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Mittwoch, 28. Juli 2010

Zitat des Tages - 100728

Gerland: Wenn wir zweimal Training haben, trainiere ich mit der zweiten Mannschaft um neun Uhr, um halb zwölf mit der ersten, um halb vier mit der zweiten und um 18 Uhr mit der ersten. Wenn Spiele kollidieren, bin ich bei der zweiten, keine Frage. Mein alter Kopp muss nicht mehr ins Fernsehen. Der Bauch wird dicker und die Haare dünner. Früher, als ich schön war, wollten sie mich ja nicht sehen.

(SZ)

Dienstag, 20. Juli 2010

4 Fußballer gesucht! - Bist Du fit für die Bayern?

Vier Fußballer werden gesucht, die am 8. August in der Allianz-Arena gemeinsam mit einer Auswahl von Vancouver-Olympioniken gegen die Profi-Mannschaft des FC Bayern antreten.

Wer Interesse hat,

1.) Online Bewerbung ausfüllen, ausdrucken und bis zum 23.07.2010 im Fitness First Club vor Ort einen Termin für den Fußball-Fit-Check vereinbaren - Achtung: Pro Fitness First Club sind nur 150 Plätze verfügbar!


2.) Am 24. und 25. Juli im ausgewählten Fitness First Club mit ausgedrucktem Bewerbungsformular am Fußball-Fit-Check teilnehmen. Getestet werden Koordination, Schnelligkeit und Ausdauer.


3.) Aus der Auswahl der Top-Spieler werden 11 Personen ermittelt, die zur Endausscheidung am 6. August 2010 nach München eingeladen werden. Kosten für Anreise und Unterkunft trägt Fitness First.


4.) Final werden 4 Spieler in den Kader des Fitness First Winterstar Teams aufgenommen und können sich am 08.08.2010 in der Allianz Arena gegen die Spieler des FC Bayern München beweisen.

Okay, da falle ich persönlich zwar raus - mir fehlen derzeit Attribute wie Schnelligkeit und Ausdauer, aber das Ganze findet im Rahmen der Olympia 2018-Bewerbung der Stadt München statt und somit weise ich hier gerne auf die Aktion hin. Fitness First ist zudem offizieller Partner des FC Bayern München.

Außerdem sucht Fitness First für den 8. August noch Kinder, zwischen 7 und 9 Jahre alt, die die Spieler des FC Bayern München und die Fitness First Winterstars in der Allianz Arena auf das Spielfeld geleiten.
Zuschauer können mit 5,- Euro Eintritt in der Allianz-Arena dabei sein können. Der Reinerlös wird seitens Fitness First für die Bewerbung Münchens zur Olympiade 2018 gespendet.

Montag, 19. Juli 2010

Paul ist auch nur ein Mensch

Nach wochenlangen Spekulationen über eine Amtsmüdigkeit des Kraken Paul hat Oberhausens WM-Orakel seinen Rücktritt erklärt: Er werde mit dem Ende der WM in Südafrika aus dem Amt scheiden, ließ der zweieinhalbjährige Krake bei einer Pressekonferenz mitteilen.

Seine Entscheidung habe nichts mit dem Abschneiden der deutschen Mannschaft zu tun, sagte Paul. Er betreibe seit zwei Jahren Vorhersagen, seine „politische Vernunft“ sage ihm, dass er sich bei der nächsten Europameisterschaft 2012 nicht ein weiteres Mal aufstellen lassen sollte. Auf die Frage nach einer gewissen Amtsmüdigkeit gab er freimütig zu „Die Amtsmüdigkeit, die gibt es.“. Er habe die Geschäftsführung des Sealife Center in Oberhausen über seine Entscheidung informiert.

Nach Pauls Angaben werden zeitgleich mit ihm auch Seepferdchen Charlotte und Piranha Jürgen ihre Ämter abgeben. Paul ist seit 2008 Kraken-Orakel.

Paul hatte bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 orakelt. Seine Voraussagen erwiesen sich fast alle als richtig, lediglich die deutschen Begegnungen gegen Kroatien und gegen Spanien bei der Euro 2008 hat er als Orakel falsch vorhergesagt. Für die insgesamt 13 Begegnungen der deutschen Fußballnationalmannschaft während der Fußball-Europameisterschaft 2008 und der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wurde das Krakenorakel befragt. Auch der Ausgang des Finalspiels der WM 2010 wurde vor dem Spiel von dem Kraken vorhergesagt. Dabei wurden bei insgesamt 14 Voraussagen einmal die Flagge Serbiens, elfmal die Flagge Deutschlands und zweimal die Flagge Spaniens ausgewählt.

„Sein Ausscheiden aus dem Amt des Orakeltiers bedeutet einen großen Verlust, sowohl für die Stadt Oberhausen als auch Deutschland als Fußballnation“, erklärte das Sealife Center in Oberhausen. Paul habe für seine Heimatstadt und den Fußball „herausragende Arbeit“ geleistet.

Nach dem WM-Halbfinal-Sieg Spaniens war Paul auf der iberischen Halbinsel als Held gefeiert worden. Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero erklärte, er mache sich Sorgen um ihn. Industrieminister Miguel Sebastián und Umweltministerin Elena Espinosa regten an, ihn nach Spanien zu holen, „damit die Deutschen ihn nicht aufessen“. Einer DPA-Meldung zufolge wurden in der Gemeinde Carballiño in der spanischen Provinz Ourense 30.000 Euro „Ablösesumme“ auf Veranlassung des Bürgermeisters gesammelt. Damit sollte Paul als Attraktion des lokalen Tintenfischfestivals präsentiert werden. Der Vorsitzende des örtlichen Unternehmerverbandes, der Fischer Manuel Pazo, versicherte, dass Paul dabei nicht wie viele seine Artgenossen als Polbo á feira auf der Speisekarte stehen sollte. Die Gemeinde Carballiño hat den Kraken Paul am 13. Juli 2010 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Über die Zukunft Pauls gibt es jedoch derzeit nur Spekulationen. Der Zoo Aquarium de Madrid verhandelte mit Sealife Oberhausen über eine baldige Überstellung von Paul im Austausch gegen dortige Tiere und eine mögliche Ablösesumme. Die Betreiber des traditionsreichen Tiergartens gehen davon aus, dass sich mit Paul die Besucherzahlen erheblich steigern ließen und wollen eine tiergerechte Betreuung garantieren. Doch bislang ist Pauls Zukunft ungewiss. „Ich spüre eine tiefe Sehnsucht nach dem Privaten“, blubberte Paul bei einer Pressekonferenz in Oberhausen. Auf die Frage eines Journalisten, ob er von der Berichterstattung über seine Person enttäuscht sei, sagte Paul: „Der eine oder andere Artikel, der verfasst wird, ohne die Fakten zu kennen, schmerzt schon. Auch Paul, der Krake ist nur ein Mensch.“

Dienstag, 13. Juli 2010

FernglasFCB geht in die Sommerpause

Die WM ist vorbei und jetzt beginnt das Sommerlochgestopfe mit wilden Transferspekulationen und -gerüchten.
Ich werde mich da nicht beteiligen - es sei denn, es würden sich Hinweise verdichten, der FCB wolle Maicon, Sneijder oder Forlán gleichzeitig kaufen. Aber das steht wohl kaum ins Haus. Deshalb geh' ich in die Sommerpause - bis Anfang August.

Sonntag, 11. Juli 2010

Was bleibt

Alles ist gesagt und geschrieben worden - und wird es noch, zumindest die nächsten Tage lang. Nelling & Detzer, Krake Paul, Özil-Müller-Hohenstein-Schweinsteiger, Blatters Afrika, Bundesverdienstkreuz, Löws Zukunft, Ballacks Zukunft und die der deutschen Nationalmannschaft.

Kein Grund für mich also hier noch ein ultimatives Fazit der WM 2010 zum Besten geben zu müssen. Dritter Platz, respektabel, zeitweise Fußball zum Zungeschnalzen, keinen Titel. Punkt.

Jetzt verschwinden die Fahnen von Balkons und Autos. Korsos nur noch zu Hochzeiten. Keine Stimmungsbilder von der Siegessäule Berlins mit überdrehten und schwarz-rot-gold verkleideten alle-vier-Jahre-Deutschlandfans. Kein Vuvuzela-Hintergrundrauschen. Auch ganz angenehm, oder?

In vier Jahren bin ich bereits 47 Jahre alt. In vier Jahren werden die Spiele des Nachts übertragen. In vier Jahren sieht die Fußballwelt und auch die der deutschen Fußballnationalmannschaft wieder etwas anders aus. Ob wir dann wieder vom Titel reden, wer weiß das schon?
Was bleibt, sind ein paar Bilder im Kopf, ein paar Statistiken, ein neuer Weltmeister in der Liste der Gewinner.
Die Verlierer, auch die im Land des Gastgebers, vergessen wir in Kürze. Keiner drückte das Bild des Verlierers so einprägsam aus wie Bastian Schweinsteiger - wenngleich er eigentlich zu den Gewinnern zählt. Südafrika 2010, das ist jetzt vorbei.

Achja, und Spanien ist Weltmeister - verdient, was sonst! Und Thomas Müller ist Torschützenkönig. Müller!

Samstag, 10. Juli 2010

Nach der WM ist Schluss

Kategorie: Sommerloch-post

Nach der WM ist Schluss - ein oft gehörter Satz in letzter Zeit. Schluss ist für Brasiliens Trainer Dunga, vielleicht auch für Argentiniens Coach Diego Maradona. Schluss ist wohl auch für Michael Ballack - jedenfalls im Hinblick auf WM-Teilnahmen, das gleiche gilt höchstwahrscheinlich für Miro Klose. Schluss ist's für das Kapitänsamt des Cristiano Ronaldo. Die Frage, ob für das Trainer-Team Löw auch Schluss sein wird, kreist derzeit wie eine nervige Fliege um Reporter-Mikrofone. Fußball- und Laber-Ikone Günter Netzer macht nach der WM Schluss mit Gerhard Delling.
Schluss ist jedenfalls auch für Krake Paul. Orakel-Paule nervt in Zukunft nicht mehr mit richtigen Vorhersagen. Da fragt man sich, was macht der Krakenmann in Zukunft?

Stopft er a) mit seinen Armen die Haushaltslöcher der Bundesregierung?

Wird er b) der neue englische Nationaltorhüter?

Oder c) Stürmer-Ersatz des Nationalteams Uruguays für den Fall, dass es eng wird?

d) Hilft er den Armen? (einfallsloser Wortwitz)

e) Wandert er nach Armenien aus? (noch einfallsloserer Wortwitz)

f) Bekommt er vom DFB eine Schiffsreise vor die Küste Louisianas geschenkt?

g) Prognostiziert er das Wetter als Nachfolger Jörg Kachelmanns?

h) Übernimmt er die Hauptrolle im zweiten Teil von "Irina Palm"?

So, jetzt muss aber Schluss sein.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Endstation Halbfinale

Die kleine Deutschlandfahne, angeleuchtet von der Morgensonne, steckt im Pflanzentopf auf der Fensterbank. Die Kollegen und ich fragen uns seit Jahren, wie es diese Pflanze schafft, zu überleben. Kaum Wasser, keine Zuwendung - und trotzdem trägt sie noch grüne Blätter. Unzerstörbar, dieses Überlebenspflänzchen - ein Pflänzchen der Hoffnung.
Die Hoffnung Weltmeister werden zu können, ist seit gestern Abend gewichen. Deutschland hat das Halbfinale verloren - und die Stimmung in der Agentur ist Tristesse pur. Alle haben einen Kater, die wenigsten von zu viel Alkoholkonsum - hier muss man sehr früh bei hundert Prozent sein.

Was ich gestern von der deutschen Mannschaft sah, hat mir nach bereits acht Minuten jede Hoffnung genommen. Ängstlich, gelähmt, einfallslos, hilflos. Dabei hatten die Jungs doch gerade noch die Fußballwelt in Erstaunen versetzt und für weltweite Lobeshymnen gesorgt? Von all dem gestern nichts mehr zu sehen. Der Kontrahent hingegen, spulte gestern seine wohl spielerisch beste Leistung in diesem Turnier ab - pünktlich zum Halbfinale.
Egal wie gut die Perspektive der deutschen Mannschaft für die Zukunft sein mag, egal wie bravourös sie in diesem Turnier aufgetreten ist, die gestrige Leistung muss Kritik vertragen können.

Piotr Trochowski gehört nicht in dieses Team. Ihm fehlt das gesamtspielerische Niveau, er ist zu statisch - und er ist niemand, der einem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann. Müller konnte das, aber Müller war gesperrt. Bitterer Nachgeschmack: die gelben Karten für Müller waren unberechtigt und kosteten seine Halbfinalteilnahme. Aber auch mit Thomas Müller hätten wir bei der gestrigen Leistung gegen Spaniens Nationalteam nicht gewonnen. Zu viele Spieler, die ausgerechnet gestern Abend ihre schlechteste Turnierleistung darboten. Allen voran Mesut Özil, dicht gefolgt von Lukas Podolski, der wie in schlimmsten Kölner Zeiten ein Fremdkörper im Team darstellte.
Dass Bundestrainer Löw Miro Klose in die Sturmspitze stellte, kann jeder nachvollziehen. Wenngleich man aus taktischen Erwägungen vielleicht doch besser Cacao mit seiner Schussstärke eingesetzt hätte. Klose stand vorne mutterseelenallein auf verlorenem Posten. Aber bei so Vielem, das Joachim Löw richtig gemacht hat bei dieser WM, so Samt behandschuht werden jetzt seine Entscheidungen gewertet werden.
Die Auswechslung von Boateng kam früh und sie kam folgerichtig. Mit Jansen entwickelte sich mehr Schwung nach vorne - zudem wirkte er hinten sicherer als Boateng. Aber was zum Teufel reitet Löw eigentlich, wenn er am Ende Mario Goméz einwechselt? Was soll Goméz noch tun? Für einen Stürmer wie Goméz bräuchte man Flanken - und die waren vorher schon Mangelware. Gegen die technisch starken Spanier sieht Mario Goméz am Boden keinen Stich. Man tut dem Spiel und auch dem Spieler mit so einer Handlung in letzter Not keinen Gefallen.

Spaniens Nationalteam hat gestern eindrucksvoll gezeigt, warum sie Europameister sind und auch für diese WM Titelfavorit waren. Die "goldene Generation" hat zum richtigen Zeitpunkt all ihre Stärken gnadenlos ausgespielt. Das darf man bewundern und muss man respektieren. Aber Löws ultimative Lobhudelei auf den spanischen Fußball vor dem Spiel hat auch nicht gerade dafür gesorgt, dass die junge deutsche Mannschaft ihre Unbekümmertheit beibehält und für die Drucksituationen sorgt, die England und Argentinien aus dem Konzept gebracht haben. Mit allem Risiko, aber nur Druck auf die Abwehr offenbart die Schwäche dieser spanischen Mannschaft.

Zurück zum Pflänzchen der Hoffnung: Das deutsche Team ist das jüngste WM-Team Deutschlands in der Geschichte. Nicht Rooney, Ronaldo oder Messi beherrschten die internationalen Schlagzeilen dieses Turniers, sondern Müller, Özil und Schweinsteiger. Dies ist - von den Spielern selbst mal abgesehen - zum einen dem Trainerstab zu verdanken, andererseits der Nachwuchsarbeit in Deutschland und den jeweiligen Vereinen. Und dass Deutschland als spielerisch beste Mannschaft bis zum Halbfinale galt, spricht Bände über die neue deutsche Fußballqualität.
Günter Netzer sagte gestern Abend, an solchen Niederlagen wächst eine Mannschaft. Die Pflanze wächst - und sie wächst nun noch weitere vier Jahre bis zur nächsten Weltmeisterschaft in Brasilien. Bis 2014 haben die Gastgeber vermutlich eine neue, junge Truppe zusammengestellt - und wir, die Deutschen, ein eingespieltes und qualitativ hochwertiges Team zur Verfügung - mit der Erfahrung aus Niederlagen wie der gestrigen. Keine schlechten Voraussetzungen für einen Titel.

Dienstag, 6. Juli 2010

König Philipp - Emanzipation oder Affront?

Ist Ballack für Sie noch Teil der Nationalmannschaft?

Hier jetzt nicht wirklich. Wir freuen uns, dass er das Team besucht hat. Aber hier bildet jetzt der Kader, der die WM spielt, die Nationalmannschaft von der Nummer 1 bis zur Nummer 23.

Geben Sie Ballack die Kapitänsbinde, wenn er zurückkehrt?

Es ist doch klar, dass ich die Kapitänsbinde gerne behalten möchte. Die Rolle auf dem Platz erfülle ich seit mehreren Jahren, die habe ich im Griff. Dann will man sich auch um mehr kümmern, mehr Verantwortung übernehmen. Das habe ich jetzt hier gemacht. Warum soll ich dann das Kapitänsamt wieder freiwillig zur Verfügung stellen?

Sie überreichen also Ballack nicht feierlich die Binde.

Freiwillig werde ich sie ganz sicher nicht abgeben.

Quelle: Berliner Kurier

Montag, 5. Juli 2010

España por favor

Halbfinale - Spanien, der amtierende Europameister, ist der Gegner - besser konnte es nicht kommen. Ich habe mir Spanien als nächsten Gegner gewünscht, denn im Turnier der Besten misst man sich auch mit den Besten. Die Reihe der namhaften Gegner ist den KO-Runden wird also nicht unterbrochen - und das ist auch gut so.

Die Fokussierung und Konzentration der deutschen Mannschaft liegt beim Gegner Spanien zwangsläufig noch etwas höher, als das bei einer Paarung zwischen Deutschland und Paraguay der Fall gewesen wäre. Die spanische Mannschaft, für Viele zumindest vor dem Turnier der Top-Favorit auf den WM-Titel, hat mit das namhafteste Spielerpotenzial aus Europa in den eigenen Reihen. Zu was sie in der Lage sind, hat man bislang nur in Ansätzen sehen können - aber fest steht, dass ihre gefährlichste Waffe Stürmer David Villa ist. Vielleicht ist das etwas naiv von mir, aber ich behaupte Villa auszuschalten ist der Schlüssel zum Finaleinzug. Das Pech der Spanier ist, dass Fernando Torres auch aufgrund einer langen Verletzung vor dem Turnier nicht in Form ist. Ihm fehlt Selbstvertrauen, Spritzigkeit und Spielwitz. Das Spiel der Iberer ist demnach auf Villa zugeschnitten - und von daher ausrechenbar. Auch Mittelfeld-Ass Iniesta hat noch nicht das Niveau erreicht, das man von ihm gewohnt ist.
Nichtsdestotrotz ist eine Super-Leistung der deutschen Mannschaft notwendig, um diese spanische Mannschaft aus dem Turnier zu schießen. Nach dem Kantersieg gegen Argentinien und dem mühsamen Halbfinaleinzug der Spanier gegen Paraguay scheinen die Voraussetzungen für Löws Elf gut zu sein. Doch Halbfinale ist Halbfinale - und immerhin spielen wir am Mittwoch gegen Real Valencia Barcelona.

Die Sperre für Thomas Müller kommt für uns zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt - umso ärgerlicher, da ich die gelbe Karte für sein angebliches Handspiel so nicht nachvollziehen kann. Alternativ sehe ich in erster Linie Toni Kroos als adäquaten Ersatz, vielleicht auch - je nach Spielstand - Marko Marin. Ich hoffe nur, dass uns Jogi Löw nicht Trochowski präsentiert - den hätte ich nicht mal für die Südafrika-Reise nominiert.
Es gilt dort weiterzumachen, wo die deutsche Elf am Samstag aufgehört hat: Mit Selbstbewusstsein, Cleverness - und ihre Stärken ausspielend. Der Traum vom Titel soll weitergehen. Am Mittwochabend muss es heißen: ¡Adiós España!

Sonntag, 4. Juli 2010

Viiier zu Null!

Ich hatte es hier im Blog bereits geschrieben - das große Plus der deutschen Mannschaft ist die "Vorbereitung"! Wer gestern Nachmittag besser vorbereitet war, konnte nicht eindrucksvoller belegt werden. Auch Lahm sprach während eines Interviews nach dem Spiel wieder das magische Wort aus: "Vorbereitung"!
Diego Maradona war nicht vorbereitet. Wusste er vor ein paar Tagen nicht einmal, dass Thomas Müller ein deutscher Spieler ist, dürfte er jetzt - ganz ohne Häme meinerseits - eines Besseren belehrt sein. Das argentinische Kalkül beschränkte sich auf die Stärken der eigenen Top-Leute wie Messi, Higuaín, Tévez und di Maria. Mit Euphorie, südamerikanischem Temperament und eben diesen Spitzenleuten auf dem Platz wird man die Deutschen schon schlagen, war sich Maradona sicher. Doch bereits in den ersten sechs Minuten wurde die argentinische Mannschaft regelrecht an die Wand gespielt und lag blitzartig mit 1:0 hinten. Ein ordentliches Maß an Arroganz darf man Diego Maradona durchaus unterstellen - dennoch möchte ich nicht auf den Zug voller Häme und Spott aufspringen. Das haben wir nicht nötig.
Wurden die südamerikanischen Teams noch vor wenigen Tagen als die eigentlichen Herren unter den Nationen bei dieser WM gehandelt, ist nun nur noch Uruguay übrig. Brasilien raus, Argentinien raus - zwei Titelanwärter. Beide scheiterten übrigens auch an ihrer eigenen Arroganz.

Die deutsche Mannschaft hat bislang in diesem Turnier den besten Fußball gespielt, war zum richtigen Zeitpunkt immer hellwach, überlegen und stets bestens vorbereitet. Und auch wenn ich nicht alle Entscheidungen des Bundestrainers in den letzten Monaten nachvollziehen konnte - er hat alles richtig gemacht. Richtig war es, den Spielern das Vertrauen zu schenken, die in der Nationalmannschaft durchweg ihre Leistung brachten, wenn es darauf ankam. Ob Podolski, Klose oder Friedrich - alle zahlen sie es ihm mit Bestleistung zurück. Richtig war es, auf die jungen Talente zu setzen und Lahm wie Schweinsteiger zu den neuen Führungspersönlichkeiten zu küren. Herr Löw, meinen allergrößten Respekt!
Die Stärke der deutschen Mannschaft ist natürlich auch einer hervorragend aufgelegten "Bayern-Achse" zu verdanken. Allesamt, Schweinsteiger, Lahm, Müller, Klose, in blendender Verfassung!

Natürlich können wir nicht mit einem Halbfinaleinzug zufrieden sein. Ein echter Fußballfan will gewinnen. Wir wollen Weltmeister werden. So schön und erfolgreich bislang der deutsche Weg in diesem Turnier war - das Ziel muss der Titel sein, machbar ist das ohnehin. Ein Sommermärchen - um den zu oft bemühten Begriff noch einmal ins Spiel zu bringen - ohne Titel, ist kein Märchen. Die beste Mannschaft in Südafrika muss auch Weltmeister werden.
Noch zwei Brocken stehen uns im Weg: Spanien und der Endspielgegner, voraussichtlich die Niederlande. Was wäre das für ein Marsch durch die Reihen namhafter Gegner: England, Argentinien, Spanien und die Niederlande?!
Deutschlands Fußball hat gestern ein Ausrufezeichen gesetzt - und was für eins! Viiier zu Null!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Termine Juli 2010

4. Juli 2010 - Ende der ersten Vorbereitungsphase

15. Juli 2010 - Start der zweiten Vorbereitungsphase

19. - 24. Juli 2010 - Trainingslager in Riva del Garda (Trentino)

24. Juli 2010 - Freundschaftsspiel gegen eine Trentino-Auswahl

31. Juli 2010 - Ligatotal!Cup 2010, Halbfinale (in Gelsenkirchen)
FCB - 1. FC Köln
18.35 Uhr