Der Rhein hat Niedrigwasser, weil es schon seit Wochen nicht regnet - ungewöhnlich für diese Zeit. Ungewöhnlich ist auch das ausbleibende Sturmtief "Uli" nach der Niederlage gegen den BvB. Die merkwürdige Ruhe beim FCB nach einer völlig unnötigen Heimniederlage, die das nahezu gesamte Verfolgerfeld wieder in Reichweite des Tabellenführers rückt, stimmt mich skeptisch. Das wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für Christian Nerlinger mehr an Profil zu gewinnen, in dem er mal auf den Tisch haut. Doch die Aussagen der Bayern nach dem Spiel spiegeln keine Aufgeregtheit wider. Überhaupt war es merkwürdig lustig auf der Tribüne zwischen Hoeneß, Rummenigge und Hopfner - obwohl die Bayern zu diesem Zeitpunkt schon zurücklagen. Und auch die Aussagen einiger Spieler vor und nach der Partie halte für ich befremdlich, bedenkt man, dass man noch im Vorjahr vorgeführt wurde und dies nun schon die dritte Niederlage gegen die Dortmunder in Folge war.
Das ist mir alles zu brav, zu nett, zu devot und harmonisch. Das ist nicht Bayern-like. Ich will ja nicht unken und es muss auch nicht unbedingt wieder Sturm sein, der über die Säbener Straße hinwegzieht - aber so ein bißchen Regen, der tut dann und wann mal ganz gut. An zu viel Sonnenschein hat sich der ein- oder andere auch schon mal verbrannt. Schau'n wir mal, wie die Wetterlage nach dem heutigen Champions League-Spiel gegen Villarreal aussieht.
FernglasFCB tippt:
Bayern München vs FC Villarreal 2:1

3 Kommentare:
Ich weiß ja nicht. Als die Bayern auf dem Höhepunkt ihrer Zu-Null-Serie schwebten, hat sich ja auch niemand beschwert, dass es zu harmonisch sei. Jetzt hat man zwar erneut gegen den BVB verloren, aber im Gegensatz zur letzten Saison war man immerhin mindestens auf Augenhöhe. Wenn ein frisch genesener Robben, ein verschenkter Müller und ein ziemlich wirkungsloser Ribery dann Gomez nicht ausreichend versorgen können, dann ist das halt mal so. Deswegen irgendwo ein Donnerwetter auf Mannschaft oder sonstwen niederzulassen, hilft da doch auch nichts weiter. Eher ist die Niederlage auf Heynckes zurückzuführen, der sich mit Robben vielleicht schlicht verzettelt hat. Wenn man gegen Villarreal die Erwartungen erfüllt, ist die BVB-Schlappe meines Erachtens nach abzuhaken, dann geht es - business-as-usual- am Wochenende mit Mainz weiter.
ne halbe Stunde Kommentar geschrieben - und dann ist alles weg. tzpff..
Also: Mir ist das zu weichgespült - zu viel Schultergeklopfe, wo noch gar nichts erreicht worden ist.
Wir spielen noch in Mainz, gegen Stuttgart und Bremen und am Ende gegen "Angstgegner" Köln. Schlimmstenfalls haben wir am Samstag die Herbstmeisterschaft abgegeben. Jetzt sind vier Mannschaften wieder in Schlagdistanz und man hätte schon acht (!!!) Punkte Vorsprung vor Dortmund haben können. Was bitte hat das morgige Spiel damit zu tun?
Außerdem wird es wohl kaum unser Anspruch sein, "auf Augenhöhe mit Dortmund" zu sein?!
Ich halte den Kuschelkurs für gefährlich, da wir uns in dieser Saison keine Nachlässigkeiten erlauben können. Ich halte es für kritisch, jetzt einfach so wieder zum business as usual überzugehen. Welches Signal ist das für unsere Mannschaft?
Wir haben uns unnötig aus einer hervorragenden in eine gefährliche Situation gebracht - das darf, das muss man ansprechen.
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