Wenn ein Mann wie Papiss Demba Cissé auf dem Transfermarkt zu haben wäre, dann gibt es wohl kaum einen Bayern-Fan, der hier nicht leuchtende Augen bekäme. Man verspürt automatisch den Drang "Hier" zu schreiben. Cissé ist ein kompletter Stürmer, technisch exzellent. Mit kolportierten 13,5 bis 15 Millionen Euro Ablöse ist er zudem auch finanziell nicht unerreichbar. Christian Nerlinger schließt weitere Aktivitäten in der noch laufenden Transferperiode aus. Ist das clever?
Bayern München hat Miro Klose gehen lassen und mit Nils Petersen den Sturm neben Mario Gomez und Ivica Olic komplettiert. Drei Stürmer für eine Mannschaft, deren Anspruch es ist bis ins Frühjahr 2012 hinein auf drei Hochzeiten zu tanzen. Einer hat sich nun für zwei Monate verletzt - ausgerechnet Olic, der schon die komplette letzte Saison verletzungsbedingt ausfiel. Dass Mario Gomez weiterhin die zuverlässige Tormaschine des FC Bayern bleibt, ist ein frommer Wunsch - Garantien gibt es dafür keine. Bleibt noch Petersen: Aus der zweiten Liga gekommen, ohne internationale Erfahrung im so schwierigen Jahr Eins bei Bayern München. Ein ziemlich riskantes Konstrukt, lässt man mal außer Acht dass man auch Robben und Ribéry als Stürmer werten kann und Thomas Müller in der Lage ist, die Rolle als Mittelstürmer auszufüllen. Ganz abgesehen von der Verletzungsanfälligkeit bei Rib&Rob, ist das nicht die Paraderolle des Thomas Müller.
Der FCB kann im Falle der Qualifikation für die Champions League - also heute Abend - mit Mindesteinnahmen von 20 Millionen Euro durch die Teilnahme an der Gruppenphase rechnen. Freiburgs Cissé wäre damit locker zu finanzieren. Der Senegalese hat nun mehr als deutlich signalisiert, dass er Freiburg verlassen will - und für die Champions League wäre er für Bayern spielberechtigt. Irgendwie passt alles zusammen. Hoffentlich sehen das Herr Nerlinger und die Führungsriege des FC Bayern auch so.

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