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Montag, 13. Februar 2012

Erkenntnisse

Gut ist, dass die DFB-Pokalauslosung mir einen Stehplatz im Borussia-Park beschert; schlecht ist, dass wir im Borussia-Park spielen müssen. Aber das dauert ja noch etwas...

Bayern schlug am Samstag den 1. FC Kaiserslautern, seines Zeichens "Abstiegskandidat" - Pflichtaufgabe erfüllt. So muss es weiter gehen. Jetzt geht es zunächst nach Freiburg - und da müssen zwingend drei Punkte geholt werden. Wie fokussiert und konzentriert der FCB dieser Tage ist, wird man nach dem Auftritt in Freiburg ermessen können. Grundsätzlich habe ich aber ein gutes Gefühl, dass der Bayern-Express jetzt so langsam ins Rollen kommt. Genau zur richtigen Zeit.

David Alaba erfüllte erneut die Erwartungen, die man an seine aktuelle Rolle beim Rekordmeister stellen muss. Ohne ihn auf hohem Niveau wird es die nächsten Wochen nicht gehen. Umso beruhigender war zu sehen, wie Alaba seine Rolle interpretierte und das Bayern-Spiel gestaltete. Fraglich ist, wie der Youngster gegen Top-Teams wie Basel oder Schalke seinen Job erledigt? Auch Gustavo hielt seine gute Leistung in Stuttgart beim Ligaspiel gegen Lautern aufrecht. Auch wenn es die Boulevard-Presse schon juckte, Arjen Robben lächelte auf der Bank und zeigte sich auch nach seiner Einwechslung von der besten Seite. So wollen wir das sehen, Arjen! 
Bayern München lieferte nahezu eine Kopie des Stuttgart-Spiels ab: Immer wieder bis zur Grundlinie über die Außen vorstoßen und mit Diagonalzuspielen die gegnerische Defensive zu Fehlern zwingen. Mario Gomez bewegungsfreudiger als noch zuletzt und somit stets gefährlich. Es klappte, auch wenn man dieses Spiel deutlich höher hätte gewinnen müssen. Die mangelnde Chancenauswertung ist der einzige Wermuthstropfen - man hätte die Gelegenheit gehabt, die Tordifferenz etwas aufzuhübschen. Zusätzliches Ärgernis war die Gelbe Karte für Lahm; Bayerns Außenverteidiger hatte eindeutig den Ball gespielt, bekam aber dennoch Gelb.

Dass der FC Schalke in Gladbach am Samstagabend regelrecht auseinander genommen wurde, zeigt zweierlei: Erstens, Gladbach ist kein vorübergehendes Mitglied der Spitzengruppe, sondern eine Top-Mannschaft. Zweitens, der FC Schalke muss aufpassen, dass man nicht den Anschluss an die Spitzengruppe verliert - das kann jetzt ganz schnell gehen (die nächsten Liga-Spiele sind gegen Wolfsburg und Bayern). Für Bayern und Dortmund ist das eine ausdrückliche Warnung, dass man sich in dieser Phase der Saison keine Schwächephasen leisten kann. Und es ist eine Warnung vor Borussia Mönchengladbach!
Ausgerechnet die niederrheinische Borussia ist dann am Samstag auch noch den Bayern im Pokal zugelost worden. Die Pokalbilanz spricht eindeutig für die Bayern - aber in dieser Saison hat man gegen Gladbach noch nicht gewinnen können. Dortmund hat hingegen das bequemere, aber undankbare Los bei einem Außenseiter wie Fürth antreten zu müssen. Glänzen kann man da nicht. 

Spannend war am Wochenende auch das Bild am Sonntag-Interview von Lukas Podolski, der sich darin ziemlich eindeutig positioniert hat: Köln und Podolski, das hat wohl keine Zukunft. Ich sehe Podolski besser im Ausland aufgehoben als in der Bundesliga - und das kann der Bergheimer sich auch durchaus vorstellen. Auch den FC Bayern wollte Podolski nicht ausschließen, ich kann mir allerdings nicht vorstellen wo er spielen, und warum der FCB bis zu 20 Millionen Euro für ihn hinblättern sollte?!  

Freitag, 10. Februar 2012

Schweinsteigers Verletzung - Fluch oder Segen?

Zugegeben, eine etwas provokante Überschrift, zumal ich zu denen gehöre, die Bastian Schweinsteigers Schulterverletzungs-Ausfall als Hauptgrund für diverse schlechte Auftritte des Teams in der Hinrunde sehen. Doch jetzt liegt die Gemengelage etwas anders.

Das Team hat sich ohne den Mittelfeldmotor Schweinsteiger über Wochen mit der Situation arrangieren müssen - und es wurde zum Ende besser. Der Auftakt in die Rückrunde, geprägt von enttäuschenden Leistungen, war eher ein Problem der taktischen Variabilität, individuellen Schwächephasen (dazu gehörte auch Schweinsteiger aufgrund seines Defizits an Wettkampfpraxis) und fehlender Beweglichkeit des Mannschaftsgefüges. Sein Ausfall bemerkte man im Pokalviertelfinalspiel beim VfB Stuttgart kaum - Alaba machte seine Sache ordentlich -, wenngleich man es natürlich mit einem recht schwachen Gegner zu tun hatte.
Die nächsten Wochen - man spekuliert zwischen vier und maximal sechs - müssen also ohne Mittelfeld-As Schweinsteiger erfolgreich gestaltet werden. Die Gegner in diesem Zeitraum: Kaiserlautern, Freiburg, Schalke, Leverkusen, Hoffenheim, Hertha und Basel im Europapokal - in der Liga also vorwiegend Mannschaften des unteren Tabellendrittels. Bis zum Halbfinale des DFB-Pokals könnte Schweinsteiger im besten Falle wieder zur Verfügung stehen. Sieht man von Schalke und Leverkusen mal ab, alles machbare Aufgaben - auch für ein Team ohne Schweinsteiger. 

Die letzten Spiele des David Alaba als Schweinsteiger-Ersatz waren durchaus vielversprechend - der junge österreichische Nationalspieler hat das Zeug, die kommenden Aufgaben zu bewältigen. So schwer es wird, Bastian Schweinsteiger adäquat ersetzen zu können, aufgrund der Qualität des Kaders muss es über einen begrenzten Zeitpunkt möglich sein. Auch ein FC Barcelona bricht ohne Xavi nicht gleich auseinander.  

Zu den Kracher-Spielen wie dem DFB-Pokalhalbfinale, dem Auswärtsspiel in Dortmund oder - so man Basel hinter sich lässt - der nächsten Herausforderung in der Champions League, dürfte "die Seele des Bayern-Spiels" wieder zur Verfügung stehen. Bis dahin ist es ein weiteres Stahlbad für das Team, welches aber - so die Alternative funktioniert - den FCB für die schweren Aufgaben, die da noch kommen können, nur besser positioniert. Sollte es nicht funktionieren, wird man der Abhängigkeit von einem Bastian Schweinsteiger bei zukünftigen Transfers entgegentreten müssen - für die laufende Saison wäre es dann allerdings zu spät.   

Donnerstag, 9. Februar 2012

Fast in Berlin

Wir sind fast in Berlin angekommen - also im übertragenen Sinne. Bayern München steht schon wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. Ich dachte, es würde spannender - aber ein schwacher VfB und ein endlich etwas variablerer FCB machten das Pokalspiel gestern Abend zu einer - zumindest für Bayern-Fans - entspannten Angelegenheit.

Heynckes tat, was getan werden musste: Er stellt um. Kroos wieder in die Zentrale, Müller rechts auf die Robben-Position und der in Stuttgart nicht gerade gelittene Niederländer musste neunzig Minuten die Bank drücken. Das tat er mit zerknirschtem Gesicht, aber so ist es halt wenn man Diven im Team hat. Diva Nummer Zwei, Franck Ribéry, war ob seiner Auswechslung fünf Minuten vor Spielende ebenso wenig begeistert, beruhigte sich dann aber wieder. 
Ein deutlich stärkerer Toni Kroos, ein Ribéry in Spiellaune, ein Gustavo auf hohem Niveau und ein Philipp Lahm mit gefletschten Zähnen machten den Unterschied zum Gladbach-Wolfsburg-Hamburg-Spiel. Da konnte man selbst die frühe Verletzung von Bastian Schweinsteiger kurzzeitig vergessen. Alaba kam für Schweinsteiger, bei dem die endgültige Diagnose noch aussteht - gut sieht's nicht aus.  

Eine tiefgreifende Taktikanalyse der gestrigen Partie spare ich mir - das können andere weit besser als ich. Unterm Strich haben sich die Bayern gut verkauft - was auch aber nicht nur an einem nicht sonderlich starken Gegner lag. Jetzt wird am Samstagabend im Aktuellen Sportstudio der Halbfinalgegner ausgelost: Dortmund, Gladbach oder Fürth - ich tippe auf Gladbach im Borussia Park.

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Neuzugang Shaqiri ist endgültig bestätigt. Warten wir ab, ob der 20-Jährige im kommenden Spieljahr die hohen Erwartungen erfüllen kann. 

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Jetzt geht's in der Liga am Samstag gegen Lautern in der heimischen Allianz-Arena - alles andere als ein Bayern-Sieg wäre ein Witz. Ich geh davon aus, dass das nötige Selbstvertrauen nun wieder hergestellt ist und der Abstiegskandidat aus der Pfalz ähnlich souverän wie Stuttgart gestern besiegt wird. Zeit wird's ja.

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+++ UPDATE +++

Diagnose bei Bastian Schweinsteiger: Riss des vorderen Außenbandes im rechten Sprunggelenk - eine Woche Gips, mehrere Wochen Pause.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Halbfinale oder Krise

Ein "entweder-oder-Spiel" steht uns bevor: Heute Abend geht es um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart - und es geht auch darum, nicht in eine "Krise" zu geraten. Mit dem Ausscheiden, also einer Niederlage, käme man um das Krisen-Gerede gar nicht mehr herum. Zu mager ist die Ausbeute der Rückrunde bislang.

Ich könnte mich gut mit den theoretischen Taktik-Spielchen von spielverlagerung.de anfreunden. Die seit Wochen immer wieder geforderte Flexibilität sowie das Nutzen zwangsläufig entstehender freier Räume drängt sich bei diesem System förmlich auf (Anm.: unbedingt lesenswert!).  
Und Jupp Heynckes wird etwas ändern müssen, denn eines haben alle Spiele mit unzufriedenstellendem Ausgang in dieser Saison gemeinsam: Wir sind ausrechenbar. 

Natürlich kann man im Pokal ausscheiden; erst recht im Viertelfinale, erst recht auswärts und erst recht gegen einen Erstligisten VfB Stuttgart. Aber für das Selbstvertrauen der Mannschaft und die Stimmung im Umfeld des Vereins, wäre ein Scheitern extrem kontraproduktiv. Die Bayern müssen gewinnen - und es muss der Auftakt einer Siegesserie sein, soll die Saison nun endlich in die richtige Richtung laufen. Fangen wir heute Abend damit an, Herr Heynckes?! 

Dienstag, 7. Februar 2012

Keine Überraschung in Hamburg

Ich bin nicht überrascht - und ich bin auch nicht enttäuscht. Es war klar, dass wir in Hamburg ein enges Spiel mit ungewissem Ausgang zu erwarten hatten - so war es die letzten Jahre dort ja immer. Aber damit zu hadern, dass der HSV sich gegen den amtierenden Deutschen Meister Dortmund naiv und extrem rumpelfüßig anstellte und sich dann am Samstagabend plötzlich wie Phoenix aus der Asche erhob und ein ganz anders Gesicht zeigte, ist Unfug. Ich bin froh, dass wir immer damit rechnen müssen, dass der jeweilige Gegner sein Bestes zeigt und über sich hinaus wächst - nicht zuletzt das macht den FCB auf Dauer stark. 
Enttäuscht wäre ich gewesen, hätte ich einen FC Bayern gesehen, der in Lethargie versinkt, der nicht kämpft, der nicht läuft. Das war aber alles zu sehen - Moral und Einsatz haben also gestimmt. Was soll ich der Mannschaft vorwerfen? Dass sie in dem Moment, als der HSV nachließ ein Tor aus dem Nichts, einen Glücksschuss, kassierte? Das kann passieren, so blöd der Zeitpunkt auch war. Soll ich mit dem Schiedsrichter hadern, der einen meines Erachtens regulären Treffer der Bayern nicht anerkannte? Vielleicht stehe ich mit dieser Einschätzung alleine da, aber ich habe keinen "Schubser" an Westermann sehen können. Gomez Hand berührte den Rücken von Westermann - eine Berührung wie sie im Strafraum ständig vorkommt -, der kam weder ins Straucheln, noch zu Fall - wo also war das Foul? Aber Schiedsrichterentscheidungen gehören zum Spiel - und wenn so etwas so früh im Spiel geschieht, ist Zeit genug, das spielerisch zu korrigieren. Soll man sich darüber ärgern, dass ausgerechnet in diesem Spiel des Gegners Schlussmann über sich hinauswächst und mit großartigen Paraden zwei Hundertprozentige entschärft? Alles Quatsch - es ist dumm gelaufen, aber die Probleme im Spiel der Bayern sind dieselben wie gegen Gladbach und Wolfsburg und ein halbes Dutzend Mal in der Hinrunde. 
Personell hätte Heynckes die Möglichkeit gehabt, in der Wintertransferperiode nachzulegen. Hat er nicht, also muss ein Tymoschtschuk auf der Abwehrseite aushelfen. Ging schief. 
Die fehlende Kreativität im Zentrum kann Müller derzeit nicht auflösen, Kroos wurde stattdessen wieder ins defensive Mittelfeld beordert - und lieferte eine ganz schlechte Vorstellung ab. Dann fällt es natürlich leicht unsere Außen zu doppeln und weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. Die zwangsläufig entstehenden Lücken werden nicht ausgenutzt (ich wiederhole mich da Woche für Woche).  Ganz abgesehen davon hatten Lahm und Ribéry keinen guten Tag.

Das Spiel hätte aber auch für den FCB erfolgreich verlaufen können und auch die sehr gut aufgelegten Hamburger hatten den Knock-Out auf dem Schlappen - letztlich ist es ein für beide Klubs verdientes Unentschieden. Der Verlust  der Tabellenführung ist zu diesem Zeitpunkt zu verschmerzen, doch der Trend ist ein wenig Besorgnis erregend. 

Was den Kommentator des Spiels bei Liga total angeht, so ist festzustellen dass Wolff-Christoph Fuss sich mehr und mehr zu einem Klon von Marcel Reif entwickelt. Stimmlich ähnlich waren sie sich immer, aber ich hatte eigentlich gehofft, dass eines der großen Talente dieser Disziplin nicht auch noch den Bodenkontakt verliert und ins Marktschreierische verfällt. Schade.  

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Gute Nachrichten kommen aus dem Hause Robben: Der Nachwuchs ist da. Alles Gute und Herzlichen Glückwunsch zum Sohnemann!

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Bild und Kicker vermelden, dass der FC Bayern noch diese Woche einen neuen Spieler unter Vertrag nimmt: Xherdan Shaqiri vom FC Basel, dem nächsten Gegner in der Champions League.

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Und zum guten Schluss eröffnete Uli Hoeneß der erstaunten Öffentlichkeit, dass der FCB seinerzeit dem maroden BvB unter die Arme gegriffen hat und dem Klub die Fortzahlung der Gehälter durch ein Darlehn ermöglichte. Die Großherzigkeit des FCB stößt bei mir manchmal an Grenzen. :)    

Mittwoch, 1. Februar 2012

Termine Februar 2012

04. Februar 2012 - Bundesliga
Hamburger SV vs FCB
18.30 Uhr

08. Februar 2012 - DFB-Pokal Viertelfinale
VfB Stuttgart vs FCB
20.30 Uhr

11. Februar 2012 - Bundesliga
FCB vs 1. FC Kaiserslautern
15.30 Uhr

18.Februar 2012 - Bundesliga
SC Freiburg vs FCB
18.30 Uhr

22. Februar 2012 - Champions League Achtelfinale
FC Basel vs FCB
20.45 Uhr

26.Februar 2012 - Bundesliga
FCB vs FC Schalke 04
15.30 Uhr

Dienstag, 31. Januar 2012

Ich bin verschnupft

... und das im wahrsten Sinne. Zudem schlafe ich derzeit schlecht. Und dann ist da noch der Fußball des FC Bayern. Alles nicht wirklich so erquicklich derzeit - aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Mein Fußballklub steht auf Platz Eins der Liga - noch.

Sparen wir uns die Details zum Spiel gegen Wolfsburg, das war alles andere als hohes Niveau. Jetzt aber gilt es! Am Samstagabend muss der FCB zum Hamburger SV. Dort hatten wir in den letzten Jahren selten etwas zu lachen - und ich befürchte, das wird sich auch am kommenden Wochenende nicht ändern. Schweinsteiger und Robben sind noch nicht auf ihrem alten Niveau angekommen; die Variabilität des FC Bayern ist immernoch äußerst bescheiden; Müller und Gomez sind zu statisch um die zwangsläufigen Lücken in des Gegners Defensive zu nutzen (denn die entstehen zwangsläufig sobald unsere Außen doppelt gedeckt werden) - kurz: alles viel zu ausrechenbar für den jeweiligen Gegner. Auch leidet der FCB an seinen Neuzugängen: Luiz Gustavo ist meilenweit entfernt von dem, was er eigentlich kann; Rafinha kommt nicht auf den Level früherer Zeiten. Dass ausgerechnet Daniel van Buyten eine sehr gute Saison spielt, zwang Jupp Heynckes dazu Boateng als Außenverteidiger einzusetzen - in der Innenverteidigung ist er eindeutig besser aufgehoben. Die Verletzung van Buytens bringt hier wieder Ordnung ins Gefüge. Es ist noch Sand im Getriebe des FC Bayern, noch kann man sich das leisten. Doch spätestens am Mittwoch nächster Woche ist es damit vorbei. Dann starten die entscheidenden Spiele in allen Wettbewerben.

Während man in Dortmund derzeit jedes Ergebnis und jede Personalmeldung feiert und besingt, grummelt es beim FC Bayern. Jedoch: den Bayern winkt das Viertelfinale in der Champions League, am Mittwoch nächster Woche können sie mit einem Sieg in Stuttgart ins Halbfinale des DFB-Pokals einziehen. Sie müssen am Ende nur Meister werden - am 34. Spieltag, dann gibt es deutlich mehr Gründe in München statt in Dortmund zu feiern. Optimistisch betrachtet hat jeder Schnupfen auch mal ein Ende. Es darf nur keine üble Erkältung daraus werden.       

Freitag, 27. Januar 2012

ganz schön sensibel, die Bayern-Fans

Sorry liebe Fans,
wie wir Euren zahlreichen Kommentaren entnehmen, seid ihr über die heutige Aktion sehr verärgert.

Es war nicht unsere Absicht, Euch mit der neuen App zu enttäuschen. Vielmehr wollten wir Euch mit dieser Aktion in den Mittelpunkt stellen und dadurch zeigen, wie wichtig jeder Fan für den FC Bayern München ist. In mehreren folgenden Videoclips auf der App soll der Fan Teil der Mannschaft werden, indem z.B. der Nachname des Fans auf dem Trikot zu sehen ist und der Fan in den Medien als Star dargestellt wird. Diese persönlichen Videos sollen Euch und Euren Freunden Spaß und Freude bereiten.
· · · vor 18 Stunden ·

Dienstag, 24. Januar 2012

Abwarten - die Rückrunde ist jung

Die Rückrunde hat gerade erst begonnen und es geht schon heiß her, wenn man sich alleine die Kommentare zum Gladbach-Spiel bei Breitnigge so durchliest.
The Offside hat die Entstehung des zweiten Gladbacher Treffers mit Bildern analysiert - hochinteressant, wie ich finde - stellt das doch sehr schön das Problem des FCB während des ganzen Spiels dar.
Da steht Philipp Lahm aufgerückt fast auf Höhe der gegnerischen Abwehrreihe und wird partout nicht angespielt, um einen Angriff einleiten zu können. Tymoschtschuk hat dazu die beste Ausgangsposition, ignoriert Lahm aber und schiebt den Ball zurück zu Badstuber. Auch Holger Badstuber erkennt die durch Lahm ausgehende Option nicht und schiebt den Ball dann zu van Buyten. Selbst der Belgier könnte nun noch eine Flanke auf Lahm wagen, die Ausgangsposition des Bayern-Kapitäns hat sich nicht verändert, tut dies aber ebenso wenig. Ob Lahm selbst seine gute Ausgangsposition erkannt hat? Ich weiß es nicht, jedenfalls versäumte er es energisch auf sich aufmerksam zu machen. Wir wissen wie es weiterging, am Ende schoss Herrmann das 2:0 für Mönchengladbach, die Vorentscheidung im Spiel.

Viele haben - nicht ganz zu unrecht - Arjen Robben und das defensive Mittelfeld (Schweinsteiger/Tymoschtschuk) der Bayern für den Gegentreffer verantwortlich gemacht. Die Schlüsselszene für mich ist allerdings das zuvor behäbige Verhalten von Anatolij Tymoschtschuk. Solche Situationen hat es am vergangenen Freitag zuhauf gegeben - ich erinnere mich auch wie Mario Gomez eine aussichtsreiche Kontermöglichkeit von Robben durch diverse Zwischenschritte statt zügigem Abspiel im Keim erstickte.

Man kann sicher über die fehlende Variabilität des Teams, die Anfälligkeit beim Umschalten oder die Rolle Boatengs diskutieren, aber die Niederlage von Freitag schreibe ich im Wesentlichen der mangelnden geistigen Beweglichkeit und nicht vorhandener Spritzigkeit zu.

Die personelle Situation durch van Buytens Mittelfußbruch in der Innenverteidigung ist (noch) nicht prekär - Boateng gefällt mir dort ohnehin besser als in der Rolle des Außenverteidigers. Allerdings sollte es das für die nächsten Monate an Ausfällen in der Abwehr besser gewesen sein.
Die gesehenen Fehler sind vermeidbar; ein Bastian Schweinsteiger wird mit zunehmender Spieldauer wieder ein zentraler Stabilisierungsfaktor werden; gegen Wolfsburg läuft Franck Ribéry wieder auf - ich bin sicher, wir werden in Kürze wieder einen FC Bayern sehen, den man aus Sicht des jeweiligen Gegners besser fürchten sollte.     

Montag, 23. Januar 2012

Zu früh gefreut

Huch, das passiert mir eigentlich nicht, aber ich habe den Rückrundenstart versehentlich vorverlegt. Sorry! Los geht's natürlich erst nächste Woche mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Da bin ich wohl etwas vorgeprescht - nichts für ungut. 

Also nochmal: Endlich ist die kurze und dennoch viel zu lange Winterpause zu Ende. Endlich füllen sich die Wochenenden wieder mit Bundesliga-Fußball! Erster Gegner wird der VfL Wolfsburg mit Chefeinkäufer Felix Magath sein. Magaths exorbitantes Ein- und Verkaufsgebahren mag manche Fußballfreunde etwas befremden; Fakt ist aber, dass - sieht man mal vom derzeitigen Tabellenplatz der Wolfsburger ab - der gute Felix so viel nicht falsch gemacht hat in der Vergangenheit. Auch auf Schalke müsste man dem ehemaligen Übungsleiter eigentlich noch huldigen - Magaths Ein- und somit auch Verkaufspolitik hat dem FC Schalke 04 alles, aber sicher nicht geschadet. Bei der Fußballtochter des VW-Konzerns darf sich Magath hingegen kritiklos austoben - Geld ist zugenüge vorhanden und mit dem VW-Chef sitzt ein Fußballfanatiker am Lenkrad der Konzernzentrale, der viel Geduld hat. Das geht natürlich nur so lange gut, wie am Horizont ein Silberstreif an Hoffnung zu erahnen ist. In Wolfsburg hat man jedenfalls Geduld, weil man genug Geld hat sich Geduld leisten zu können. Zum Kader der Wolfsburger kann ich nicht viel schreiben - hier habe ich den Überblick verloren. 
Ach ja, ein letztes Testspiel gab es ja auch noch: in Mönchengladbach. Ging in die Hose, wie Spiele halt in die Hose gehen, zu denen man im Halbschlaf auf dem Platz erscheint. Der Neuer-Patzer war keinesfalls so schlimm wie die Fehler im defensiven Mittelfeld vor dem zweiten Gladbacher Treffer - Lernerfolg hat das "beste Trainingslager aller Zeiten" in dieser Hinsicht keinen gehabt. Keiner war wirklich gut, alle waren wirklich schlecht - und Gladbach hat clever und eiskalt statische und unspritzige Bayern ausgeknockt. Na ja, die Rückrunde geht nächste Woche los - gegen Wolfsburg.

VfL Borussia Mönchengladbach vs Bayern München 3:1 (FernglasFCB tippte 1:2)

Donnerstag, 19. Januar 2012

Der Stichelmeister

Ich kann nicht anders, aber ich muss mich hier typografisch übergeben...

Die Bayern "sticheln", so sticheln die Medien quer durch die Republik, sei es beim "Sportfernsehen", in den Nachrichtensendungen, in den Sportrubriken der großen und weniger großen Zeitungen - alle sind sich einig: Die Bayern sticheln was das Zeug hält, da ein Spieler namens Marco Reus nicht zum Branchenprimus gewechselt ist. 
Als Bayern-Fan lese ich mir jeden Scheiß durch, höre mir jeden Scheiß an - sobald es um meinen FC Bayern geht. Aber ich konnte bislang nicht - und kann es auch jetzt nicht-  feststellen, wo und wann der FC Bayern im Zuge dieses Transfers "gestichelt" haben soll? Bin ich taub? Bin ich blind? Ich las und lese nichts "Stich"haltiges über derlei Stichelei.

Dass Marco Reus es in Dortmund vermutlich einfacher haben wird, als er es beim FC Bayern haben dürfte - ist logisch, ist vollkommen richtig. Und dass seine Wechselabsicht in Richtung Dortmund auch damit im Zusammenhang stehen dürfte, ist naheliegend. Nichts anderes habe ich von den Bayern-Oberen oder von einigen Spielern des Rekordmeisters vernommen. Bedauern ja, Gestichel nein. 
Und als wäre es nicht schon so dermaßen ausgereizt, setzt jetzt Max Eberl - Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach - via Bild-Zeitung noch einen drauf: 
"Die Bayern waren diejenigen unter den vielen Vereinen, die Marco gejagt haben, die sich öffentlich am klarsten positioniert haben", erklärt er in der "Bild": "Dass sie nun so sticheln, zeigt, dass sie von seiner Entscheidung schwer getroffen sind." (tz)

Die haben doch alle 'nen Stich. 

Mittwoch, 18. Januar 2012

Stolperfalle Gladbach

Der letzte Bayern-Sieg in Gladbach datiert vom Januar 2006 - korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Danach kam es in vier weiteren Begegnungen in Mönchengladbach nur zu Unentschieden, eines der für Bayern ärgerlichsten Remis gab es in der letzten Saison (3:3) im Borussia-Park. 
Die Auftaktpleite gegen Gladbach in der heimischen Allianz-Arena im Hinspiel war zwar ebenfalls unnötig, nichtsdestotrotz zeigte sie, dass Borussia Mönchengladbach unter Lucien Favre mit einer stabilen Defensive ein durchaus unbequemer Gegner ist. Die Borussen vom Niederrhein entpuppte sich im Laufe der Hinrunde zudem zu echten Gewinner-Typen - die Kombination Reus-Hanke funktionierte prächtig und so schloss man die Hinrunde auf Platz Vier ab. 

Borussia Mönchengladbach schickt sich also an den arrivierten Klubs die Stirn zu bieten, doch mit dem in der Winterpause bekanntgegebenen Wechsel von Marco Reus zum BvB im Sommer kommen die Fragen nach Borussias naher Zukunft viel schneller als man sich das erhoffte. Wie verkraftet Youngster Reus die Rückrunde in dem Wissen, dass seine Tage in Gladbach nun endgültig gezählt sind? Wie reagieren die Fans der Borussia? Verlassen neben Reus und Neustädter noch weitere Akteure den Klub? Verlängert Lucien Favre sein Trainer-Engagement?
Für Gladbach wäre eine internationale Teilnahmeberechtigung am Ende der Saison natürlich eine Riesensache, allein schon wegen der Einnahmen aus dem Europapokal! Aber schon die vage Aussicht darauf sorgt auch für eine enorme Erwartungshaltung und für neuen Druck, dem die Überraschungsmannschaft der Hinrunde erst einmal standhalten muss.

Nun kommen also die Bayern in den Borussia-Park und wie das halt so ist mit den Rheinländern - man gibt sich siegessicher und schwelgt in Euphorie. Wie die Bayern aus der "besten Vorbereitung meiner Karriere" (Heynckes) kommen und ob sie den Vorsprung vor Dortmund zum Rückrundenbeginn zumindest halten können, ist wohl kaum vorab einzuschätzen. Franck Ribéry wird aufgrund einer Sperre  fehlen; Bastian Schweinsteiger dürfte einsatzfähig sein - auch wenn er gestern das Training aufgrund von Knieproblemen abbrechen musste. In jedem Falle - und das bedeuten die letzten Ergebnisse dieser Konstellation - wird es ein hartes Stück Arbeit für den FC Bayern. Gladbach könnte gleich zu Beginn der Rückrunde wieder zur Stolperfalle  für die Bayern werden. 

FernglasFCB tippt: 
Borussia Mönchengladbach vs Bayern München 1:2

Dienstag, 10. Januar 2012

Anstelle einer Rezension

Ich hatte zunächst vor, eine Rezension über den Roman "The Damned United" von David Peace zu schreiben. Doch das haben andere vor mir auch schon getan - und einen, Lukas Rilke, habe ich mir ausgesucht.

Hier sein Text: 

Brian Clough wurde mit dem Außenseiter Derby County 1972 sensationell Englischer Meister. Dann wechselte er zum großen Leeds United - und erlebte ein Desaster. Der Roman "Damned United" erzählt die nur 44-tägige Amtszeit einer der schillerndsten Figuren der englischen Fußballgeschichte. ....
 (Spiegel ONLINE sport)


 Brian Howard Clough 
(* 21. März 1935 in Middlesbrough; † 20. September 2004 in Derby)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Roter Kopf und rotes Herz

Er ist die „Abteilung Attacke“, der Visionär des deutschen Fußballs, erfolgreicher Geschäftsmann, der Top-Manager des deutschen Fußballs, und beim FC Bayern die fürsorgliche „Mutter der Kompanie“ - All das in einer Person, polarisiert er wie kein anderer das deutsche Fußballvolk. Die Schreibe ist von Ulrich Hoeneß. Hoeneß wird heute 60 Jahre alt.

Als Sohn eines Metzgers in Ulm geboren, galt Hoeneß früh als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Zum FC Bayern kam Uli Hoeneß 1970. Er wurde dort 3x Deutscher Meister, 1x Pokalsieger und gewann mit den Bayern 3x in Folge den Europapokal der Landesmeister. 1972 wurde er Europameister und 1974 dann Weltmeister - Hoeneß galt als "schnellster lebender Stürmer Europas".
1979 holte ihn Bayern-Präsident Wilhelm Neudecker als Manager zurück zum FC Bayern München, und Uli Hoeneß drückte mit den Jahren - wie niemand sonst im bezahlten Fußball einem Verein - dem FC Bayern seinen Stempel auf. Mit Hoeneß als Manager entwickelte sich der Klub aus München zu einem modernen Fußballunternehmen, die sportliche wie wirtschaftliche Bilanz der „Hoeneß-Ära“ spricht für sich.

Seine Tätigkeit als Manager des, nicht zuletzt wegen ihm, erfolgreichsten deutschen Fußballclubs geht über das übliche Profil des Klubmanagers hinaus. Er hat die Rolle der Ziehmutter für junge Spieler inne, ist immer nah dran an der Mannschaft und jederzeit mit einem offenen Ohr für die Sorgen und Nöte der Spieler präsent. Der FC Bayern ist wie eine Familie für ihn, sagt er selbst, und so füllt er auch seine Rolle in diesem Verein vorbildlich aus.
Darüber hinaus ist Uli Hoeneß Inhaber des Nürnberger Unternehmens „HoWe Wurstwaren“, Produzent von Nürnberger Rostbratwürsten, das unter anderem Feinkost Käfer und ALDI beliefert.
Aufgrund eines Streits mit dem damaligen Bayern-Trainer Lorant wechselte Hoeneß zum 1. FC Nürnberg, kam dort jedoch nur 11x zum Einsatz. Mit 27 Jahren musste er wegen chronischer Kniebeschwerden seine Karriere als Fußballspieler beenden - Uli Hoeneß ging zurück zum FC Bayern, als jüngster Manager der Bundesliga - der Beginn einer einzigartigen Erfolgsstory.

Zu seiner Vitae gehört ein Flugzeugabsturz 1982, den Uli Hoeneß als einziger von vier Insassen überlebt. Ein Vorfall, an den er kein Erinnerungsvermögen besitzt. Einen Tag nach dem Absturz erwachte Hoeneß im Krankenhaus und fragte Paul Breitner als erstes, wie das Länderspiel ausgangen sei. Zehn Jahre später übersteht Hoeneß eine lebensbedrohliche Darmoperation. Mit beeindruckendem Gleichmut ertrug er über die Jahrzente Schmähgesänge und sogar Morddrohungen gegen ihn und seine Familie während der Daum-Affäre.

Uli Hoeneß sagt was er denkt und geht offensiv und ehrlich auf die Leute zu - er selbst nennt sich die "Abteilung Wahrheit". Dabei ist er nicht immer diplomatisch gewesen, und das hat ihm nicht nur Freunde, sondern auch jede Menge Feinde beschert - nicht zuletzt weil er sich gerne der psychologischen Kriegsführung und Provokation bediente. Kaum ein anderer hat die Zeichen der Zeit so früh und erkannt und die Weichen gestellt für modernen, wirtschaftlich soliden Fußball, der international konkurrenzfähig ist. Wer ihm Arroganz vorwirft, der weiß recht wenig über ihn. Als fairer Geschäftspartner, auf dessen Wort Verlass ist, verschweigt er zurückhaltend eine Vielzahl von sozialen Engagements. Auch das ist Uli Hoeneß.

Uli Hoeneß räumte seinen Posten als Manager des FC Bayern. Doch seine Reputation und das Übermaß an Erfahrungen, sowie das Schwergewicht seiner Persönlichkeit blieben dem Klub erhalten. Hoeneß ist jetzt Präsident des FCB. Wir verloren also den besten Manager, den man sich wünschen konnte, und gewannen dafür den bestmöglichen Mann für das Präsidentenamt. Der FC Bayern München ist Hoeneß' Baby, für das er all die Jahre - nicht selten mit gerötetem Kopf - kämpfte, wie eine Bärenmutter um ihr Junges. 
Heute wird Uli Hoeneß 60 Jahre alt - Herzlichen Glückwunsch, Uli! Du bist und bleibst das Herz des FC Bayern! Alles Gute - und bleib gesund!


Teile des Textes sind abgewandelt oder auch vollständig aus dem Artikeln "Abteilung Attacke" (veröffentlicht bei cox orange)/ "Roter Kopf und rotes Herz" (veröffentlicht bei FernglasFCB) übernommen.

Sonntag, 1. Januar 2012

Termine Januar 2012

 02. - 09. Januar 2012 - Trainingslager Katar

07. Januar 2012 - Testspiel
Al Ahly Cairo vs FCB
19:00 Uhr

10. Januar 2012 - Testspiel (Neu Dehli)
Nationalmannschaft Indien vs FCB
18.00 Uhr  / live auf SAT1

14. Januar 2012 - Testspiel
Rot-Weiß Erfurt vs FCB
14.00 Uhr
 
20. Januar 2012 - Bundesliga
VfL Borussia Mönchengladbach vs FCB 
20.30 Uhr

28. Januar 2012 - Bundesliga
VfL Wolfsburg vs FCB
15.30 Uhr