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Sonntag, 30. August 2009

Alles richtig gemacht, Herr General

Als ich die Aufstellung sah, dachte ich: Verdammt mutig, Trainer - verdammt mutig! Nix Robben, nix Ribéry, aber Altintop spielt. Im Tor Butt anstelle von Michael Rensing. Oh mann. Wäre das in die Hose gegangen, hätte man van Gaal an die Wand genagelt. Aber Louis van Gaal ist Trainer - gut, dass ich es nicht bin - und der Niederländer ist ein großer Trainer, einer - der den Wolfsburger Übungsleiter Armin Veh, den ich wirklich mag, gestern zum Schüler degradierte.
Die Bayern begannen ordentlich, wenngleich man in den ersten 20 Minuten schon wieder Schlimmes befürchten musste. Mehr Spielanteile (63%), Spiel in eine Richtung, aber keine wirklichen Tormöglichkeiten. Die erste Chance des Spiels hatte dafür der Gast aus Wolfsburg. Irgendwie erinnerte mich das Ganze etwas an das Bremen-Spiel.
Doch die Bayern wurden besser - Timoschtschuk zeigt plötzlich, warum man ihn geholt hat. Die linke Seite mit Olic und Pranjic bärenstark, dazwischen ein engagierter, überall wuselnder, Bastian Schweinsteiger, der mit einem Kopfball aus 15 Metern die Latte traf. Die einzig wirklich gute Szene von Hamit Altintop führte dann auch zum 1:0. Ein knallharter Schuss, Benaglio kann nur abklatschen, Goméz steht goldrichtig und staubt ab. Den einzigen Vorwurf, den man den Bayern in Halbzeit Eins machen konnte war, dass sie relativ wenig Torchancen herausspielten und aus ihrer Überlegenheit nicht noch ein oder zwei Treffer herausspielen konnten. Ansonsten war das durchaus ansprechend.

In der zweiten Hälfte kamen dann die beiden Herren, auf die jeder gewartet hatte. Mitte der zweiten Halbzeit gab es eine Druckphase der Autostädter, die zeigte welche Qualität der Meister hat. Bayerns Trainer reagierte: Erst wechselte van Gaal Neuzugang Robben ein, später dann Franck Ribéry. Kaum war Robben im Spiel ging die Post ab! Was war das denn? Der Mann braucht gar keine Eingewöhnungsphase - spielte, als würde er das schon seit Jahren beim FC Bayern tun. Natürlich waren die schnellen Vorstöße des Niederländers auch der Tatsache geschuldet, dass Wolfsburg aufmachen musste, umstellte und auf den Ausgleich drängte. Da war dann Platz auf der rechten Außenbahn, den Arjen Robben exzellent zu nutzen wusste. Sofort kam Gefährlichkeit auf!
Mit Ribéry an seiner Seite sah man dann, was die Flügelzange "Robbery" im 4-3-3 anstellen kann! Wahnsinn! Als hätte der Franzose seinen Zwilling gefunden, jagten die beiden Mittelfeldspieler ein ums andere Mal mit Tempovorstößen durch die Wolfsburger Hälfte aufs Tor zu. Das war richtig geil anzusehen! Dann macht der Mann auch noch das 2:0 - Irre! Klasse Schuss, mit Außenrist , gezielt - noch leicht abgefälscht von einem Wolfsburger - ins hintere Eck.
Das 2:0 machte die Bayern dann etwas übermütig, Wolfsburg erspielte sich ein paar gute Tormöglichkeiten. Erst klärt Butt mit einem Weltklasse-Reflex der Marke Olli Kahn, dann trifft Dzeko noch den Außenpfosten. Ein Blitzkonter von Ribéry/Robben machte die Sache dann wasserdicht: Zweiter Treffer für Arjen Robben, der die Nerven behielt und an zwei Wolfsburger Abwehrspielern und deren Torhüter vorbei, den Ball in Ruhe einschob. Weltklasse! Zum guten Schluss hatte dann Mario Goméz noch zwei hochkarätige Möglichkeiten, die er allerdings etwas kläglich vergab - sei's drum, Goméz gehörte gestern wieder Mal zu den Besseren.


Bei aller Begeisterung über den tollen Einstand von Arjen Robben, dem gelungenen Comeback von Franck Ribéry und dem auch in dieser Höhe verdienten ersten Saisonsieg: Auch die Baustelle der Bayern wurde gestern wieder deutlich sichtbar. Im Defensivverhalten stimmt es nicht, in der Abwehr fehlt uns noch Qualität. Wenn es stimmt, dass am Montag Rafinha von Schalke bei Bayern unterschreibt (angeblich für 10 Millionen), dann kann das kein Fehler sein. Ja, Rafinha ist ein schwieriger Charakter, aber damit kommt Louis van Gaal klar. So einen Giftzwerg wie Rafinha braucht man momentan im Abwehrverbund der Bayern.
Jetzt heißt es mit dem gleichen Engagement in Dortmund nachlegen und sich wieder zurück an die Spitze der Tabelle kämpfen! Das war großes Kino gestern - für Übermut ist es allerdings noch etwas zu früh.


Was für ein Wochenende:
In Liga 3 haben endlich auch Schollis Bayern gewonnen. 3:1 gegen Wuppertal - Glückwunsch!

Gestern in der BayArena

Bayer Leverkusen vs VfL Bochum (2:1)
Erst wollte ich mich dankbar zeigen bei Herrn Wolfgang Holzhäuser für die Gratis-Karte zum gestrigen zweiten Heimspiel der Werkself gegen den VfL Bochum. Aber nach 90 Minuten wusste ich, dass war eher eine Bestrafung der besonderen Art.

Vor dem Spiel fühlte ich mich noch ganz wohl in der Umgriffebene vor Block B. Jede Menge Counter für Speisen und Getränke, überall reichlich Platz um zügig an Bier und Wurst zu kommen. Zum Bezahlen braucht man in Leverkusen entweder eine ArenaCard, die es gegen ein Pfand von 5 Euro aufzuladen gilt, oder man nutzt die CashCard-Funktion der eigenen EC-Karte, so diese denn eine hat. Ich zog Letzteres vor und staunte nicht schlecht, als der übellaunige Herr an einem dieser Counter mir erzählte das ginge nicht. Auch seine Kollegin wusste nichts davon, dass man die EC-Karte ebenso mit Guthaben aufladen kann. An Counter Zwei war das dann gar kein Problem - und so ging ich nochmal zurück und klärte die beiden Mitarbeiter auf. Man bedankte sich artig bei mir, für die Beseitigung des Informationsdefizits. Gern geschehen.

Zum Spiel:
Ach lassen wir das. Bayer glänzte im Auslassen bester Torchancen - gewann aber letztlich verdient, und Stefan Kießling traf zwar, aber zeigte auch warum man ihn immernoch als Chancentod einstufen darf, stimmt's Herr Löw?
Meine Sympathien galten natürlich den Bochumern, dessen Anhang eindeutig die bessere Stimmung in der BayArena verbreitete.
Mein Sitzplatz befand sich unter lauter Leichen - anders kann ich diese Menschen nicht bezeichnen. Mit Trikots und Schals ausgerüstet, saßen sie da - überall um mich herum- und machten .... NICHTS.
Keine Emotion, sieht man mal von dem Aufstehen und Klatschen nach Toren ab. Kein Geschrei, kein Schimpfen, kein Raunen - gar nichts! Auf einem Friedhof wäre durch die Gießkannen-Omis mehr Leben in der Bude gewesen, als in meinem Block und dem dazugehörigen Oberrang.
Ich verfolge Leverkusener Spiele nun schon seit der Aufstiegssaison im Jahre 1979. Früher war ich bei nahezu jedem Heimspiel, da ich Bundesliga-Fußball sehen wollte und die Eintrittskarte noch 5 Mark kostete. Wenn ich nicht gerade die Bayern begleitete, ging es also ins Haberland-Stadion. Mit dem schwachbrüstigen Anhang Bayer 04's bin ich also bestens vertraut. Nun dachte ich doch ernsthaft, es hätte sich in Leverkusen vielleicht etwas verändert. Mehr Fans, neues Stadion, mehr Stimmung. Nix da. Rein gar nichts. Selbst in München (da sieht's ja auch oft mau aus) ist weit mehr los als in der BayArena. Mit Fußball hat das jedenfalls nichts zu tun.
Um mich herum Junge wie Alte, den Unterschied bemerkte man aber wirklich nur an der Optik. Männer, die wie stumme Fische auf den Platz glotzten, begleitet von ihren aus verblendetem Lokalpatriotismus anwesenden Frauen. In Leverkusen kauft man sich einen Schal und eine Dauerkarte, kann aber die elf Protagonisten des eigenen Teams auf dem Platz nicht benennen - so ist das hier.
Natürlich gibt es auch echte Fans in LEV - Menschen, die mit Herz und Seele diesen Verein unterstützen und lieben. Aber die breite Masse geht hier eher aus Langeweile ins Stadion.

Halbzeitpause - ich versuche meinen Block zu verlassen. Dass das Ganze mich fast 10 Minuten kostet liegt daran, dass diese Leute ihr Flohmarkt-Schlendern anwenden, statt einfach raus zu gehen. Ich versuche auf die Toilette zu gelangen - unfassbar! So lange habe ich noch nie weder vor noch in einer Stadiontoilette verbracht. Eine Tür, durch die sich volle wie leere Blasen quetschen mussten. Vielleicht drei Meter Pissrinne - drei abschließbare Toiletten, zwei Waschbecken - das wars! Unglaublich - und für ein Stadion unzumutbar! Endlich fertig, beschließe ich für Halbzeit Zwei noch ein Bier mitzunehmen. Erneut Wartezeit ohne Ende am Getränke-Counter. Warum das so lange dauert, ist leicht erklärt: Die Bezahlkarten muss man in ein Gerät einführen, die Bezahlsumme auf der Digitalanzeige abwarten, auf einen Knopf drücken um die Summe zu bestätigen, die Bestätigung dieser Transaktion abwarten und dann seine Karte wieder entnehmen. Dieses Prozedere dauert einfach zu lange.
Apropos Toilette: Wer im Gästblock auf dem Oberrang weiblich ist und auf Toilette muss, der darf vier Stockwerke nach unten laufen und nach erledigtem Geschäft diese auch wieder nach oben klettern. Es gibt schlicht keine Damentoiletten dort.

Wieder zurück auf meinem Sitzplatz lief das Spiel natürlich längst. Es folgten die wohl schlimmsten 45 Minuten in einem Stadion, die ich bislang erlebt habe. Totentanz! Nix los. Gar nichts. Rein übehaupt nichts! Das Spiel war durchaus ansprechend, der Spielstand spannend, die Stimmung hingegen wie in einem Theater ... pssssssst! Bloß nicht laut sein! Keine Kommentare, keine Diskussionen - weder vor, hinter oder neben mir. Nix! Es war grausig.
Die Zuschauerzahl, die mit 27.000 durchgegeben wurde, brachte mich dann doch zum Lachen. Da hat man die Zahl der Anwesenden wohl ein wenig nach oben geschraubt - niemals waren das 27000 Menschen. Die Tribüne mir gegenüber war großflächig leer - auch im Oberrang. In Gladbach macht man das im Übrigen geschickter: Man korrigiert die Zuschauerzahl nach unten - das spart Steuern. Ungewohnt war auch, dass ich nur ein Mal ein Zwischenergebnis von den anderen Plätzen sah (Dortmund war's) - das muss versehentlich eingeblendet worden sein. Nix - gar nichts - keine Info aus den anderen Stadien. Gut, früher (hach, ich liebe das!) hat es diesen Service auch nicht gegeben. Da musste man artig auf die Durchsage des Stadionsprechers in der Halbzeit warten. Irritierend ist allerdings, dass man durch ein Geräusch (war es ein Klopfen?) regelmäßig die Aufmerksamkeit auf die Anzeigetafeln lenkt, um dann dort die Restspielzeit zu verkünden. Noch 50 Minuten - noch 30 Minuten - noch 5 Minuten. Hä?
Übrigens hieß es noch vor Wochen, die BayArena sei das einzige Stadion in der Bundesliga, in dem man durch die untere Umgriffebene um das Stadion herumgehen kann - so wie in Wembley damals. Das geht allerdings nicht, da man immer mal wieder durch ein verschlossenes Stahltor und Zäune gebremst wird, was dazu führt, dass man die angepriesene "Piazza" gar nicht besuchen kann. Die "Piazza" ist eine breitflächige Umgriffebene, auf der man sich verköstigen kann und auch nach dem Spiel Fernsehbeiträge verfolgen hätte sollen - nur wusste niemand von dem von mir befragten Personal wo diese "Piazza" ist. Später erfuhr ich dann, dass es auch keine Fernseher dort gibt. Aha.

Beim Schlusspfiff stehen die Lautlosen plötzlich auf und klatschen im Stakkato-Takt. Ich fass es nicht. Ich bin nun wirklich gern in Stadien, die BayArena ist für mich zu Fuß in 10 Minuten zu erreichen - und da das Stadion vielleicht drei Mal im Jahr ausverkauft sein wird, könnte ich mir wirklich regelmäßig BuLi-Fußball gönnen. Aber nicht dort. Nee, ohne mich. Das ist witzlos. Da ist ja auf meinem Sofa zuhause mehr los.


Korrektur:

Die "Piazza" ist während des Spiels zugänglich - die Tore werden unmittelbar nach Spielende geschlossen. Fernseher gibt es mittlerweile dort auch - Sorry, Irrtum von mir.

Freitag, 28. August 2009

Arjen Robben - die Lösung aller Probleme?

Ein Teil von mir sagt "Jawoll!" - mit Arjen Robben endlich wieder einer, den man in die Kategorie Top-Spieler in Europa - ja sogar weltweit - einordnen darf. Der andere Teil von mir fragt sich allerdings welche Baustelle damit behoben ist?

Die Flügelzange, links Ribéry - rechts Robben, ist sicherlich eine Variante mit Vorteilen. Erstens spielt Ribéry lieber links statt die Zehn, dann haben wir keinen adäquaten Zehner im Team (auch Ribéry wäre nur ein Versuch) - und man hat nun mit Robben einen für die rechte Seite, die ja in Sachen spielerische Klasse so ziemlich verwaist war. Alles konzentrierte sich auf den Franzosen links - was uns in der letzten Saison sehr ausrechenbar machte.
Zudem kann Louis van Gaal so sein geliebtes 4-3-3 umsetzen. Nun haben wir also auf beiden Seiten zwei extrem gefährliche, technisch starke Mittelfeldspieler. Offensiv ist das wirklich Spitzenklasse. Voraussetzung dafür ist es allerdings, dass sich die Verletzungsanfälligkeit beider Spieler in Grenzen hält.

Das große Manko, die Defensive, besteht aber noch. Wir haben keinen Top-Mann auf der rechten Außenposition - Lahm überzeugt mich auf rechts überhaupt nicht - und ist mit Ribéry auf der linken Seite deutlich wertvoller. Das ist die Lücke, die es noch zu stopfen gilt.
Der FCB, in persona Nerlinger, sieht dafür keinen Bedarf - ich halte ich das für unsere größte Schwachstelle. Gibt es eigentlich noch adäquate Verteidiger der Kategorie Bosingwa, die man bis zum 31-sten August verpflichten könnte? Will man in der Champions League was reißen, dann sollte man vielleicht doch noch einen Srna holen - besser als keinen. Und eine Frage ist auch noch offen, was spielt Ivica Olić - dem Mann, der von allen Neuzugängen den besten Eindruck gemacht hat?

Sichtweise

Bayer 04 Leverkusen reagiert auf Beschwerden einiger Fans, die erste Sitzreihe im Oberrang böte eine eingeschränkte Sicht auf das Spielfeld.
Nun, das ist ja löblich - wenngleich ich mich frage, warum sich niemand von den Verantwortlichkeiten mal dort probeweise vorab hingesetzt hat, so wie ich das getan habe.

Jetzt drei Punkte - hoffentlich!

"Hoffentlich" war das immer wieder bemühte Wort, bei der Antwort auf die Frage wie es denn nun ausgehen wird zwischen Meister Wolfsburg und den Bayern am Samstag. Ivica Olić und Bastian Schweinsteiger waren vor die Mikrofone getreten nach dem Paulaner-Jubiläumsspiel der Bayern bei Union Berlin. Olić antwortete gar nicht mehr auf Thomas Helmers Fragen, sondern wiederholte seinen Wunsch "hoffentlich gegen Wolfsburg drei Punkte einzufahren" wie ein Stoßgebet. Das lässt in ungefähr erahnen, wie es um den Gemütszustand der Bayern bestellt ist dieser Tage - und wie groß der Druck auf den Rekordmeister ist.

Die Probleme sind beim Gastgeber immernoch die gleichen: die Verletzten van Bommel und Demichelis, wie der Trainingsrückständler Luca Toni stehen noch nicht zur Verfügung. Formschwach derzeit: Altintop, Klose, Schweinsteiger. Die Problemkinder Tymoschtschuk, Braafheid, Sosa zeigen keine Anzeichen von Besserung. Torhüter Rensing wird mit Argusaugen beobachtet - steht somit wieder unter enormen Druck. Die Standards immernoch auf schlechtem Niveau, ein System das (noch) nicht greift und noch ein paar Systemvarianten, die noch einstudiert werden müssen und ebenfalls (noch) nicht greifen. Wird Ribéry jetzt den Zehner spielen? Spielt am Samstag bereits Neuzugang Arjen Robben - und wenn, dann über rechts und Ribéry auf links?
Jede Menge Baustellen also. Der FCB 2009/2010 kommt mir derzeit vor wie die Autobahn A1.

Gegner Wolfsburg hat es da schon einfacher. Eine eingespielte Mannschaft mit prima Technikern - der Saisoneinstand bislang standesgemäß. Ich muss zugeben, Wolfsburg ist am Samstag der Favorit.

Die Bayern müssen ein Zeichen setzen - nach dem verunglückten Saisonstart, dem schlechtesten seit 43 Jahren. So lange ist es noch nicht her, dass die nächsten Bayern-Gegner nach einer FCB-Niederlage das Grausen bekamen, weil sie wussten dass es nun vermutlich eine Bestrafung der besonderen Art geben würde. In der letzten Saison unter Klinsmann kamen wir jedoch nicht zu diesem Vergnügen. Allerdings lässt das Wort "hoffentlich", das gestern häufig gebraucht wurde, durchaus Zweifel zu, ob die "Mia san mia-Mentalität" an die Säbener Straße zurückgekehrt ist. Selbstsicherheit hört sich jedenfalls anders an.

Mein Tipp: 3:1


Donnerstag, 27. August 2009

Auslosung Champions League - Die "Bayern-Gruppe" (A)

Gruppe A

Bayern München
Juventus Turin
Girondins Bordeaux
Maccabi Haifa

Die anderen Gruppen:

Gruppe B
Manchester United
ZSKA Moskau
Besiktas Istanbul
VfL Wolfsburg

Gruppe C
AC Milan
Real Madrid
Olympique Marseille
FC Zürich

Gruppe D
Chelsea FC
FC Porto
Athlético Madrid
Apoel Nikosia

Grupppe E
Liverpool FC
Olympique Lyon
AC Florenz
Debrecen

Gruppe F
Barcelona CF
Inter Milan
Dynamo Kiew
FC Rubin Kazan

Gruppe G
FC Sevilla
Rangers FC
VfB Stuttgart
Unirea Urziceni

Gruppe H
Arsenal London
AZ Alkmaar
Olympiakos Piräus
Standard Lüttich

Die ersten Gruppenspiele finden am 15./16. September statt.

Arjen Robben am Samstag gegen Wolfsburg?

Die tz erfuhr nun den Grund: Weil die Bayern Arjen Robben verpflichten wollen! Nach tz-Informationen ist der Rekordmeister in seinem Werben schon weit fortgeschritten: Der Wechsel des Holländers von Real Madrid nach München soll kurz vor dem Abschluss stehen!

Bayern will Robben statt van der Vaart!

Wie die tz aus dem Umfeld von Real erfuhr, wollen die Bayern und Real den Transfer heute in trockene Tücher bringen. Nur noch Details seien zu klären.

Robben soll noch in dieser Woche vorgestellt werden, möglicherweise am Samstag gegen Wolfsburg schon auflaufen.



Update

Spaniens staatliches Fernsehen und mehrere spanische Zeitungen haben inzwischen den Wechsel bestätigt - der FCB indes noch nicht. Ablösesumme: 25 Millionen.

Heute - Champions League Auslosung Saison 2009/2010


Heute Abend um 18 Uhr findet in Monaco die Auslosung für die Gruppenphase der Champions League statt. Bayern München befindet sich im Topf 1.

Aus Topf 2 könnte Bayern auf Gegner wie Real Madrid, Inter Mailand (neuer Klub von Lucio) , AZ Alkmaar (Ex-Klub von Bayern-Coach van Gaal) oder Juventus Turin (Hasan Salihamidžić) treffen. In Topf 3 lauern Teams wie die Glasgow Rangers oder Ribérys Ex-Klub Olympique Marseille. Topf 4 kann mit Kontrahenten wie Besiktas Istanbul, Girondins Bordeaux oder Standard Lüttich (ehemaliger Verein von Daniel van Buyten) aufwarten.

Mittwoch, 26. August 2009

"10"


Ich werde die Position des Zehners ausprobieren und sehen, wie es funktioniert. Ich vertraue erst mal der Erfahrung unseres Trainers, der mich dort sieht. Falls das klappt, komme ich meinem großen Traum des Weltfußballers vielleicht ein Stück näher.“ Und weiter: „Natürlich kannst du dich auf der zentralen Position mehr abheben. Ich habe dort die Chance, mehr Tore zu schießen, und stehe als Spielmacher überhaupt mehr im Blickpunkt.

(Franck Ribéry in der neuen Sport Bild)

Dienstag, 25. August 2009

Herumdoktern?

Franz "Bulle" Roth hält nichts vom "Herumdoktern" am aktuellen Bayern-Kader (Interview vom 24.08.2009 in der tz) - und gibt sich auch sonst recht unaufgeregt hinsichtlich des schlechten Saisonstarts des FCB.

Die Transferphase dauert noch bis zum 31. August. Der kroatische Rechtsverteidiger Darijo Srna ist für 20 Mio. zu haben, wäre aber in der CL noch nicht spielberechtigt. Wesley Sneijder will laut Sportweek bei Real Madrid bleiben. Tottenham Hotspur ist angeblich an einer Verpflichtung von Christian Lell interessiert.


Sonntag, 23. August 2009

Luca fehlt!


Es kam so, wie es nach solchen Spielen immer kommt (Mainz bleibt Mainz): Der Außenseiter darf feiern, so als wäre man gerade überraschend Meister geworden - der gestrauchelte Favorit hat alles falsch gemacht.

Warum änderte van Gaal die Taktik, warum ließ er Ribéry zuhause trainieren, warum spielte Klose - und warum spielte Klose auch noch auf der Zehner-Position, warum hat man Lucio und Zé Roberto verkauft, warum hat man keinen Top-Rechtsverteidiger geholt - und warum spricht die Mannschaft eigentlich kein holländisch, warum sitzt der Hoeneß auf der Tribüne, warum sieht die Allianz-Arena eigentlich aus wie ein überdimensionales Schlauchboot - und wer trägt für all das die Schuld?

Okay, Schluss mit der Ironie. Natürlich habe ich mich über die miserable erste Hälfte und auch das Schlussergebnis gestern enorm geärgert - aber mal ganz ruhig mit den jungen Pferden: Weder glaube ich an ein "Ende der Bayern-Dominanz", noch glaube ich dass wir am Ende der Saison im Sumpf der Mittelmäßigkeit feststecken.
Es fehlen zur Zeit Demichelis, Toni, van Bommel, Ribéry - es fehlt ein adäquater Zehner und wohl auch ein erfahrener Rechtsverteidiger (aber die kann man sich auch nicht backen). Louis van Gaal weiß, dass er Zeit benötigt - kommuniziert hat er das mehrfach. Geht es nach mir, bekommt er sie auch.

Interessant finde ich allerdings, dass niemand über Luca Toni spricht. Der Mann hatte eine Top-Quote als Scorer und Torjäger in den letzten zwei Jahren - und niemand scheint ihn zu vermissen. Für mich unverständlich, da weder Klose noch Goméz derzeit ihrem Status gerecht werden können.
Von der Mannschaft erwarte ich jetzt eine Reaktion als Entschuldigung für das Auftreten in Mainz - gegen den Meister Wolfsburg am kommenden Wochenende. Ja, das ist eine Herausforderung - aber liebe Herren der Bayern-Mannschaft - tut Euch selbst den Gefallen und zeigt gegen Wolfsburg endlich Eier!

Freitag, 21. August 2009

Presse, Fresse!

Wie oft hab' ich mir das in den letzten Jahren wieder und wieder gedacht. Es ist das große Mißverständnis bei deutschen Sportjournalisten und deren Arbeitgebern, dass ein Artikel nicht zwangsläufig ein guter Artikel ist, nur weil er nebensächliche Details, versteckte Seitenhiebe, oder irrwitzige Spekulationen beinhaltet und mit einer Überschrift wie ein übelschmeckendes knallfarbenes Bonbon betitelt ist. Mit qualitativ anspruchsvoller journalistischer Arbeit hat das jedenfalls nichts zu tun - weder in den Zeitungsredaktionen, noch im Fernsehen (siehe DSF).

Wir Bayern-Fans kennen das in erster Linie aus der größten deutschen Boulevard-Zeitung und den Münchner Klatschblättern zu genüge. Aber auch in Köln hat der dort ansässige FC samt Anhang damit so seine Erfahrung. Der Express, der gerade noch dazu taugt feuchte Schuhe von innen zu trocknen, macht zu jedem und allem rund um den Domstadt-Klub eine Schlagzeile oder eine höchst alberne Bilder-Story. Für den Klub war das in der Vergangenheit mit schöner Regelmäßigkeit auch Ballast, den man abzuwerfen nie Willens oder in der Lage war.

Nun hat sich einer, Faryd Mondragon - der Torhüter des 1. FC Köln, in einer Pressekonferenz eingehender mit dem ganzen Schmonz beschäftigt und klare Worte gefunden. Endlich!, möchte man ausrufen und dem Kölner Schlussmann jovial die Schulter klopfen. Dumm ist nur, dass bei aller Zustimmung genau diejenigen Fans am Wochenende wieder den Express wegen des Sportteils kaufen, die Herrn Mondragon jetzt zu seiner Kritik beglückwünschen. Wie wichtig der wöchentliche Schund für den Klub selbst ist, kann man leicht erahnen - besser "bunte" Schlagzeilen als gar keine. Ich jedoch würde Journalismus mit Stil und Qualität vorziehen. Aber ich lese ja auch keinen Express.

Blogeinträge zum Thema bei KidKlappergass (inkl. Youtube-Video der besagten Pressekonferenz), Effzeh und Südtribüne.

Mittwoch, 19. August 2009

Mainz bleibt Mainz

Der Unterschied zwischen dem Karneval entlang des Rheins und des Fasching in Bayerns Landeshauptstadt könnte unterschiedlicher nicht sein. Während in den rheinischen Karnevalshochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf sechs Tage lang die - durchaus berechtigt so genannte - "fünfte" Jahreszeit gefeiert wird, beschränkt sich das allseits bekannte karnevalistische Treiben Münchens auf den Höhepunkt am Faschingsdienstag, den Tanz der Marktweiber am Viktualienmarkt. Natürlich gibt es auch Umzüge, Bälle und Karnevalsfeiern in München - aber seien wir ehrlich, mehr als die bloße Erwähnung ist es auch nicht wert näher darauf einzugehen.


Im Fußball verkehrt sich die Bedeutung Münchens im Vergleich mit den genannten rheinischen Städten. Hier spielt sich alles in München ab - und das jeden Tag. In München, beim FC Bayern, ist alles eine Schlagzeile, ein Thema, Stoff aus dem das Sporttheater besteht. Die mediale Aufmerksamkeit der gesamten Republik ist den Bayern sicher - in Köln, Mainz und Düsseldorf hingegen beschränkt sich das mediale Interesse in erster Linie auf das Lokalkolorit.

Am Samstag treffen nun der FC Bayern und der selbst ernannte "Karnevalsverein" FSV Mainz 05 aufeinander. Der Rekordmeister und Gigant (Bayern) gegen den Aufsteiger und Underdog (Mainz) - der Stoff aus dem Fußballgeschichte geschrieben werden kann, wenn - ja wenn - der Kleine dem Großen ein Bein stellt.
Geschieht das nicht, bleibt alles business as usual, war ja klar, keine Überraschung, keine Fußballsensation. Die undankbare Rolle dabei hat immer der Favorit. Niemand klopft den Bayern auf die Schulter, wenn sie Mainz schlagen. Pflichtsieg, heißt es dann. Aber auch Mainz muss erst besiegt werden - und das ist im Profifußball keine Selbstverständlichkeit mehr. Die aufgepumpte Atmosphäre auswärts und eine Mannschaft, der niemand den Kopf abreisst wenn sie sich nur noch hinten reinstellt und auf Konter lauert - das ist das Plus des David, wenn es gegen Goliath geht.

Beide Klubs, Bayern wie Mainz, sind mit zwei Unentschieden in die Saison gestartet - bei Mainz eher als gelungen zu bewerten, als bei den Bayern. Die Republik lauert auf eine Niederlage, denn ein Stolpern des Meisterschaftsfavoriten Nummer Eins gleich zu Beginn, stellt das Normale auf den Kopf. Die Presse wittert ihre Chance auf schlagzeilenträchtige Wochen - über allem schwebt noch unsichtbar das Wort "Krise".
Diesem Druck hält der FCB nun schon seit Jahrzehnten stand - mal besser, mal weniger gut. Die Klinsmann'sche Saison bot ein Übermaß an Streitthemen und Diskussionsstoff, mit Fußballdozent van Gaal sollte etwas Ruhe an die Säbener einkehren. Gewinnen die Bayern am Samstag kann es ein solch ruhiger Saisonstart werden - bei Punktverlust stürzt sich die hungrige Meute der Sportjournalisten auf jeden Happen, der ihnen freiwillig oder unfreiwillig vorgesetzt wird - zentrales Thema, weil Bayerns wunder Punkt, ist der Top-Spieler Franck Ribéry. Passt Ribéry in die Rolle des von van Gaal favorisierten "Zehners"? Will er überhaupt anders als auf links? Greift die Rauten-Taktik der Bayern - oder scheitert sie ausgerechnet an Ribéry?

Egal wie das Spiel ausgehen wird, die Konstanten stehen jetzt schon: Bei einem Sieg der Bayern langweilt sich Fußballdeutschland, in Mainz werden sie Punkt oder Punkte wie Karneval feiern - und wenn es so kommen sollte, dann gibt es auch in München mächtig viel Fasching an der Säbener Straße.

Mein Tipp: Mainz 1 Bayern 3

Montag, 17. August 2009

Bayern braucht noch Zeit

Ja, der Start ist durchwachsen - und ja, Vieles greift (noch) nicht. Lahm auf rechts greift nicht, Schweinsteiger greift nicht, Sosa greift nicht, der Super-Sturm greift auch noch nicht. Nun hatte ich in Berlin wenigstens die Gelegenheit die Konferenz-Schalte bei Sky zu sehen, um mir ein kleines Urteil über die derzeitige Verfassung der Bayern zu machen. 75 oder 80 Prozent Ballbesitz ist schön und gut, aber hilft uns auch nicht weiter, wenn nicht mehr als ein Unentschieden dabei herauskommt. Dass Werder in der Allianz-Arena auftrat wie Bielefeld zu seinen schlimmsten Zeiten ist ebenfalls kein Trost. Eine solche Überlegenheit muss sich auch im Ergebnis widerspiegeln.

Dennoch kann man nur zur Ruhe mahnen - es sind gerade mal zwei Spiele gespielt. Viele neue Spieler, ein neuer Trainer, ein neues System. Zwei Punkte zum Saisonbeginn gegen zwei Mannschaften, die man sicherlich nicht als Kanonenfutter bezeichnen kann. Gut Ding will Weile haben - und Louis van Gaal hat es bereits bei seiner ersten Pressekonferenz gesagt: Wir brauchen Zeit!
Die Tabelle kann ich derzeit ohnehin noch nicht ernstnehmen. Jetzt geht's nach Mainz und dann kommt der Meister - erst danach kann man die Keule auspacken.

Donnerstag, 13. August 2009

Der nächste Knaller

Für mich jedenfalls. Denn Werder Bremen zählt für mich trotz des schwachen Starts zu den Top-Mannschaften der Liga. Nach dem Auftakt der Bayern in Hoffenheim nun also Werder zuhause. Nachteilig kann sich auswirken, dass wir auf Mark van Bommel verzichten müssen. Tymo ist noch nicht so ganz angekommen im Bayernland, hat nun aber durch das verletzungsbedingte Fehlen van Bommels die Chance seinen Eindruck bei Louis van Gaal gerade zu rücken. Nimmt man die Länderspiele von gestern als Maßstab, dürfen wir uns auf Ribéry freuen. Der machte zumindest für 20 Minuten einen recht gut aufgelegten Eindruck beim Spiel Frankreichs gegen die Faröer. Ebenso Schweinsteiger und Goméz beim Spiel der Deutschen - auch Miro Klose scheint wieder fit genug zu sein, wenngleich seine Chancenverwertung im Länderspiel nicht gerade optimal war.

Ich bin sicher, dass wir einen anderen FCB sehen als in der ersten Hälfte gegen Hoffenheim - aber man wird auch andere Bremer sehen. Es wird ein heißer Tanz am Samstag in der Allianz-Arena,
Wenn ich schreibe "wir", muss ich mich allerdings ausklammern. Ich werde vermutlich gar nichts sehen können, da ich ab Samstagnachmittag das Pearl Jam-Konzert in der Berliner Wuhlheide besuchen werde.

Mein Tipp: Bayern 2 Bremen 1

Dienstag, 11. August 2009

Podcast Blickpunkt Sport

Uli Hoeneß und sein "Gesprächspartner" vom Hoffenheim-Spiel. (Blickpunkt Sport vom Montag)

Generalprobe BayArena

Gestern war ich bei der Generalprobe für das erste Heimspiel Bayer Leverkusens gegen Hoffenheim am Samstag - es fand ein Testspiel der Bayer Amateure gegen den SV Schlebusch statt (siehe Artikel Stadionrundgang). Ziel war es mit über1.000 geladenen Zuschauern den Ernstfall zu simulieren, um zu sehen wo es noch klemmt.

Und es klemmt noch. Die sehr engen "Umgriffebenen", also der Raum hinter den Tribünen, erwiesen sich gerade vor den Getränke- und Speiseausgaben als extrem ungünstig. Es war kaum ein Durchkommen. Dann fielen die elektronischen Kassensysteme aus, so dass Speisen und Getränke letztlich kostenlos verteilt wurden. Zuvor hatte jeder Zuschauer eine Geldkarte mit einem 10-Euro-Guthaben bekommen, um an den Countern für ordentlich Betrieb zu sorgen. Zwei, von den Zuschauern unbemerkt gebliebene, Feueralarme sorgten für zusätzliche Hektik beim Personal - über den Grills waren die Rauchmelder nicht abgestellt worden. Auch Mülleimer fehlten allerorts, so dass Bierbecher und Pommesschalen teils auf den Mauerrändern abgestellt wurden. Hier fehlten auch Auffangnetze, die verhindern dass der Müll aus zwanzig Metern Höhe hinabfällt.

Auch dem Sicherheitspersonal der BaySecur fielen einige Mängel auf. Zum Beispiel lässt sich auf der Ost-Seite das Gitter des Treppenaufgangs problemlos überwinden, ohne dass man den offiziellen Weg durch die Eingänge nehmen muss. Ebenso können sich Zuschauer an den Eingängen vor den Drehkreuzen durch eine Lücke zwängen, und so bei ausreichend Betrieb unbemerkt an der Security vorbei ins Stadion gelangen.
Ein weiterer Feueralarm in einem der Ausgabecounter für Speisen, sorgte dann dafür dass das Rolltor automatisch schloss. Während die Mitarbeiter im Counter respektvoll Abstand hielten, mussten die Zuschauer auf der anderen Seite erst in aller Deutlichkeit gewarnt werden zurückzutreten. Ein solches Rolltor quetscht durch seine Kraft problemlos jegliche Gliedmaßen ab.

Der Blick im Stadion auf den kürzlich verlegten Rasen ist von jedem Ort aus hervorragend. Ist man unter 1.85 m Körpergröße kann man auf den Oberrängen direkt an der Mauer gemütlich zurückgelehnt allerdings nicht die Außenlinie erkennen und muss sich nach vorn beugen - die Mauer ist schlicht zu hoch. Ansonsten macht die neue BayArena einen guten Eindruck - vor allem die Dachkonstruktion ist ein Blickfang.

Was fehlte beim gestrigen Testlauf war die ausreichende Kommunikation zwischen Personal und Zuschauern - Missverständnisse und aufkeimender Unmut hätten mit ein paar Erklärungen sicherlich für mehr Verständnis gesorgt - immerhin war dies ja ein gewollter Testlauf unter Drucksituationen. Die DFL hat das Stadion erst am Freitag offiziell abgenommen und für den Spielbetrieb frei gegeben, dennoch bin ich der Meinung, dass gerade im Hinblick auf die Sicherheit der Zuschauer hier noch einige Mängel abgestellt werden müssen. Noch ist eine Woche Zeit, aber dann wird es am 15. August ernst in der BayArena Leverkusen.

Montag, 10. August 2009

Blickpunkt Sport um 20.15 Uhr

Heute Abend auf BR mit neuer Sendezeit:
Alles vom Bundesliga-Auftakt des FC Bayern München bei der TSG 1899 Hoffenheim
Studiogast: Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern München

11 Freunde meint...

Fernglas FCB schreibt: »Bayerns Sechser war dann auch in jeder weiteren Situation für Herrn Reif der ausgemachte Brutalinski des Spiels - wenn es noch Scheiterhaufen geben würde, Reif persönlich hätte ihn dort gestern Abend hingeführt. Tatsache war jedoch, dass der Schiedsrichter ganz im Gegensatz zu den üblichen Schiedsrichter-Bewertungen eines Mark van Bommel, den Niederländer bei seinen harten aber nicht unfairen Aktionen gewähren ließ - mit Recht! Fußball ist einerseits kein körperloses Spiel, und andererseits sind Angriffe, die dem Ball gelten und auch den Ball zuerst treffen, schlicht kein Foul.«

11FREUNDE meint: Jetzt mal ganz ehrlich liebe Leute: Im Park schaffen wir es nicht, mit Bierkästen zwei Tore zu markieren, die einen Unterschied von weniger als 2,37 Meter in der Breite haben, aber den Ball von Simunic haben wir schon vor der Wiederholung GANZ KLAR DRIN!!! gesehen? Also wirklich, bei so wenig Sachverstand können wir uns auch gleich einen Klub kaufen und in der Halbzeit bei Foul in unserem Strafraum Elfmeter für uns fordern. Wäre doch lächerlich. Macht doch keiner.

FernglasFCB meint: Wäre schön gewesen, wenn sich Herr Obst von 11 Freunde auch auf meine Aussage bezogen hätte - und nicht auf das Tor für Hoffenheim, welches nicht gegeben wurde. Denn auch ich habe diesen Ball als hinter der Linie bewertet. Danke für "so wenig Sachverstand", aber wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Guten Morgen, Herr Obst.

Update
11Freunde meinte das gar nicht so.

FernglasFCB meinte das auch nicht so

peep peep peep - wir haben uns alle lieb.

Achterbahn in Bochum - Torkamera - Der Populist im schlechten Anzug

Achterbahn in Bochum
Ich hatte gestern das Vergnügen mir das Spiel Bochum versus Mönchengladbach im Rewir-Power-Stadion (was für ein bescheuerter Name) anzusehen. Die erste Hälfte der Bochumer war so grottenschlecht (Gladbach war nicht mal sonderlich gut, nur sehr effektiv), dass die Ostkurve schon beim ersten Heimspiel "Wir ham die Schnauze voll" anstimmte. Was die Massen auf die Palme brachte, war ja nicht das miese Spiel, sondern fehlendes Engagement - und davon gab's zuhauf. 0:3 zur Halbzeit, und mein Kumpel (Bochum-Anhänger) faselte etwas von einem 4:3-Endstand, was wir natürlich belächelten.

Nach Wiederanpfiff dann eine hundertprozentige Chance für die Borussen und der Drops wäre vermutlich gelutscht gewesen, stattdessen folgten zwei Traumtore von dem Mann, den mein blau-weißer Begleiter gerne zur Pause ausgewechselt hätte: Azaouagh.
Dem Anschlusstreffer folgte ein Sturmlauf auf ein Tor mit zahlreichen Möglichkeiten zum Ausgleich. Der kam dann auch noch, nachdem die Borussen mittlerweile Dante durch eine rote Karte verloren hatten. Nach dem 3:3 folgten noch ein paar Hochkaräter für Bochum, die Heimeroth allerdings allesamt hervorragend abwehren konnten. Dann schalteten die Gastgeber und auch die Borussia wieder etwas runter - erst kurz vor Ende des Spiels entstanden nochmals zwei brandgefährliche Situationen hüben wie drüben. Das Bochumer Publikum hatte seinen VfL wieder lieb, und ich wurde mit einer legendären Aufholjagd bestens unterhalten.

Torkamera
Es ist natürlich dringlich, das Thema Torkamera! Immerhin hatte das Schiedsrichtergespann in Hoffenheim ein klares Tor des Gastgebers übersehen. Mit Torkamera wäre das nicht passiert. Wie oft haben wir in der Bundesliga eigentlich solche Situationen? Jeden Spieltag? Nein. Eigentlich kann ich mich nur an eine Situation in der letzten Spielzeit erinnern, bei der der Ball hinter der Linie war und das Tor nicht gegeben worden war (Bayern in Hamburg). Aha. Also die jetzt bevorteilten Bayern sind in Hamburg letzte Saison benachteiligt worden. Waren da sonst noch umstrittende Szenen dieser Art? Ich wüsste nicht.

Brauchen wir dafür tatsächlich jetzt die Torkamera, den Videobeweis oder den Chip im Ball? Oder laufen wir dadurch nicht Gefahr, dass nicht nur Bälle hinter Linien, sondern auch Abseitsentscheidungen und Fouls bzw. Nicht-Fouls plötzlich mit technischen Hilfsmitteln bewertet werden?
Die meisten Veränderungen im Fußball waren Verschlimmbesserungen, nicht wenige sind auch wieder aus dem Fußball verschwunden. Wir sollten gut überlegen, ob uns solche fundamentalen Eingriffe in den Sport tatsächlich mehr Vor- als Nachteile bringen. Der Fußball lebt von Diskussionen, von Tatsachenentscheidungen, von jenen Momenten also, die das Spiel so einzigartig machen - und der Fußball lebt auch von seiner Einfachheit. Bislang hat das alles über Jahrzehnte hervorragend funktioniert - und der Fußball hat von seiner Faszination nichts verloren. Wäre die Torkamera da tatsächlich ein Gewinn? Ich bezweifle das.

Der Populist im schlechten Anzug
Als ich das grinsende Gesicht Manni Breuckmanns beim DSF-Doppelpass sah, ahnte ich Schlimmes. Doch der Mann im schlechten Anzug hielt sich auffallend zurück, ja war sogar hier und da sympathisch unaufgeregt. Zwar hätte er zeitweise am liebsten das jeweilige Thema gekippt und sich lieber über die Anstosszeiten als über die 50+1-Regel unterhalten - aber sei's drum.
Doch zwanzig Minuten vor Ende der Sendung kam das zum Vorschein, was ich an ihm nicht leiden kann: Populistisches Geschwätz erster Güte. Unfassbar, was dieser Mann da abgesondert hat. Marc van Bommel sei auf Kirmesschläger-Niveau war da noch das harmloseste. Herr Breuckmann, verschonen sie uns von ihrem Gutmenschen-Gelaber - es ist nicht mehr zum aushalten. Ihr zur Schau getragener Populismus nervt und ist wirklich nicht mehr originell. Gehen sie in endlich in den medialen Ruhestand und schreiben sie Krimis.

Sonntag, 9. August 2009

Platte Inszenierung


Die Saison 2009/2010 startete für mich gestern mit dem Spiel der Bayern in Hoffenheim. Viel wurde im Vorfeld der Saison über Sky versus T-Home geredet und geschrieben - das deutlichste Argument gegen ein Abonnement von Sky ehemals Premiere lieferte der Sender dann gestern selbst. Es war ja nicht mehr zum Aushalten!

So viel gequirlte Kacke wie da gestern in die Mikrofone abgesondert wurde, habe ich selten hören müssen. Fußball-Professor Marcel Reif hatte sich - wie es so seine Art ist - bereits innerhalb der ersten Viertelstunde festgelegt: Betrug! Nur darf er Betrug natürlich nicht laut sagen, und so wurde er dann auch nicht müde, gebetsmühlenartig die Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns wieder und wieder zu erwähnen. Ja, natürlich war der Ball von Simunic hinter der Linie, nur hat weder Hauptschiedsrichter Rafati, noch der Linienrichter dies so gesehen. Doch die künstliche Aufregung Reifs darüber und auch über die Spielweise des Mark van Bommel, nervte zusehends. Reif erfand dann auch noch den Begriff der "fast-Tätlichkeit" für van Bommels Rempler im eigenen Strafraum. Eine "fast-Tätlichkeit" ist keine und ein "geschenktes Gegentor" ist schlicht Unsinn.
Bayerns Sechser war dann auch in jeder weiteren Situation für Herrn Reif der ausgemachte Brutalinski des Spiels - wenn es noch Scheiterhaufen geben würde, Reif persönlich hätte ihn dort gestern Abend hingeführt. Tatsache war jedoch, dass der Schiedsrichter ganz im Gegensatz zu den üblichen Schiedsrichter-Bewertungen eines Mark van Bommels, den Niederländer bei seinen harten aber nicht unfairen Aktionen gewähren ließ - mit Recht! Fußball ist einerseits kein körperloses Spiel, und andererseits sind Angriffe, die dem Ball gelten und auch den Ball zuerst treffen, schlicht kein Foul. Gut, dass van Gaal nach dem Spiel hier die richtigen Worte fand.

Der prominenteste unter den deutschen Sportreportern inszenierte wieder mal in erster Linie sich selbst und vergaß dabei die Regelkunde. Die Krönung des abendlichen Geschwafels aber bot wieder einmal der Kaiser höchstpersönlich. Das Duett des Grauens (Sebastian Heitmann und Franz Beckenbauer) laberte auch den Härtesten unter den Fußball-Anhängern ins Delirium, was dann in der unsäglichen DfB-Pokal-Auslosung gipfelte, die ich mir bitte wieder zurück in die Sportschau wünsche. 40 Minuten hat der Spuk gedauert - was für eine platte Inszenierung - einfach unglaublich!

90 Minuten dauerte der erste Bundesliga-Auftritt des FC Bayern und der war durchwachsen. Die ersten zwanzig Minuten gehörten Hoffenheim, die Bayern schienen gar nicht auf dem Platz zu sein. Lange Bälle statt gepflegtes Kurzpassspiel, kein Attackieren des Gegners, statisch, langsam - das war richtig schlecht! Und es wurde auch im Laufe der ersten Hälfte nicht viel besser. Baumjohann stellte unter Beweis, dass er als "Zehner" definitiv nichts taugt, Altintop bemüht aber nicht wirklich gut (sieht man mal von seinem traumhaften Zuspiel auf Goméz ab). Die einzig gelungene Aktion in Halbzeit Eins führte dann auch zur Führung durch Olic. Vier Minuten vor dem Pausentee schlief dann die komplette Defensive - Badstuber viel zu weit aufgerückt, van Buyten nicht im Bilde, Lahm zu klein, Rensing chancenlos - 1:1.

Die zweite Hälfte wurde dann etwas besser - aber längst nicht so gut, wie es Uli Hoeneß von der Tribüne aus gesehen haben wollte. Die Bayern konditionell stärker, aber nicht wirklich zwingend, Torjäger Goméz hatte gestern nicht seinen besten Tag. Bester Spieler für mich war Kapitän Mark van Bommel, zumindest was Einsatz und Defensivverhalten anging. Altintop mit guten Szenen, aber alles in allem nicht so stark wie in den Testspielen - verlor recht häufig die Bälle an Gegenspieler. Bis auf den Aussetzer vor dem Ausgleich gefiel mir auch Holger Badstuber. Rensing weitgehend beschäftigungs- und absolut fehlerlos. Olic rannte und rannte, aber auch er strahlte kaum Gefahr aus. Bei allen anderen ist noch Sand im Getriebe. Erschreckend auch, die gewohnt schlechten Eckbälle der Bayern. Der Motor stottert noch gewaltig beim FC Bayern.

Zitat des Tages
Es ist nicht immer so einfach, weil man sich da oben auch mit dem einen oder anderen Zuschauer rumschlagen muss. Aber daran werde ich mich schon gewöhnen.“
(Uli Hoeneß)

Freitag, 7. August 2009

No Hope für Hoffenheim

... zumindest wenn es nach Ralf Rangnick geht, der mit der von ihm gewohnten Tiefstapelei kokettiert. Man sei bei 70 oder 80 Prozent, 100 Prozent aber bräuchte man gegen Bayern. Nun ja, auch die Bayern werden auch noch etwas Zeit brauchen, um bei 100 Prozent anzugelangen.

Hoffenheim hat einige verletzte Spieler zu beklagen: darunter Tagoe, Gustavo und Demba Ba. Die Bayern müssen auf Toni verzichten, der ohnehin nicht gesetzt sein dürfte, und auf Martin Demichelis - der hat sich mit einem Bänderriss im Sprunggelenk aus der Anfangsformation verabschiedet. Dafür wird Badstuber auflaufen. Miro Klose und José Ernesto Sosa sind noch fraglich - und Ribéry wird aufgrund seines Trainingsrückstands keine 90 Minuten eingesetzt werden.

Nach Studium der Testspiele könnte man eigentlich recht optimistisch auf den Saisonauftakt blicken, doch das Pokalspiel bei Neckarelz war ein Rückschritt. Man darf gespannt sein, wie sich Ribéry für die Dauer seines Einsatzes als Zehner schlagen wird. Viel erwarten darf man vom Franzosen vermutlich noch nicht. Entweder wird es ein verkrampfter und vorsichtiger Auftakt (und ein knappes Resultat), oder wir werden die van-Gaal-Bayern erleben, die jetzt ernst machen. Ich hoffe auf Letzteres.

Mein Tipp: Hoffenheim 1 Bayern 3

Dienstag, 4. August 2009

Champions League-Trikot 2009/2010

Quelle: FCB Shop


Das gefällt mir.

Zitat des Tages 090804

Vermutlich verrichtete Bono in den gut 90 Minuten regulärer Spielzeit mehr Laufarbeit als Kevin Kuranyi, der sonst in der Arena zu den Hauptdarstellern gehört. Und sollte sein FC Schalke 04 in der neuen Bundesliga-Saison nur einen Bruchteil der Spielfreude zeigen, die U2 am Montag demonstrierte: Fans der Königsblauen könnten sich auf ein kurzweiliges Jahr freuen.

(Frank Fligge, Der Westen)

Montag, 3. August 2009

Kein Kommentar

Ich habe nichts gesehen von der 1. Pokalrunde. Bayern ist weiter, mehr ist nicht wichtig. Scheiss drauf, wie gut oder wie schlecht wir waren. Von daher also: Keinen Kommentar.

Interessant ist, dass sich Louis van Gaal nun doch auf Michael "Christian" Rensing festgelegt hat. Mir recht, denn ich denke der Junge hat eine weitere Chance verdient.
Mark van Bommel als Kapitän und damit mit Stammplatzgarantie passt m. E. Ich kann mir keinen besseren vorstellen.

Jetzt noch 5 Tage, dann geht's endlich mit der Bundesliga und Gegner 1899 Hoffenheim wieder los. Fing schon an langweilig zu werden.

Samstag, 1. August 2009

Termine August 2009

2. August 2009 - DFB-Pokal, 1. Hauptrunde
SpVgg Neckarelz vs FCB
17.30 Uhr, Rhein-Neckar-Arena - Sinsheim

8. August 2009 - Bundesliga
TSG 1899 Hoffenheim vs FCB
18.30 Uhr

15. August 2009 Bundesliga
FCB vs SV Werder Bremen
15.30 Uhr

22. August 2009 Bundesliga
FSV Mainz 05 vs FCB
15.30 Uhr

26. August 2009 - Testspiel
1. FC Union Berlin vs FCB
18.30 Uhr (Live im DSF)

29. August 2009 Bundesliga
FCB vs VfL Wolfsburg
18.30 Uhr