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Montag, 30. November 2009

Von 7 auf 4

Tabelle
PL Vereine PKT

1 Bayer Leverkusen 30
2 Werder Bremen 27
3 FC Schalke 04 25
4 Bayern München 24

Drei Punkte in Hannover, außer Leverkusen haben die anderen vor uns entweder verloren oder Unentschieden gespielt. Gut für uns. Drei Plätze nach oben. Habe nichts vom Hannover-Spiel sehen können, aber so wie ich das mitbekommen habe, dürfte das auch nicht so schlimm sein. Freut mich, dass unsere neue Sturm-Kombination sticht. Weiter so!

Das wie ist mir derzeit egal, Hauptsache Punkte einfahren. Jetzt müssen wir am Freitag das Heimspiel gegen die Gladbacher Borussia gewinnen und es sieht wieder ganz ordentlich aus. Gladbach hatte gegen Schalke nur eine Torszene (die zum 1:0), fürchten müssen uns vor denen wohl nicht.

Freitag, 27. November 2009

Heute Abend

... findet die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München statt. Langweilig wird's nicht werden, stehen doch große Ereignisse auf der Agenda.

Einerseits wird Uli Hoeneß heute offiziell zum Präsidenten und neuen Aufsichtsratvorsitzenden gewählt - und es endet damit die Ära "Manager Hoeneß", andererseits ist nun auch VW-Tochter Audi mit im Boot. Das beste Ergebnis (Umsatz/Gewinn) in der Vereinsgeschichte wird verkündet und die Zukunft (dank der Audi/Telekom-Deals) wird in rosa Farben gemalt werden.

Christian Nerlinger: Ich glaube schon, dass es ein besonderer Tag für uns alle ist. Die Strukturen im Verein ändern sich. Es wird einem richtig bewusst, was in den vergangenen Jahrzehnten unter Uli Hoeneß aufgebaut wurde. Uli ist eine besondere Persönlichkeit. Ab Freitag wird das Ganze nun in erster Linie nach außen hin neu strukturiert.

Bei dieser Gelegenheit meine Glückwünsche an unseren Uli für den gestrigen Bambi 2009 in der Kategorie "Wirtschaft" - es hätte keinen besseren treffen können.



Mein Tipp für Sonntag: Hannover 96 1, Bayern München 3



Donnerstag, 26. November 2009

Die totale Verunsicherung

Okay, gewonnen - und Dank der Franzosen sogar noch mit der Chance im Duell gegen Turin ins Achtelfinale einzuziehen - zumindest theoretisch. Bemüht waren sie, doch die totale Verunsicherung war den Bayern-Spielern deutlich anzumerken. Einzig der Sturm in Persona Olic und Goméz wirkte als Aktivposten im Bayern-Spiel.

Lahm hinten beschäftigungslos und bei Zuspielen und Flanken so schlecht wie seit Wochen. Van Bommel auffallend emotionslos und ohne Bindung zum Spiel. Schweinsteiger mit ein bisschen Licht und ein bisschen mehr Schatten. Müller hatte gestern ein schwarzen Tag, ihm gelang nahezu nichts. Demichelis und van Buyten kaum richtig gefordert, wirkten dennoch etwas nervös. Pranjic sehr aktiv, aber auch immer wieder mit kleinen Aussetzern im Zweikampfverhalten, ebenso wie Badstuber - die Pfiffe des Publikums gegen Pranjic allerdings, waren für mein Empfinden unberechtigt. Ottl blass wie immer. Ein wenig mehr Schwung im Mittelfeld kam dann im Schlussdrittel durch die Einwechslung von Tymoschtschuk, der zumindest den nötigen Biss und Kampfgeist zeigte. Wieder mal wurde deutlich, dass unser Problem im Mittelfeld liegt - es fehlt der kreative und mutige Geist. Bastian Schweinsteiger ist mit einer solchen Rolle jedenfalls überfordert. Auch gestern merkte man wieder wie bitter das Fehlen von Robben und Ribéry im Spiel zu Buche schlägt.
Für das Endspiel in Turin wird es wohl mit dem Kreativ-Duo auch nichts werden, so dass meine Euphorie sich in Grenzen hält. Juve reicht ein Unentschieden. Dies zu erreichen, darin sind sie kaum zu übertrumpfen. Was wir Anfang Dezember brauchen, ist das nötige Engagement und Glück - einfach nur Glück.

Der mediale Albtraum des gestrigen Abends hieß Johannes Baptist Kerner. Da fällt mir echt nichts mehr ein. Das launige Geplapper von Beckenbauer - wenn auch inhaltsleer wie eh und je - konnte man ja noch mit einem Schmunzeln im Gesicht ertragen. Aber Kerners hysterisches Einfordern von Konsequenzen war einfach des Guten zuviel. Schade, dass auch Kommentator Wolff-C. Fuss hin und wieder in diese Bresche schlug.
Mund abputzen, weiter geht's!

Mittwoch, 25. November 2009

Uns fehlt die Leidensfähigkeit

Gestern Abend sprach Frank Goosen, seines Zeichens Fußballkabarettist und VfL Bochum-Fan viel über die Leidensfähigkeit der Fußballfans im Allgemeinen und die der Anhänger diverser Ruhrgebietsvereine im Besonderen. Unweit des Duisburger Stadions trat Goosen für den guten Zweck, der Unterstützung des finanziell in Schwierigkeiten geratenen Duisburger-Fanprojekts, im Zebrastall auf. Einer wie er wünscht sich aus der Champions League auszuscheiden (0:8 gegen Real Madrid), impliziert dies doch, dass sein VfL überhaupt einmal in die Königsklasse gelangen würde. Auch als Familienvater - Goosen hat zwei Söhne - wird es unangenehm wenn der Sproß die Frage stellt, wie oft der VfL Bochum denn schon Deutscher Meister geworden ist?

Im Gegensatz dazu haben wir Bayern-Anhänger Luxusprobleme. Für uns droht der Weltuntergang sobald wir Gefahr laufen, die Champions League-Finalrunde nicht zu erreichen, oder eben nicht Dauergast auf Tabellenplatz Eins zu sein. Das macht uns schwer zu schaffen, sind wir doch Mittelmäßigkeit so gar nicht gewohnt. Worüber soll man sich auch freuen, wenn man im Mittelfeld der Liga dahindümpelt? Bochumer Anhänger - und nicht nur die - beneiden uns um diesen Luxus (man werfe einen Blick in das Kölner Fan-Forum... auch Backe!).

Aber was scheren uns die anderen? Wir sind der FC Bayern - Mittelmäßigkeit passt so gar nicht zu uns. Zudem fehlt uns die Erfahrung damit umgehen zu können. Meine Therapie lautet also wie folgt: Ich begebe mich am Freitag zum Liga-Spiel Bochum gegen Köln - Not gegen Elend, wenn man so will. Hier treffen zwei Kandidaten aufeinander, die nun wirklich wissen was Erfolglosigkeit bedeutet. Abstiegsgespenst und Perspektivlosigkeit haben Dauerkarten bei diesen Klubs. Vielleicht kann ich mir ein bißchen von dieser Leidensfähigkeit abgucken - und vielleicht habe ich einfach nur Spaß in einem Fußballstadion zu stehen, völlig unabhängig von dem zu erwartenden Gegurke auf dem Platz.

Zurück zu Goosen: Amüsant verpackt der Bochumer Geschichten die der Fußball schreibt und die wir Fans allesamt kennen. Jeder von uns hat Anekdoten dieser Art im Repertoire. Frank Goosen macht daraus gelungene Comedy. Fast zwei kurzweilige Stunden voller Pointen über die Klubs aus den Nachbarstädten wie Gelsenkirchen und... und... äh... Dings, die Männerleidenschaft "Sammelbilder", Nürnberger Fans in der Verwandtschaft und die Proben der 16 Wacker Burghausen-Ultras mitten in der Sommerpause. Für die Leute, die in Zusammenhang mit Fußball länger nichts zu lachen hatten, bot der gestrige Abend heitere Zerstreuung und viele simple wie schöne Fußballwahrheiten. Was wäre der Fußball ohne die Leiden der Fans?!
Als wir nach der Veranstaltung vom Parkplatz rollten, lief im Radio Grönemeyer's "Bochum". Vermutlich hat sich das ein Mann namens Frank G. aus B. zuvor beim WDR gewünscht.

Dienstag, 24. November 2009

Zeitspiel

Ich bin zur Zeit zu beschäftigt um auf alle Gerüchte, Prognosen, sowie auf das Spiel von Sonntag hier ausführlich reagieren zu können.
Was vom Sonntagsspiel gegen LEV bleibt, ist der äußerst fade Beigeschmack, dass es zahlreiche Idioten in der Arena gibt, die ihre Energie darauf verschwenden die Mannschaft, den Trainer, den Vorstand auszupfeifen und sich im wahrsten Sinne des Wortes abzuwenden, statt das zu tun was man als echter Fan zu tun hat: Unterstützen bis der Arzt kommt.

Am Mittwoch geht's gegen Maccabi Haifa in der Champions League. Von einem Sieg (egal wie!) gehe ich aus - sonderlich optimistisch, was das Verbleiben in der CL angeht, bin ich allerdings nicht.

Mein Tipp: Bayern 2, Haifa 0


Ich muss ein hier bisschen auf Zeit spielen, da ich frühestens Anfang nächster Woche zu einer Rückbetrachtung der Jahreshauptversammlung und des Spiels gegen Hannover kommen werde.

Montag, 23. November 2009

Weil Samstag ist

Frank Goosen hilft dem Fanprojekt Duisburg. Dienstagabend im Zebrastall, Magarethenstr. 16-18, 47045 Duisburg (in unmittelbarer Nähe der MSV-Arena). Eintritt 12,- Euro. Ich werde vor Ort sein und mir das angucken.

Freitag, 20. November 2009

Waldis WM-Club oder die Ritter der Schwafelrunde

Nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste am Mittwochabend lud Waldemar Hartmann seine Gäste in die Veltins Arena ein - es sollte, so proklamierte er, ein etwas anderer WM-Club sein als üblich. Geschuldet war dies dem Suizid Robert Enkes, seines Zeichens Nationaltorhüter. Hartmanns Gäste, SZ-Redakteur Leyendecker; Bärbel Schäfer; Hansi Müller und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, boten dann ein komprimiertes Sammelsurium an Phrasen und Plattitüden, wie man sie schon zu genüge tagelang in den Tageszeitungen lesen konnte. Es war der hoffnungslose Versuch sich mit dem Thema Depression auseinander zu setzen, ohne sich der eigentlichen Thematik wirklich zu nähern. Die größte Ahnungslosigkeit aber präsentierte der Moderator und Gastgeber selbst. Vorbereitung hat so jemand wie Waldi Hartmann nicht mehr nötig.

Frau Schäfer warf das Schlagwort "Antriebslosigkeit" in die Runde, ein Indiz dass sie zumindest das profunde Bildzeitungsfachwissen aufgeschnappt hatte. Immerhin hatte sie damit schon mehr Recherche betrieben als Waldemar Hartmann. Herr Leyendecker von der Süddeutschen geißelte die Medien, welche die ersten Bilder von der Unfallstelle zeigten. Dumm nur, dass auch sein Blatt sich dieser voyeuristischen Form der Berichterstattung in aller Regel bedient. Wer im Glashaus sitzt.
Richtig erschreckend war allerdings der Auftritt von Wolfgang Niersbach - immerhin hätte man dem hohen Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes zugetraut, dass er in den vergangenen Tagen tiefer in die Problematik dieser Krankheit eingetaucht wäre. Erhellende Einblicke aber hatte er keine zu bieten. Der Druck im Profisport ist hoch, wir alle dürfen aber nicht vergessen, dass dort junge Männer knapp über Zwanzig auf dem Rasen stehen - was man halt so sagt, wenn das alle anderen vor ihm auch schon gesagt haben. Unbegreiflich schien es Niersbach, dass Enke zwar kurz nach dem Tod seiner zweijährigen Tochter professionell wieder das Tor hütete, aber dann doch irgendwann freiwillig aus dem Leben schied. Doch gerade der Fußball war es, der Robert Enke im Leben verankert hatte. Es war das Einzige, was ihn noch am Leben festhalten ließ. Der Druck dieser Leistungsgesellschaft war nicht der Grund für Enkes Entschluss. Nein Herr Niersbach, so einfach lassen sich Depressionen leider nicht erklären.

Moderator Waldi Hartmann brachte dann noch das Fußball-Tabu Homosexualität in Zusammenhang mit der Krankheit Depression. Ein kühner Schritt - oder wollte er uns damit sagen, dass Schwulsein krankhaft ist? Hoffen wir nur, dass er diesem Thema nicht auch eine ganze Sendung widmen wird, ohne sich vorab mit dem Thema zu beschäftigen.

Einzig die Tatsache der Geheimhaltung Robert Enkes Krankheitsbildes war der öffentlichen Aufmerksamkeit auf seine Person geschuldet. Hätte Nationaltrainer Löw sich für Enke als Nummer Eins im Tor entschieden, wenn er von dessen Depressionen gewusst hätte? Das glaube ich kaum - und Löw würde uns heute vermutlich nicht ehrlich darauf antworten können. Auf solche Fragen wartete man in der WM-Club-Runde vergebens.

Enkes Entschluss war keine Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Einerseits wollte er die Belastung von seiner Familie nehmen, andererseits hielt ihn selbst nichts mehr im Leben. Den Druck des Sports hat er gebraucht, denn das hat ihn von seiner eigentlichen tagtäglichen Hölle ablenken können. Leistungsdruck hat mit Depressionen nichts zu tun. Der Suizid ist keine Wahl - es ist der einzige Weg. Sterben will so jemand nicht, er will nur noch tot sein.

Depressiv kranke Menschen gibt es in allen Berufsbildern und Gesellschaftsschichten, hatte wenigstens Bärbel Schäfer erkannt. Das war der einzig vernünftige Satz am Mittwochabend. Es war ein WM-Club wie immer - und alles andere als unüblich - viel Geschwafel, wenig Gehaltvolles.

Die Depression gibt es seit Jahrhunderten auf jedem Kontinent und in allen Altersklassen. Sie ist laut Weltgesundheitsbehörde in zehn Jahren die Nummer Eins bei den Volkskrankheiten weltweit. Noch vor dem Krebs.
Schätzungsweise 4 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter diesem Krankheitsbild - die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Die Symptome sowie Auslöser einer Depression sind individuell verschieden. Von über 10.000 Suiziden allein in Deutschland jährlich, kann man der Depression die Masse zuschreiben (bis zu 70 Prozent). Es kann jeden Menschen zu jeder Zeit treffen.
Wenn Waldemar Hartmann diesem Thema schon einen solchen Schwerpunkt einräumt, wäre es verantwortungsvoller gewesen, er hätte sich des Themas ernsthaft angenommen. So aber bleibt ein mächtig schaler Nachgeschmack.

Mittwoch, 18. November 2009

Leverkusen kommt

Am Sonntag trifft der FC Bayern auf den derzeitigen Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen. Nach Robert Enkes Tod ist der Schritt zurück in den Fußballalltag nicht einfach. Aber ich habe - so gut es mir möglich war - meinen Gefühlen hier Ausdruck verliehen, damit soll es dann auch erstmal gut sein.

Die Begegnung gegen Leverkusen ist Anlass für mich eine kleine Zeitreise ins Jahr 1981 zu unternehmen.
Vor 28 Jahren kam es zu der gleichen Begegnung, auch wenn die Voraussetzungen ganz andere waren. Damals kamen die Leverkusener im August nach München, zum frisch gebackenen Deutschen Meister - es war der erste Spieltag der Saison 1981/82.

Der damalige Bayern-Präsident Willi O. Hoffmann lobte im Bayern-Magazin überschwänglich das "Pal-System" von Trainer Pal Csernai - nur zwei Jahre später rebellierte die Mannschaft gegen Csernai, der Trainer wurde entlassen und das "Pal-System" war Geschichte.

"Fast alle Bundesligaklubs, selbst die deutsche Nationalmannschaft, versuchen unseren "kooperativen Führungsstil" und unsere Spielweise (das Pal-System von Trainer Csernai) zu übernehmen."

(Willi O. Hoffmann aus "Der Brief des Präsidenten", Bayern Magazin Nr. 8/33. Jhg.)

Bayern hatte die siebte Meisterschaft errungen und traf nun zum Bundesliga-Auftakt auf die Mannschaft, die in der Vorsaison 3:0 durch drei Tore von Arne Larsen-Ökland gewann. Eine Niederlage, die den unrühmlichen Höhepunkt einer zwischenzeitlichen Flaute darstellte. Bayern lieferte daraufhin eine Glanzleistung nach der anderen ab und holte letztendlich den Meistertitel vor dem HSV.

Mit den Leverkusenern hatten die Bayern also noch eine Rechnung offen. Vor 26.000 Zuschauern im Olympiastadion gewann der FCB mit 6:2 (Halbzeitstand 5:1, was dem Prominenten-Tipp von Wolfgang Overath entsprach). Die Bayern-Tore schossen Breitner (2), Rummenigge, Niedermayer, Dremmler und Dieter Hoeneß.
Im Aufgebot der Gäste standen Spieler wie Dietmar Demuth, Jürgen Gelsdorf, Peter Hermann, Jürgen Glowacz, Arne Larsen-Ökland, Peter Szech, Dieter Herzog und Thomas Hörster.
Ökland, der Norweger mit Schuhgröße 38, hatte in der Vorsaison seinen vierten Treffer vom Schiedsrichter aberkennen lassen, als die Bayern sich den Ball schon zum Anstoß bereit gelegt hatten. Der Ball war nur ans Außennetz gegangen. Breitner und Rummenigge bedankten sich daraufhin per Handschlag bei Ökland für dessen Fairness.

Im Bayern-Magazin vom 8. August 1981 wurden die Spieler des Gegners noch "Chemiker" genannt und die Anschrift des Vereins mit Carl-Duisburg-Straße angegeben. Gemeint war allerdings Carl Duisberg.
"Jungschauspielerin" Dolly Dollar outete sich als Bayern-Fan und eine Wahrsagerin prognostizierte den Bayern Meistertitel und Europapokal. Beides erreichte der Klub nicht (Meister wurde der HSV und im Landesmeister-Finale in Rotterdam verlor der FCB äußerst unglücklich gegen Aston Villa).
Teuerster Neuzugang der Saison 81/82 war mit 950.000 DM Asgeir Sigurvinsson.

Bayern München hatte in der Vorsaison nach drei Jahren erstmals wieder eine positive Transferbilanz erreicht und man dachte über die Gründung eines Jugend-Fußballinternats nach.
Die Meister-Tipps der Prominenten für die neue Saison liefen natürlich allesamt auf den FC Bayern hinaus (Max Merkel, Iris Berben, Walter Röhrl, Sepp Maier, Roberto Blanco etc.). Einzig Otto Waalkes tippte zunächst auf den FC Emden.

Bei Sport-Scheck kostete das Bayern-Trikot übrigens zu der Zeit zwischen 53 und 59 DM. Die Eintrittspreise für das Olympiastadion lagen zwischen 10 bis 30 DM. Für Schlagerspiele wurden Top-Zuschläge erhoben. Die Dauerkarte für ein Bayern-Mitglied kostete 75.- DM pro Saison (Stehplatz), für Nichtmitglieder 150.- DM. Die Redaktion des Bayern-Magazins leitete übrigens ein gewisser Markus Hörwick.

Weniger als das Ergebnis von 6:2 beeindruckte die Art und Weise des Heimsieges gegen Leverkusen. Die Bayern zauberten, glänzten mit Traumkombinationen und pausenlosem Sturmlauf. Kabinettstückchen vom Duo "Breitnigge" am Fließband.


An diesem Wochenende sind die Voraussetzungen völlig andere. Bayern tritt nicht als Meister an - und darf sich als Tabellenachter derzeit in der Krise wähnen. Leverkusen hingegen führt die Liga selbstbewusst an - und selten war die Chance so groß in München zu gewinnen wie zur Zeit.

Eine Trotzreaktion des FCB muss jetzt kommen. Den Abstand von sechs auf drei Punkte zu verringern und dran bleiben ist alles was jetzt zählt. Verlieren die Gastgeber, bleibt die Unruhe und verringert sich die Chance den Weg zurück an die Tabellenspitze einzuschlagen. Ein Sieg gegen den Ersten ist Pflicht!

Mein Tipp: Bayern 3, Leverkusen 1

Donnerstag, 12. November 2009

Schwermut

Über Robert Enke hier noch viele Worte zu verlieren ist überflüssig. Nichts, was nicht schon gesagt oder geschrieben wurde. Allein die bundesweite Trauer und Betroffenheit über seinen Tod sagt über den Menschen Enke schon alles.

Aber ich möchte das Thema Depressionen hier vertiefen, wie ich es an anderer Stelle schon desöfteren getan habe.

Der gestrige Tag war ein dunkler, sehr schwerer Tag für mich. Die Todesnachricht und die Umstände im Fall Enke, haben mich bestürzt. Gestern Abend weinten meine Freundin und ich um diesen Mann und auch um seine Witwe Teresa. Ich habe seit nunmehr fast zwei Jahren nicht mehr geweint. Ein persönlichen Bezug zu diesen Menschen hatten wir nie - und doch haben wir eine große Nähe zu der Problematik.
Meine Lebensgefährtin leidet ebenfalls an Depressionen mit suizidalen Tendenzen. Ich weiß also - zumindest als Betroffener im Umfeld eines erkrankten Menschen - wovon jetzt alle Welt spricht. Dennoch bin ich so weit weg von dem, was ein depressiv erkrankter Mensch durchmachen muss, wie man es sich nur vorstellen kann. Kein gesunder Mensch kann sich in seine solche Lage versetzen. Niemand!

Alles was ich mir jetzt wünsche ist, dass das Thema nun öffentlich (und nicht reißerisch) diskutiert und in den Fokus gerückt wird - und zwar dauerhaft und nicht nur temporär. Damit hätte Robert Enkes Tod letztlich sogar etwas Gutes.
Depressionen zu verstehen wenn man selbst nicht unter ihnen leidet, ist nicht möglich. Diese Krankheit sieht man nicht. Sie kündigt sich auch nicht an. Ebenso wenig helfen Medizin oder bestimmte Verhaltensweisen über depressive Schübe hinweg zu kommen. Das was ich verstehe - als jemand der damit nun seit mehreren Jahren tagtäglich konfrontiert ist - habe ich versucht auszudrücken.

Meine Partnerin weiß es leider Gottes besser. Sie sagte mir gestern, dass der Suizid ein helles Tor ist, durch das man aus der Dunkelheit die einen umgibt flüchten will. Es ist die verzweifelte Suche nach Glück - die Erlösung durch den Tod ist dieses Glück. Man kann als depressiv kranker Mensch nicht einfach nach Hawaii fahren, sich in die Sonne und an den Strand legen und sich dann besser fühlen. Diese Dunkelkeit und Schwere - diese Last der Schwermut - schleppt man überall mit sich herum. Für Viele bleibt da nur ein Ausweg. Robert Enke hat diesen Ausweg gewählt. Nicht weil er eine Wahl gehabt hätte, sondern weil er musste.

Mittwoch, 11. November 2009

Ein Nachruf zum Tode von Robert Enke

Mich erreichte die Nachricht vom Tod Robert Enkes erst heute. Am Abend zuvor hat sich der 32-Jährige Nationaltorhüter und Schlussmann von Hannover 96 das Leben genommen. Überraschung, Fassungslosigkeit, Traurigkeit waren meine spontanen Empfindungen.

Der Tod eines so jungen Menschen ist immer tragisch. Noch tragischer wird es, wenn jemand den Entschluss fasst, freiwillig aus dem Leben zu gehen. Über die Gründe braucht man an dieser Stelle nicht zu spekulieren - für ihn waren sie ausreichend, um seine Frau und das gemeinsame Adoptivkind zurück zu lassen. Wie verzweifelt muss jemand sein, der einen solchen Schritt wagt?!

Zu all der Tragik kommt noch hinzu, dass Robert Enke - über alle Klubgrenzen hinaus - eine Person war, die man mögen musste, ohne dass er gleich everybody's darling war. Enke stand für Zielstrebigkeit, ohne allzu verbissenen Ehrgeiz. Enke durchschritt Täler - im privaten wie im beruflichen Umfeld - und meisterte alle Rückschläge.
Ein Mann ohne Pathos, ohne öffentliche Selbstdarstellung, einer der reflektierte und immer bescheiden wirkte. Robert Enke war auf dem Weg die unumstrittene Nummer Eins als Torhüter der Nationalmannschaft zu werden - die Krönung einer Karriere mit vielen Tiefpunkten und einer Menge durchschrittener Täler. Ich hätte ihn mir als Keeper beim FC Bayern gewünscht.

Doch neben dem sportlichen Verlust überwiegt die Traurigkeit über den Verlust des Menschen Robert Enke. Typen wie er sind rar - Stehaufmännchen, Kämpfer - ohne tagtäglich den eigenen Personenkult zu pflegen. Bescheiden, sympathisch, all das Adjektive die wohl jedem Fußballfan bei Robert Enke über die Lippen kommen. Der deutsche Fußball und die Welt hat einen großartigen Sportler und einen starken Menschen verloren. Am Ende war er seinen Herausforderungen unterlegen.

Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Kameraden und den Fans von Hannover 96.
Du warst ein guter Typ, Robert!

Robert Enke ist tot


Foto: Neue Presse


N
ationaltorhüter Robert Enke nahm sich gestern Abend in Hannover das Leben.
Ich habe keine Worte dafür.

Dienstag, 10. November 2009

Junge, Junge...

... hat's mir den Samstag verhagelt. Ich war nicht sauer, ich war erschüttert. Erst das Interview von Lahm - ausgerechnet von ihm, der seit Wochen magere Durchschnittskost serviert -, die frühe Flucht des Luca Toni, dann die aufgebrachten Drohungen von Uli Hoeneß gegen Lahm. Ohmann... ich weiß ehrlich nicht, was ich schlimmer fand?!

Spielerisch, nun ja, same procedure ... ich glaube, die Schalker haben angesichts unserer Harmlosigkeit drei Kreuze geschlagen. Nun sind es sechs Punkte bis zum Tabellenführer. Das ist aufzuholen. Gegen eben diesen sollten wir aber in zwei Wochen unbedingt punkten.

Das Drumherum am Samstag tat aber nun wirklich nicht Not - ein medienerfahrerener Mann wie Lahm muss wissen, dass ein Interview dann veröffentlicht wird, wenn die Zeitung den Zeitpunkt für gekommen sieht. So etwas macht man nicht, nicht am Spieltag und auch sonst nicht ohne Absprache mit dem Klub. Man kritisiert auch nicht öffentlich die Mitspieler (in dem Fall das Mittelfeld). Warum spricht Philipp Lahm eigentlich lieber mit der Süddeutschen als mit Trainer oder Manager? Auch wenn's inhaltlich stimmen mag, die Art und Weise ist absolut nicht in Ordnung.
Dann aber legte noch einer eine Schüppe drauf - und zwar Uli Hoeneß. Der stellt sich vor die Mirkofone und spuckt eine Drohung nach der anderen in Richtung Lahm. Was soll denn so etwas? Auch das, lieber Herr Hoeneß, sollte man doch wohl intern klären. Wenn man die Meute der Medien ständig füttert, dann darf man sich nicht wundern wenn diese Herren ständig vor den Türen stehen und scharren. Karl-Heinz Rummenigge wird interviewt und sieht in Lahm den künftigen Kapitän - nun darf man drei Mal raten, was die Medien daraus machen?! Man man man...

Samstag, 7. November 2009

Mein Fußballklub

Bayern München war schon immer - seit ich denken kann - der Klub über den alle redeten. In der Schule diskutierte man das Ergebnis der Bayern. Köln, Gladbach, Schalke, die kamen erst an die Reihe, wenn es um Derbys ging oder etwas wirklich Außergewöhnliches geschehen war. Über die Bayern sprach man immer. Das hat sich in all den Jahren nicht geändert. Ob in der Verwandtschaft, bei Bekannten, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz - über Bayern München sprach jeder.

Die Aufmerksamkeit in den Medien seit Jahrzehnten ist aufgrund der Bedeutung des Vereins zwangsläufig. Über Bayern schreibt die Ems-Zeitung genauso wie die Hannoversche Allgemeine oder die Sylter Rundschau. Über Lautern nur wenn sie mal Meister wurden oder über Leverkusen, wenn der Trainer Kokain konsumierte. Jeder Dorfkolumnist erlaubt sich Kommentare über Bayern zu schreiben. Von der Aufmerksamkeit in diesem Land bekommt der Münchner Klub am meisten ab - im Guten, noch mehr aber wie im Schlechten. Bayerns Dominanz im Laufe der Zeit hat Neider, Spötter, Hasser und Beobachter in Scharen angelockt - wie die Motten ums Licht. Wenn Du dann stolperst, freuen sich 50 Prozent der Republik.
In der Tagesschau kamen nach den Nachrichten immer die Fußballergebnisse. Die größte Aufmerksamkeit landauf landab fand immer das Ergebnis der Bayern. Verloren sie, freuten sich die Bayern-Gegner und ein großes Oho und Aha machte die Runde. Nichts davon ist heute anders.

Die mediale Verwurstung hat sich - wie die Medien generell - allerdings gewandelt. Der Sport ist nicht mehr die Hauptsache, es geht um das Drumherum. Es geht darum wie ein Trainer sich darstellt, wie er rüberkommt. Es geht um die hängenden Schultern eines Stürmers. Es geht um Wechselgerüchte und Berateraussagen. In den großen Tageszeitungen ist es nicht mehr der Inhalt einer Nachricht, der die meiste Bedeutung hat. Die Auflage verlangt Zugeständnisse - Spektakuläres muss her. Eine glatzköpfige Britney Spears schaffte es in die "seriösesten" Blätter - ebenso wie Amy Winehouse und Sendeformate wie Big Brother oder DSDS. Heute ist das Normalität - in der Süddeutschen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie auch in den Fernsehnachrichten senderübergreifend. Es geht um Klicks, um Werbeattraktivität, um Auflage oder Quote. Qualitativ hochwertige, gut recherchierte Berichterstattung ist die Ausnahme.

Als ich noch klein war, schickte mir meine Großmutter immer die Bayern-Berichte aus der Süddeutschen Zeitung per Brief, so als gäbe es dieses Blatt außerhalb Bayerns nirgends zu kaufen. Ich las alles und ich las es gern. Die waren nah dran und schrieben die besten und längsten Artikel über meinen Klub. Was die SZ dagegen heute absondert, ist keinen Deut von dem inhaltsleeren Geschreibsel anderer Blätter zu unterscheiden. Die gleichen platten Zoten und hängenden Vergleiche. Ohne Qualität und immer verdächtig, Unruhe schüren zu wollen - denn Unruhe bringt Schlagzeilen.

Das Boulevardeske hatte in München schon lange seinen Markt und damit auch seine Untiefen für einfach gestrickte Spielerpersönlichkeiten. Doch die wurden erst durch die Manege geführt, wenn sie sich selbst in deren Mitte drängten (Basler, Matthäus, Effenberg). Heute geschieht das bereits mit der Unterschrift unter einen Vertrag beim großen FC Bayern - ja, meist sogar schon weit vorher. Es reicht bei Bayern im Gespräch zu sein oder gebracht worden zu sein. Heute sind es nicht mal mehr nur die Spieler, die im Fokus des Interesses stehen. Es sind Trainer, Co-Trainer, Physios, Frauen, Freundinnen - alles was zum Kreis des Klubs gehört.
Heutzutage muss der FCB auch nicht mehr 4:0 verlieren um zum Gespött zu werden - es reicht schon ein mageres Unentschieden, schon ist das Gerede von Krise vorprogrammiert.

Gemessen wird natürlich an dem, was der Verein selbst als Zielsetzung ausgibt. Meister und Pokalsieger zu werden, hat schon seit Hitzfeld nicht mehr ausgereicht. Trickfußball war gewünscht - Fußball als Event. Ein Trainer Magath war mit zwei Doubles gerade mal so gut, dass man ihn nicht direkt entlassen musste. Zum ganz großen Wurf zählt für den Klub seit Jahren nur noch die Champions League. Daran wird alles gemessen - der Meistertitel, ein Pokal, alles nur Trostpreise - so kommt es einem manchmal vor. Die Fans (die richtigen) sehen das anders. Ihnen geht es um jedes Spiel. Sie zählen keine entgangenen Millioneneinnahmen, wenn es für die CL-Finalrunden nicht reicht und man im UEFA-Cup weiterspielen "muss".

Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit auf der Zugfahrt nach einem Auswärtsspiel die Gespräche anderer Bayern-Fans neben mir gehört. Da waren Leute, die schworen sie würden lieber in der Zweiten Liga spielen, als diese Hatz auf die europäischen Fleischtöpfe zur Prämisse zu erklären (okay, die Wortwahl war eine andere). Ich fand das etwas befremdlich, mittlerweile kann ich es sogar nachvollziehen. Für mich ist der FC Bayern in erster Linie noch ein Fußballklub - mein Fußballklub. Erst dann, erst danach ist es ein Wirtschaftsunternehmen. Seit einer Weile fehlen mir die Zeichen der Bayern-Chefs, dass man es dort auch noch so sieht.

Bayern vs Schalke

Ich gehöre zu den Unverbesserlichen und tippe ein deutliches 3:0.

Donnerstag, 5. November 2009

Der Himmel über München

Sie hauen flink in die Tasten, tippen hektisch in ihr Blackberry, quatschen in Hörer, sabbeln aufgeregt in Mikrofone, starren ernst in die Kameras, gestikulieren wild und blasen ihre banalen Schlussfolgerungen in die Luft. Von diesen Ausdünstungen klugscheißender Allwissenheit und dem gemeinschaftlichen Trompeten in die gleichen Hörner rücken oben erste dunkle Wolken enger zusammen, bis der Himmel über dem FC Bayern München endgültig zu bersten droht.

Was war geschehen? Bayern ist nicht Tabellenführer, Bayern war schon lange nicht mehr Tabellenführer, Bayern hat in der Champions League vielleicht dieses Jahr nicht das Zeug für die Finalrunde. Das ist der Stand Anfang November 2009.

Louis van Gaal ist wie lange Bayern-Trainer? Und immernoch hat dieser "Tulpengeneral" (was ist das eigentlich für eine schwachsinnige Wortkonstruktion?) den Bayern nicht den spielerischen Geist von Barcelona eingehaucht? Der FCB liegt nicht mit 10 Punkten Vorsprung vor allen anderen in der Liga? Der FCB ist noch nicht für die Finalrunde der Champions League qualifiziert, obwohl solche Nulpen wie Turin und Bordaux in der gleichen Gruppe sind? Unverschömtheit! Was macht der fiese Knilch eigentlich den ganzen Tag?

Ich bin jetzt über 30 Jahre Bayern-Fan, aber so eine mediale Hysterie wie seit der letzten Spielzeit habe ich vorher noch nie erlebt. Ihr habt sie doch nicht mehr alle.

Montag, 2. November 2009

Es gilt

Nun gilt's - am Dienstagabend kommt das Team von Girondins Bordeaux nach München. Wir müssen gewinnen. Wir müssen auch höher als 1:0 oder 2:1 gewinnen, da der direkte Vergleich über den Einzug in die Finalrunden entscheiden kann.

Bordeaux wird defensiv agieren und mit ihren gefährlichen Standards versuchen ein Tor zu erzielen. Mittlerweile sind die Südfranzosen wieder Tabellenführer in der französischen Liga (am Wochenende 1:0 gegen AS Monaco) und haben drei Pflichtspielsiege in Folge errungen.
Der Kader für Dienstag:

Tor: Carrasso, Ramé
Abwehr: Chalmé, Ciani, Jurietti, Planus, Sané, Trémoulinas
Mittelfeld: Diarra, Fernando, Gourcuff, Plasil, Wendel, Sertic
Sturm: Bellion, Cavenaghi, Chamakh, Gouffran, Jussiê, Saivet

Das Hinspiel in Bordeaux ist noch in frischer Erinnerung, da gilt Wiedergutmachung für den miesen Auftritt beim französischen Meister. Mit einer Leistung wie gegen Stuttgart brauchen wir uns da keine Hoffnungen machen. Allerdings bin ich sicher, dass wir einen anderen FCB sehen werden. Ob's reicht?

Mein Tipp: Bayern 2, Bordeaux 0

Sonntag, 1. November 2009

DFB-Pokal Viertelfinale

Bayern München vs Greuther Fürth
10. Februar 2010

Unwucht

Das gestrige Unentschieden gegen den VfB zeigt noch eine deutliche Unwucht im Auftreten der Bayern. Das Rad läuft einfach noch nicht tadellos. Es war zu erwarten, dass der VfB gerade gegen Bayern alles versuchen wird, um ein Erfolgserlebnis zu erreichen und damit einen wichtigen Schritt heraus aus der Krise zu machen. Wie unsere Jungs davon überrascht sein konnten, ist mir schleierhaft. In den ersten 20 Minuten wurden die Roten vom Stuttgarter Anfangsdruck regelrecht überrollt. Dann beruhigte sich das Spiel und der FCB kam so langsam in die Partie. Hätten wir gestern nicht einen überragenden Hans-Jörg Butt im Tor gehabt, würden wir heute sicherlich von einer Niederlage reden. So aber ist es ein Pünktchen - unter Strich auch ein verdientes.
Braafheid und Tymoschtschuk mit Tendenz nach oben, Toni stark, Lahm schwach, Klose kaum zu sehen, Butt glänzend. Das geschlossene Engagement der zwei Frankfurt-Spiele wurde gestern nicht gezeigt.

Die gesamte Führungsmannschaft der Liga spielte gestern für uns. Hamburg verlor gegen hervorragend aufgelegte Gladbacher, Bremen mit einem glücklichen Punkt in Nürnberg, Leverkusen gibt gegen Schalke noch den Sieg aus der Hand und Wolfsburg verliert zwei sicher geglaubte Punkte gegen starke Mainzer. Was machen unsere Herren? Sie lassen sich vom VfB überraschen und nutzen diese Möglichkeit nicht. Es fehlt die viel beschworene Serie von Siegen. So wird das mit Platz Eins zu Weihnachten aber nichts, Herr Hoeneß.

Termine November 2009

3. November 2009 - Champions League
FCB vs Girondins Bordeaux
20.45 Uhr

7. November - Bundesliga
FCB vs FC Schalke 04
15:30 Uhr

22. November 2009 - Bundesliga
FCB vs TSV Bayer 04 Leverkusen
15.30 Uhr

25. November 2009 - Champions League
FCB vs Maccabi Haifa
20.45 Uhr

29. November 2009 - Bundesliga
Hannover 96 vs FCB
17.30 Uhr