Follow by Email

Mittwoch, 13. Januar 2010

Warum Ribéry gehen muss

Machen wir uns nichts vor, Franck Ribéry wird den FC Bayern in nicht allzu ferner Zeit verlassen. Wer bei seinen Interviews und Stellungnahmen zwischen den Zeilen liest oder hört, der ahnt dass die Entscheidung bei Monsieur Ribéry schon lange gefallen ist.

Der Franz Beckenbauer Frankreichs, Zidane, ist das Hauptargument für einen Wechsel zu Real Madrid. Wenn Ribéry die Champions League gewinnen will, ist Real nun wirklich nicht die erste Anlaufstelle (letzter Titel, letzte Finalteilnahme: 2002). Da gäbe es weit aussichtsreichere Kandidaten. Aber Real hat weit mehr Glamour als der FC Bayern, Chelsea oder Manchester. Real hat Top-Weltstars in den eigenen Reihen und Zinédine Zidane als Berater. Wie Ribéry stammt Zidane aus ärmlichen Verhältnissen, wie Ribéry ist Zidane Moslem - beide verbindet eine ähnliche Vitae. Zidane ist für französische Fußballspieler ein Fußballgott, so auch für Franck Ribéry - beide sind befreundet.
Einzig der Champions League-Gewinn könnte den Bayern noch ein Argument für ein Verbleib des Franzosen liefern - doch selbst wenn dies gelingen würde, wird bis dahin die Entscheidung über Ribérys Zukunft lange gefallen sein. So oder so, Bayern ist im Poker um Ribéry chancenlos - und an der Säbener Straße weiß man das auch.

Jetzt geht es um das liebe Geld - spekuliert wird über 50 bis zu 60 Millionen Euro Transfersumme. Will man dieses Geld einstreichen, muss Ribéry im Sommer den Verein wechseln. Mit im Bieterstreit scheint bislang nur Chelsea London von der Partie zu sein. Für Bayern ist das gut, treibt es doch den Preis weiter nach oben.
Wer die Lücke Ribéry in der neuen Saison stopfen soll, ist die viel interessantere Frage. Hier scheint sich ein Name förmlich aufzudrängen: Mesut Özil, der neue Stern am deutschen Fußballhimmel. Ähnlich wie Bayern Ribéry an Madrid verlieren wird, können die Bremer einen wie Özil auf Dauer nicht an der Weser halten. Ins van Gaal'sche Konzept passt einer wie Özil in jedem Fall. Er ist noch kein hochgelobter Superstar und steht noch am Anfang seiner Karriere.

Im Laufe der Rückrunde stellen sich die Weichen für den neuen FC Bayern 2010/2011 - ein FC Bayern ohne Franck Ribéry, so viel ist wohl sicher.

3 Kommentare:

Sebastian hat gesagt…

Dass der Name Toni Kroos nicht mal erwähnt wird finde ich schon... überraschend.

Zechbauer hat gesagt…

Schauen wir mal, ob der Toni am Ende der Saison tatsächlich wieder nach München zurückkehrt - sicher wäre ich mir da noch nicht.

Sebastian hat gesagt…

Meine Hoffnung ist es ja, dass Ribéry doch noch bleibt, da ich denke dass Kroos nur dann bei uns bleiben kann. Kroos als Ribéry-Nachfolger ist für mich die offensichtlichste Lösung.