Damals sah dat im Stadion noch wat anders aus als heute. Ende der Siebziger stand in Leverkusen noch ne Holztribüne. Da saßen die alten Männer mit ihren grauen Mützen und prüttelten was das Zeug hielt. Gejubelt wurde da eher selten. "Support" - sowat kannte man noch nicht - kam nur aus den Kurven, aber nie von der Tribüne voller Motzkowskis. Die waren nur da um zu schimpfen. Is heute nich viel anders.
Paar Kilometer weiter in Köln, Stadion Müngersdorf. Spröder Charme der Siebzigerjahre-Architektur. Grauer Stahlbeton, ohne Schnickschnack. Aber wenigstens hatte man in Köln festen Boden unter den Füßen und ein Dach überm Kopp. Nich wie in Leverkusen, wo der Regen die Stufen in den Kurven nach und nach aufweichte und man im Matsch stand. Dat olle Haberland-Stadion war ja auch schon Ende der Fuffziger entstanden. Im Sommer gab et für die Stehplatzbesucher kein Schatten und im Winter keinen Schutz vor Regen oder Schnee - zumindest in Leverkusen war dat so. Da standste halt und wurdest nass. Also auch von außen. Die Holztribünen verschwanden dann nachdem im englischen Bradford eine abfackelte. So war dat.
Sowat wie diese überdimensionalen LED-Anzeigentafeln gab et natürlich auch noch nicht. Da musstest de die Eckstöße noch mitzählen. Et hat dir auch keiner zugerülpst, geklingelt, gewiehert oder so, dat irgendwo in der Republik ein Tor gefallen war. Wusste keiner - bis zur Pause. Erst da gab et die Halbzeitergebnisse, vorgelesen vom Zettel. Ein paar Wenige hatten kleine Radios mit dabei und posaunten vorab dann alles aus. Heute ham die gleichen Leute wahrscheinlich ne Standleitung übers Eiphone.
Paar Kilometer weiter in Köln, Stadion Müngersdorf. Spröder Charme der Siebzigerjahre-Architektur. Grauer Stahlbeton, ohne Schnickschnack. Aber wenigstens hatte man in Köln festen Boden unter den Füßen und ein Dach überm Kopp. Nich wie in Leverkusen, wo der Regen die Stufen in den Kurven nach und nach aufweichte und man im Matsch stand. Dat olle Haberland-Stadion war ja auch schon Ende der Fuffziger entstanden. Im Sommer gab et für die Stehplatzbesucher kein Schatten und im Winter keinen Schutz vor Regen oder Schnee - zumindest in Leverkusen war dat so. Da standste halt und wurdest nass. Also auch von außen. Die Holztribünen verschwanden dann nachdem im englischen Bradford eine abfackelte. So war dat.
Sowat wie diese überdimensionalen LED-Anzeigentafeln gab et natürlich auch noch nicht. Da musstest de die Eckstöße noch mitzählen. Et hat dir auch keiner zugerülpst, geklingelt, gewiehert oder so, dat irgendwo in der Republik ein Tor gefallen war. Wusste keiner - bis zur Pause. Erst da gab et die Halbzeitergebnisse, vorgelesen vom Zettel. Ein paar Wenige hatten kleine Radios mit dabei und posaunten vorab dann alles aus. Heute ham die gleichen Leute wahrscheinlich ne Standleitung übers Eiphone.
So etwas wie Handys existierte höchstens in Fernsehserien wie Raumschiff Enterprise. Die Stadionansagen über knackende Lautsprecher beschränkten sich auf Aufstellung, Spielerwechsel und Spielstände - Ende. Und die Stadionsprecher haben noch normal geredet. Ohne diese Brüllerei. Irgendwann in den Achtzigern kam dann in den Halbzeitpausen die Werbung lokaler Unternehmen hinzu (Versicherungen, Autohäuser, Handwerksbetriebe aus der Region), bis diese dann später auch die Halbzeitergebnisse "präsentierten". Als wär dat nötig gewesen.
Catering-Meilen... tzpff, et gab Wurst und Bier. Sonst nix. Konnste noch mit Münzgeld bezahlen - dat Gertrud samt Tochter anne Bude. Der Rücken wurde auch noch nicht wohlig beheizt, wir ham gefroren wie die Schneider. Cheerleader-Gruppen oder menschengroße Stofftiere turnten nur in den USA auf irgendwelchen Grüns herum. Gab et allet nich. Und die Masse der Zuschauer stand. Sitzplätze waren den Alten vorbehalten. Den Motzern mit den Hüten. Es gab auch keine martialische Einmarschmusik, oder so blöde Vereins-Liedchen, die irgendeine lokale Partyband mit zuviel Gefühlsduselei komponiert hatte. Dat et gleich losgeht, merkte man meist an der Zeremonie, für die man heute Stadionverbot bekäme: dem Anbeten der eigenen Farben! Fans beider Klubs schickten Einen samt Schal oder Fahne auf den Platz. Der lief dann - begleitet von Applaus - zum Anstoßpunkt, kniete nieder und verbeugte sich theatralisch mehrfach vor dem Dingen. Mitte der Achtziger gab et dat dann auch nicht mehr. Hauten sich ständig auf die Fresse - dann war damit Essig.
Erlaubt war auch, diese Papierschnipsel aus Reisswölfen zu werfen - zumindest so lange bis es Mode wurde, dat ganze Zeug in Brand zu stecken. Über die Länge von Fahnenstangen machte sich noch niemand Gedanken. Na ja, und Ultras gab et auch nicht. Nur Kutten und die alten Männer. Die ham wenigstens noch aufn Platz geguckt. Irgendwann in den Achtzigern kamen dann die Hooligans dazu. Aber auf die Fresse hats eigentlich schon immer gegeben.
Damals wurdste auch nich durchsucht. Dat kam erst mit den Leuchtkugeln, die immer mehr Mode wurden. Heute hat man dat Gefühl, man muss durch den Zoll eines totalitären Schurkenstaates.
Na ja, und die Spieler, die spielten noch in schwarzen Fußballschuhen - adidas natürlich, wat auch sonst?! Nix pink oder froschfotzengrün - schwarz mit weißen Streifen. Ende der Durchsage. So war dat.
Keine Haarbändchen und Zöpfe - die Kerls sahen noch aus wie Kerls. Gejubelt wurde, in dem man die Arme hochriss. Keine vorher einstudierten Tänzchen um die Eckfahne, kein Finger vorm Mund, keine Herzchen -Gesten in irgendwelche Kameras. Dat war keine Schau, dat war einfach Fußball. Heute pürieren se sich erst die Haare, bevor se sich aufn Platz trauen.
Bei St. Pauli hamse jetzt nackte Weiber rumtanzen lassen. Lenkt nur ab.Überhaupt: St. Pauli! Da war ich ma in dem total versifften Vereinsheim. War echt lustig. Heute ist dat wahrscheinlich ne Lounge mit Systemgastronomie. Aber die St. Pauli-Fans haben ja jetzt Farbe bekannt. Rot, um genau zu sein. Back to the roots, war die Botschaft.
War doch anders damals. Haben die jetzt auch gemerkt.
Damals wurdste auch nich durchsucht. Dat kam erst mit den Leuchtkugeln, die immer mehr Mode wurden. Heute hat man dat Gefühl, man muss durch den Zoll eines totalitären Schurkenstaates.
Na ja, und die Spieler, die spielten noch in schwarzen Fußballschuhen - adidas natürlich, wat auch sonst?! Nix pink oder froschfotzengrün - schwarz mit weißen Streifen. Ende der Durchsage. So war dat.
Keine Haarbändchen und Zöpfe - die Kerls sahen noch aus wie Kerls. Gejubelt wurde, in dem man die Arme hochriss. Keine vorher einstudierten Tänzchen um die Eckfahne, kein Finger vorm Mund, keine Herzchen -Gesten in irgendwelche Kameras. Dat war keine Schau, dat war einfach Fußball. Heute pürieren se sich erst die Haare, bevor se sich aufn Platz trauen.
Bei St. Pauli hamse jetzt nackte Weiber rumtanzen lassen. Lenkt nur ab.Überhaupt: St. Pauli! Da war ich ma in dem total versifften Vereinsheim. War echt lustig. Heute ist dat wahrscheinlich ne Lounge mit Systemgastronomie. Aber die St. Pauli-Fans haben ja jetzt Farbe bekannt. Rot, um genau zu sein. Back to the roots, war die Botschaft.
War doch anders damals. Haben die jetzt auch gemerkt.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen