Follow by Email

Donnerstag, 6. Januar 2011

Stereoblindness

Es war im Brühler Phantasialand. Jahre her. Nichts ahnend gingen wir dort ins 3D-Kino. Der Film begann, begleitet von überraschten Ausrufen des Publikums (Ooohs und Ahhs), gefolgt von lauten Lachanfällen. Das Volk amüsierte sich prächtig. Ich wurde stutzig, denn irgendwie bemerkte ich nur in Ansätzen was sich dort an der Leinwand so Aufregendes tat. Ich musste feststellen, dass ich nicht dreidimensional sehen konnte. Von da ab stand ich nur noch beleidigt und enttäuscht zwischen den zuckenden und sich krümmenden Menschen und hätte am liebsten gebrüllt: Was lacht Ihr denn so dämlich, Ihr Idioten! 3D war tot für mich - oder ich tot für 3D. Irgendwann später bekam ich dann zu meinem Geburtstag nochmal ein 3D-Buch von einer Freundin geschenkt . Na ja - daneben gegriffen, würde ich sagen. Ansonsten aber sehe ich mich nicht sonderlich benachteiligt durch diese Sehschwäche. Im angelsächsischen Sprachraum spricht man von Stereoblindheit. Bei mir liegt es daran, dass ein Auge das Sehen für das andere Auge übernimmt (und dessen Sehschwäche somit ausgleicht). Dadurch kann ich allerdings nicht räumlich oder stereoskopisch sehen. Der 3D-Effekt bleibt mir somit vorenthalten - ich kann die Situationen nur erahnen, was natürlich nicht sonderlich beeindruckend ist. 
Jetzt wollte mich (und andere) T-Home einladen - und mir Liga total in 3D vorstellen. Nett gemeint, aber das wird nichts. Und diese ganzen neuen Fernsehgeräte mit 3D-Funktion haben für mich auch keinerlei Reiz. Mir werden in Zukunft - wenn überhaupt - die Bälle nur um die Ohren fliegen, wenn ich ins Stadion gehe. Am Fernsehgerät bleibt für mich alles wie es war.

3 Kommentare:

Trainer Baade hat gesagt…

Stereo hören ginge aber, wenn sich einige Blogger zu jenem Anlass in Köln unterhielten. Wär das kein Grund, umzudenken?

Zechbauer hat gesagt…

stimmt nun auch wieder. Machen wir ein Bloggertreffen daraus.

Oliver hat gesagt…

Darüber ließe sich reden... ;-)