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Dienstag, 20. April 2010

mystère

Im Grunde sind boulevardeske Themen hier nur unter bestimmten Voraussetzungen erwähnenswert: a) sie sind zum Brüllen komisch, b) sie sind so skandalös, dass man gar nicht um sie umhin kommt und c) sie haben schlimmstenfalls Auswirkungen auf den Erfolg der Mannschaft.

Letzteres befürchte ich, da die mediale Lawine zum Thema Franck Ribéry und die minderjährige Prostituierte ja bereits losgetreten wurde.
Ribéry befindet sich derzeit ohnehin in einer persönlichen Krise - schön zusammengefasst im Mingablog. Sei es bedingt durch seine durchwachsene Saison, oder durch die Wechselgerüchte bzw. -absichten - und last but not least weil er mit seiner Leistung nicht zufrieden ist, während es bei anderen Mitspielern läuft wie geschmiert. Und jetzt noch ein Skandal, in den er mehr oder minder verstrickt sein soll. Das ist nicht gut. Nicht gut für den FC Bayern München, der vor den entscheidenden Spielen der Saison steht und auf einen wie Franck Ribéry nicht verzichten kann. Der Mann muss klar im Kopf auf dem Platz sein.
Die Szenen beim 7:0-Erfolg gegen Hannover bekommen nun eine ganz andere Note: ein Ribéry, der nicht mit seinen Mitspielern jubelt, der nach einem Tor der Bayern gedankenverloren aufs Grün starrt. Das ist alles überhaupt nicht gut. Nicht für Franck Ribéry - und auch nicht für uns.