Ich bin nicht resistent gegen Werbebotschaften, ebenso wenig wie gegen all die "Tricks" mit denen man mich als Konsumenten versucht zum Zugreifen zu bewegen. Natürlich weiß ich, dass die teuren Produkte in Augenhöhe, die Schnäppchen irgendwo südlich der Kundenknie drapiert werden. Ich weiß auch um den Effekt von Beleuchtung und Farbsignalen. Und mir ist klar, dass der Bereich vor der Kasse so viel Verführung bereithält, dass es fast unmöglich wird dort nicht noch einmal zuzugreifen. Ist mir alles klar - und dennoch beuge ich mich gelegentlich regelmäßig genau diesen Mechanismen.
Am Ende landen in meinem Einkaufskorb Dinge, die entweder nie geplant waren zu kaufen - oder eben Produkte, die streng genommen viel zu teuer sind, aber aufgrund ihres Verpackungsdesigns, eines spontanen Gelüstes oder aus anderen verkaufspsychologischen Motiven von mir nicht im Verkaufsregal belassen werden konnten.
Der Einkaufskorb des FC Bayern blieb bislang - heute Abend endet die Transferphase - leer, sieht man mal vom dritten Torhüter Rouven Sattelmaier ab. Ein paar Leihgaben kamen zurück, aber das war's auch schon. Im Grunde entspricht dieses Verhalten der Vorgabe des Trainers. Der Kader ist ihm zu groß, 22 Spieler sollen reichen, jede Position doppelt besetzt sein. Zudem setzt van Gaal auf junge Talente aus dem Verein, die den Sprung in die Profi-Mannschaft schaffen sollen. Damit hat er bereits in der vergangenen Saison gute Erfahrungen gemacht und einen enormen Achtungserfolg erzielt.
Die vielkritisierte Abwehr des Klubs war im Meisterjahr 2009/2010 letzten Endes die beste Defensivformation aller Bundesligisten. Für van Gaal war es das Argument keine großen Veränderungen in Form von zusätzlichen Transfers in diesem Mannschaftsteil vorzunehmen. Der gelernte Innenverteidiger Holger Badstuber rückte von der Außenposition in die Innenverteidigung, seine alte Position übernahm Nachwuchstalent Diego Contento. Nach der Niederlage gegen Kaiserslautern wurde die Kritik an der Abwehr des FCB erneut laut. Allerdings war der größte Schwachpunkt an jenem Abend einer, der zu den konstantesten und am wenigstens kritisierten Spielern zählt: Philipp Lahm. Es ist nicht davon auszugehen, dass ausgerechnet Lahm solch schwache Auftritte in aller Regelmäßigkeit wiederholen wird. Nach dem anfänglichen Theater um Martin Demichelis scheint nun festzustehen, dass der Argentinier beim FC Bayern bleibt. Ob in der Defensive wirklich Handlungsbedarf besteht, wird man erst im Laufe der Saison erfahren. Maßgeblich wird sein, was für ein Spieljahr die Protagonisten Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber und Contento aufbieten können. Dieses Risiko geht Louis van Gaal bewusst ein - es scheint das geringere zu sein, als durch neue Abwehrspieler und zusätzliches Personal Unruhe ins Team zu bekommen.
Im Mittelfeld bleibt alles wie gehabt: van Bommel, Schweinsteiger und dann die Außen Robben und Ribéry. Die Verletzung Robbens scheint nun allerdings so schwerwiegend zu sein, dass man damit rechnen muss, dass der Niederländer im Jahr 2010 kein Spiel mehr absolvieren kann. Ein bitterer Schlag für das Bayern-Ensemble.
Alternativ rückt dank seiner Flexibilität Thomas Müller auf die Robben-Position. Der zurückgekehrte Toni Kroos übernimmt dafür die Müller-Position oder spielt zentral. Als Back-Ups stehen noch Tymoschtschuk und Altintop zur Verfügung. Tymoschtschuk kann wie Altintop sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr eine Alternative sein. Noch hat Anatolji Tymoschtschuk seine Stärken beim FC Bayern nicht überzeugend eingesetzt. Auch im Mittelfeld der Bayern gilt: Rufen die gesetzten Kräfte ihre Möglichkeiten regelmäßig ab, besteht personell hier keinerlei Bedarf. Van Gaal setzt auf Müller und Kroos - hat als Ersatz mit Tymo und Altintop zwei Spieler, die diesen Part auch defensiver spielen können. Zudem hat van Gaal noch Alaba und Pranjic als Wechselspieler. Personell ist - trotz des Robben-Ausfalls - das Mittelfeld gut und üppig besetzt. Ein echter Robben-Ersatz wäre zurzeit ohnehin nicht auf dem Transfermarkt zu finden.
Im Angriff herrscht auf den ersten Blick ein Überangebot. Goméz, Klose, Olic und eventuell Müller. Mario Goméz konnte beim FC Bayern bislang noch keine Akzente setzen, Klose ist nicht in Topform und Olic ist zwar ein Kämpfer vor dem Herrn, braucht aber viele Versuche für ein Tor. Der Trainer setzt darauf, dass entweder bei Klose oder Goméz der Knoten platzt. Olic kann er ohnehin zu jeder Zeit ins Kampfgetümmel schmeißen. Thomas Müller ist, wo auch immer eingesetzt, eine Tormaschine.
Doch was, wenn weder Miro Klose noch Mario Goméz das Niveau erreichen, das von ihnen erwartet werden muss? Hätten wir dann nicht ein Sturmproblem? Ist es nicht fahrlässig einen Edin Dzeko, dessen Qualität und Torinstinkt wohl unbestritten ist, in Wolfsburg zu belassen? Klose ist - bei allem Respekt - ein Auslaufmodell mit starken Schwankungen in seiner Form. Goméz ist ein Stoßstürmer ohne herausragende technische Fähigkeiten, bislang beim FCB ohne jede Durchschlagskraft. Ivica Olic ist - trotz allen Einsatzes - kein Vollstrecker und auch technisch limitiert. Im Sturm tobt ohnehin der Verdrängungswettbewerb, ob nun mit oder ohne Dzeko - die totale Zufriedenheit wird van Gaal bei seinen Stürmen ohnehin nicht sicherstellen können, die Bayern spielen mit nur einer Spitze.
Gut, dass die Bayern sich nicht von jedem Schnäppchen haben verführen lassen. Aber ein Edin Dzeko, der hätte für meinen Geschmack ins Körbchen gepasst. So einer darf dann auch mal was mehr kosten.
Am Ende landen in meinem Einkaufskorb Dinge, die entweder nie geplant waren zu kaufen - oder eben Produkte, die streng genommen viel zu teuer sind, aber aufgrund ihres Verpackungsdesigns, eines spontanen Gelüstes oder aus anderen verkaufspsychologischen Motiven von mir nicht im Verkaufsregal belassen werden konnten.
Der Einkaufskorb des FC Bayern blieb bislang - heute Abend endet die Transferphase - leer, sieht man mal vom dritten Torhüter Rouven Sattelmaier ab. Ein paar Leihgaben kamen zurück, aber das war's auch schon. Im Grunde entspricht dieses Verhalten der Vorgabe des Trainers. Der Kader ist ihm zu groß, 22 Spieler sollen reichen, jede Position doppelt besetzt sein. Zudem setzt van Gaal auf junge Talente aus dem Verein, die den Sprung in die Profi-Mannschaft schaffen sollen. Damit hat er bereits in der vergangenen Saison gute Erfahrungen gemacht und einen enormen Achtungserfolg erzielt.
Die vielkritisierte Abwehr des Klubs war im Meisterjahr 2009/2010 letzten Endes die beste Defensivformation aller Bundesligisten. Für van Gaal war es das Argument keine großen Veränderungen in Form von zusätzlichen Transfers in diesem Mannschaftsteil vorzunehmen. Der gelernte Innenverteidiger Holger Badstuber rückte von der Außenposition in die Innenverteidigung, seine alte Position übernahm Nachwuchstalent Diego Contento. Nach der Niederlage gegen Kaiserslautern wurde die Kritik an der Abwehr des FCB erneut laut. Allerdings war der größte Schwachpunkt an jenem Abend einer, der zu den konstantesten und am wenigstens kritisierten Spielern zählt: Philipp Lahm. Es ist nicht davon auszugehen, dass ausgerechnet Lahm solch schwache Auftritte in aller Regelmäßigkeit wiederholen wird. Nach dem anfänglichen Theater um Martin Demichelis scheint nun festzustehen, dass der Argentinier beim FC Bayern bleibt. Ob in der Defensive wirklich Handlungsbedarf besteht, wird man erst im Laufe der Saison erfahren. Maßgeblich wird sein, was für ein Spieljahr die Protagonisten Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber und Contento aufbieten können. Dieses Risiko geht Louis van Gaal bewusst ein - es scheint das geringere zu sein, als durch neue Abwehrspieler und zusätzliches Personal Unruhe ins Team zu bekommen.
Im Mittelfeld bleibt alles wie gehabt: van Bommel, Schweinsteiger und dann die Außen Robben und Ribéry. Die Verletzung Robbens scheint nun allerdings so schwerwiegend zu sein, dass man damit rechnen muss, dass der Niederländer im Jahr 2010 kein Spiel mehr absolvieren kann. Ein bitterer Schlag für das Bayern-Ensemble.
Alternativ rückt dank seiner Flexibilität Thomas Müller auf die Robben-Position. Der zurückgekehrte Toni Kroos übernimmt dafür die Müller-Position oder spielt zentral. Als Back-Ups stehen noch Tymoschtschuk und Altintop zur Verfügung. Tymoschtschuk kann wie Altintop sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr eine Alternative sein. Noch hat Anatolji Tymoschtschuk seine Stärken beim FC Bayern nicht überzeugend eingesetzt. Auch im Mittelfeld der Bayern gilt: Rufen die gesetzten Kräfte ihre Möglichkeiten regelmäßig ab, besteht personell hier keinerlei Bedarf. Van Gaal setzt auf Müller und Kroos - hat als Ersatz mit Tymo und Altintop zwei Spieler, die diesen Part auch defensiver spielen können. Zudem hat van Gaal noch Alaba und Pranjic als Wechselspieler. Personell ist - trotz des Robben-Ausfalls - das Mittelfeld gut und üppig besetzt. Ein echter Robben-Ersatz wäre zurzeit ohnehin nicht auf dem Transfermarkt zu finden.
Im Angriff herrscht auf den ersten Blick ein Überangebot. Goméz, Klose, Olic und eventuell Müller. Mario Goméz konnte beim FC Bayern bislang noch keine Akzente setzen, Klose ist nicht in Topform und Olic ist zwar ein Kämpfer vor dem Herrn, braucht aber viele Versuche für ein Tor. Der Trainer setzt darauf, dass entweder bei Klose oder Goméz der Knoten platzt. Olic kann er ohnehin zu jeder Zeit ins Kampfgetümmel schmeißen. Thomas Müller ist, wo auch immer eingesetzt, eine Tormaschine.
Doch was, wenn weder Miro Klose noch Mario Goméz das Niveau erreichen, das von ihnen erwartet werden muss? Hätten wir dann nicht ein Sturmproblem? Ist es nicht fahrlässig einen Edin Dzeko, dessen Qualität und Torinstinkt wohl unbestritten ist, in Wolfsburg zu belassen? Klose ist - bei allem Respekt - ein Auslaufmodell mit starken Schwankungen in seiner Form. Goméz ist ein Stoßstürmer ohne herausragende technische Fähigkeiten, bislang beim FCB ohne jede Durchschlagskraft. Ivica Olic ist - trotz allen Einsatzes - kein Vollstrecker und auch technisch limitiert. Im Sturm tobt ohnehin der Verdrängungswettbewerb, ob nun mit oder ohne Dzeko - die totale Zufriedenheit wird van Gaal bei seinen Stürmen ohnehin nicht sicherstellen können, die Bayern spielen mit nur einer Spitze.
Gut, dass die Bayern sich nicht von jedem Schnäppchen haben verführen lassen. Aber ein Edin Dzeko, der hätte für meinen Geschmack ins Körbchen gepasst. So einer darf dann auch mal was mehr kosten.

