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Mittwoch, 28. April 2010

Mehr als ein Wermutstropfen... ein skandalöses Urteil!

Diese Herren hier


Chairman: Dr Thomas Partl (Austria)

Vice-Chairmen: Jim Stjerne Hansen (Denmark)
Jacques Antenen (Switzerland) Sándor Berzi (Hungary)
Members: John Delaney (Republic of Ireland)
Emilio García Silvero (Spain)
Dr Rainer Koch (Germany)
Maurizio Laudi (Italy)Ioan Angelo Lupescu (Romania)
Joël Wolff (Luxembourg)


haben heute das Foulspiel von Franck Ribéry aus dem Halbfinalhinspiel gegen Olympique Lyon mit drei Spielen Sperre geahndet. Ribéry ist damit auch für das Finale am 22. Mai gesperrt.

Eine solche Entscheidung ist für mich unbegreiflich. Da bringt man einen Spieler um den Höhepunkt seiner Karriere für ein Foul, das ich keinesfalls dem Tatbestand der "Tätlichkeit" zuordnen würde. Ja, es war ein Foul - und ja, auch eine rote Karte war vertretbar. Hart entschieden, aber vertretbar. Aber dafür wurde der Spieler bereits mit einem Spiel Sperre im Halbfinalrückspiel bestraft.

Der FC Bayern wird Einspruch gegen die Entscheidung einlegen - was vermutlich aber zu nichts führen wird. Ein skandalöses Urteil.

UEFA-Richter Dr. Thomas Partl, der in der dreiköpfigen Kontroll- und Disziplinarkommission saß, begründete das Urteil wie folgt: "Das ist ein schwerwiegendes Vergehen von Ribéry gewesen, das nicht im Kampf um den Ball geschehen ist. Der Ball war schon einiges weg, als Ribéry dieses Foul begangen hat." (Quelle und Foto: tz.online)

Na, nee ist klar - sieht man ja auch deutlich.

UPDATE
"Es steckte keine böse Absicht dahinter. Wir sind beide zum Ball gegangen. Ich war einfach vor ihm da."


Lisandro Lopez (der Gefoulte) in der L'Equipe

13 Kommentare:

Stefan hat gesagt…

Von einem skandalösen Urteil kann man, meiner Meinung nach, nicht wirklich reden. Ich kenne zwar den Strafenkatalog nicht genau, aber eine zwei Spiele Sperre ginge in Ordnung. Drei sind etwas hart, aber auch mit zwei ist er im Finale gesperrt.
Lisandro Lopez kann glücklich sein, danach gleich wieder spielen zu können. Wenn er mit seinen Stollen einen festen Stand gehabt hätte, wäre sein Bein gebrochen gewesen. Es passiert oft genug, dass in einer solchen Situation das Bein komplett durchbricht. Ist gerade erst in Österreich passiert.
Ich unterstelle nicht, das Ribery ihn verletzten wollte, keines falls. Aber er tritt mit nicht zu wenig Kraft genau auf Lopez' Bein/Knöchel. Nur ein Spiel Sperre wäre da zu wenig.

Zechbauer hat gesagt…

Wenn du ihm keine Absicht unterstellst, da wäre es auch keine Tätlichkeit - denn diese setzt Absicht voraus. Von daher ist die Strafe m. E. viel zu hoch.

Für ein hartes Foul reicht ein Spiel Sperre vollkommen. Zumal wir noch die Situation haben, dass eine Finalteilnahme für einen Spieler nun wirklich als Höhepunkt der Profi-Laufbahn bedeutet.

Zechbauer hat gesagt…

streiche "als", setze "den"

Stefan hat gesagt…

Nja, ich sage, es war keine Absicht ihn zu verletzten. Aber er hält bewusst drauf. Er geht mit dem Fuß (Sole voraus) auf den Mann, will Lopez wohl blocken.

Wie gesagt, wenn Lopez einen festeren Stand hat, sind die Knochen durch und das Geschrei ist wieder groß. Man darf das Foul auch nicht am Grad der Verletzung messen.

Klar, die Entscheidung ihn nicht im Finale spielen zu lassen ist hart, aber nachvollziehbar.

Es gab schon Spieler, die aufgrund einer leicht gezückten gelben Karte nicht am Finale teilnehmen konnten.

elkris hat gesagt…

Also den Strafenkatalog gibts hier:
www.uefa.com/MultimediaFiles/Download/Regulations/uefa/Others/72/95/88/729588_DOWNLOAD.pdf (Kapitel10)

Danach hatten sie eigtl. nur die Wahl zwischen
"rough play" --> 1 Spiel
"assault" --> 3 Spiele

Und der Knackpunkt ist wohl bei der Definition von "violent conduct": "A player is guilty of violent conduct if he uses excessive force or brutality
against an opponent when not challenging for the ball" die Frage ob die Aktion dem Ball galt.

Zechbauer hat gesagt…

na sicher galt die Aktion dem Ball - daran kann es ja keinen Zweifel geben. Für mich ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar.

etg hat gesagt…

Für mich galt die Aktion nicht dem Ball, sondern klar dem Mann.

Kann also doch Zweifel geben.

Stefan hat gesagt…

Für mich galt sie auch mehr dem Mann.

Zechbauer hat gesagt…

Jungs, wir kommen da nicht zusammen. Ich finde die Sperre im laufenden Spiel (also der Verweis vom Platz) und die für das darauffolgende Spiel absolut ausreichend. Drei Spiele - inklusive Finale - ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und auch nicht begründbar.

Stefan hat gesagt…

Zechbauer, ich hab die Lösung: Warten wir den Doppelpass auf Sport1 ab. Udo Lattek wird uns mit der einzig wahren Wahrheit belehren. Ich spürs ;)

Zechbauer hat gesagt…

Haha! Er wird - bezogen auf Ribéry - auch bestimmt von Neid und Missgunst sprechen (der Star der Mannschaft ist Robben usw.). Ich bin sicher! :)

etg hat gesagt…

@Zechbauer dass drei Spiele zu viel sind, da sind wir beisammen. Ich hätte ein bis zwei gegeben. Nur bei der Beurteilung des eigentliche Fouls liegen wir auseinander.

Abgesehen davon finde ich es seltsam bei der Bemessung der Strafe zu berücksichtigen, was für ein Spiel anstehen würde. So nach dem Motto: drei Vorrundenspiele sind ein Finale.

Zechbauer hat gesagt…

Eben genau darum geht es - kein Aufrechnen, das meine ich nicht. Aber "Fingerspitzengefühl" und ein bißchen mehr "Menschelei" statt sture Regularien. Jeder Fall ist individuell - und hier hätte man abwägen müssen zwischen "Final"bestrafung und diesem Foul.