aber sicher nicht geschadet. Bei der Fußballtochter des VW-Konzerns darf sich Magath hingegen kritiklos austoben - Geld ist zugenüge vorhanden und mit dem VW-Chef sitzt ein Fußballfanatiker am Lenkrad der Konzernzentrale, der viel Geduld hat. Das geht natürlich nur so lange gut, wie am Horizont ein Silberstreif an Hoffnung zu erahnen ist. In Wolfsburg hat man jedenfalls Geduld, weil man genug Geld hat sich Geduld leisten zu können. Zum Kader der Wolfsburger kann ich nicht viel schreiben - hier habe ich den Überblick verloren. 
Ach ja, ein letztes Testspiel gab es ja auch noch: in Mönchengladbach. Ging in die Hose, wie Spiele halt in die Hose gehen, zu denen man im Halbschlaf auf dem Platz erscheint. Der Neuer-Patzer war keinesfalls so schlimm wie die Fehler im defensiven Mittelfeld vor dem zweiten Gladbacher Treffer - Lernerfolg hat das "beste Trainingslager aller Zeiten" in dieser Hinsicht keinen gehabt. Keiner war wirklich gut, alle waren wirklich schlecht - und Gladbach hat clever und eiskalt statische und unspritzige Bayern ausgeknockt. Na ja, die Rückrunde geht nächste Woche los - gegen Wolfsburg.

VfL Borussia Mönchengladbach vs Bayern München 3:1 (FernglasFCB tippte 1:2)

Donnerstag, 19. Januar 2012

Der Stichelmeister

Ich kann nicht anders, aber ich muss mich hier typografisch übergeben...

Die Bayern "sticheln", so sticheln die Medien quer durch die Republik, sei es beim "Sportfernsehen", in den Nachrichtensendungen, in den Sportrubriken der großen und weniger großen Zeitungen - alle sind sich einig: Die Bayern sticheln was das Zeug hält, da ein Spieler namens Marco Reus nicht zum Branchenprimus gewechselt ist. 
Als Bayern-Fan lese ich mir jeden Scheiß durch, höre mir jeden Scheiß an - sobald es um meinen FC Bayern geht. Aber ich konnte bislang nicht - und kann es auch jetzt nicht-  feststellen, wo und wann der FC Bayern im Zuge dieses Transfers "gestichelt" haben soll? Bin ich taub? Bin ich blind? Ich las und lese nichts "Stich"haltiges über derlei Stichelei.

Dass Marco Reus es in Dortmund vermutlich einfacher haben wird, als er es beim FC Bayern haben dürfte - ist logisch, ist vollkommen richtig. Und dass seine Wechselabsicht in Richtung Dortmund auch damit im Zusammenhang stehen dürfte, ist naheliegend. Nichts anderes habe ich von den Bayern-Oberen oder von einigen Spielern des Rekordmeisters vernommen. Bedauern ja, Gestichel nein. 
Und als wäre es nicht schon so dermaßen ausgereizt, setzt jetzt Max Eberl - Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach - via Bild-Zeitung noch einen drauf: 
"Die Bayern waren diejenigen unter den vielen Vereinen, die Marco gejagt haben, die sich öffentlich am klarsten positioniert haben", erklärt er in der "Bild": "Dass sie nun so sticheln, zeigt, dass sie von seiner Entscheidung schwer getroffen sind." (tz)

Die haben doch alle 'nen Stich. 

Mittwoch, 18. Januar 2012

Stolperfalle Gladbach

Der letzte Bayern-Sieg in Gladbach datiert vom Januar 2006 - korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Danach kam es in vier weiteren Begegnungen in Mönchengladbach nur zu Unentschieden, eines der für Bayern ärgerlichsten Remis gab es in der letzten Saison (3:3) im Borussia-Park. 
Die Auftaktpleite gegen Gladbach in der heimischen Allianz-Arena im Hinspiel war zwar ebenfalls unnötig, nichtsdestotrotz zeigte sie, dass Borussia Mönchengladbach unter Lucien Favre mit einer stabilen Defensive ein durchaus unbequemer Gegner ist. Die Borussen vom Niederrhein entpuppte sich im Laufe der Hinrunde zudem zu echten Gewinner-Typen - die Kombination Reus-Hanke funktionierte prächtig und so schloss man die Hinrunde auf Platz Vier ab. 

Borussia Mönchengladbach schickt sich also an den arrivierten Klubs die Stirn zu bieten, doch mit dem in der Winterpause bekanntgegebenen Wechsel von Marco Reus zum BvB im Sommer kommen die Fragen nach Borussias naher Zukunft viel schneller als man sich das erhoffte. Wie verkraftet Youngster Reus die Rückrunde in dem Wissen, dass seine Tage in Gladbach nun endgültig gezählt sind? Wie reagieren die Fans der Borussia? Verlassen neben Reus und Neustädter noch weitere Akteure den Klub? Verlängert Lucien Favre sein Trainer-Engagement?
Für Gladbach wäre eine internationale Teilnahmeberechtigung am Ende der Saison natürlich eine Riesensache, allein schon wegen der Einnahmen aus dem Europapokal! Aber schon die vage Aussicht darauf sorgt auch für eine enorme Erwartungshaltung und für neuen Druck, dem die Überraschungsmannschaft der Hinrunde erst einmal standhalten muss.

Nun kommen also die Bayern in den Borussia-Park und wie das halt so ist mit den Rheinländern - man gibt sich siegessicher und schwelgt in Euphorie. Wie die Bayern aus der "besten Vorbereitung meiner Karriere" (Heynckes) kommen und ob sie den Vorsprung vor Dortmund zum Rückrundenbeginn zumindest halten können, ist wohl kaum vorab einzuschätzen. Franck Ribéry wird aufgrund einer Sperre  fehlen; Bastian Schweinsteiger dürfte einsatzfähig sein - auch wenn er gestern das Training aufgrund von Knieproblemen abbrechen musste. In jedem Falle - und das bedeuten die letzten Ergebnisse dieser Konstellation - wird es ein hartes Stück Arbeit für den FC Bayern. Gladbach könnte gleich zu Beginn der Rückrunde wieder zur Stolperfalle  für die Bayern werden. 

FernglasFCB tippt: 
Borussia Mönchengladbach vs Bayern München 1:2

Dienstag, 10. Januar 2012

Anstelle einer Rezension

Ich hatte zunächst vor, eine Rezension über den Roman "The Damned United" von David Peace zu schreiben. Doch das haben andere vor mir auch schon getan - und einen, Lukas Rilke, habe ich mir ausgesucht.

Hier sein Text: 

Brian Clough wurde mit dem Außenseiter Derby County 1972 sensationell Englischer Meister. Dann wechselte er zum großen Leeds United - und erlebte ein Desaster. Der Roman "Damned United" erzählt die nur 44-tägige Amtszeit einer der schillerndsten Figuren der englischen Fußballgeschichte. ....
 (Spiegel ONLINE sport)


 Brian Howard Clough 
(* 21. März 1935 in Middlesbrough; † 20. September 2004 in Derby)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Roter Kopf und rotes Herz

Er ist die „Abteilung Attacke“, der Visionär des deutschen Fußballs, erfolgreicher Geschäftsmann, der Top-Manager des deutschen Fußballs, und beim FC Bayern die fürsorgliche „Mutter der Kompanie“ - All das in einer Person, polarisiert er wie kein anderer das deutsche Fußballvolk. Die Schreibe ist von Ulrich Hoeneß. Hoeneß wird heute 60 Jahre alt.

Als Sohn eines Metzgers in Ulm geboren, galt Hoeneß früh als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Zum FC Bayern kam Uli Hoeneß 1970. Er wurde dort 3x Deutscher Meister, 1x Pokalsieger und gewann mit den Bayern 3x in Folge den Europapokal der Landesmeister. 1972 wurde er Europameister und 1974 dann Weltmeister - Hoeneß galt als "schnellster lebender Stürmer Europas".
1979 holte ihn Bayern-Präsident Wilhelm Neudecker als Manager zurück zum FC Bayern München, und Uli Hoeneß drückte mit den Jahren - wie niemand sonst im bezahlten Fußball einem Verein - dem FC Bayern seinen Stempel auf. Mit Hoeneß als Manager entwickelte sich der Klub aus München zu einem modernen Fußballunternehmen, die sportliche wie wirtschaftliche Bilanz der „Hoeneß-Ära“ spricht für sich.

Seine Tätigkeit als Manager des, nicht zuletzt wegen ihm, erfolgreichsten deutschen Fußballclubs geht über das übliche Profil des Klubmanagers hinaus. Er hat die Rolle der Ziehmutter für junge Spieler inne, ist immer nah dran an der Mannschaft und jederzeit mit einem offenen Ohr für die Sorgen und Nöte der Spieler präsent. Der FC Bayern ist wie eine Familie für ihn, sagt er selbst, und so füllt er auch seine Rolle in diesem Verein vorbildlich aus.
Darüber hinaus ist Uli Hoeneß Inhaber des Nürnberger Unternehmens „HoWe Wurstwaren“, Produzent von Nürnberger Rostbratwürsten, das unter anderem Feinkost Käfer und ALDI beliefert.
Aufgrund eines Streits mit dem damaligen Bayern-Trainer Lorant wechselte Hoeneß zum 1. FC Nürnberg, kam dort jedoch nur 11x zum Einsatz. Mit 27 Jahren musste er wegen chronischer Kniebeschwerden seine Karriere als Fußballspieler beenden - Uli Hoeneß ging zurück zum FC Bayern, als jüngster Manager der Bundesliga - der Beginn einer einzigartigen Erfolgsstory.

Zu seiner Vitae gehört ein Flugzeugabsturz 1982, den Uli Hoeneß als einziger von vier Insassen überlebt. Ein Vorfall, an den er kein Erinnerungsvermögen besitzt. Einen Tag nach dem Absturz erwachte Hoeneß im Krankenhaus und fragte Paul Breitner als erstes, wie das Länderspiel ausgangen sei. Zehn Jahre später übersteht Hoeneß eine lebensbedrohliche Darmoperation. Mit beeindruckendem Gleichmut ertrug er über die Jahrzente Schmähgesänge und sogar Morddrohungen gegen ihn und seine Familie während der Daum-Affäre.

Uli Hoeneß sagt was er denkt und geht offensiv und ehrlich auf die Leute zu - er selbst nennt sich die "Abteilung Wahrheit". Dabei ist er nicht immer diplomatisch gewesen, und das hat ihm nicht nur Freunde, sondern auch jede Menge Feinde beschert - nicht zuletzt weil er sich gerne der psychologischen Kriegsführung und Provokation bediente. Kaum ein anderer hat die Zeichen der Zeit so früh und erkannt und die Weichen gestellt für modernen, wirtschaftlich soliden Fußball, der international konkurrenzfähig ist. Wer ihm Arroganz vorwirft, der weiß recht wenig über ihn. Als fairer Geschäftspartner, auf dessen Wort Verlass ist, verschweigt er zurückhaltend eine Vielzahl von sozialen Engagements. Auch das ist Uli Hoeneß.

Uli Hoeneß räumte seinen Posten als Manager des FC Bayern. Doch seine Reputation und das Übermaß an Erfahrungen, sowie das Schwergewicht seiner Persönlichkeit blieben dem Klub erhalten. Hoeneß ist jetzt Präsident des FCB. Wir verloren also den besten Manager, den man sich wünschen konnte, und gewannen dafür den bestmöglichen Mann für das Präsidentenamt. Der FC Bayern München ist Hoeneß' Baby, für das er all die Jahre - nicht selten mit gerötetem Kopf - kämpfte, wie eine Bärenmutter um ihr Junges. 
Heute wird Uli Hoeneß 60 Jahre alt - Herzlichen Glückwunsch, Uli! Du bist und bleibst das Herz des FC Bayern! Alles Gute - und bleib gesund!


Teile des Textes sind abgewandelt oder auch vollständig aus dem Artikeln "Abteilung Attacke" (veröffentlicht bei cox orange)/ "Roter Kopf und rotes Herz" (veröffentlicht bei FernglasFCB) übernommen.

Sonntag, 1. Januar 2012

Termine Januar 2012

 02. - 09. Januar 2012 - Trainingslager Katar

07. Januar 2012 - Testspiel
Al Ahly Cairo vs FCB
19:00 Uhr

10. Januar 2012 - Testspiel (Neu Dehli)
Nationalmannschaft Indien vs FCB
18.00 Uhr  / live auf SAT1

14. Januar 2012 - Testspiel
Rot-Weiß Erfurt vs FCB
14.00 Uhr
 
20. Januar 2012 - Bundesliga
VfL Borussia Mönchengladbach vs FCB 
20.30 Uhr

28. Januar 2012 - Bundesliga
VfL Wolfsburg vs FCB
15.30 Uhr

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Nächster Sponsor Gazprom?

Uli Hoeneß deutete im letzten Bayern-Magazin schon an, dass er "in Sachen FC Bayern unterwegs war" und heute veröffentlicht die Süddeutsche Zeitung Folgendes:

[...] Nach Informationen der SZ folgte dem Auftritt des Managers in der Staatskanzlei am Mittwoch ein Geheimtreffen des mächtigen Wirtschaftslenkers mit dem Vorstandschef und dem Aufsichtsratschef des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. Den Angaben zufolge will der Gazprom-Konzern oder eine seiner Marken als Sponsor des Clubs aktiv werden. Gazprom und der FC Bayern kommentierten die Angaben bis Redaktionsschluss nicht. Gazprom ist seit Anfang 2007 Hauptsponsor des Bundesligaklubs Schalke 04. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünfeinhalb Spielzeiten. Mit dem Ende der laufenden Saison wäre die Russen demnach frei.
Klingt nach einem möglichen Sponsorendeal für die neue Saison , der es in sich hat. 

Nussknacker - ein Ballet in zwei Akten

Natürlich rede ich nicht von Tschaikowski - und mit Ballet hatten die letzten zwei Auftritte des FC Bayern im Jahr 2011 auch nicht so wirklich viel zu tun, doch eine gewisse "Nussknackermentalität" war schon von Nöten. 

Erster Akt
Nachdem ich mir den Auftritt der Roten gegen den 1. FC Köln gestern als Aufzeichnung angesehen hatte, musste ich über die doch etwas realitätsferne Wahrnehmung so manch Kölner Anhänger aus meinem Kollegenkreis schmunzeln. "Wenn", "dann", "hätte", "dann aber" - da glaubte man doch allen Ernstes, dass "mit ein bißchen mehr Glück" mehr drin gewesen wäre bei den Bayern.
Also bitte! Was war denn das? Fünf Abwehrspieler, davon drei Innenverteidiger - quasi mit Libero (!), den es im modernen Fußball gar nicht mehr gibt. Die Kölner generierten dementsprechend ihre erste - nennen wir sie mal - Torchance in der 55. Spielminute - die nächste (und letzte) folgte dann irgendwann nach der 70. Minute. Da dies nicht erst seit Solbakken die altbekannte Taktik der Kölner ist, in München mit Destruktiv-Fußball etwas mitzunehmen, hatte ich mit meinem "grausam" nicht so ganz unrecht. Doch diesmal ging es gut für uns aus. Der FCB begann keineswegs pomadig, sondern versuchte das Defensivbollwerk des FC spielerisch zu knacken. Dumm nur, dass sich der bis dahin beste Spieler, Franck Ribéry, aufgrund einer Undiszipliniertheit die Gelb-Rote Karte abholte und schon ab der 33. Minute nur noch zehn Bayern auf dem Platz standen. 
Die Kölner waren ganz und gar chancenlos und es war nur eine Frage der Zeit, wann die Bayern endlich Tore erzielen. Am Ende dann - um es kurz zu machen - waren es noch drei an der Zahl. Standesgemäß - und der FC Bayern konnte den ersten Heimsieg gegen Köln in der Arena einfahren. Die erste harte Nuss war also geknackt. Beste Spieler: Ribéry, Kroos, Tymoschtschuk.

Bayern München vs 1. FC Köln 3:0 (FernglasFCB tippte 1:1)
Zweiter Akt
Auswärts im Pokal gegen den VfL Bochum - und es galt was bei solchen Spielen immer gilt: Hauptsache weiter, egal wie. Das ist eben der Pokal, da bekommst Du nichts fürs Schönspielen. 
Die Bayern in der ersten Hälfte irgendwie nicht bissig genug - mit zu wenig Bewegung - fast ein bißchen lässig unterwegs. Der VfL stand gut und war - im Gegensatz zur Taktik der Kölner - sogar bemüht hier und da Angriffe einzuleiten. Doch trotz des zwischenzeitigen Rückstandes spielte der FCB zunehmend seine Qualtität aus und zog nach der Pause ein regelrechtes Powerplay auf. Folgerichtig kamen die Bayern zum Ausgleich - und als sich das Bochumer Publikum schon auf eine Verlängerung einstellte, schlug der last-minute FC Bayern in persona Arjen Robben in der 91. Minute zu und gewann letzten Endes verdient. Nuss Nummer Zwei war geknackt. Jetzt treffen die Bayern Anfang Februar auf den VfB Stuttgart, der sich etwas glücklich gegen den HSV behaupten konnte. Beste Spieler: Franck Ribéry, Toni Kroos.

VfL Bochum vs Bayern München 1:2 (FernglasFCB tippte: 0:3)


Damit ist der positive Schlussstrich unter das Jahr 2011 gezogen und die Mannschaft hat sich ein paar Tage Ruhe verdient, um Kräfte zu tanken für ein äußerst anstrengendes und spannendes Jahr 2012.

FernglasFCB wünscht allen Lesern und Bayern-Fans ein gemütliches Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Jeder darf mal - oder auch nicht

Andere Bundesliga-Klubs vermelden ihren Dauerkartenverkauf wie einen Triumpf - was hier und da zu vermehrter Planungssicherheit bezüglich der Stadioneinnahmen führt und von daher durchaus nachvollziehbar ist. Beim FC Bayern ist die Sachlage eine andere. Hoeneß' Politik war es schon seit geraumer Zeit, dass der FCB ein "offener" Verein sein muss - und keine geschlossene Gesellschaft. Fans sollten die Möglichkeit erhalten, Spiele des Klubs auch im Stadion sehen zu können, daher beschränkte man sich beim Rekordmeister schon zu Zeiten als man noch im Olympiastadion spielte auf ein Mindestmaß an Dauerkarten. Fluktuation ist das Stichwort - und eine solche garantiert dem Klub "neue" Zuschauer und somit potenziell "neue, zukünftige Fans". Rein ökonomisch kann man das auch als das Erschließen neuer Kundenpotenziale bezeichnen. 

Seitdem der FC Bayern in die Allianz Arena umgezogen ist, gilt für Bundesliga-Spiele des Top-Klubs das Adjektiv "ausverkauft". Bei Pokal- und Europapokalbegegnungen ist es meist genauso. Wenn Präsident Hoeneß also jetzt verkündet, dass er in Zukunft mehr Gerechtigkeit bei der Ticketvergabe erreichen will, dann ist das nur eine Fortsetzung der bislang ohnehin schon betriebenen Vorgehensweise. Die Zahl von 35.000 verkauften Dauerkarten soll wohlmöglich in Zukunft verringert werden. 
Wenn Uli Hoeneß wirklich mehr Gerechtigkeit in Sachen Kartenvergabe erreichen will, wäre ein erster Schritt die Zusammenarbeit mit der nicht unumstrittenen Ticketbörse "Viagogo" und dem FC Bayern zu beenden. Aber dafür gibt es derzeit keine Anzeichen. Bis dahin bleibt letztlich alles beim Alten.  

Jetzt nur noch ein Pflichtsieg

Schau mal an, der FCB hat endlich die Kölner ernstgenommen und gewonnen! Verrückte Welt. Ich werde mir die Aufzeichnung der Partie heute erst ansehen, da ich erst gestern Abend aus Paris zurück kam. Überhaupt muss man mit dem Hinrundenabschluss in der Liga zufrieden sein. Alle drei Partien nach den Niederlagen gegen Dortmund und Mainz - Bremen, Stuttgart und Köln - wurden gewonnen, neun Punkte geholt und die Herbstmeisterschaft somit sicher gestellt. Gut!

Heute Abend kann dann das Sahnestück dazu kommen, wenn der FC Bayern das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht, in dem man den VfL Bochum besiegt. Meine Eintrittskarte musste ich leider opfern, aber gesundheitlich bin ich für den Stehblock in einem proppevollen Rewirpower-Stadion noch nicht wieder fit genug. 

Ich überlege schon die ganze Zeit ob es irgendetwas gibt, dass für einen Überraschungssieg des VfL spricht? Mir fällt nichts ein. Die Bochumer haben in dieser Saison dermaßen enttäuscht, dass es einem Wunder gleichkäme, würde man ausgerechnet dem FC Bayern im Pokal ein Bein stellen. Doch Wunder gibt es immer wieder, sang schon Katja Ebstein. Doch ehrlich gesagt, für mich ist das Spiel eine Bank: Bayern wird sich weder überraschen lassen, noch so schlecht auftreten wie es nötig wäre, um dem VfL Bochum zu Siegchancen zu verhelfen.

FernglasFCB tippt:
VfL Bochum vs Bayern München 0:3

 
Last but not least hat der FCB am vergangenen Freitag den Schweizer FCB in der Champions League zugelost bekommen, also den FC Basel. Der Klub, dem die Sensation gelang, Manchester United aus dem Wettbewerb zu werfen. Und dennoch ist mir dieser Gegner im Achtelfinale lieber, als ein AC Mailand oder unbequeme Franzosen. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil des Gruppensieges ist, dass man das Rückspiel im heimischen Stadion austragen darf. Gerade bei diesem Gegner ist mir das sehr recht. 
Die Bayern haben alles in allem eine sehr gute Ausgangsposition für das Jahr 2012 und die bevorstehenden Aufgaben im laufenden Spieljahr. Freuen wir uns also auf 2012! 

Freitag, 16. Dezember 2011

Auslosung Champions League Achtelfinale

Heute findet ab 12 Uhr die Auslosung der ersten Finalrunde der laufenden Champions League-Saison in Nyon (Schweiz) statt.

Das sind die möglichen Gegner im Achtelfinale der Champions League für den FC Bayern:

ZSKA Moskau
Olympique Lyon
Olympique Marseille
FC Basel
Zenit St. Petersburg
AC Mailand

Mein Tipp: ZSKA Moskau

Der FC Bayern darf zunächst auswärts antreten.