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Montag, 28. Juni 2010

from a different planet

It was embarrassing to watch as Mesut Ozil and Bastian Schweinsteiger made monkeys of Lampard, Barry and the rest.

Playing beautiful triangles with Miroslav Klose, Lukas Podolski and Thomas Muller, they were so far ahead of a decrepit England as to appear to come from a different planet.

Germany played a totally different brand of football. Modern football, moving the ball round the pitch at pace and with technique that shamed England, who looked slow, dull and witless in comparison.


(THE SUN)


Kein ganz normaler Sonntag

Sonntagmorgen, 7 Uhr - an Schlaf nicht mehr zu denken, zu warm, zu viele Gedanken an das bevorstehende Spiel gegen England. Bis 9 Uhr hatte ich bereits vier oder fünf Kaffee intus, las Vorbericht nach Vorbericht über das große Spiel im Internet. Nebenan feiern sie bereits wie am Ballermann - wie halten die das bei der Hitze den ganzen Tag aus? Die musikalische Mottenkiste wird über dem Viertel gelüftet, heute ist kein normaler Sonntag - das hört jetzt jeder.

12 Uhr mittags, keine Muße mehr in der Sonne zu braten, wieder vor den PC, twittern und lesen was es Neues gibt. Schweinsteiger spielt - endgültig! Gott sei Dank. Noch vier Stunden. Um 14 Uhr dann unter die Dusche, danach Deutschland-Trikot an und nervös durch die Wohnung laufen. 15 Uhr, endlich, Abfahrt zum friendly-viewing in Kumpels Garten.

Schnell ein paar Happen Kartoffelsalat einwerfen, für das Grillfleisch reicht es nicht mehr - die Steaks sind erst während der Partie fertig, dafür habe ich jetzt keine Nerven. "Warum isst Du nichts? >>"Zu nervös."<< "Wegen dem Spiel?" Es müsste, wegen des Spieles heißen. Ich schalte auf Durchzug. Die vierte Flasche Bier - vor Aufregung, nicht vor Durst - langsam merke ich, dass ein ausreichendes Mahl vor dem Match mir sicher besser getan hätte. Anpfiff.

Deutschland besser, gutes Spiel, Möglichkeiten. Erst acht Minuten vorbei und ich habe das Gefühl ich stehe hier schon seit Stunden. "Setz' Dich doch!" >>"Kann ich nicht. Muss stehen."

Dann Klose zum 1:0 - wie der den Ball will. Unfassbar! Erinnert mich an Kahn. Die Engländer wanken. Podolski zum zweiten Treffer. Irre! Dann der Anschlusstreffer. Dreck, jetzt sind sie wieder im Spiel, die Engländer. Dann wieder ein Tor. Zählt nicht. Was? Wembley, denke ich. Ich werde hysterisch... was für eine Story! Der Ball war einen Meter hinter der Linie, wird nicht gegeben - ausgerechnet gegen England! Ich lache, schreie: "Wembley.. Wembley.. so ist das!".
Halbzeit - ich rauche und schwadroniere überdreht daher. So können die Engländer uns heute nichts. Was für ein Spiel, was für eine Geschichte! Jetzt müssen wir noch gewinnen, dann ist Wembley '66 für mich egalisiert.

Nach dem Wechsel hat sich die deutsche Mannschaft wieder besser im Griff. Sie kontern. 67. Minute, Müller. 3:1! Das ist es - das war's für England! Es müllert wieder - ich bin völlig aus dem Häuschen. Nage an einem Steak herum, mit Erleichterung in der Brust. 4:1! Wieder Müller! Wahnsinn! Eine Packung - die höchste für England in einem WM-Turnier! Dann ist Schluss.

Das Grinsen geht mir während der Nachberichterstattung und Netzers Analysen nicht mehr aus dem Gesicht - Müller grüßt die Großeltern - ich trinke ohne es zu wissen mein letztes Bier an diesem Tag. Dieser ganze Autokorso-Scheiss wird von allen konsequent ausgeblendet. Ich bin dankbar dafür. Irgendwann geht es dann nachhause. Argentinien spielt ja noch, aber bitte auf dem heimischen Sofa - ich bin müde und betrunken.

Sonntag, 27. Juni 2010

Wembley '66 - Eat this, England!

44 Jahre später und Englands Fußballwelt bekommt die eigene Medizin zu schmecken - herrlich! Dafür liebe ich dieses Spiel! Nicht nur die Schmach von 1966 ist getilgt - auch das 1:5 in München hat die deutsche Fußballnationalmannschaft gestern vergessen gemacht. 4:1! Die höchste Niederlage einer englischen Nationalmannschaft in einem Weltmeisterschaftsturnier. Großartig!

Ich könnte mich überschlagen vor Begeisterung und Freude über den Sieg und vor allem über das Spiel der deutschen Mannschaft.
England - "Ausgleichstor" hin oder her - hatte gestern keinen Stich. Vorgeführt wurden sie am Ende - ein 4:1, das auch in dieser Deutlichkeit keine Fragen offen ließ.
Viele Fehler der Deutschen habe ich nicht gesehen gestern - einen von Manuel Neuer, den hat er aber mehr als wett gemacht. Der Mann des Spiels für mich war Miroslav Klose. Unfassbar was der Mann gestern alles richtig gemacht hat. Großartige Zuspiele, ein fantastisch erkämpftes Tor - Löw darf sich bestätigt fühlen, an ihm festgehalten zu haben.
Wie wichtig Bastian Schweinsteiger für die Mannschaft ist, war gestern wieder zu erleben - auch er für mich ein Schlüssel zum Sieg. Und dann Müller - dieser Name, "Müller" - wieder der Alptraum für eine englische Mannschaft. Kaltschnäuzig, treffsicher und auch er, Garant für den eindrucksvollen Sieg. Die Bayern-Achse haut England aus dem Turnier. Großartig auch unsere Abwehr - vor allem Friedrich, dessen Niveau gestern beeindruckte. In dieser Form brauchen wir vor Argentinien keine Angst zu haben. Jetzt gilt es, im Viertelfinale erneut eine solche Leistung abrufen zu können. Jetzt will ich den kleinen Maradona weinen sehen.

Das ging runter wie Öl, war mir ein innerer Reichsparteitag - "Wembley-Tor" und 4:1-Sieg, die Engländer an die Wand gespielt, was für ein gr0ßartiges Achtelfinalspiel!
Aber bei aller Freude über diesen Sieg im Bruderkampf, England zeigte sich als guter Verlierer und vor allem fairer Gegner. Kaum Fouls, keine Bösartigkeiten, alles extrem sportlich - so kennt man sie, die Engländer. Das war ein ganz großes Spiel -weiter so!
Was mir gerade noch einfällt... Campino - Hey Campino, England is out!

Samstag, 26. Juni 2010

Bruderkampf

Nachdem wir uns alle einig sind, dass wir gegen die Engländer das Elfmeterschießen gewinnen würden, wäre es an der Zeit sich Gedanken darüber zu machen, wie wir überhaupt bis zum shoot-out kommen?

Die Voraussetzungen sind ungünstig - Schweinsteigers Einsatz ist mehr als fraglich, unser Per hat sich seine Schwächephase für die WM aufgehoben und unsere Stürmer knipsen mehr Löwen auf Safaris als Tore. Die letzten Länderspiele gegen die Three Lions gingen verloren, einzig der Blick in die Geschichtsbücher des Fußballs tröstet uns. Natürlich meinte ich Zree Lions - bin ja schließlich Deutscher und lese englische Zeitungen, in denen mir immer wieder bildhaft verdeutlicht wird, wer wir eigentlich sind. Der englische Otto Normalverbraucher ('Joe Citizen') - so viel sei mal klargestellt - sieht uns keineswegs als grimmige Hunnenhorde mit Nazi-Outfit, wenngleich man Kriegsmethaphorik und Vorurteile in Bezug auf die Deutschen in England liebt, wie einen nicht totzukriegenden Witz.
Aber das können wir natürlich auch - man siehe sich nur Wayne Rooney an. Ein Musterbeispiel für das, wie wir den mustergültigen Engländer sehen: sommersprossig, tätwowiert, hellhäutig, rotgesichtig, bullig - also eher der Typ, den man nicht freiwillig auf die eigenen Kinder aufpassen lassen würde. Spätestens bei der Einwechslung von Crouch erkennen wir aber, dass wir irren müssen. Crouch sieht eher aus, als stamme er aus der Buchhaltungsabteilung des englischen Fremdenverkehrsverbandes.

Unterm Strich machen sich beide Parteien, Engländer wie Deutsche, in die Hose. Denn ausgerechnet gegen den jeweils anderen zu verlieren und aus dem WM-Turnier zu fliegen, mag sich niemand vorstellen müssen.
Letztlich ist es sogar wichtiger die Engländer aus dem Turnier zu schubsen, als Weltmeister zu werden. So wirklich rechnen wir mit dem Titel ohnehin nicht. Da lauern Teams wie Argentinien, die Niederlande, Brasilien oder Spanien - glaubt jemand ernsthaft, die hauen wir alle weg? Der Schmerz über das bevorstehende Ausscheiden im Viertel- oder spätestens Halbfinale wird allerdings deutlich gelindert, wenn die Tommys vor uns in der Heimat eintreffen. Immerhin haben schon die Italiener, der Weltmeister, die Sachen packen müssen - und so schmeckt der Latte macchiato beim Italiener gleich drei Mal so lang.

Jogi Löw gibt sich optimistisch und weist darauf hin, dass wir die spielerische Klasse haben, die Engländer zu schlagen. Spielerische Klasse? Die haben wir gegen die Jungs von der Insel nie gebraucht. Eier, wir brauchen Eier!
Auf geht's zum Bruderkampf - kämpft bis zum Umfallen Elfmeterschießen!


Der Engländer.
Biologisch gesehen ist der Engländer eigentlich ein Bruder. Aber irgendwie hat die Geschichte gemeinsame Kumpanei vermieden. Und so waren Deutsche und Engländer immer so etwas wie das dauerhaft streitende Geschwisterpaar. Das ist auch heute noch so, wenngleich sich das durch weitgehend harmlosen Handtuchkampf in südeuropäischen Urlaubsländern ausdrückt. Die Engländer trinken viel Bier, wir trinken viel Bier. Die haben schlechtes Wetter, wir haben schlechtes Wetter. Engländer lieben Fußball, wir lieben Fußball. Da sind jede Menge Gemeinsamkeiten.
Allerdings auch Vorurteile, die beide Seiten ausgiebig pflegen (Engländerinnen sind alle hässlich; Engländer sind dickbäuchige, aggressive, tätowierte Affen/Deutsche essen ständig Sauerkraut; Deutsche haben keinen Humor, usw.).
Letztendlich, glaube ich, haben beide Seiten doch Respekt voreinander, und man neidet vielleicht ein wenig das, was man selbst nicht zu haben glaubt. Wie bei Geschwistern eben.

aus "being deutsch"

Freitag, 25. Juni 2010

Wir wissen, dass wir nichts wissen

Die WM läuft noch - kaum Zeit auf die zahllosen und vermutlich auch weitestgehend haltlosen Wechselgerüchte und Kaufabsichten einzugehen. Sinn macht es ohnehin nicht, da die Bayern sich nicht in die Karten gucken lassen. Bereits mehrfach hat Christian Nerlinger geäußert, dass es in Sachen Neuverpflichtungen keine großen Sprünge des FCB geben wird. Weiterentwicklung heißt das Stichwort. Grundsätzlich halte man natürlich Augen und Ohren offen, so Nerlinger - ein "Schnäppchen" von der Güte Arjen Robben würde sich der FC Bayern durchaus gefallen lassen.

Weg ist Christian Lell - der geht zu Hertha BSC Berlin in die zweite Liga. Weg ist Luca Toni. Die Ausgeliehenen Breno, Ottl, Sosa, Braafheid, Kroos kehren zurück. Breno und Kroos dürften in die Zukunftsplanung von Trainer van Gaal aufgenommen sein, bei Ottl und Braafheid wird man abwarten müssen. Sosa ist aufgrund seiner Position überflüssig - hier werden wohl noch Gespräche stattfinden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bayern nichts mehr unternehmen. Die Abwehr schreit nach Ergänzungen - und das nicht nur mit Nachwuchstalenten. Aber wie gesagt, jetzt ist erstmal WM.

Und wo ist Italien?

England im Achtelfinale, Argentinien im Viertelfinale, Spanien im Halbfinale und Brasilien im Endspiel - oder doch die Niederlande?

Oder ist im Viertelfinale für uns Feierabend und das Endspiel lautet Argentinien gegen Brasilien? Kommen wir überhaupt ins Viertelfinale? Habe ich mich im Spielplan geirrt? Und wo ist eigentlich Italien geblieben?

Donnerstag, 24. Juni 2010

Elfmeterschießen

Foto: Bild Online


Die gute Nachricht zuerst... am Sonntag, 16 Uhr MEZ, geht es gegen England. Eine Kombination, die ich mir persönlich gewünscht hatte. Überzeugend fand ich den Auftritt gegen Ghana gestern Abend allerdings nicht, doch was hat das mit dem Achtelfinalspiel zu tun?! Auch die Engländer boten gestern äußerst bescheidene Fußballkost.
Ich habe dennoch das Gefühl, das Niveau des deutschen Spiels sinkt im Laufe des Turniers. Doch, so paradox es klingen mag, eben genau das macht Hoffnung: Wir können auch gewinnen, wenn wir schlecht spielen. Genau das hatte ich gegen Serbien noch vermisst - den Sieg erzwingen, egal wie. Dies wird man auch auf der Insel genau beobachtet haben, was dafür sorgen sollte dass die Engländer jetzt schon das große Zittern anfangen. Außerdem ist da noch eine Menge Steigerungspotenzial vorhanden (in erster Linie Özil, Podolski, Müller, Khedira). Wir sind also noch nicht am Ende unserer Kräfte und Möglichkeiten angekommen.

Per Mertesacker jedoch, macht mir mein gutes Gefühl zunichte. Zu steif, zu langsam, zu phlegmatisch der Mann. Eine katastrophale Vorstellung gestern von ihm. Gut, dass Friedrich für zwei ackerte und die Fehler seines Nebenmannes weitestgehend ausputzen konnte. Wayne Rooney zieht Mertesacker in dieser Form auf links. Bitte austauschen, Herr Löw! Warum nicht einen Holger Badstuber in die Innenverteidung stellen? Oder von mir aus auch Boateng.

Die besten Männer gestern Abend waren Schweinsteiger, Lahm, Friedrich und Torwart Neuer. Özils schwache Leistung wurde durch sein Traumtor kaschiert, Müller war irgendwie nicht im Spiel, Khedira zu unauffällig im Spiel nach vorne, Podolski bemüht aber wirkungslos, Boateng kann deutlich mehr und Cacau kämpferisch, aber auf verlorenem Posten. Die Einwechslungen (Kroos, Jansen, Trochowski) hinterließen keinen bleibenden Eindruck.

Nun also Achtelfinale vermutlich ohne Schweinsteiger gegen England. Nicht gut, das! Boateng könnte in der Mitte spielen, Jansen dafür als Außenverteidiger agieren. Kroos versuchsweise für Müller - und wenn es eng wird, Marko Marin möglichst vor der 60. Minute einwechseln. Im Sturm halte ich Klose gegen England für die bessere Wahl als Cacau. Aber wer weiß das schon?
Mit Schweinsteigers Verletzung wird deutlich, wo der Schwachpunkt in der Auswahl Jogi Löws liegt. Viel zu viele Stürmer (von denen zwei gut und gern hätten zuhause bleiben können) mit dabei, es fehlt - Trommelwirbel - jawoll, Frings. Frings als defensiver Mittelfeldmann mit viel Erfahrung, wäre die perfekte Lösung für das Schweinsteiger-Problem. Hätte, wäre, wenn... es ist wie es ist. Ab Sonntag gilt's - ausscheiden oder weitermachen. Was zählt ist der Sieg - von mir aus auch gerne im Elfmeterschießen.


-- WM --

Endrunde, Finale:Sa 30.07.1966 15:00
England - Deutschland 4:2 n.V.
(wir wissen ja alle, was davon zu halten ist)

Endrunde, Viertelfinale:So 14.06.1970 12:00 England - Deutschland 2:3 n.V.

Endrunde, Halbfinale:
Mi 04.07.1990 20:00
Deutschland - England 5:4 n.E.

-- EM --

Endrunde, Viertelfinale:
Sa 29.04.1972 19:45
England - Deutschland 1:3 (0:1)

Endrunde, Viertelfinale:
Sa 13.05.1972 16:00
Deutschland - England 0:0 (0:0)
Endrunde, Halbfinale:
Mi 26.06.1996 19:30
England - Deutschland 6:7 n.E.


Fotos: Bild Online

Mittwoch, 23. Juni 2010

Ein Schrei nach Liebe

Kommentator Béla Réthy: "Er (Messi) schreit nach Liebe ... und nach etwas Schutz." Herrlich! Was für ein Satz - und zugleich der Höhepunkt der ersten Hälfte des Spiels Argentinien gegen Otto's Griechen. Warum Réthy allerdings schon in Halbzeit eins immer wieder einen Taktikwechsel der Griechen einforderte, war nicht ganz so gelungen - immerhin blieb Otto Rehagel nur die Variante Verteidigung und Konter - und genau dies praktizierten sie von Beginn an, selbst Südkoreas Tore im zweiten Spiel ließen keine andere Taktik zu.
Viel beschäftigt gestern auch vor-Ort-Korrespondentin Ariane Vuckovic - ob bei Petra Gerster in der heute-Sendung, bei Katrin Müller-Hohenstein oder schlussendlich Marietta Slomka, wieder und wieder bestätigte uns Frau Vuckovic, dass die Südafrikaner natürlich enttäuscht seien ob des Ausscheidens der eigenen Mannschaft, aber die Freude über das Turnier und Stolz aufs südafrikanische Team überwiegt. Keine Sensation, aber immerhin so bewegend, dass die Live-Schalte nach Soweto kräftig ausgereizt wurde.

Übrigens: Multi-Kulti ist gescheitert - so stellte das ZDF mehrfach fest. Gemeint war die französische Nationalmannschaft, die gestern den unrühmlichen Schlusspunkt einer Farce setzte. Was das mit der ethnischen Zusammensetzung der Mannschaft zu tun haben soll, blieb unklar. Vielleicht weiß man ja beim Zweiten mehr - immerhin sieht man ja mit dem Zweiten auch besser. Falls Deutschland heute Abend ausscheidet, ist - dieser Logik zufolge - das Multi-Kulti-Scheitern vermutlich auch die Ursache, oder?

Ein Schrei nach Liebe wird demnach wohl in den nächsten Wochen auch Raymond Domeneche entfahren - Schutz kann er wohl ohnehin gebrauchen bei der Rückkehr in die Heimat.
Auffällig ist, wie viele Spieler einen Hang zur Verkleidung bei dieser WM haben. Allesamt scheinen die Variante "Weihnachtsmann" zu favorisieren. Immerhin ist Winter in Südafrika, von den Temperaturen passt es also. Gemeint sind die weißen Bärte, die sie sich unter die Nase klemmen - überdimensionale Wattefetzen, die Blutungen stoppen sollen. Vielleicht ist das ja auch das ein versteckter Schrei nach Liebe und Schutz.
Liebe bekommen die fürs Achtelfinale qualifizierten Argentinier zuhauf. Maradona küsst seine Schützlinge bei jeder Auswechslung auf den Mund. Wie eine große Familie, die Argentinier - so Réthy. Mit so viel Zuneigung im Gepäck kann man sicher auch Weltmeister werden.

Αντίο Otto. Schön wars nicht, aber Du warst, bist und bleibst ein Großer des Fußballsports.

Sonntag, 20. Juni 2010

OhWeh-M

Meine Güte, waren die Vorrundenspiele immer so lahm? Waren die Schiedsrichter bei WM-Turnieren schon immer so schlecht? Hat die FIFA-Regelauslegung schon bei früheren Turnieren dafür gesorgt, dass Spiele derart zerpfiffen wurden? Vermutlich ja, ich habe es aller Wahrscheinlichkeit nach nur verdrängt. An die leeren Ränge gewöhnt man sich ja mittlerweile, aber waren die Zuschauer schon immer so schrill verkleidet, als wäre gerade der Karneval ausgebrochen? Vor lauter Verzweiflung flüchten sich Legionen von Fußball-Liebhabern zu Twitter, das dann regelmäßig vor Überlastung zusammenbricht. Wenigstens kann man sich die WM hin und wieder noch etwas amüsant-twittern.

Irgendwie sind alle verrückt geworden - vermutlich vom Tröten-Lärm. Die Franzosen hat die Vuvuzela schon dermaßen wahnsinnig gemacht, dass man gerade kräftig dabei ist den französischen Fußball nachhaltig zu beschädigen. Obwohl dies ja der französische Verband mit dem Festklammern an Domenech streng genommen schon vor Jahren selbst manifestiert hat.
Man wundert sich über schwachbrüstig auftretende Europäer und effizient-langweilige Brasilianer. Auch Maradona, dieses ewige Kind, wirkt plötzlich wie ein erwachsener Mann - was ist da eigentlich los in Südafrika?

Bierhoff erzählt von Leguanen im deutschen Quartier, die mit ihrem Schwanz Knochen brechen könnten, dabei ist Winter im Süden des afrikanischen Kontinents - keine Chance also, dass Golden-Goal-Oli zuviel Hitze abbekommen haben könnte. DFB-Chef Zwanziger kommt sogar angereist, um unserem Jogi den Hof zu machen - nach einem Sieg gegen den Fußballgiganten Australien! Nur Cristiano Ronaldo ist verlässlich. Arrogante Attitüden wie eh und je. Hassenswert. Danke, Cristiano - es gibt Dinge, die sich einfach nicht ändern.

Samstag, 19. Juni 2010

Turnier der Besten

Verloren gegen Serbien. (Noch) Kein Unglück, aber um so ärgerlicher wenn - und so sehe ich das - ein Schiedsrichter den Großteil der Verantwortung für den Spielverlauf und das Ergebnis trägt.

Eine Fußball-Weltmeisterschaft soll das Turnier der Besten sein. Die besten Teams, die besten Spieler, die besten Schiedsrichter. Zumindest was die letzte Gruppe angeht, sollte das vom Veranstalter auch zu bewerkstelligen sein. Die Fußballnationalmannschaften, die sich qualifiziert haben, waren zumindest im Rahmen dieser Qualifikation die besten. Die Spieler sind noch anderen Umständen unterworfen - Trainer-Entscheidungen, taktischen Erwägungen oder Verletzungen. Nicht jede Mannschaft, nicht jeder Spieler kann sein Niveau bei einem solchen Turnier abrufen. Dies mag auch für Schiedsrichter gelten. Aber was Alberto Undiano aus Spanien da gestern gezeigt hat, oder besser wie viel er gezeigt hat, das ist keine Formschwäche - das ist bei ihm die Regel (nachzulesen beim Kollegen Kaisergrantler).
Jetzt erkläre mir mal jemand, warum die FIFA einen solchen Schiedsrichter für ein WM-Turnier beruft?

Wenn ein Schiedsrichter in dem gestern gezeigten Maß so enorm Einfluss auf ein Spiel nimmt - vielleicht auch Einfluss auf den Turnierverlauf, dann ist dieser Mann bei einer Weltmeisterschaft schlicht am falschen Platz. Schickt ihn in die Wüste, schickt ihn in die Pampas (frei nach Fassbender) - aber schnell! Damit so jemand nicht noch mehr Schaden anrichten kann.

Der Hauptgrund für den gestrigen Spielverlauf ist somit abgearbeitet. Bleiben noch ein paar Fragen:

Warum schießt Podolski den Elfer? Versteh' ich nicht.
Warum bringt Löw Goméz - oder hat jemand gelungene Flanken im deutschen Spiel gesehen?
Warum wechselt Löw Mesut Özil aus - und nicht Müller, der gestern nicht seinen besten Tag hatte?
Und zu guter Letzt: Warum dreht sich Jogi Löw nach dem verschossenen Elfer für Minuten weg - was bitte ist das für ein Zeichen an sein Team?

Das Gute ist, dass "Schwarz-Rot-Gold-Land" jetzt wieder etwas geerdet ist - und wieder näher in der realen Fußball-Welt angekommen ist. Immerhin dürfen wir uns trösten, dass Teams wie England oder Frankreich aufgrund grottiger Vorstellungen so gut wie raus sind.

Weiter gehts - ist ja schließlich ein Turnier.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Vorsprung durch Technik?

Wer wird neuer Fußball-Weltmeister? Können wir allen Ernstes nach den ersten Gruppenspielen schon Rückschlüsse auf das weitere Geschehen ziehen? Deutschland hat gegen Auftaktgegner Australien begeistert und bot den bislang besten Fußball aller Mannschaften. Deshalb sind sie aber noch lange nicht der große Titelfavorit. Die Brasilianer ließen gestern Abend hier und da durchblicken, zu welch' technischen Finessen sie in der Lage sind. Vorsprung durch Technik? Effizient schlugen die Niederlande und Argentinien ihre Gegner, dass da noch weit mehr drin ist, kann man erahnen. Und dann sind ja da auch noch die Spanier, deren ersten Auftritt wir heute Nachmittag bewundern dürfen.

Das deutsche Credo für dieses Turnier ist wieder einmal "gute Vorbereitung". Die Worte hört man überall im deutschen Lager. Die Interviews mit Jogi Löw, Oliver Bierhoff oder Philipp Lahm sind gespickt mit dem Schlagwort "Vorbereitung", so als wäre dies der Schlüssel zum Erfolg. Vielleicht wird er es ja auch. Wie gut die englische Nationalmannschaft sich vorbereitet hat sieht man daran, dass dort nicht einmal mit dem WM-Ball "Jabulani" aus dem Hause adidas vorab gespielt und trainiert wurde. 51 Prozent aller Spieler des Turniers haben mit dem Spielgerät bereits Erfahrung gesammelt - ein englischer Nationalspieler ist nicht darunter. Nationalteams wie das der Schweiz spielen mit der Herzogenauracher Kugel schon seit Monaten.
Eine deutsche Tugend ist, nichts dem Zufall zu überlassen. Und so wurde im Vorfeld der Schwerpunkt auf adäquate Unterbringung und Trainingsmöglichkeiten gelegt. Serbiens Nationalmannschaft beklagte sich über einen Acker, auf dem sie trainieren mussten. Sind sie tatsächlich erst zum Turnierbeginn davon überrascht worden?
Kaum ein Trainer hat so viele Spieler im Vorfeld der WM ausprobiert wie Joachim Löw. Wenn man es positiv bewerten möchte, spricht dies einerseits für die Breite unserer Möglichkeiten und andererseits für die Akribie des Nationaltrainers. Trotz aller Ausfälle scheint es, als wäre das deutsche Team eine in sich geschlossene und funktionierende Einheit. Das kann man von den meisten anderen Teams in Südafrika bisher noch nicht behaupten.

Wann immer Deutschlands Fußballer Weltmeister wurden - Effizienz war immer auch ein Schlüssel zum Erfolg. Die Schönheit starb meist auf dem Weg zum Titel - doch den deutschen Fußball-Fan störte das wenig - the winner takes it all. Dieses Prinzip beherrschen auch die Italiener, eindrucksvoll unter Beweis gestellt gerade erst 2006 beim letzten Turnier. Doch seit 2006 und der WM im eigenen Lande gerät man bei den Turnier-Auftritten der Deutschen - völlig ungewohnt - regelrecht ins Schwärmen. Jetzt wird auch noch schön gespielt! Dieses Privileg von Niederländern oder Brasilianern gehört plötzlich auch zum deutschen Fußball - und gepaart mit deutschen Tugenden müsste es doch eine unschlagbare Kombination sein. Aber eben an der Effizienz fehlte es bei der WM im eigenen Land. Den Titel holte Italien.

Nicht erst im Australien-Spiel konnte man sehen, dass diese junge deutsche Mannschaft enorm flexibel agiert und eine hervorragende Raumaufteilung praktiziert. Einstudierte und wunderschön anzusehende Spielzüge, überraschende Aktion mit hohem Tempo - alles das kennen wir bereits von der Löw'schen Elf. Jedoch neigen wir in Deutschland immer gern dazu, die Spieler anderer Nationen zu glorifizieren und unsere Talente klein zu reden. Mit Spielern wie Özil, Schweinsteiger, Lahm, Müller oder Marin brauchen wir uns auch im Hinblick auf technische Fertigkeiten vor keiner anderen Nation verstecken. Die deutsche Mannschaft ist aber kein Team von Individualisten, sondern überzeugt als funktionierende Einheit auf und außerhalb des Platzes. Horst Hrubesch, ehemaliger Trainer der U21-Weltmeistermannschaft (vgl. FAZ v. 15.06. "Unser Messi ist Özil") nennt die jüngste deutsche WM-Mannschaft seine "Wunderkinder" und traut ihnen durchaus den Titel zu.
Wenn man einen Schwachpunkt im deutschen Spiel ausmachen möchte, wird man bei der Innenverteidigung landen. Ähnlich wie bei der niederländischen Nationalmannschaft liegt hier der anfälligste Mannschaftsteil. Friedrich und Mertesacker fehlt es zum Teil an Schnelligkeit und teils auch an geistiger Beweglichkeit in bestimmten Spielsituationen, große Ballkünstler sind sie ohnehin nicht. Das Fehlen des Mittelfeldspielers und Kaptitäns Michael Ballack hingegen muss kein Nachteil sein. Die Verantwortung, die auf seinen Schultern lastete, ist nun auf mehrere Spieler verteilt. Hinter Ballack verstecken kann sich nun niemand mehr.

Ein Blick auf den Spielplan verrät, dass das Viertelfinale eigentlich ein Muss ist - und dort lauert vielleicht Argentinien, der erste richtige Brocken des Turniers. Hier wird sich zeigen, wie weit die Talente aus Bremen, München und Stuttgart sind. Gewinnen sie in der Finalrunde ein erstes Spiel "schmutzig", schließe ich mich dem Kreis der Optimisten unverzüglich an. Bis dahin heißt es, abwarten und genießen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Jetzt liegts am Ball

"Germany had 'unfair advantage over Socceroos'

England's Jamie Carragher says Germany had four months extra time than the Socceroos to play with controversial Jabulani ball before thrashing Aussies."

(Sydney Morning Herald)
Klar, lag am Ball. Ansonsten hätte Australien natürlich eine Chance gegen uns gehabt. Ja nee, is klar. Der größte Alptraum der Kicker in Südafrika ist nicht die vielgescholtene Vuvuzela, Jabulani heißt der wahre Horror. Dabei bedeutet Jabulani so viel wie "sich freuen" oder "jubeln" auf Zulu. Der adidas-Ball soll also Schuld sein.

Die Niederländer machen im Übrigen den Platz für ihr schwaches Auftaktspiel verantwortlich - "wie Beton" klagt das Oranje-Team. Ach ja, und die Vuvuzela störe die Kommunikation auf dem Platz, beschwerte sich die Elftal. Gut, wenn man sich - so wie die Deutschen - auch ohne Worte blind versteht. Das macht dann wirklich "Freude".

Montag, 14. Juni 2010

Bislang noch ungenießbar

Es ist Fußball-WM. Ein Ereignis dass nicht nur den Fan dieses Sports vereinnahmt. Alle vier Jahre dürfen wir uns über den Höhepunkt der Sportart Nummer Eins auf diesem Planeten freuen. Die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft findet erstmalig auf dem afrikanischen Kontinent statt - und es ist irgendwie alles anders.

Ein zwiespältiger Blick, den europäische Journalisten aus diesem Anlass auf Südafrika werfen: Einerseits verkaufen sie uns die typischen Bilder eines Reisekatalogs, ein Leben zwischen Nashörnern und Giraffen an einem der schönsten Orte unseres Erdballs, andererseits werden sie nicht müde zu betonen, wie unselbstständig der Afrikaner doch ist - und dass ohne die Hilfe der Europäer ein solches Event nie zustande gekommen wäre. Dies mag zumindest was den zweiten Teil des letzten Satzes betrifft korrekt sein, blendet aber aus dass es Afrikaner waren, die diese eindrucksvollen Stadien für einen Hungerlohn erbaut haben. Die notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen mögen Ausländer geplant haben, realisiert wurden sie durch afrikanische Hände. Es ist dieser arrogante Unterton gepaart mit verlogener Schwärmerei, der mich bislang bei dieser WM so nervt. Die Krönung aber ist die hysterische Aufregung um eine Kunststoff-Tröte namens Vuvuzela. Das europäische Gehör ist beleidigt von diesem für Afrikas Fußball seit den Neunziger Jahren typischen Blasinstruments. Das mediale Theater geht soweit, dass selbst der südafrikanische WM-Chef erwägt, die Vuvuzela während der WM zu verbieten. Ich will davon wirklich nichts mehr hören - also von dem Gezeter um eine Plastiktröte.

Jede noch so absurd geringfügige Meldung über Delikte werden uns fast in Echtzeit über die Ticker und Zeitungen angeboten. Südafrika ist gefährlich - keine Frage, aber nicht jeder Diebstahl ist dazu angetan, uns als Pressemeldung um die Ohren gehauen zu werden, nur damit auch ja niemand von uns vergisst wie gefährlich das Land für Touristen, Journalisten, Funktionäre und Fans doch ist. Wir haben es begriffen!

Natürlich darf man über die Lebensumstände, die politische Situation und die Eigentümlichkeiten eines Landes berichten, das nun weltweit so im Fokus steht. Das macht man ja auch bei Olympiaden so. Und ich bin beileibe niemand, der nur aufgehübschte Bilder erträgt, um die Weltmeisterschaft genießen zu können. Aber der Schwerpunkt, den die Presse in Deutschland derzeit hat, ist weder investigativer Journalismus, noch ein ausgewogenes Abbild des Gastgeberlandes. Es ist Geplärre um eine Tröte und die Hatz nach kriminellen Zwischenfällen, in denen Nicht-Afrikaner das Opfer sind - ganz gleich, ob sie vielleicht selbst Schuld daran haben. Der Gipfel: ein Journalist lässt an einer Tankstelle sein Fahrzeug unverschlossen alleine und wird daraufhin bestohlen. So viel Dummheit wird sogar an deutschen Tankstellen bestraft. Diesen bullshit bin ich langsam leid. Lasst uns endlich die WM genießen.

Schade

4:0 gegen Australien, ein hübsches Spiel zum Einstieg ins Turnier - und was passiert? Ein übermotivierter Welt-"Journalist" kritzelt aufgeregt einen unfassbaren Unsinn daher, den die BILD adaptierte und Andreas Bock von 11 Freunde (!) dazu verleitet, banal in die gleiche Vuvuzela zu tuten. Schade. Wir können uns in diesem Land jetzt nicht mehr richtig freuen, weil Katrin Müller-Hohenstein von einem "inneren Reichsparteitag" gesprochen hat. Das lässt die überaus korrekten Nazifizierungsgraswuchshörer aus ihrer nicht abstreifbaren Haut fahren. Die ewig gestrigen aber sind genau diese Leute, da sie Vergangenheitsbewältigung bislang überhaupt noch nicht begriffen haben. Stefan Niggemeier hat es auf den Punkt gebracht - dabei will ich es dann auch bewenden lassen.

Zum Spiel: Hat mir alles gut gefallen - irgendwie habe ich da gestern Bayern München spielen sehen. Löw macht den van Gaal - und es funktionierte herrlich.
Großartig: Müller, Podolski ("kopfschüttel"), Özil. Klose macht endlich sein Tor - und hätte weitere zwei erzielen können. Schweinsteiger lässt sich von zahlreichen Tritten der Aussies nicht aus dem Rhythmus bringen. In der Abwehr waren wir kaum ernsthaft gefordert - und Neuer war, wenn er denn dann gefordert war, auf dem Posten. Ich bin entzückt.
Trotzdem war das kein Gegner, der dazu Anlass gibt jetzt in Euphorie zu verfallen. Ein guter, ein wichtiger Start - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Den Brüller des Abends bot Kommentator Béla Réthy bei der Einwechslung des Australiers Nikita Rukavytsya: "ein Name, der sich nach Ostaustralien anhört". Aber Vorsicht, Herr Réthy! Es gibt Leute, die dahinter rassistische Tendenzen (t)wittern.


Sonntag, 13. Juni 2010

Erstes Gruppenspiel


Advance Australia Fair

Australians all let us rejoice
For we are young and free
We've golden soil and wealth for toil
Our home is girt by sea
Our land abounds in nature's gifts
Of beauty rich and rare
In history's page, let every stage
Advance Australia Fair
In joyful strains then let us sing
Advance Australia Fair

When gallant Cook from Albion sailed
To trace wide oceans o'er
True British courage born him on trug
Till he landed on our shore
And there he raised old England's flag
The standard of the brave
With all her faults we love her still
Britannia rules the wave
In joyful strains then let us sing
Advance Australia fair

Beneath our radiant Southern Cross
We'll toil with hearts and hands
To make this Commonwealth of ours
Renowned of all the lands
For those who've come across the seas
We've boundless plains to share
With courage let us all combine
To Advance Australia Fair
In joyful strains then let us sing
Advance Australia Fair


Deutsche Übersetzung

Froh lasst uns jubeln, Einwohner Australiens,
Denn wir sind jung und frei,
Goldner Boden und Überfluss,
sind unsere ganze Mühe,
Unsere Heimat ist von Meer umschlossen,
Unser Land ist reich an Gaben der Natur,
Von kostbarer und erlesener Schönheit,
Möge im Buch der Geschichte mit jedem Abschnitt,
Das schöne, glückliche Australien weiter voranschreiten.
Dann wollen wir zu frohen Klängen singen,
Schreite voran, schönes, glückliches Australien.

Unter dem Kreuz des Südens,
Werden wir uns mit Herzen und Händen abmühen,
Um unseren Commonwealth,
Der berühmt für sein Land ist, weiter aufzubauen.
Für die, die über die See zu uns kamen,
Haben wir grenzenlose Ebenen zum Teilen;
Mit Tapferkeit lasst uns alle vereinen,
das glückliche Australien voranzubringen.
Dann wollen wir zu frohen Klängen singen,
Schreite voran, schönes, glückliches Australien.

Samstag, 12. Juni 2010

Aus dem Tagebuch eines FIFA-Schiedsrichters

Böse Wörter (unbedingt mit Gelb ahnden!):

- fuckhead
- asshole
- wanker
- fuck off
- cocksucker
- dickhead
- fuck you
- whore

Skandal?

Die Hamburger Morgenpost schreibt von einem "der größten Skandale in der Geschichte des Weltfußballs". Empfinde ich nicht so. Die UEFA wird nicht im Nachhinein tätig und Inter Mailand alle drei errungenen Titel aberkennen - was zumal den Abstieg des Klubs in die zweite italienische Liga bedeuten würde. Die UEFA wird nicht den FC Bayern im Nachhinein zum Champions League-Sieger erklären. Das alles wird nicht geschehen. Es geht um einen Regelverstoß, der aber nichts daran ändert, dass Inter verdient Meister und italienische Pokalsieger geworden ist. Und auch die Champions League hat Inter verdient gewonnen. Dies jetzt alles auf Null (oder sogar "minus") zurückzusetzen, wegen eines formalen Verstoßes, halte ich für abwegig. Natürlich gibt es Regeln an die man sich halten muss - und solche, deren Nichtbefolgung Konsequenzen nach sich ziehen. Aber einen solchen Titel möchte ich im Nachgang nicht am grünen Tisch gewinnen. Die UEFA wird den Schaden vom europäischen Fußball noch abwenden und die Sache anders regeln oder gar nicht. Keinesfalls aber sollten wir dem Irrglauben erliegen, dass man die CL-Saison im Nachhinein auf diese Art entwertet. Mir persönlich wäre der Nachgeschmack auch zu bitter.

Auftakt nach Muss

So wie wohl jeder andere auch, habe ich das 1:1 zwischen Südafrika und Mexiko vorab getippt. WakaWaka. Tolles Tor der Südafrikaner! Tolle Trikots der Mexikaner! Tolle Stimmung - Vuvu hin, Vuvu her. Ist halt so dort, nehmt es hin wie Männer. WakaWaka.

Spiel Zwei: Frankreich.. ach. Uruguay.. och. Bin im Laufe des Spiels eingeschlafen. Kein Auftakt nach Maß, eher nach "muss ... ja irgendwie anfangen". Tipp (2:1 für Frankreich) war nix. Kann mir mal einer erklären, warum Domenech immernoch Trainer der Franzosen ist? Die hassten ihn doch schon vor gefühlten zehn Jahren?!

Die Kombi Jauch/Klopp gefällt mir - vor allem dann, wenn Herr Jauch Fliegen auf Klopps Anzug zerquetscht (hrhr). Ein bißchen zu viel Klinsmann/Bierhoff-Geschwafel für meinen Geschmack. Plötzlich war dieser Weichspüler-Geruch in meiner Wohnung.
Gab es eine Eröffnungsfeier? Habe ich da was verpasst? Habe irgendwelche Tänzer gesehen - kann ich aber auch geträumt haben.

Witziges Tool: die Videotext-Übersetzungen der Nationalhymnen. Junge, junge, ist das alles martialisch. Dagegen sind die ersten zwei Strophen des Deutschlandliedes ja Kindergeburtstag. Aber Uruguay oder Frankreich haben schließlich auch nicht die halbe Welt abgefackelt.

Ich bin angekommen in der WM 2010. Mich stört auch das monotone Geplärre nicht. Heute, 13.30, geht's weiter. Freude.

Freitag, 11. Juni 2010

criminal minds

Ich wette in Köln wurde heute irgendeiner Person die Handtasche gestohlen, oder in eine Wohnung eingebrochen. Vielleicht verlor ein leichtfertiger Tourist seine teure Kamera an einen Dieb. Ganz sicher sogar. Vermutlich bedarf es dazu keiner Großstadt wie Köln - es reicht auch Ennepetal. Lese ich über solche Vorfälle irgendwo? Nein. Keine Sau interessiert sich für so etwas - es passiert tagtäglich, überall.

Hat man in Deutschland bei der WM 2006 den journalistischen Fokus auf die deutsche Kriminalitätsstatistik gelegt? Kann mich nicht erinnern. Aber Deutschland ist nicht Südafrika oder vice versa. Gibt es eigentlich Bedenken gegen eine Ausrichtung der WM 2014 in Brasilien? Ich habe nichts davon gelesen. Die Kriminalitätsrate Brasiliens ist sicherlich auf einem ähnlichen Niveau wie die des diesjährigen Gastgebers. Aber Sicherheitsbedenken im Hinblick auf die Weltmeisterschaft am Zuckerhut gibt es keine.
Nein, es sind die Afrikaner, denen wir nichts oder eben auch alles zutrauen, was so weit geht dass wir wirklich jede noch so uninteressante Diebstahlsmeldung begierig aufsaugen. So können wir uns dann genüsslich zurücklegen und uns ganz sicher sein, dass es viel vernünftiger war nicht nach Südafrika zu fliegen.

Die Nation im Süden des afrikanischen Kontinents ist kein Entwicklungsland. Auch wenn man hierzulande das gerne noch so sehen möchte. Natürlich hat die Regenbogennation Probleme - wie der ganze Kontinent. Aber die Hauptverantwortung dafür trägt die erste Welt. Selbstbeweihräucherung derart, dass wir uns dauerhaft auf die Schulter klopfen weil wir eine Fußball-WM in Südafrika erst möglich gemacht haben, ist Fehl am Platz. Schreckensmeldungen, die eigentlich gar keine sind und die nur ein Bild vermitteln sollen, das wir allzu gern bestätigt wissen möchten, habe ich keine Lust mehr lesen zu müssen. Bestimmt wurde ein spanischer Journalist heute in Kapstadt um seine Kameraausrüstung erleichtert - ja und? Dann muss er eben besser aufpassen.

Donnerstag, 10. Juni 2010

FCB-Auswärtstrikot 2010/2011


sieht ja fast so aus wie damals schon gepostet.

Vuvuzelafreie Zonen

Wo ist das Tröten mit der Vuvuzela während öffentlicher WM-Übertragungen verboten?

In Köln
In Würzburg
In Nürnberg
In Passau
In Dortmund
In Gelsenkirchen
In Rheine
In Haltern
In Leverkusen
In Oldenburg
In Minden




erlaubt ist das südafrikanische Fußball-Utensil hingegen in

München
Duisburg
Berlin
Bonn
Düsseldorf
Wuppertal
Oberhausen


Hat jemand Ergänzungen?

Mittwoch, 9. Juni 2010

Geht Schweinsteiger?

Über die Zukunft Bastian Schweinsteigers darf gerätselt werden. Chelsea soll - so brodelt die Gerüchteküche - großes Interesse an Bayerns Mittelfeldspieler haben. Dazu passt ins Bild, dass der Vertrag von Michael Ballack beim Londoner Klub nicht verlängert wird.

Schweinsteiger ist in der Form der Rückrunde 2010 ein Weltklasse-Mann. In der Form der Hinrunde und auch der des Vorjahres, ist er - trotz seines Talents - nur guter Durchschnitt. Mit 14 Jahren wechselte Bastian Schweinsteiger zum FC Bayern, 2002 stieß er zum Profi-Kader der Münchner. Nach acht Jahren Bayern und mit Mitte Zwanzig, läge ein Wechsel ins Ausland durchaus nah. Da ist einerseits der Tapetenwechsel, der in der heutigen Zeit während einer Profi-Karriere unvermeidlich scheint und bei Schweinsteiger noch fehlt. Andererseits würde einer wie er im Ausland sicher noch mehr Akzeptanz erfahren, als Bastian Schweinsteiger in Deutschland zuteil wird. Dazu kommt, dass ein Klub wie Chelsea ein höheres Salär zahlen würde, als die Bayern das täten. Allesamt gute Gründe für einen Spieler wie ihn, die Herausforderung im Ausland bei einem anderen Top-Klub zu suchen.

Nach der fulminanten Rückrunde des FC Bayerns und Schweinsteigers, kann man sich im Bayern-Fanlager kaum vorstellen, dass so einer nun gehen könnte. Aber warum eigentlich nicht? Chelsea müsste tief in den Säckel greifen, um den Midfielder des FCB aus seinem laufenden Vertrag herauszulösen. Die Alternative für ihn hat der FC Bayern bereits im Kader: Anatolij Tymoschtschuk. Tymo ist - auch wenn er das in der abgelaufenen Saison nicht unter Beweis stellen konnte - einer der besten defensiven Mittelfeldspieler in Europa. Er hat ein Auge fürs Spiel, ist pass- und schussstark. Einzig die Dynamik eines Schweinsteigers fehlt ihm. Dafür kann Tymo ein Spiel besser lesen, als Bastian Schweinsteiger es kann - torgefährlicher als er ist Tymoschtschuk ohnehin.
Die Baustelle, die mit oder ohne Schweinsteiger im Mittelfeld des FC Bayern besteht, ist die kreative Zentrale zwischen den Außen Ribéry und Robben. Europäische Spitzenteams sind in der Lage unsere Flügelzange weitestgehend zu kontrollieren - ein Künstler in der Mitte, wäre ein Mittel unsere Offensivkraft noch flexibler zu gestalten. Ein van der Vaart wäre für so eine Aufgabe nicht konstant genug, ein Sneijder hingegen mein Wunschkandidat - aber leider kaum von Inter loszueisen. Jede Spitzenmannschaft in Europa hat so einen zentral fungierenden Top-Spieler, der FC Bayern seit Ballacks Wechsel zu Chelsea nicht mehr. Auch ein Talent wie Thomas Müller kann - bei allem Respekt vor seiner Entwicklung - auf diesem Niveau nicht spielen. Gäbe es einen wie Sneijder für die Bayern, wäre mit der Achse "Tymoschtschuk-van Bommel-x" der Weg für einen Wechsel Schweinsteigers frei. Auch wenn es - nach acht Jahren Bayern München und einer Rückrunde wie der gerade abgelaufenen - weh täte.

Unter Beobachtung

Stéphane Ruffier (AS Monaco), Torhüter:
„Ich weiß, dass Verantwortliche von Juventus Turin und dem FC Bayern mich beobachten“, sagte der 23-Jährige zur ‚L’Équipe’. „Es gab auch bereits lose Kontakte zu meinem Berater. Bislang ist allerdings nichts konkret geworden.“

News from the Socceroos

Tim Cahill (Everton FC)
While his teammates played the practice match, he was reduced to shooting for goal and light jogging.

"I’m fine," was all Cahill offered when asked about his fitness.

Cahill is without doubt Australia’s most important strike weapon going into the match.


Brett Emerton (Blackburn Rovers)
Emerton, who has been battling a calf injury, and groin concern Kewell both trained well.


Harry Kewell (Galatasaray Istanbul)
Kewell looked particularly sharp and scored a well-struck goal during the game.


Franz Beckenbauer is confident Germany won't underestimate Australia in their World Cup opener in Durban on Sunday (4.30am Monday, Sydney time), predicting a tough game for the Socceroos.


Quelle: Sydney Morning Herald

Sonntag, 6. Juni 2010

DFB-Pokal-Auslosung


DFB-Pokal 1. Hauptrunde 2010/2011 - und der FCB trifft zwischen dem 13. und 16. August 2010 auf den TSV Germania Windeck. Der Fünftligist kommt aus dem Rhein-Sieg-Kreis (Regierungsbezirk Köln), südlich von Gummersbach. Im letzten Jahr spielte Windeck gegen Schalke 04 und verlor 0:4. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Spiel im Kölner RheinEnergieStadion ausgetragen wird, da das heimische Stadion, der Sportpark Windeck, nur 2.500 Zuschauer fasst.

Samstag, 5. Juni 2010

Zitat des Tages.. nein der Woche.. ach, des Monats!

„Wer das Tor im Finale macht, kann mich von hinten nehmen. Ich weiß schon, dass das weh tut und die Leute sagen, der ist verrückt. Mir doch egal, Hauptsache wir werden Weltmeister.“

Carlos Bilardo, Co-Trainer Argentiniens

Der Chelsea-Fluch

Es gibt für einen Fußball-Profi wohl kaum etwas Schlimmeres, als kurz vor einem Weltmeisterschafts-Turnier das Handtuch aufgrund einer Verletzung werfen zu müssen. Jetzt hat es auch John Obi Mikel aus Nigeria erwischt. Er ist der vierte Chelsea-Profi nach Michael Ballack (Deutschland), Michael Essien (Ghana) und Didier Drogba (Elfenbeinküste), der verletzungsbedingt nicht bei der WM 2010 in Südafrika dabei sein kann.

Außerdem werden wir weder Rio Ferdinand (England) von Manchester United, noch Andrea Pirlo (Italien) vom AC Mailand in Südafrika kicken sehen. Die Teilnahme von Samuel Eto'o (Kamerun) ist unsicher, allerdings nicht aus Verletzungsgründen. Eto'o hat angekündigt nicht mehr für das Nationalteam spielen zu wollen, nachdem sich Kamerun-Legende Roger Milla kritisch gegenüber dem Inter-Spieler geäußert hatte. Auch Arjen Robben (Niederlande) hat sich heute am Oberschenkel verletzt. Ohne Fremdeinwirkung beim 6:1-Sieg gegen Ungarn. Wie schlimm, ist noch nicht ganz klar.

Die deutsche Mannschaft muss bislang neben Ballack auch auf die Verletzten René Adler, Heiko Westermann und Christian Träsch verzichten.

Freitag, 4. Juni 2010

Wachmacher

Eigentlich hatte ich gestern Abend das Bedürfnis mich bei dem letzten Testspiel vor der WM in Südafrika sanft zu entschleunigen und genüsslich beim Kick einzuschlummern. Doch nix da, das Spiel hatte von Beginn an richtig Feuer. Bosnien war nun endlich auch ein Gegner, den man ernst nehmen konnte.

Die Defensive war in Halbzeit eins etwas anfällig, hier in erster Linie Per Mertesacker. Badstuber hingegen gefiel mir erwartungsgemäß gut. Hin und wieder sahen auch die Offensivaktionen ganz ordentlich aus. Wäre ich Köln-Fan, hätte ich gestern Abend auf Lukas Podolski wie ein Rohrspatz geschimpft - was passiert mit dem Mann, sobald er das Nationaltrikot trägt?! So viel Engagement hat man von ihm in der gesamten Rückrunde nicht sehen dürfen.

Das Führungstor der Gäste fiel etwas unglücklich. Lahms Klärungsversuch prallte an den Körper Dzekos und von dort über Neuer ins Tor.
Ausgerechnet Neu-Kapitän Lahm gelang dann in der zweiten Hälfte der Ausgleich in einer Art und Weise, die ich bei ihm schon lange vermisst habe. Großartig! - wenngleich auch sträflich von der bosnischen Abwehr laufen gelassen.
Die Achse Khedira und Schweinsteiger funktionierte - Schweinsteiger in Halbzeit eins schwächer als in der zweiten. Khedira gefiel mir gut. Schweinsteiger zeigte dann, was er mittlerweile darstellt und auch darstellen muss: einen enorm wichtigen Stützpfeiler für die Mannschaft, übernahm Verantwortung und versenkte sogar noch zwei Elfer.
Die Abwehr stand im zweiten Durchgang sicher und auch Mertesacker steigerte sich deutlich. Etwas mangelhaft war die Chancenverwertung (zwei Lattenkracher von Podolski und Özil), dann Khediras Großchance kurz vor Ende der ersten Hälfte. Die Wechsel nach der Pause brachten richtig Schwung - Cacao für Klose, Müller für Trochowski. Klose und Trochowski in der Form nicht für die erste Garde notwendig - bei Trochowski frage ich mich ohnehin, warum er mit nach SA fahren darf? Klose traue ich zu, dass der Knoten noch platzt. Wenngleich Miro Klose in einer Mannschaft, die weder gut flankt noch gefährliche Eckstöße zustande bringt, so ziemlich auf verlorenem Posten steht.

Thomas Müller brachte richtig Gefahr - und getoppt wurde das Ganze noch durch die Einwechslung von Marin (für Podolski). Marin wirbelte in Richtung Strafraum und musste zwei Mal zu Fall gebracht werden (ein Foul führte zum Strafstoß). Ebenso wie Müller auf der anderen Seite - kaum zu kontrollieren, half nur ein Foul im Strafraum um ihn zu stoppen. Vor und nach den Elfmeter-Treffern wären streng genommen noch zwei Elfer fällig gewesen (Cacao und noch mal Marin). Ein deutliches Zeichen dafür, wie viel Schwierigkeiten die Bosnier mit den deutschen Angreifern hatten. Dass sich Marko Marin allerdings theatralisch fallen ließ, als er eine leichte Backpfeife vom Gegenspieler bekam, war unschön. So etwas will ich im Fußball nicht sehen. Die rote Karte für den Bosnier blieb aus, was Rückschlüsse auf die Leistung des Schiedsrichtergespanns zulässt. Überhaupt schienen die Bosnier zum Ende hin etwas die Nerven zu verlieren - bemerkenswert angesichts eines Freundschaftskicks.

Was Kommentator Steffen Simon gesehen haben wollte, als er nach Spielende davon sprach, dass es auch 7:1 hätte heißen können, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben. Fragwürdig auch sein Vergleich Bosnien als "Klein-Serbien" zu betiteln. Wir gucken wohl nicht so oft die Nachrichten, Herr Simon, mh? Und auch Interviewer Bergener fehlte es an gelungenen Fragen für den Bundestrainer - der war dann auch sichtlich genervt von soviel Einfallslosigkeit und den immergleichen Reflexen des Befragenden.

Schlussendlich war das ein Spiel der deutschen Mannschaft, das Vorfreude aufkommen lässt und Hoffnung macht. Wir haben gute Spieler und hatten gestern auch ein prima Team. Hoffen wir, dass die Nationalmannschaft im Laufe des Turniers noch besser in Tritt kommt. Die echten Hürden kommen spätestens nach der Gruppenphase. Dann erst sehen wir, was das alles wert ist.

Donnerstag, 3. Juni 2010

WM 2010 - Wer machts?

Zack, isser da, der Sommer und die WM steht vor der Tür. Genau zu der Phase, in der ich unseren Umzug vorbereite. Mit viel Hilfe von der Dame des Hauses ist nicht zu rechnen, schwere Klausurphase steht an - ausgerechnet jetzt. Ob ich zwischen Umzugskisten, Regalbrettern und Säcken, in denen Erinnerungsstücke aus den letzten drei Jahrzehnten entsorgt werden sollen, für die Turnierspiele ausreichend Ruhe finden werde, weiß ich noch nicht. Dazu aber noch eine Art "WM-Blog" hier zu inszenieren, darf man ruhig als waghalsige Prognose bezeichnen. Ach und ganz nebenbei arbeite ich ab fünf Uhr morgens noch acht Stunden in einem überhitzten Büro. Aber, liebe FernglasFCB-Leser, Ihr sollt nicht darben. Hier und da werde ich es irgendwie bewerkstelligen, Euch meinen Blick auf die Weltmeisterschaft des Fußballs 2010 in Südafrika zugänglich zu machen.

Den Anfang macht mein Weltmeister-Tipp. Normalerweise tippe ich immer auf Deutschland - schon aus Trotz. Diesmal aber bin ich nicht sonderlich optimistisch, dass wir das große Ziel wirklich erreichen können. Ebenso trotzig tippe ich nie auf Brasilien. Das ist mir irgendwie zu tuntig. England und Spanien schließe ich - wie sonst auch - aus. Bleiben noch die Italiener, die Argentinier - und *trommelwirbel* die Niederlande.
Argentinien hat zwar das Personal für einen Titel, aber sie haben auch Maradona. Und das macht es mir unmöglich auf die Südamerikaner zu tippen. Italien könnte sich wieder mal durchmogeln, jedoch wünsche ich mir für die Squadra Azurra, dass sie unverdient gegen Australien aus dem Turnier fliegen (ob das überhaupt möglich ist, weiß ich nicht). Schlussendlich kommt noch mein Geheimtipp, die Holländer. Die sind mir nicht erst seit der niederländischen Invasion des FC Bayerns sympathisch. Tolle Mannschaft, toller Fußball, den richtigen Trainer - alles passt. Noch nie ist die Niederlande Fußball-Weltmeister geworden. Jetzt ist es an der Zeit.

Mein Tipp für den Titel: Oranje machts!

Dienstag, 1. Juni 2010

Termine Juni 2010

13. Juni 2010 - Fußball-WM in Südafrika
Deutschland vs Australien (Durban)
20.30 Uhr

18. Juni 2010 - Fußball-WM in Südafrika
Deutschland vs Serbien (Port Elizabeth)
13.30 Uhr

21. Juni 2010
Start der Vorbereitungsphase

23. Juni 2010 - Fußball-WM in Südafrika
Ghana vs Deutschland (Johannesburg)
20.30 Uhr

26. Juni 2010
„Traumspiel“ beim Fanclub „Lohner Bayern Union“ (Nordhorn)
16.00 Uhr