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Samstag, 30. Oktober 2010

Lebenszeichen!

So langweilig die erste Hälfte der gestrigen Partie auch schien, der vierte Saisonsieg des FC Bayern war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Kurz vor dem Spiel musste Innenverteidiger Holger Badstuber wegen einer Schambeinentzündung passen. Für ihn kam der viel gescholtene Bankdrücker Martin Demichelis zu Zug. 

Der SC Freiburg begann das Spiel so, wie man die Breisgauer in München kennt: Dicht gestaffelt versammelten sich die Gäste vor dem eigenen Strafraum, immer auf Fußballverhinderung des Gegners aus. Das Fehlen ihrer zwei Innenverteidiger konnten die Bayern zunächst nicht nutzen, da die Hausherren ständig versuchten über die Außenpositionen, rechts mit Altintop und Lahm und links über Thomas Müller, diesen Riegel zu knacken. Doch weder Müller, noch Altintop gelang es für echte Gefahr zu sorgen - beide machten kein gutes Spiel in den ersten 45 Minuten. Gefahr entstand, als die Bayern mit Fernschüssen ihr Glück versuchten (Ottl, Pranjic). Die Lücke war also in der Mitte zu finden,  doch ein Spiel in die Tiefe fand so gut wie nicht statt. Zwei Mal schob man den Ball tief auf Gomez - und prompt entstand auch Torgefahr. Der Mann für solche Zuspiele, Toni Kroos, wurde konsequent von seinen Mannschaftskameraden übersehen - und so entwickelte sich im ersten Durchgang ein einfallsloses Anrennen. Die Bayern zu statisch, ohne Spielwitz und ohne Überraschnungseffekte.  Die Führung der Bayern entstand dann kurz vor der Pause durch eine Standardsituation, was selten genug beim Rekordmeister ist. Pranjic mit einem prima Eckstoß auf den heranstürmenden Demichelis - und der Argentinier wuchtet den Ball per Kopf in die Maschen. Ausgerechnet Martin Demichelis!

Louis van Gaal reagierte in der Pause und brachte van Buyten für den harmlosen Altintop, ließ ihn neben Demichelis verteidigen und schob Tymoschtschuk mehr in die Defensive. Er ließ Müller nun links spielen - und beorderte Schweinsteiger auf die zentrale Position hinter der Spitze. Der vorher zentral stehende Kroos übernahm die Müller-Seite links. Das Zusammenspiel zwischen Lahm und Müller funktionierte deutlich besser, aber auch Kroos kam nun zu mehr Ballkontakten. Bastian Schweinsteiger steigerte sich auf dieser ungeliebten Position deutlich - und die Offensivaktionen der Bayern wurden endlich gefährlicher. 
In Minute 56. lupft Schweinsteiger den Ball in Weltklassemanier zu Gomez, der kann den Ball jedoch nicht verwerten.  Die rechte Seite sorgte dann immer wieder für Gefahr vor dem Freiburger Tor. Auch Müller versuchte sich mit einem tollen Lupfer auf Lahm. Das 2:0 fiel aber wieder durch eine Standardsituation - bemerkenswert, da Trainer van Gaal in dieser Woche noch mehr Zeit für das Training von Standardsituationen gefordert hatte. Wieder flankt Pranjic klasse, diesmal auf den Kopf von Gomez - Tor! 
Doch dann wurden die Bayern fahrlässig und ließen Freiburgs Reisinger einfach mal machen. Van Buyten zu weit weg vom Gegner, der Freiburger nutzte die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Fünf Minuten später ist es wieder Daniel van Buyten, der den Gegenspieler nicht attackiert - und Butt kann gemeinsam mit Tymoschtschuk gerade noch den Ausgleich verhindern. In diesem Moment drohte meine Halsschlagader zu platzen!
Kurze Zeit später dann die Entscheidung: Danjiel Pranjic spielt wunderbar auf Tymoschtschuk, der zieht ab und versenkt die Kugel im Freiburger Tor. Gomez und Müller noch mit Großchancen, die Bayern jetzt vollkommen Herr im eigenen Haus. Toni Kroos erhöhte dann in der 80. Minute durch einen tollen Fernschuss und seinem ersten Saisontor für den FCB auf 4:1. Edson Braafheid, der kurz vor Spielende eingewechselt wurde, agierte unglücklich vor Butt und machte das Eigentor zum Endstand von 4:2.

Matchwinner war sicher Pranjic, der drei Treffer vorbereitete - und auch sonst einen guten Eindruck hinterließ. Gut gefiel mir auch Tymo und der Schweinsteiger aus Halbzeit zwei. Gomez kam etwas besser zum Zuge, als in der letzten Partie. Der Mann des Tages aber war Martin Demichelis. Im Interview nach dem Spiel sagte der Argentinier, dass er zeigen wollte er lebe noch. 
Demichelis lebt! Und wir freuen uns alle sehr auf noch mehr Lebenszeichen von ihm im Dress des FC Bayern.

FernglasFCB tippte 3:0 (Ergebnis: 4:2)

Freitag, 29. Oktober 2010

Freitagstelegramm

+++ Freiburg kommt +++ Sieg ist Pflicht +++ Klose fällt weitere drei Wochen aus +++ van Bommel noch verletzt +++ Einsatz für van Buyten? +++ Auftakt zur geforderten Siegesserie? +++ Tipp: 3:0.+++

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Ich hab dann mal gelost

Habe ich früher gern gemacht - meist im Europapokal,  Lose geschnibbelt und einfach mal die kommende Auslosung simuliert. So jetzt auch das Achtelfinale des DFB-Pokals.

Das Ergebnis:

Energie Cottbus vs 1 FC Nürnberg
VfB Stuttgart vs FC Bayern München
FC Augsburg vs TuS Koblenz
SG Eintracht Frankfurt vs VfL Borussia Mönchengladbach
1. FC Kaiserslautern vs TSG 1899 Hoffenheim
FC Schalke 04 vs Alemannia Aachen
1. FC Köln vs VfL Wolfsburg
Offenbacher Kickers vs MSV Duisburg

Am Sonntag wird verglichen.


Witzigerweise konnte ich die Lose für Mainz, Dortmund, Hamburg und Leverkusen weglassen :)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Bayern im Achtelfinale

Wenn man Konstanz als entscheidendes Kriterium bei guter Leistung priorisiert, dann wird der beste Akteur des gestrigen Pokalabends den geneigten Leser überraschen: Danji Pranjic! Doch der Kroate war tatsächlich weitgehend fehlerlos - und zwar über die komplette Spielzeit (ungewöhnlich, aber wahr!). Er verteidigte großartig, störte regelmäßig und erfolgreich den Gegner im Aufbauspiel, setzte nach vorne Impulse und rackerte, als wären die Serben hinter ihm her. Es gab sogar Momente, da wusste Danjiel Pranjic schon vor dem Gegner, wo der gleich hinspielen möchte. 
Thomas Müller überzeugte in Halbzeit eins, tauchte dann aber im zweiten Durchgang ab. Bastian Schweinsteiger glänzte zwar durch Einsatz und seine zwei Treffer, aber der ganz große Schweini war das auch noch nicht. Hamit Altintop machte gestern den Olic - rannte über Platz wie ein Irrer, wechselte die Seiten, spurtete, schoss und erarbeitete sich ein Fleißkärtchen nach dem anderen. Doch im Abschluss, in Sachen Kaltschnäuzigkeit, versagte er in aller Regelmäßigkeit. Und Tymoschtschuk, der so viel Lob in den letzten zwei Spielen einheimste, war gestern leider nicht frei von Fehlern. Philipp Lahm ließ beim 1:0 der Gäste gewähren, Badstuber war der schlechtere von zwei Innenverteidigern, Kroos war unsichtbar (abgesehen von dem Moment, als er freistehend vor dem Torhüter über den Ball senste), Gomez verfing sich ungelenk im Defensivgestrüpp der Bremer und war auch geistig zu langsam. Bleibt also wirklich nur der fehlerlose Pranjic, denn sogar Torwart Butt haute gestern einen heftigen Fehler raus.

Die ersten fünf Minuten hatte ich verpasst (Stau um Köln), da stand es bereits 1:0 für Bremen durch Pizarros Hüft-/Knie-Tor. Lahm und Tymo sahen bei dem Gegentreffer alles andere als gut aus. Wie schon so oft war der FCB nur auf dem Platz, aber noch nicht im Spiel angekommen. Die denkbar ungünstige Ausgangsposition schienen die Bayern gut zu verkraften, Bremen lehnte sich selbstgerecht zurück - Bayern beherrschte die Partie, erspielte sich aber zu wenig zwingende Möglichkeiten. Im Gegensatz zu Bremen in Halbzeit zwei. Chance auf Chance, allein Arnautovic hätte das Spiel mit seinen Möglichkeiten entscheiden können. Hat er aber nicht. Und dann kam es, wie es kommen musste - irgendwie war es auch zu spüren - und es trafen die Bayern. Was für ein Knaller! Der völlig frei stehende Schweinsteiger hämmert den Ball aus dreißig Metern unter den Querbalken. Danach war die Luft bei Werder endgültig raus. 
Den Bremern wurde zwischenzeitlich ein Tor von Prödl aberkannt - angeblich hatte er sich auf Badstuber gestützt. Schiri Weiner hatte gestern generell keinen guten Auftritt, pfiff er auch zuvor den Bayern zahlreiche Vorteile ab. Doch die Gäste von der Weser müssen mit sich hadern und nicht ausschließlich mit dem Unparteiischen, Prödl hatte schon zuvor eine hundertprozentige Kopfballmöglichkeit ausgelassen. 

Kurzum: Bayern weiter, nicht unverdient. Wenngleich der Patient Bayern noch nicht wieder in Normalform ist, war die Leistung gestern alle Male ansprechender als in den Partien zuvor. Die Roten sind jetzt seit vier Partien ungeschlagen.

FernglasFCB tippte 2:1 (Ergebnis: 2:1)


Dienstag, 26. Oktober 2010

AAAAAAAAAAAAARJEEEEN!!!

Robben war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Münchner, die dem Pokal-Finale mit ihrer Erfolgsformel Ballbesitz eindrucksvoll den Stempel aufdrückten. Sieben Tage vor dem krönenden Saisonabschluss in Madrid war der 26-jährige Ballkünstler aus den Niederlanden von den Bremern nie zu stoppen, dribbelte nach Herzenslust und schoss aus allen Lagen. 

So schrieb das Hamburger Abendblatt über das Pokalfinale 2010 im Mai. Jetzt, Ende Oktober, kommt der SV Werder Bremen nach München - zum erneuten Pokal-Duell mit den Bayern. Was war das für ein großartiges Spiel in Berlin am 15. Mai diesen Jahres! Zum Zungeschnalzen und Schwärmen! Und jetzt gebe ich mich schon mit ausreichend Kampfgeist in Hamburg zufrieden, bei einem spielerischen Niveau das im Vergleich zum Pokalsieg recht ärmlich daherkommt. Angst werden die Bremer vor uns nicht haben. Nicht, in der derzeitigen Situation. Arjen Robben wird nicht dabei sein. Der Niederländer kann vermutlich erst zur Rückrunde wieder einsatzfähig sein.  

Der FCB ist in diesem Zeitraum von fünf Monaten von überragender Klasse bis ins graue Mittelmaß abgerutscht.Vielen Bayern-Fans macht das angst.
Nicht, dass es ein unfassbares Unglück wäre, am Dienstagabend gegen Bremen im Pokal auszuscheiden - nein, das kann immer passieren. Pokal halt. Kein Wettbewerb, der wirklich vergleichbar ist mit dem Ligabetrieb oder der Champions League. Aber the trend is your friend - und zumindest wurde die letzten drei Spiele nicht mehr verloren. Das soll auch bitte so bleiben , denn der bayerische Patient ist momentan ein zartes Pflänzchen, dass noch etwas Schonung benötigt.

Andererseits ist man langsam geneigt, dem ein- oder anderen Bayern-Spieler mal eine ordentliche Standpauke halten zu wollen. Nur mit Ausfällen (die sicherlich enorm sind, keine Frage!) ist manches auf dem Platz einfach nicht zu erklären. Gerade in einer solchen Situation verlange ich von erfahrenen Spielern, die auf Weltklasse-Niveau spielen können, Zeichen. Ja, Arjen Robben fehlt uns sehr. Und ja, auch Franck Ribéry ist ein enormer Verlust zur Zeit. Aber Spieler wie Lahm, wie Schweinsteiger müssen in so einer Situation über sich hinauswachsen. Sie tun eher das Gegenteil. Es ist nun an der Zeit die Ärmel hochzukrempeln und Worten auch Taten folgen zu lassen. Der Ersatzkapitän Philipp Lahm könnte sich gerade jetzt als echter Leader, als Turm in der Schlacht, beweisen. Wäre schön, wenn wir das am Dienstagabend erleben dürften.    
 


Mein Tipp: FCB 2  Bremen 1 (n.V.)



Montag, 25. Oktober 2010

Fernglas 9. Spieltag 2010/2011

Am 9. Spieltag aus der Fernglas-Perspektive gesehen:

Freitag, 22.10.2010:
Hamburger SV vs FC Bayern München (0:0)

Samstag, 23.10.2010:
VfL Borussia Mönchengladbach vs SV Werder Bremen (1:4)

Sonntag, 24.10.2010:
Borussia Dortmund vs TSG 1899 Hoffenheim (1:1)
TSV Bayer 04 Leverkusen vs FSV Mainz 05 (0:1)

Samstag, 23. Oktober 2010

wie zwei Boxer


Die erste Hälfte der ersten Hälfte gehörte dem HSV. Der Boxer aus der blauen Ecke ging forsch und offensiv zur Sache. Mit Guerrero und van Nistelrooy wollte Trainer Armin Veh die Bayern ordentlich unter Druck setzen, was allerdings nicht so richtig gelang, da der Boxer aus der roten Ecke aus einer massiven Deckung heraus agierte und auf Konter lauerte. Völlig ungewohnt, die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz als der FCB. Mitte des ersten Durchgangs legten die Bayern dann die verhaltene Gangart in Sachen Offensive ab und trauten sich zunehmend auch Druck auf die Hamburger ausüben zu wollen. Das gelang lediglich bis vor den Strafraum der Hausherren, dann blieben die Angriffsbemühungen meist zwischen des Gegners Beinen hängen. 
Es war ein Spiel, das bestimmt war von Angriff und Gegenangriff in der Zone zwischen beiden Strafräumen. Gegenseitig jagte man sich den Ball ab, versuchte mit schnellen Vorstößen den Gegner zu überraschen. Frühes Attackieren war Trumpf. Ein Kampfspiel auf hohem Niveau was den Einsatz betraf. Torraumszenen waren allerdings Mangelware, was aber keinesfalls gleichbedeutend mit einem schlechten oder gar langweiligen Spiel war. Im Gegenteil: Der Zuschauer spürte, es stehen sich hier zwei Schwergewichte gegenüber, die auf einen Fehler des Gegenübers und ihre Chance zum "lucky punch" warteten. 

Nach dem Wechsel wurde dies noch deutlicher. Allerdings spürte man mit fortlaufender Spielzeit, dass die Hamburger sich zwar klarere Tormöglichkeiten erkämpften, aber konditionell schwer taumelten. Der Treffer, der KO-Schlag der Bayern, er lag förmlich in der Luft, so dass der Zuschauer regelrecht die Luft anhielt. Doch der eine entscheidende Schlag, er blieb hüben wie drüben aus. Pitroipa konnte eine hundertprozentige Torchance nicht nutzen und traf nur den Pfosten - und die Bayern verfingen sich weiterhin in der Hamburger Abwehr, schlossen überhastet ab, oder ließen das letzte, tödliche Zuspiel vermissen. Es gibt keinen Zweifel, dass ein Unentschieden das einzig gerechte Ergebnis am gestrigen Abend war. Dennoch sind beide Kontrahenten am Ende nicht so ganz zufrieden: Die Hamburger, weil sie ihre Torchancen nicht genutzt haben - und die Bayern, da sie das entscheidende Moment vor und im gegnerischen Strafraum vermissen ließen, obwohl der Gegner ihnen mehr als genug Raum ließ. Ein Punkt reicht weder dem HSV, Anschluss zur Tabellenspitze zu schaffen, noch den Bayern um ihrerseits die Distanz zum oberen Drittel zu verkürzen.

Es war ein Kampf über zwölf schwere Runden, der entscheidende Knockout blieb aus. 

Was die Performance der Bayern-Spieler angeht, so gab es einen glasklaren Gewinner: Anatolij Tymoschtschuk. Großartiger Einsatz von ihm, fast ausnahmslos erfolgreiche Störaktionen oder gewonnene Zweikämpfe. Der beste Innenverteidiger, den der FCB seit Wochen aufzubieten hat - und dies, obwohl er eigentlich keiner ist. 
Auch Altintop gehörte gestern Abend zu den Positivverstärkern im Team. Lauffreudig, zweikampfstark und deutlich besser, als noch gegen Cluj. Der entscheidende Pass oder Schuss wollte aber auch ihm nicht gelingen. 
Deutlich zäher die Performance der Spieler Schweinsteiger, Kroos und Ottl. Schweinsteiger unterliefen einige Patzer, wenn auch weniger als noch in der Champions League-Partie am Dienstag. Seine Schussversuche landeten im Gegner, seine Genialität lässt er momentan zu selten aufblitzen. Toni Kroos war über 75 Prozent des Spiels bei Rincón abgemeldet. Wieder kaum Abschlüsse, kaum gewonnene Zweikämpfe, eine ungenutzte Torchance. Ein Mal ließ er seinen Spielwitz aufflackern - aber das ist deutlich zu wenig. Tja, bleibt noch Ottl. Es fehlt die Alternative für van Bommel. Das ist aber auch der einzige Grund warum er auf  dem Platz steht. Defensiv wars in der ersten Hälfte okay, in Halbzeit zwei lief er dann nur noch neben dem Gegner her ohne einzugreifen. Nach vorne weder Ideen, noch die Fähigkeit zur Spielgestaltung beizutragen. Bei Schüssen komplett ungefährlich. Noch schlimmer aber präsentierte sich gestern wieder Danji Pranjic. Haarsträubende Abspielfehler, Pässe in die Füße des Gegners - und sein Offensivspiel blieb ohne Wirkung. Einzig in der Defensive war Pranjic relativ wach.
Unterm Strich muss man den Bayern das attestieren, was ich vor dem Spiel gefordert hatte: aufopferungsvollen Kampf, Einsatz und Biss. All das wurde geboten. Letztlich fehlte es in den Details und auf den letzten Metern vorm gegnerischen  Tor. Damit - und mit dem Punkt - kann man fürs Erste leben. 


FernglasFCB hat 2:1 für den FC Bayern getippt (Ergebnis: 0:0)
 

Freitag, 22. Oktober 2010

Setzt ein Zeichen!

Auch wenn ich etwas pessimistisch geklungen habe (und es auch irgendwie noch bin), steigt das Fieber im Hinblick auf die heute Abend in Hamburg statt findende Partie. Meine Eintrittskarten musste ich leider an eine gute Freundin abgeben, was schmerzt - aber auch nicht anders möglich war. 
Für die 90 Minuten vor dem Fernseher reicht meine Zeit aber - und dann will ich was sehen, meine Herren von der Säbener Straße!

Den Anschluss ans obere Drittel zu schaffen, gelingt nur mit drei Punkten aus der heutigen Partie. Verlieren verboten! Ich will eine andere Mannschaft als die von letztem Samstag oder auch Dienstagabend in der Hansestadt agieren sehen. Aufopferungsvoller Kampf, Bissigkeit, Laufbereitschaft und hundertprozentige Konzentration, also die Primärtugenden, ist heute Trumpf. Wir haben uns jetzt zwei Mal vom HSV verarschen lassen, ein drittes Mal darf es in der aktuellen Situation nicht geben.  
Die Spieler, die sich anschicken auch längerfristig beim FCB verweilen zu dürfen, müssen zeigen warum sie nicht auf die Bank gehören und eine echte Alternative sind. Die Stammkräfte, die sich bei jedweder Gelegenheit in den Medien zur aktuellen Situation äußern und nach Lösungsansätzen suchen, müssen heute Abend auf dem Platz deutliche Zeichen setzen. Die mit ausreichend Lorbeeren geschmückten Youngsters müssen endlich anknüpfen an die Leistung, die sie während der WM oder auch in der letzten Saison (auch als Leihgabe) regelmäßig gezeigt haben. Mit anderen Worten: Es ist von jedem eine Steigerung notwendig. Setzt ein Zeichen! Heute Abend in Hamburg, nicht irgendwann.
     

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Schlechte Voraussetzungen

Die beiden letzten Partien gegen Hannover und Cluj hinterlassen im Fanlager des FCB eine bittere Note - und so ist die Vorfreude auf den Bundesliga-Schlager am Freitagabend in der wasauchimmer-Arena zu Hamburg eher gedämpft. Zwar gewann man jeweils, aber das Wie sorgt für Bedenken. Gegen einen starken HSV wird  es mit einer solchen Leistung nichts. Das Dilemma der Bayern liegt auch an der derzeitigen Personalsituation, die nach wie vor angespannt ist. Ob van Buyten oder Ivica Olic überhaupt spielen können, steht bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Aber der Aderlass des FCB macht sich ohnehin nicht an diesen beiden Namen fest. Welche Schwierigkeiten der Klub hat, ist in erster Linie an den Ausfällen Robben und Ribéry festzumachen. Die Ersatzspieler erfüllen zum großen Teil die Erwartungen nicht (Pranjic, Braafheid, Altintop), arrivierte Spieler kommen über müden Durchschnitt nicht hinaus (Lahm, Müller) oder wirken teilweise verunsichert (Badstuber). Schweinsteiger hat mit Ottl keinen kongenialen Partner - und Toni Kroos lässt seine Torgefährlichkeit im Bayern-Dress vermissen.

Die letzten beiden Spiele in Hamburg gingen für die Bayern recht unglücklich verloren. Bayern hatte mehr Spielanteile und war auch die bessere Mannschaft auf dem Platz, effizienter gab sich da allerdings der Gastgeber und gewann jeweils mit 1:0. Die Bilanz der Bayern in Hamburg ist aber generell positiv: 14 Niederlagen stehen 20 Auswärtssiege gegenüber. 11 Mal lief die Begegnung auf ein Unentschieden hinaus. 

Beim HSV lichtet sich pünktlich zum Nord-Süd-Gipfel das Lazarett. Petric, Janssen, Zé Roberto - sie alle wollen gegen die Roten aus München zum Einsatz kommen. Bei Bayern scheint definitiv Diego Contento wieder auflaufen zu können. 
Um an der Liga-Spitze dran bleiben zu können, brauchen die Bayern mehr als nur einen Punkt. Gar nicht gebrauchen können sie eine weitere Saisonniederlage. Jetzt muss an Grenzen oder auch über solche hinaus gegangen werden. Mehr Einsatz und Mut, vor allem aber mehr Arbeit (für die Mitspieler) sind gefordert. Bayern hatte erst am Dienstag ein Champions League-Spiel, die Vorbereitung auf das Hamburg-Spiel fällt daher spartanisch aus. Alles in allem schlechte Voraussetzungen für diesen Klassiker. 

Mein Tipp: HSV 1, Bayern 2 
(mit allem Optimismus, den ich zusammenraffen kann)

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Gastgeschenke

Der Besuch aus Siebenbürgen hatte Gastgeschenke im Gepäck und verteilte diese im Laufe der 90 Minuten auf dem Feld großzügig. Wenn man so will, drei an der Zahl - zumindest aber zwei Eigentore der Rumänen. Natürlich war das 2:1 und der Gomez-Treffer zum 3:1 auch irgendwie erzwungen, doch die eigentliche Großzügigkeit der Gäste war die eigene Harmlosigkeit. Hätte der Eisenbahnklub CFR Cluj mehr Selbstvertrauen gehabt, wäre Bayern gestern böse unter die Räder gekommen. So reichte es für Cluj nur noch zum Anschlusstreffer. Fahrlässig, wie die Bayern ihre Gäste zum Toreschießen einluden.
Ein hochkalibriger Gegner aus dem Repertoire der Champions League hätte uns gestern Abend sicher gedemütigt, machen wir uns also nichts vor. 

Es krankt im Spiel des FC Bayern - so wie man das auch schon gegen Hannover erkennen musste.  Da ist Vieles, das nicht klappt: schlechte Zuspiele, Missverständnisse im Spielaufbau, Zweikampfschwächen, technische Mängel - vor allem aber mangelnde Unterstützung der Mitspieler untereinander.
Das Zusammenspielarbeiten der Spieler Müller, Altintop, Pranjic fand einfach nicht statt. Müller wie Altintop liefen sich immer wieder fest und verloren Bälle, arbeiteten aber ihrerseits auch kaum nach hinten. Vor allem beim 0:1 stand Thomas Müller beschäftigungslos im Nirgendwo, dabei hätte Tymoschtschuk auf der rechten Abwehrseite dringend Unterstützung gebraucht. Lahm ließ nach vorn jede Unterstützung für Altintop vermissen und konzentrierte sich in erster Linie auf Absicherung, statt sich im Spielaufbau einzubringen. Eine wirklich gute Aktion im Spiel ist für Philipp Lahm einfach zu wenig. Ottl hat wieder mal gezeigt, dass er bei einem anderen Verein besser aufgehoben wäre. Keine Impulse nach vorn, blinde Weitschüsse, nach hinten ebensowenig fleißig wie die schon genannten Spieler. Aber auch Bastian Schweinsteiger glänzte neben ihm kaum, verdribbelte sich des Öfteren und wurde Mitte der zweiten Halbzeit ohne Puste ausgewechselt. Schweinsteiger gehörte noch zu den Besseren. Toni Kroos war wohl in der ersten Halbzeit noch der auffälligste Aktivposten, wenngleich ihn vor der gegnerischen Strafraumgrenze regelmäßig der Mut zu verlassen scheint. Im Abschluss offenbart er ungewohnte Schwächen, sonst aber quirlig und technisch gut. In der zweiten Halbzeit machte sich Kroos dann leider unsichtbar.

Der Kroate Danijel Pranjic lieferte gestern eine seiner erbärmlichsten Vorstellungen im Dress des FCB ab. Er war der größte Unsicherheitsfaktor und sorgte für einige gefährliche Kontersituationen des Gegners. Ansonsten ließ er die für ihn typischen dynamischen Vorstöße vermissen und ignorierte jedes Zusammenspiel mit Thomas Müller. Nach Schweinsteigers Auswechslung tauchte er dann im defensiven Mittelfeld ab.


Holger Badstuber hatte gestern eine ziemlich gebrauchte erste Halbzeit: Fehlpässe, Stellungsfehler - für ihn untypisch. Ein gefährlicher Freistoßschuss und die Flanke vor dem/zum 2:1 landen auf seinem Guthabenkonto. In der zweiten Halbzeit sah es dann nicht mehr ganz so schlimm für ihn aus, was aber auch an der Konditionsschwäche der Rumänen lag. Tymoschtschuk hatte gestern wohl den undankbarsten Job von allen - wurde mehrfach sträflich allein gelassen und konnte bei den Gegentreffern nicht mehr effizient eingreifen. Ansonsten lieferte er sowohl in der IV, als auch im Spielaufbau eine ordentliche Partie. Für mich ist Tymo momentan ein wichtiger Stabilisator des Teams.

Last but not least, Mario Gomez - unsere einzige Sturmspitze. Er kämpfte und arbeitete, konnte aber ebenso wenig auf Unterstützung seiner Mitspieler zählen. Daher auch nicht so auffällig wie beim Hannover-Spiel, aber wieder erfolgreich. Gomez erzwang den dritten Treffer, wenngleich ein rumänischer Spieler ihn anschoss, sodass der Ball von Gomez' Bein ins Tor ging.

Die Bilanz in der Champions League ist nicht zu kritisieren, die Art und Weise des gestrigen Auftritts vergessen wir besser. Doch lässt die Leistung gegen Hannover und auch gestern gegen Cluj für Freitag Schlimmes befürchten. Wenn man sich nicht deutlich steigert, sind drei Punkte gegen den HSV reine Illusion. Nach gestern Abend würde ich nicht auf mehr den FC Bayern tippen. Das ist um so ärgerlicher, weil es sicher nicht an der individuellen Klasse der momentanen A-Elf liegt. Die Mannschaft muss füreinander laufen und arbeiten. Wenn diese Bereitschaft fehlt, hat man in Hamburg am Freitagabend nichts zu bestellen. 

Dienstag, 19. Oktober 2010

Besuch aus Siebenbürgen

Der CFR Cluj kommt am Dienstagabend in die Arena. Vielleicht ein dankbarer Gegner für den FCB in dieser Phase der Selbstreinigung, vielleicht aber auch nicht. 
Trotz der hohen Niederlage in der Liga, darf man die Truppe aus dem rumänischen Klausenburg nicht unterschätzen. Dies musste auch der FC Barcelona schon leidvoll erfahrern. Die Bayern können den Gruppensieg und somit den Einzug in die Finalrunden der Champions League fixieren. Zumindest in diesem Wettbewerb wäre man dann äußerst zufriedenstellend auf Kurs. Am Dienstag wird Schweinsteiger wohl wieder in der Startelf stehen, Olic und van Buyten dürften ebenfalls wieder einsatzfähig sein. Van Gaal wäre gut beraten, die Tymoschtschuk-Variante auf der IV beizubehalten. Gut möglich, dass Tymo aber auch neben Schweinsteiger eine Sechser-Position ausfüllen soll. Ivica Olic dürfte vielleicht als Einwechselspieler zum Zuge kommen, keinesfalls aber wird er Goméz in der Startaufstellung vorgezogen. 

Dummerweise steht ausgerechnet drei Tage nach dem CL-Heimspiel die Partie in Hamburg auf dem Spielplan. Möglicherweise steht dann auch Diego Contento wieder zur Verfügung. Die kurze Pause/Vorbereitungszeit vor dem Kracher in der Hansestadt, ist für uns allerdings ein klarer Nachteil. Doch zunächst kommt erstmal der Besuch aus Siebenbürgen.

Mein Tipp: FCB 2, Cluj 0

Montag, 18. Oktober 2010

Fernglas 8. Spieltag 2010/2011

Am 8. Spieltag aus der Fernglas-Perspektive gesehen:

Freitag, 15.10.2010:
1. FC Köln vs Borussia Dortmund (1:2)

Samstag, 16.10.2010:
FC Bayern München vs Hannover 96 (3:0)

Sonntag, 17.10.2010:
TSG 1899 Hoffenheim vs Borussia Mönnchengladbach (3:2)

Immerhin

Fangen wir mit dem Schlechten an: Der FC Bayern spielte am Samstagnachmittag wie ein Tabellenzwölfter. Ich wäre gern sanft entschlummert, um die vielen Fehler im Zweikampfverhalten und Abspielpatzer nicht mehr sehen zu müssen. Altintop konnte überhaupt keine Impulse setzen, Lahm unauffällig bis unsichtbar (was ich ihm, einem Spieler mit seinem Status, übel nehme), Kroos miserabel auf dieser Position, Müller nicht anwesend in Halbzeit eins. Ottl konnte nicht ansatzweise den Schweinsteiger machen - als dieser dann endlich in Halbzeit zwei kam, wurde es im Spielaufbau der Bayern deutlich besser. Nee, schön war's wirklich nicht - aber was konnte man bei der Aufstellung und einer gehörigen Portion Verunsicherung erwarten?! Van Gaal musste letztlich eine komplett neue Elf zusammenwürfeln.
Erwartet hatte ich hingegen das Ergebnis (strike!), ebenso wie ich Goméz als Torschützen getwittert prognostiziert hatte. Er bestätigte das Vertrauen, ihn endlich auch mal 90 Minuten spielen zu lassen. Aber diesmal hatte van Gaal auch keine Alternative zu ihm. Gut gefallen hat mir Tymoschtschuk auf der IV-er Position. Goméz' zweitem Tor ging ein Handspiel voraus, wurde übersehen, schmälert seine Leistung aber nicht. 


Hannover 96 war nicht der Maßstab an dem wir uns jetzt aufgeilen sollten. Am Freitag geht's gegen den  anderen HSV und das in Hamburg - nicht das beste Pflaster für uns in der letzten Zeit. Davor findet noch die Champions League-Begegnung am Dienstagabend gegen Cluj statt. 
Trotz aller Ernüchterung: Wir stehen auf Platz 10 mit 11 Punkten aus 8 Spielen. In der letzten Saison hatten wir lediglich einen Punkt mehr aus ebenfalls 8 Spielen und standen am Ende als Meister fest. 10 Punkte Vorsprung hat der Erste, Borussia Dortmund, zurzeit. Das ist auf- und einholbar. Dazu muss in den nächsten Wochen auf Teufel komm raus gewonnen werden. Ein Schlüsselspiel bei diesem Unterfangen dürfte die kommende Begegnung gegen den HSV sein. Hierfür ist eine deutliche Steigerung von Nöten (auch und gerade von so erfahrenen Spielern wie Philipp Lahm).

Für junge Eltern dürfte es höchstinteressant sein, wie Franck Ribérys Ehefrau die zwei Kinder so ruhig bekommen hat? Die saßen wie zwei alte, gelangweilte Hasen in ihren Sitzen und starrten paralysiert auf das Spiel. Das war das vierte Mal in den 90 Minuten, dass sich meine Mundwinkel nach oben bewegten. Immerhin.


FernglasFCB tippte 3:0 (Ergebnis: 3:0)
 

Samstag, 16. Oktober 2010

Comedy vom Feinsten

Bislang habe ich die Posse zwischen dem FCB und dem niederländischen Fußballverband KNVB hier ausgespart, da ich allen Parteien - Bayern München, den Spielern und dem Oranje-Verband - eine Mitverantwortung über das Geschehene gebe. Zudem kann ich hier wohl kaum zu den medizinischen Fakten meinen unfachmännischen Beitrag liefern. 

Warum sich die Spieler bei solchen Verletzungen überhaupt aufstellen lassen, ist zwar nachvollziehbar - aber letztlich auch von den Betroffenen fahrlässig. Ich bin auch sicher, dass der FCB in der Vergangenheit, gegenwärtig und zukünftig Spieler "fit spritzen" wird, wenn es notwendig sein sollte. Einen Heiligenschein hat in der Branche niemand. So ist das Profigeschäft in jeder Sportart, schließlich geht es um  Erfolg oder Misserfolg, die eigene Karriere und viel Geld. 

Die ganze Geschichte wird nun durch eine Slapstick-Nummer erweitert: Die FIFA verlieh jetzt dem niederländischen Verband den "MEDICAL CENTRE OF EXCELLENCE AWARD", einen Preis für ausgezeichnete medizinische Betreuung. Der KNVB ist der erste Verband überhaupt, der eine solche Auszeichnung verliehen bekommt. Das ist in ungefähr genauso unfassbar wie der Deutsche Comedy-Preis für Oliver Welkes "heute show". Sei's drum - viel schlimmer ist, mit welch fehlendem Fingerspitzengefühl die FIFA zum jetzigen Zeitpunkt damit agiert. 

Natürlich wird der Preis von niederländischer Seite höhnisch kommentiert und auch Bayerns Doc Müller-Wohlfahrt bekommt sein Fett weg. 

„Wir haben eine Kopie der Auszeichnung sofort nach München geschickt.“ Henk Kesler - ehemaliger Präsident des KNVB - konnte sich auch eine Kritik gegen Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt nicht verkneifen, dem vorgeworfen wird, Patienten nur mit seiner in eigener Produktion hergestellten Mittel behandeln zu lassen, um seine Einnahmen zu erhöhen.
„Wir saßen in der Klinik von Klubarzt Müller-Wohlfahrt. Er sprach nur mühsam Englisch und wiederholte eigentlich nur seinen einen Spruch, dass Muskelverletzungen nur durch Ruhe auskuriert werden können. Das stünde auch in diesem berühmten Buch, sagte er stets. Wer denn das berühmte Buch geschrieben habe, fragte ich ihn. ´Ich natürlich´, antwortete er. Bert van Oostveen [der jetzige Präsident des KNVB, Anm. d. Red.] hatten danach Probleme, ihn ernst zu nehmen“, sagte Kesler.

(Quelle: goal.com)
Übrigens, dieser Henk Kesler sagt zu dem Thema auch so Sätze wie "das ist eine Kriegserklärung der Deutschen!".

Die kleine Sportblogger-Familie

Montage Thomas Grundmann

Matthias Tonhäuser von der Neuen Westfälischen hat über uns Sportblogger berichtet. Hier sein Artikel

Freitag, 15. Oktober 2010

Verletztenliste

Arjen Robben (Muskelverletzung im Oberschenkel)
Franck Ribéry (Außenbandriss)
Breno (Kreuzbandriss/Leistenprobleme)
David Alaba (doppelter Außenbandriss)
Ivica Olic (Nasenbeinbruch)
Daniel van Buyten (Verrenkung am Rücken)
Miroslav Klose (Muskelfaserriss)
Mark van Bommel (Faszienriss mit ausgedehntem Hämatom im rechten Knie)
Diego Contento (Leistenoperation)
Rouven Sattelmaier (Riss der Bizepssehne)
Bastian Schweinsteiger (Kapselanriss am Fuß)

Zitat der Woche / KW 41.

Es ist unbestritten, dass unsere Fan-Szene problematisch ist mit ihrer scheiß Pyrotechnik, von der sie glauben, dass dies das Erlebnis Fußball ist.

Heribert Bruchhagen
(Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurt)

Dienstag, 12. Oktober 2010

Das waren noch Zeiten

Man erinnert sich gern an herausragende Momente, zehrt dauerhaft von ihnen - solche Positiverfahrungen verankern sich fest im Hippocampus. Heimspiel gegen Hannover 96, im April 2010, Endstand 7:0 - und nach Abpfiff lag für mich der FCB auf Meisterschaftskurs. Ich erinnere mich gut an dieses Spiel - nicht zuletzt weil es mit sieben Toren der höchste Heimsieg der letzten 20 Jahre war. Unter den Torschützen ein gewisser Arjen Robben.  Der Niederländer traf gegen Hannover drei Mal.
Nun ist es Oktober, der FC Bayern wurde Meister - und steckt in der neuen Saison im Mittelmaß der Tabelle fest. Robben wird in dieser Hinrunde nicht spielen. Es fehlt den Bayern zudem Franck Ribéry, der Einsatz von Mark van Bommel ist fraglich. Unser Sturm trifft nicht und Hannover 96, Gegner am kommenden Samstag, liegt neun Plätze vor uns, fünf Punkte vor dem FC Bayern. 

Tja, was soll man da prognostizieren? Hannover tritt zwar ersatzgeschwächt an, die Abwehrspieler Haggui und Pogatetz fehlen, aber das geht uns ja ähnlich. Es ist an der Zeit ein Ausrufezeichen zu setzen, sonst wird es ganz düster. 
Falls van Bommel ausfällt, wird vermutlich Tymoschtschuk als Sechser für ihn auflaufen. 

Mein Tipp: Bayern 3, Hannover 0

Freitag, 8. Oktober 2010

Lahm(sch)e Ausreden

Der Druck ist groß beim FC Bayern, sicher größer als bei anderen Bundesliga-Klubs - und da ist er schon groß, denn schließlich ist das hier Profigeschäft. Ja, wenn man verliert ist der Druck noch größer, auch und gerade bei Bayern München. Aber "lähmend", so wie Philipp Lahm das jetzt äußerte, darf er nicht sein - denn sonst, Herr Lahm, sind Sie in diesem Job schlicht falsch aufgehoben. 

Mein Job beginnt morgens um fünf Uhr, was für mich bedeutet, dass ich um spätestens 3:45 Uhr das Bett verlassen muss. Mein Job beginnt um fünf und beginnt mit Druck. Druck bis sechs, Druck bis sieben, Druck bis acht - und dann etwas weniger Druck bis neun Uhr. Danach entspannt sich im Normalfall alles, Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn ein solcher Druck mich lähmen würde, was würde wohl mein Chef dazu sagen? Sicher würde er mir keinen Audi RS6 Limousine 5.0 TFSI quattro tiptronic bereitstellen, denn bei 580 PS unter der Haube ist der Druck auf den Fahrer schon ziemlich groß. Mein Tipp: Weniger quatschen, weniger werben, weniger von allem was nichts mit dem eigentlichen Job zu tun hat, dann hören solche Lähmungserscheinungen bald wieder auf.

Freitag, 1. Oktober 2010

Termine Oktober 2010

3. Oktober 2010 - Bundesliga
BV 09 Borussia Dortmund vs FCB
17.30 Uhr

16. Oktober 2010 -Bundesliga
FCB vs Hannover 96
15.30 Uhr

19. Oktober 2010 - Champions League 2010 3. Gruppenspiel (E)
FCB vs CFR Cluj
20.45 Uhr

22. Oktober 2010 - Bundesliga
Hamburger SV vs FCB
20.30 Uhr

26. Oktober 2010 - DFB-Pokal 2. Runde
FCB vs SV Werder Bremen
20.30 Uhr

29. Oktober 2010 - Bundesliga
FCB vs SC Freiburg
20.30 Uhr