Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 nach Russland und Katar dürften nur den Naiven überrascht haben ("Guten Morgen, England!"). Jetzt sind auch dem Letzten die Augen geöffnet worden: Der FIFA und ihrem Präsidenten Joseph Blatter geht es nicht um den Sport, es geht nur noch ums Geld und um Machterhalt. Geld war vor allem in Russland wie in Katar zu holen - und das ist der FIFA gestern gelungen. Blatter ist es zudem gelungen seine Position als FIFA-Präsident zu festigen.
Russland, ein Land der Korruption - und Katar, ein Land so groß wie Hessen, ohne Fußballtradition. Übrigens: homosexuellen Fußballanhängern sei dringend abgeraten diese Turniere zu besuchen! Eine sehr weltoffene Entscheidung, die da gestern gefallen ist.
Mit Fußball hat all das nichts zu tun. Aber das hatte es auch schon bei der WM in Südafrika nicht. Bitte daran denken, bevor das Turnier 2018 mit in die Sommerplanung aufgenommen wird: die FIFA verkauft diesen Sport. Das hat sie schon früher getan. Verloren haben gestern alle Fußballnationen. Wir Fußballfans sowieso - aber das auch schon seit längerem. Nur war dies noch nie so offensichtlich wie durch die gestrige Vergabe.

4 Kommentare:
Auf die Stadionwurst und ein gepflegtes Besäufnis auf dem Marktplatz von Doha sollte man auch nicht spekulieren.
... und "Schale" wie in Gladbach verkauft dort auch niemnand.
Unabhängig von möglichen Gründen, die zur vergabe an Russland geführt haben. Hätte England zwar lieber gehabt, aber Russland ist ok. Ich kann mir vorstellen, dass die WM Stadien (ca. 10) alle im westlichen/südwestlichen Teil sind und nicht in Sibirien oder vor Alaska, was schon wegen der Zeitdifferenz Probleme mit sich bringen würde. Alleine Moskau kann vier Staden vertragen. Sankt Petersburg, Rotow, Königsberg, Kasan, Samara, Perm, Naltschik sind denkbar. Warum nicht, spannend allemal. - Allerdings ist Katar unbegreiflich. Wahrscheinlich hat die Zeitdifferenz Europa-Australien auch einen Einfluss gehabt. Aber größer kann die Differenz zwischen der Sportart und dem Austragungsort nicht sein.
Natürlich geht es dabei nur um Geld. Dass die FIFA aber bis zu 1,7 Milliarden Euro mit einer WM verdient, geht dabei irgendwie unter. Die FIFA sollte aber keine gewinnorientierte Organisation sein, sondern im Idealfall beim Start einer neuen WM wieder bei möglichst geringem Budget angekommen sein. Stattdessen haben sie aber das Ziel, immer reicher zu werden - auf Kosten der Fans! Welcher Fußballfan will denn eine komplett künstliche WM in Katar Russland kann ich noch einigermaßen leben, aber Katar...
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