Das lässt aufhorchen, denn immerhin handelt es sich bei Heinrich von Pierer nicht nur um den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratchef der Siemens SE, von Pierer steht im auch Zusammenhang der Korruptionsaffäre bei Siemens massiv in der Kritik.
Uli Hoeneß und von Pierer stehen in einem Vertrauensverhältnis - und so begrüßt Hoeneß diese Personalie ausdrücklich. Doch es wird auch kritische Stimmen geben.
Wenn man über Heinrich von Pierer den Stab brechen will, muss man die Siemens-Affäre und die Vorwürfe an ihn genauer unter die Lupe nehmen - alles andere wären populistische Stammtischparolen.
Dass Siemens mithilfe von Schmiergeldern an Aufträge im Ausland gekommen ist, mag nicht korrekt sein, dürfte aber eine international gängige Methode sein. Im Ausland kräht kein Hahn nach solchem Geschäftsgebaren. In Deutschland war Justitia in dieser Hinsicht viele Jahre lang blind, bis solche Geschäftsmethoden dann doch unter Strafe gestellt wurden. Dass ein deutsches Vorzeige-Unternehmen wie Siemens sich dieser Vorgehensweise bedient hat, sorgte hierzulande für einen medialen Urknall. Der Imageschaden war für den Konzern immens.
Heinrich von Pierer machte den Fehler vom Vorstandsvorsitz direkt zum Aufsichtsratchef zu wechseln - untypisch und wider dem Corporate Governance-Kodex. Im Zuge der Korruptionsaffäre wurde ein Interessenskonflikt daraus. Strafrechtlich hat sich von Pierer nichts zu schulden kommen lassen, seine Mitverantwortung hat er eingestanden und hat auf Druck seines ehemaligen Konzerns einer Schadensersatzzahlung von 5 Millionen Euro zugestimmt.
Uli Hoeneß und von Pierer stehen in einem Vertrauensverhältnis - und so begrüßt Hoeneß diese Personalie ausdrücklich. Doch es wird auch kritische Stimmen geben.
Wenn man über Heinrich von Pierer den Stab brechen will, muss man die Siemens-Affäre und die Vorwürfe an ihn genauer unter die Lupe nehmen - alles andere wären populistische Stammtischparolen.
Dass Siemens mithilfe von Schmiergeldern an Aufträge im Ausland gekommen ist, mag nicht korrekt sein, dürfte aber eine international gängige Methode sein. Im Ausland kräht kein Hahn nach solchem Geschäftsgebaren. In Deutschland war Justitia in dieser Hinsicht viele Jahre lang blind, bis solche Geschäftsmethoden dann doch unter Strafe gestellt wurden. Dass ein deutsches Vorzeige-Unternehmen wie Siemens sich dieser Vorgehensweise bedient hat, sorgte hierzulande für einen medialen Urknall. Der Imageschaden war für den Konzern immens.
Heinrich von Pierer machte den Fehler vom Vorstandsvorsitz direkt zum Aufsichtsratchef zu wechseln - untypisch und wider dem Corporate Governance-Kodex. Im Zuge der Korruptionsaffäre wurde ein Interessenskonflikt daraus. Strafrechtlich hat sich von Pierer nichts zu schulden kommen lassen, seine Mitverantwortung hat er eingestanden und hat auf Druck seines ehemaligen Konzerns einer Schadensersatzzahlung von 5 Millionen Euro zugestimmt.

7 Kommentare:
Nunja, im Ausland wurde die Siemens-Schmiergeld-Sache auch nicht achselzuckend hingenommen, zumindest hat die SEC tüchtige Strafen verhängt, wenn ich mich recht erinnere.
Und der Wechsel vom VV zum ARV war lange gang und gäbe (bzw. ist es noch) und verstößt auch nicht gegen den CG-Kodek - was allerdings heftig kritisiert wird (s. z. B. http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Corporate_Governance_Kodex#Kritik_am_DCGK).
Man mag von Pierer gut finden oder nicht, aber mir persönlich ist der im FCB-Verwaltungsrat allemal lieber als z. B. ein Edmund Stoiber oder ein Boris Becker.
also der direkte (!) Wechsel vom Vorstandschefposten zum Aufsichtsratchefposten wurde kritisiert - und der war durchaus nicht gang und gäbe. Was ein Becker im Verwaltungsbeirat zu suchen hatte, weiß ich auch nicht. Auch ich kann mit der Personalie Pierer gut leben.
Dass sowas im Ausland ausschließlich Achselzucken hervorruft, hast du exklusiv. Wie kommst du zu dieser steilen These? Und hätte Pierer nicht die fünf Millionen Euro gezahlt, hätten wir wohl einen Prozess gesehen, der die Frage nach der Strafbarkeit seiner Handlungen klären könnte. Eine Frage, die du oben vorab beantwortest. Hätte, wenn und aber: die Person Pierer ist zumindest nicht unbelastet, um es mal vorsichtig zu formulieren. Übrigens sind die Kommentare unter dem von dir verlinkten ZEIT-Artikel (der eindeutig Pro-Pierer ist) nicht ganz so eindeutig auf Seiten Pierers. Egal, ich hoffe mal, dass der Vereinsvorstand schon die richtigen Personen in die richtigen Ämter hievt. Bis jetzt ist es mit dem Verein ja ganz ordentlich gelaufen, da wird ein einzelnes Mitglied im Verwaltungsbeirat nicht so viel ändern können. Eine Frage hätte ich aber noch: was macht eigentlich dieses Gremium?
Ansonsten war der inzwischen ausgeschiedene Becker immerhin das jüngste Mitglied in diesem Verwaltungsorgan des Vereins (zumindest nach meiner Einschätzung, ohne das detailliert recherchiert zu haben). Allein das spräche für ihn, sonst ist das, mit Verlaub, eine Versammlung von fünfzehn alten Herren (wiederum nach einer ersten Recherche). Nun ja.
Dass ich das exklusiv habe, glaube ich nicht. International sind Geldzuwendungen um ins Geschäft zu kommen keine Seltenheit - vielleicht machen die es nur cleverer.
Zudem hat es ja eine Feststellung der Staatsanwaltschaft München gegeben, die Pierer vom Straftatbestand befreit. Einzig Kosten und Dauer des Prozesses hätten von Pierer wohl zermürbt.
Deine Frage, was die Aufgabe dieses Beirats ist, kann ich Dir auch nicht beantworten.
Mit exklusiv meine ich nicht, dass Firmen aus anderen Ländern nicht ebenso Korruptionsgelder zahlen. Das glaube ich auch, so naiv wird keiner sein. Es geht darum, dass es bei Bekanntwerden auch anderswo nicht als Kavaliersdelikt abgehandelt wird und man nicht lapidar sagt, es war halt nur dumm, sich erwischen zu lassen.
Ein Nachtrag:
Korruption: Siemens-Aktionäre ziehen den Schlussstrich (FAZ)
jaja, kenn ich. Alles schon gelesen.
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