Der FC Bayern, in persona Karlheinz Rummenigge, will nun auch gegnerische Fahnenschwenker in der Arena beim Einlaufen der Mannschaften auf dem Platz zulassen.
Von wegen "Killer-Kalle" - der Mann hat ein riesengroßes Herz, wie wir ja schon auf der Jahreshauptversammlung erleben durften. Seine Ode an den Kaiser ("Piep-piep-piep-wir-haben-dich-alle-lieb") rührte in seiner unfassbaren Naivität die Herzen der ganzen Republik. Und nun legt er nach und lädt die Fans der Gegner ein, ihre Vereinsfarben und -wappen auch im Innenraum des Stadions zu schwenken.
Dabei ist diese inszenierte Fahnenwedelei in Reih und Glied seit den Zeiten des Nürnberger Klassizismus keine wirklich stimmungspotenzierende Maßnahme mehr - allenfalls überflüssiger Nonsens am Rande, so wie Cheerleader, alberne Gewinnspiele, hysterische Vereinsmaskottchen, auf DSDS-Niveau musizierende Bands oder Kurz-Interviews niedlicher Kinder in Fan-Outfits. Diese verordnete "Erlebnis"-Strategie nervt. Fußball und Stadion ist Erlebnis genug - wem das nicht reicht, der kann ja Stefan-Raab-Events besuchen.
Doch es geht um mehr, es geht um Respekt und Gastfreundschaft, formuliert es die Website des FCB. Was Respekt mit des Gegners Fahnen zu tun haben soll? Ich weiß es nicht so recht. Gastfreundlich ist die Allianz Arena ohnehin - lässt doch der Bayern-Anhang in der Regel dem gegnerischen auch in Sachen Lautstärke den Vortritt. Der Rest ist billige Symbolik. Respekt - Herr Rummenigge - drückt sich anders aus.
Doch halt! Auch daran hat der Kalle gedacht und sich eine schöne Geste aus dem Eishockey abgeschaut: Den Handschlag nach dem Spiel! Ich gebe zu, das hat mir immer schon gefallen. Erst ordentlich auf die Knochen und dann shake hands, war doch nur Spass! DAS ist eine Geste des Respekts. Also lasst das bitte mit den Fahnen sein - wir sind nicht beim American Football.
Von wegen "Killer-Kalle" - der Mann hat ein riesengroßes Herz, wie wir ja schon auf der Jahreshauptversammlung erleben durften. Seine Ode an den Kaiser ("Piep-piep-piep-wir-haben-dich-alle-lieb") rührte in seiner unfassbaren Naivität die Herzen der ganzen Republik. Und nun legt er nach und lädt die Fans der Gegner ein, ihre Vereinsfarben und -wappen auch im Innenraum des Stadions zu schwenken.
Dabei ist diese inszenierte Fahnenwedelei in Reih und Glied seit den Zeiten des Nürnberger Klassizismus keine wirklich stimmungspotenzierende Maßnahme mehr - allenfalls überflüssiger Nonsens am Rande, so wie Cheerleader, alberne Gewinnspiele, hysterische Vereinsmaskottchen, auf DSDS-Niveau musizierende Bands oder Kurz-Interviews niedlicher Kinder in Fan-Outfits. Diese verordnete "Erlebnis"-Strategie nervt. Fußball und Stadion ist Erlebnis genug - wem das nicht reicht, der kann ja Stefan-Raab-Events besuchen.
Doch es geht um mehr, es geht um Respekt und Gastfreundschaft, formuliert es die Website des FCB. Was Respekt mit des Gegners Fahnen zu tun haben soll? Ich weiß es nicht so recht. Gastfreundlich ist die Allianz Arena ohnehin - lässt doch der Bayern-Anhang in der Regel dem gegnerischen auch in Sachen Lautstärke den Vortritt. Der Rest ist billige Symbolik. Respekt - Herr Rummenigge - drückt sich anders aus.
Doch halt! Auch daran hat der Kalle gedacht und sich eine schöne Geste aus dem Eishockey abgeschaut: Den Handschlag nach dem Spiel! Ich gebe zu, das hat mir immer schon gefallen. Erst ordentlich auf die Knochen und dann shake hands, war doch nur Spass! DAS ist eine Geste des Respekts. Also lasst das bitte mit den Fahnen sein - wir sind nicht beim American Football.

1 Kommentare:
Aaah, schön, da sprichst Du mir aus der Seele. Was diese dämliche Aktion soll, war mir auch nicht klar. Und in Zukunft werden wir auf Schalke oder in Kaiserslautern mit offenen Armen empfangen, ja?
Der verordnete Handschlag am Ende ist ok, muss aber meiner Ansicht nach nicht von oben herab reglementiert werden.
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