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Dienstag, 24. März 2009

Bayern: We're in hunt for Aiden

REPUBLIC OF IRELAND boss Giovanni Trapattoni has sensationally confirmed that Bayern Munich are leading the £9million hunt for Celtic idol Aiden McGeady.

(schreibt die Scottish Sun)

Montag, 23. März 2009

Kurzmeldungen

Cristiano Ronaldo fears Bayern Munich over Liverpool in Champions League draw.

Sevilla And Bayern Munich Interested In Groningen Star Granqvist
The Swedish defender has impressed the scouts of several big teams this campaign...

Iniesta set to miss Bayern clash - Barcelona are predicting Iniesta will be out for a minimum of two weeks, making him a huge doubt for the first meeting with Bayern.

Sonntag, 22. März 2009

Soll im März erfüllt


Bayern hat das dritte Liga-Spiel in diesem Monat gewonnen. 9 Punkte, die gegen die Gegner Hannover, Bochum und Karlsruhe nicht nur nominell Pflicht, sondern auch zwingend erforderlich waren, um den Anschluss an die Spitze der Tabelle zu halten. Soll erfüllt - der Monat März war ein erfolgreicher.

Dass das gestrige Spiel gegen Karlsruhe wieder einmal die ein- oder andere Fahrlässigkeit offenbart hat, darüber kann man angesichts der momentanen Situation hinwegsehen. Hertha, Tabellenerster, hat Spiele wie das gestern in der Allianz-Arena in Serie geboten - und kein Hahn schreit danach. Drei Punkte gewonnen - wir hatten auch schon eine Vielzahl von Spielen, in denen der FCB auf ein Tor spielte, mit einer Fülle hochklassiger Torchancen, drei Punkte kamen trotzdem nicht dabei heraus. Was soll's also.

Im Hinblick auf die Champions League bestätigt die gestrige Leistung aber doch, dass es eben doch noch hier und da fehlt. Sei es die Chancenverwertung (Schweinsteiger), das regelmäßige Abtauchen von Herrn Podolski, Stockfehler von Demichelis, die Formschwankungen von van Bommel oder das pauschale Verstecken hinter Frank Ribéry.

Jetzt kommt es nach der Länderspielpause zum Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg. Und hier wird eine Duftmarke gesetzt, die nicht zu unterschätzen ist. Man kann davon ausgehen, dass Hertha das Heimspiel gegen Doofmund gewinnt - der Sieger des Verfolgerduells wird Jäger Nummer Eins!
Herthas Straucheln gegen Stuttgart war für mich keine Überraschung - und es wird nicht bei dieser Niederlage der Berliner bleiben. Der HSV hat in Schalke und danach gegen Hoffenheim zwei schwere, Richtungsweisende Spiele - und kann sich sogar schon aus dem Kampf um die Meisterschaft verabschieden. Hauptkonkurrent ist nun der VfL Wolfsburg, ergo muss alles dafür getan werden, in der Autostadt zu punkten! Die Frage ist, tut uns die Länderspielpause nun gut oder eben nicht?

Ich blende die Diskussion um eine eventuelle rote Karte für Franck Ribéry hier mal aus: Himmel, wir sind doch nicht im Mädcheninternat.

Freitag, 20. März 2009

Auslosung Champions League - Viertelfinale

Der Weg nach Rom (wenn er denn nach Rom führen sollte) geht nur über...

BARCELONA CF

FC Barcelona vs Bayern München 07./08.04.2009
Bayern München vs FC Barcelona 14./15.04.2009

die anderen Begegnungen:

Villarreal CF vs Arsenal FC
Manchester Utd vs FC Porto
Liverpool FC vs Chelsea FC

Halbfinalauslosung:

Man Utd/FC Porto vs Villarreal/Arsenal
FC Barcelona/Bayern München vs Liverpool FC/Chelsea FC


Das ist der ganz schwere Weg! Härter hätte es fast nicht kommen können - "fast", weil wir zumindest zunächst in Barcelona antreten müssen und das Rückspiel in München haben.
Und dennoch: die für mich beste Mannschaft ist der nächste Gegner -
und die zweitbeste hätten wir - im unwahrscheinlichen Falle eines Weiterkommens - dann im Halbfinale
(man beachte: zuerst Zuhause!).
Knüppelhart!

Martius

Am Samstag geht's zuhause gegen den KSC, den derzeit Tabellenletzten der Liga. Damit ist wohl auch alles gesagt: Drei Punkte sind Pflicht! Wenn der März so endet wie ich es erhofft hatte, sind wir wieder mitten drin im Meisterschaftskampf - und der Optimismus hat wieder zur Säbener Straße gefunden.
Der Monat März ist von den Römern nach dem Kriegsgott Mars benannt worden - "Martius". Vielleicht hat der FCB nun endgültig die Schlacht um die Schale wieder aufgenommen! Am Samstag um zwanzig nach Fünf sind wir schlauer.

Mein Tipp für Samstag: FCB 3 KSC 0



Heute um 12 Uhr findet in Nyon in der Schweiz die Champions-League-Auslosung für die Viertel-und Halbfinals statt!
Bitte nicht Liverpool oder Barca! Noch nicht...

Kochbuch 0, Bundesligaforen 1

Das Urteil OLG Hamburg

Donnerstag, 19. März 2009

Der Kapitän bleibt an Bord

... für ein weiteres Jahr! Das ist meiner Meinung nach eine großartige Meldung! Mark van Bommel identifiziert sich mit dem Klub, zeigt eine ansprechende Leistung und wächst immer mehr in die Rolle des Leaders (vielleicht kommt das "aggressive" ja auch wieder zurück).

Ebenso hat Martin Demichelis verlängert - 2 Jahre, bis zum 30.06.2012.

Mittwoch, 18. März 2009

Ins Schwarze getroffen

Der Aufschrei, das spontane Veto, bis hin zur Verunglimpfung des Bayern-Managers Uli Hoeneß nach dessen "Traum" vom bezahlbaren Fußball im Fernsehen, wurde in plakative Überschriften wie "Fußball-GEZ", "Zwangsabgabe" oder schlicht "Hoeneß-Zuschlag" gekleidet. Ohne jegliche Reflektion, ja nicht einmal unter zur Kenntnisnahme was Uli Hoeneß wirklich gesagt und sich gewünscht - und keineswegs etwa gefordert - hatte.

Dies ist exemplarisch für unsere Gesellschaft: erst einmal Schreien und protestieren, anschließend kann man sich ja immer noch ernsthaft damit auseinandersetzen - wenn's denn Not tut. Wir sind eben keine Gesellschaft mehr, in der Argumente gehört, nachgedacht und dann reagiert wird. Bei uns empört man sich lieber auf "Nachmittags-Talk"-Niveau.

Was Hoeneß in der Wirtschaftswoche geäußert hatte, war keinesfalls missverständlich. Nur hatten es die wirklich wenigsten gelesen, geschweige denn durchdacht.
Erschreckend hierbei: Selbst hochrangige Politiker und Sportfunktionäre, und natürlich jede Menge Journalisten, bliesen unverzüglich ins Horn des Aufschrei's!

Sie haben es noch immer nicht begriffen: Uli Hoeneß sagt Dinge, die man zunächst sacken lassen muss. Danach sollte man sich über die Feinheiten solcher Aussagen Gedanken machen, die Argumentation auf den Prüfstand stellen - um letztlich zu dem Schluss zu kommen, dass Herr Hoeneß da vermutlich voll ins Schwarze getroffen hat - oder noch treffen könnte. Beispiele dafür liefert seine Vitae zugenüge.


Gesetzt dem Fall - und so unrealistisch scheint dies nicht zu sein - wird der Bezahlsender Premiere sein defizitäres Geschäftsmodell nicht mehr allzu lange aufrecht erhalten können. Dies liegt einerseits an dem völlig überschätzen Standbein "Hollywood-Movies", und zum anderen an der Verpreisung der Fußball-Pakete.
Die Hollywood-Industrie ist nicht resistent gegen Krisen, und Kinofilme kommen mittlerweile in einem viel schnelleren Turnus in unsere Videotheken bzw. in den DVD-Verkauf. Damit ist das Konzept, Kinofilme zügig im Bezahlprogramm zu zeigen, ausgehebelt. Das Argument für den Sender ist der Fußball, dessen Übertragungsrechte man sich von Saison zu Saison für viel Geld erkämpfen muss. Mühsam kämpft Premiere um jeden Abonnenten - mühsam, weil man den Kunden einerseits Mietkosten für die Dekoder abknüpft, und andererseits die einzelnen Programm-Pakete sehr teuer anbietet. Man kann oder muss neben dem Bundesliga-Paket auch noch das Champions-League-Paket inklusive der DFB-Pokal-Übertragungen abonnieren. Insgesamt beläuft sich dann die Rechnung auf mindestens 40 Euro. Neben eventueller Kabel-Gebühr und fälliger GEZ-Gebühr, belaufen sich somit die monatlichen Kosten auf gut und gerne bis über 70 Euro.

Wenn Uli Hoeneß jetzt zu den 17 Euro GEZ-Gebühr einen Aufschlag von 2 bis 3 Euro für die öffentlich-rechtlichen Sender ins Gespräch bringt, kann ich mit weniger als einem Drittel des derzeitigen Preisniveaus gut leben. Und lassen wir die Champions League außen vor, lägen die Kosten immerhin bei weniger als 50 Prozent unter den momentanen Kosten bei einem Kabelanschluss.
Gründe dafür, gibt es meines Erachtens einleuchtende.

Und selbst wenn die Ausschüttung für den deutschen Fußball nicht in der Höhe anfallen sollte, wie von Hoeneß ins Spiel gebracht, wären 5 oder auch 6 Euro pro Haushalt immer noch tragfähig.
Die Struktur für den Einzug der Gelder steht bereits - und auch der Fußball ist Kulturgut, dessen mediale Erreichbarkeit wir ohnehin schon via GEZ finanzieren.
Diese von Herrn Hoeneß laut gedachte Alternative ist eine! Eine Alternative, die a) das Interesse am Fußballsport belebt; b) den deutschen Fußball international konkurrenzfähiger macht und c) für die breite Masse finanziell tragbar ist.

Montag, 16. März 2009

Klose fällt sechs bis acht Wochen aus

München (dpa) - Der FC Bayern München muss wesentlich länger als ursprünglich vermutet auf Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose verzichten. Der Angreifer falle sechs bis acht Wochen aus, sagte Manager Uli Hoeneß der «Süddeutschen Zeitung». Damit fehlt Klose dem Rekordmeister nicht nur in einer vorentscheidenden Phase des Bundesliga-Titelkampfes, sondern auch im Viertelfinale der Champions League. Klose hatte sich am Samstag beim 3:0 in Bochum am Sprunggelenk verletzt.

Samstag, 14. März 2009

Bester Mann: van Bommel

Die schlimme Botschaft zuerst, damit hätten wir dann auch das Negativste abgehakt, Miro Klose musste verletzt vom Platz - und es schaute ernst aus. Die endgültige Diagnose: Sprunggelenkverletzung, Operation notwendig - und mindestens 2 Wochen Pause! Ein überaus schmerzlicher Verlust.

Ich saß auf einem der Business-Seats mit wirklich glänzender Perspektive und es roch nach frisch gemähtem Grün. Überhaupt muss ich zugeben, dass ich mich in diesem schmucklosen Stadion immer recht wohlfühle. Bochum hat kein Operettenpublikum, hier schaut die ehrliche Arbeiterhaut Fußball. Der VIP-Bereich, in dem wir uns vor dem Spiel aufhielten, war dann auch nicht mehr als eine verqualmte, bierselige Kneipe mit gutem Essen. Mittendrin: Horst Hrubesch, wie er etwas verloren und einsam am Pils nippte. Das gratis servierte Fiege-Pils schmeckt allerdings erst nach dem siebten oder achten Glas, wenn man auch so nicht mehr allzu viel spürt.
Nach der Gänsehaut erzeugenden Bochum-Hymne "Tief im Westen" verstummten die über 30.000 Zuschauer anlässlich einer Gedenkminute für die Opfer des Amoklaufs in Baden-Württemberg. Was das mit Fußball zu tun hat? Nun, Fußballspiele der Profiligen sind gesellschaftliche Ereignisse, und die Gesellschaft drückt ihre Anteilnahme und Betroffenheit durch symbolisches Schweigen öffentlich aus - eine Geste des Respekts, eine Geste des Mitgefühls. Ich halte das angesichts eines der schlimmsten Amokläufe in der Geschichte unseres Landes für angemessen. Es ist für mich immer wieder beeindruckend, wenn ein randvolles Stadion plötzlich inne hält, jeder Laut erstirbt - für einen Moment der Einkehr und des Gedenkens.


Die taktische Marschroute war klar: Nicht ins offene Messer laufen und aus einer stabilen Deckung heraus die ein- oder andere Möglichkeit herausspielen. Richtig angreifen kann man dann ab Halbzeit Zwei.
Der VfL Bochum hatte im ganzen Spiel eine Torchance - Rensing machte sich breit und ließ den Schussversuch an der Brust abprallen. Danach lief das Spiel in Halbzeit Eins über weite Strecken unspektakulär und ausgeglichen. Dann plötzlich ein humpelnder Miro Klose. Er deutete sofort an, ausgewechselt zu werden. Bayern nur noch mit einem Stürmer - da Klinsmann für mich etwas überraschend Sosa einwechselte. In der 32. Minute dann ein beherzter Schuss von Zé Roberto, der Ball schlägt ein zum 1:0. Meine Bedenken gegenüber dem eingewechselten Sosa wurden allerdings schnell zerstreut - denn der Südamerikaner machte eines seiner besten Spiele für den FCB. Dann ging es in die Halbzeitpause - völlig überflüssig und deplatziert die Tanzeinlagen einer Cheerleader-Gruppe auf dem Rasen. Gute Stimmung hingegen im Bayern-Block.

Nach der Pause dann mehr Druck von Seiten der Bayern - wie es zu erwarten war. Der VfL wurde in die Defensive gedrängt und die Bayern kamen zu mehr und mehr Tormöglichkeiten. In der 48. Minute foult dann der Bochumer Pfertzel Sosa als letzter Mann und sah folgerichtig Rot. Allerdings verlegte der Schiedsrichter den Tatort in den Strafraum - eine Fehlentscheidung! Podolski kann den Elfmeter nicht nutzen. Ausgleichende Gerechtigkeit. In der 60. Minute ist es Lahm, der die Entscheidung herbeiführt und zum 2:0 einschießt. Demichelis setzt mit dem 3:0 in der 90. Minute noch einen drauf.
Verdienter Sieg und eine durchaus ansprechenden Leistung der Bayern. Der für mich beste Mann auf dem Platz war - neben Sosa und Zé - Mark van Bommel. Bezeichnend, dass er selbst beim Stande von 3:0 in der 90. Minute noch wild gestikulierte und Kommandos über den Platz rief. Genau so stelle ich mir einen Kapitän vor. Etwas blass blieb wieder mal Sebastian Schweinsteiger, den ich schon in der Halbzeitpause aus dem Spiel genommen hätte. Etwas glücklos aber mit Engagement war der Auftritt von Podolski., Christian Lell hingegen kommt über die Rolle des Ball-Weiterleiters nicht mehr hinaus - weder kann er Flanken schlagen, noch ist er ohne Hilfe in der Lage mit dem Ball wirklich etwas anzufangen. Mit diesen offensichtlich begrenzten Möglichkeiten, hat er auf Dauer im Team nichts zu suchen.

Die Bayern sind wieder in der Spur, und die Hertha aus Berlin wird in den nächsten Wochen den heißen Atem der Bayern spüren dürfen. Ich bin sicher, - wenn wir weiterhin so konzentriert und beherzt spielen - dass der derzeit Tabellenführende aus der Hauptstadt bald ins Stolpern gerät, angesichts des Restprogramms.

Jetzt gilt es Karlsruhe ernst zu nehmen und weitere drei Punkte einzufahren, bevor es dann am 4. April zum "Spitzenspiel" in die Autostadt Wolfsburg geht.



Freitag, 13. März 2009

Zitat des Tages

„Das ist eine Charaktersache! Gute Spieler reißen sich überall den Hintern auf. Man kann ja nicht nur in den großen Stadien gut spielen.“

(Miroslav Klose)

Tief im Westen

... müssen die Bayern jetzt ein Zeichen setzen! Gegen den VfL Bochum 1848 der ersatzgeschwächt aufläuft.

42 Punkte sind's im Moment - Hertha führt die Tabelle mit 4 Punkten mehr an. Gewinnt der FCB, kann er zumindest Anschluss halten - ganz unabhängig davon wie die anderen Konkurrenten spielen. Vielleicht schmilzt aber auch Herthas Vorsprung, wenn Leverkusen in Berlin punkten kann. Ich hab's bereits gesagt, jetzt muss eine Serie her (Hannover wurde deklassiert und nächste Woche kommen die Karlsruher nach München) - Bochum darf da kein Stolperstein werden.

Die Vorzeichen stimmen: Bayern hat wieder Spaß am Siegen - wie man in der CL am Dienstag sehen konnte, und die nötige Ernsthaftigkeit im Hinblick auf die Bundesligapartie am Samstag scheint scheint die Mannschaft verinnerlicht zu haben.
Bochum ist an der Castroper Straße allerdings keinesfalls zu unterschätzen! Die Jungs stecken im Abstiegskampf, und werden vermutlich alles probieren, den siegreichen David zu spielen. Die Gegner Hannover und Lissabon waren schwache - wieder zurück im Liga-Alltag darf uns jetzt kein Ausrutscher passieren! Ich bin gespannt - und verhalten optimistisch:

Tipp: Bochum 0, Bayern 2

Die Statistik:
von 32 Bundesligapartien in Bochum verloren die Bayern 7x, spielten 7x Unentschieden und gewannen 18x. Von den letzten 24 Begegnungen beider Teams gewann Bochum nur eine: im Februar 2004. Bochums Trainer Koller konnte noch nie gegen den FCB gewinnen - seine Bilanz: 4 Niederlagen, 3 Unentschieden.

Personalien:
Bei Bayern fehlen Ribéry, Toni, Borowski, Altintop. Mit im Aufgebot sind Müller und Yilmaz.

Bei Bochum fehlen Mavraj, evtl. Klimowicz, Schröder, Ono, evtl. Dabrowski.

Hinspiel: 3:3



Donnerstag, 12. März 2009

Made in England

Bei meinen ersten Stadionbesuchen trug ich einen von meiner Mutter gestrickten rot-weißen Schal. Der Schal war, wenn man ihn ausbreitete, länger als ich, und das "Weiß" sah irgendwie schmutzig aus, so als hätte das gute Stück dringend eine intensive Reinigung nötig. Der Schal war das einzig sichtbare Zeichen an mir, für welchen Klub mein 10-jähriges Herz schlug. Und das auch nur dann, wenn der Gegner nicht auch gerade Rot und Weiß als Vereinsfarben hatte.

Einige Jahre später hatten wir uns dann Bundeswehr-Feldjacken zu "Westen" umfunktioniert und mit einer Vielzahl von Aufnähern besetzt. In der Rückenmitte ein tellergroßes Vereinswappen, und drumherum jede Menge phantasievolle Bekundungen für den eigenen Verein und gegen die Klubs, die man nicht mochte oder mögen durfte. Noch cooler waren natürlich Aufnäher von Klubs aus den englischen Ligen - je exotischer, desto beeindruckender. Damals gab es auf und nahe der Hohe Straße in Köln noch einige Geschäfte, die ausschließlich Fußballdevotionalien - meist aus England - zum Verkauf anboten. Wir waren dort Wochenende für Wochenende Stammkunden und stöberten nach Schals und Aufnähern von Coventry City oder West Bromwich Albion.

Mitte der Achtziger kam dann von der Insel ein neuer Trend in die deutsche Liga, den wir allzu bereitwillig adaptierten: Man ging plötzlich in zivil zum Fußball - und zwar in teuer zivil. Leichte Blousons, darunter Sweater; Markenware, die englische Hooligans trugen - und als einzig sichtbares Zeichen der Vereinszugehörigkeit trug man einen Schal - ohne Schriftzug oder Wappen, nur in den Vereinsfarben. Die Art wie der Schal geknotet sein musste kam - natürlich! - von der Insel. Das Schuhwerk, Turnschuhe, wurde etwas später von englischen Docs abgelöst.
Der zivile Charakter des Outfits hatte natürlich für Hooligans den unbestreitbaren Vorteil die Polizei zu verwirren - konnte man doch die verfeindeten Fangruppen nun nicht mehr ohne Weiteres zuordnen. Die anderen, die mit den Westen, wurden verächtlich "Kutten" genannt und wirkten wie Relikte aus einer anderen Zeit.

Aber auch dieser Trend ging irgendwann zu Ende - und wurde - wie kann es anders sein - durch eine neue Fußballmode aus dem Mutterland dieses Sports abgelöst: das Tragen von Trikots galt und gilt noch als das am Häufigsten gewählte Fußball-Outfit in den Stadien. Die Klubs witterten zu Recht ein üppiges Geschäft und boten nun nicht nur zur neuen Saison, sondern auch für Heim- und Auswärtsspiele oder den Europapokal neue Trikots an. Eine ganze Generation von Fußballanhängern entwickelte sich zu eifrigen Trikot-Sammlern.

Die nach dem Jahrtausendwechsel in Deutschland neu entstandene Ultra-Szene bevorzugt lieber einen eigenen Stil: wahlweise im Autonomen-Look mit schwarzen Kapuzenjacken, oder eben in Vereinsfarbe mit selbst entworfenen Slogans und Motiven. Man kann darüber streiten, ob dieser Modetrend wie die Ultra-Bewegung eher aus Italien oder doch von britischen "thugs" übernommen wurde.

Jede Fußballmode hatte seine Zeit, seine Ära - nur die Kuttenträger, die gibt es immer noch. Und die "Kutten" waren eine rein deutsche Erfindung.

Mittwoch, 11. März 2009

Der FC Bayern widerspricht der Sportbild

Bayern Munich Will Replace Franck Ribery With Michel Bastos

Bayern Munich are lining up Lille star Michel Bastos to replace Franck Ribery in the summer, according to a report.

Wunderbar flüssig

7:1. Der höchste aller Bayern-Siege in der Königsklasse. 12 erzielte Treffer in der Vorrunde - das ist noch keiner Mannschaft in der Champions League gelungen. Mit dem 4:1 gelang dem FCB gestern der 200-ste Treffer in der Champions League. Bayern-Torjäger Klose führt die Torschützenliste gemeinsam mit Liverpools Gerrard durch 7 erzielte Tore an. Soweit das beeindruckende Zahlenwerk.

Aber ...

im Viertelfinale (Auslosung am 20. März in Nyon) wird es vermutlich dicke kommen - außer wir treffen auf Villarreal.
Der Gegner gestern Abend war ein schwacher - wie schon beim Bundesligaspiel gegen Hannover am letzten Samstag sagt das wenig über den momentanen Leistungsstand unserer Mannschaft aus. Ein Maßstab war das nicht. Und dennoch war es schön anzuschauen, wie flüssig es doch gehen kann (wenn der Gegner es zulässt). Ausgerechnet Lukas Podolski ebnete den Weg zum haushohen Heimsieg mit zwei schönen Treffern. Man fragt sich unwillkürlich, warum erst jetzt, Lukas?

Vielleicht ...

war das nun endlich der Startschuss zu einer Siegesserie und die Rückkehr zur "mia san mia"-Mentalität. Das wird sich am Samstag in Bochum zeigen. Wie wichtig ein Sieg gegen das Team tief aus dem Westen ist, erklärt ein Blick auf die Tabellenkonstellation. Jetzt wird's ernst...

Schöne Tore, ein gut aufgelegter "dritter" Stürmer, und mit Müller ein Nachwuchstalent, das gestern ein deutliches Ausrufezeichen hinterließ - das tut der Bayern-Seele gut! Wie sagte Franz Beckenbauer gestern: "wunderbar flüssig!".

Dienstag, 10. März 2009

Bayern Munich Make €8 Million Offer To Barcelona For Hleb

The Bavarians have reportedly stepped up their interest in the Blaugrana’s unsettled Belarusian midfielder…

goal.com

Die portugiesische Niederlage

"Der FC Bayern hat gegen portugiesische Teams im Europapokal eine nahezu makellose Bilanz aufzuweisen. In 21 Spielen gab es erst eine Niederlage, diese war allerdings eine schmerzhafte. Vor 22 Jahren unterlagen die Münchner im Finale des Landesmeistercups dem FC Porto mit 1:2. In Portugal hat der FCB von elf Spielen fünf gewonnen und sechs unentschieden gespielt. In der letzten UEFA-Cup-Saison gab es einen 2:0-Erfolg bei OS Belenenses und ein 1:1 beim FC Braga. Noch nie ist der FC Bayern gegen eine Mannschaft aus Portugal ausgeschieden. "

... heißt es auf der Website des FC Bayern.


Ausgeschieden sind sie aber eben doch, am Abend des 27. Mai 1987 im Wiener Prater-Stadion gegen den FC Porto.
Landesmeister-Finale - Mit dem Zug ging es nach Wien - ohne Karte. Für damalige Verhältnisse waren die Kosten für diese Zugfahrt für mich nicht unerheblich, aber ich wollte unbedingt dabei sein - war ich doch für das Finale von Rotterdam 1982 noch zu jung, um gegen Aston Villa vor Ort zu sein.

In Wien angekommen marschierten wir zum Prater, tranken Bier und genossen die Sonnenstrahlen in der österreichischen Hauptstadt. Stunde um Stunde verging, und all unsere Mühen doch noch eines der begehrten Tickets zu bekommen, schienen aussichtslos. Wen wir auch trafen, die Schwarzmarktpreise waren horrend - der Spitzenwert lag bei über 1000 Mark. Ich erinnere mich noch gut daran, als ein Portugiese neben mir am Pissoir stand, mich breit anlächelte und in gebrochenen Englisch anbot, den Pokal doch zu teilen. Ich lehnte dankend ab - denn der Pott ist uns, da war ich mir sicher. Bayern war haushoher Favorit - niemand rechnete mit einem Sieg des FC Porto, einer bis dato - auf europäischer Ebene - nahezu unbekannten Mannschaft. Dann hörten wir, dass der Bus des Fanclubs "Niederrhein" jeden Augenblick einträfe, und dort noch jemand Karten hätte. Wir warteten auf den letzten Mann, der aus dem Bus ausstieg, und tatsächlich: Er hatte noch Karten und verkaufte uns welche - 40 Mark das Stück! Unfassbar! Wir hätten den Boden küssen können, so erleichtert waren wir.

Ich hatte selten zuvor so viele Bayern-Fans auf einen Haufen wahrgenommen und die Stimmung in der Fankurve war gigantisch! Vor dem Stadion das wohl größte Polizei-Aufgebot, das ich je gesehen hatte - Wien wollte nicht die Fehler machen, die man in Brüssel zwei Jahre zuvor begangen hatte.
Die erste Halbzeit lief dann auch nach Plan, wir gingen durch Ludwig Kögl 1:0 in Führung. Die Unruhe im zweiten Durchgang wuchs so langsam, Bayern wollte kein zweiter Treffer gelingen - aber dennoch hatte niemand wirklich das Gefühl, hier könne der Sieger anders als FC Bayern München heißen - bis zur 77. Minute, als ein uns damals unbekannter Spieler namens Rabah Madjer den Ausgleich schoss - per Hacke. Drei Minuten später dann das 2:1 für Porto. Wir waren fassungslos! So schön der Tag war - so glücklich der Umstand, doch noch eine Eintrittskarte erstanden zu haben, dies aber war der Albtraum! Es war eine Mischung aus Wut, Enttäuschung und Unglaube, mit der wir nach dem Spiel durch die Wiener Dunkelheit in Richtung Hauptbahnhof schlichen. Ich war so enttäuscht. Eine Woche lang sprach ich kein Wort - was einerseits an meiner Heiserkeit lag, und andererseits Ausdruck tiefer Enttäuschung und Frustration war. Das Trauma "Porto" sollte den FC Bayern noch eine ganze Weile verfolgen - und erst 14 Jahre später, durfte ich endlich den Pott in den Händen von Bayern-Spielern bejubeln.


Heute Abend nun das Achtelfinal-Rückspiel gegen Sporting Lissabon. Nach dem 5:0-Auswärtssieg eigentlich eine ganz klare Sache. Wir stehen mit mehr als nur einem Bein im Viertelfinale der Champions League. Von Personalsorgen (Ribéry, Toni, Altintop) geplagt, sind wir trotz des 5:1 in der Liga gegen Hannover noch nicht wieder die alten Bayern. Daher prognostiziere ich ein mäßiges 1:2, was nicht begeistert aber auch nichts mehr anrichtet. Im Gegensatz zur 1-2-Niederlage des 27. Mai 1987.

Montag, 9. März 2009

Der Müller, der Bomber, der Gerd

Dank Probek wurde ich neben einigen anderen Fußballbloggern zum Look & Touch-Event der Werbeagentur Weber Shandwick nach München in die Allianz-Arena eingeladen. Telekom und Microsoft stellten uns in deren Loge T-Home-Entertain vor. Mein Hauptaugenmerk galt natürlich dem anschließenden Auftritt der Bayern gegen Hannover. Und wo wir Blogger schon mal alle beisammen waren, wurde der Tag dann mit einem von Probek organisierten Bloggertreffen im Unions-Bräu in geselliger Runde beschlossen. Aber der Reihenfolge nach...

Immernoch erkältet und mit eindeutig viel zu wenig Schlaf im Gepäck ging's mit dem ICE nach München. Fliegen konnte ich nicht, da meine Nebenhöhlen dicht sind und sich so etwas mit der Fliegerei erfahrungsgemäß nicht verträgt - es sein denn, man ist masochistisch veranlagt. Nach 9 Stunden Arbeit, eineinhalb Stunden Schlaf und einer Nachtschicht von weiteren 7 Stunden, stieg ich in den ICE nach München. Ich kann ja auch im Zug schlafen, dachte ich zuvor, um dann leidlich feststellen zu müssen, dass Bahnfahren für Mütter mit quengelnden Kindern keineswegs verboten ist. Schlaf Fehlanzeige.

Eingetroffen in der VIP-Loge von Microsoft und Telekom wurden wir nach der Begrüßung auf sehr angenehme Weise in die Möglichkeiten des T-Home-Entertain-Systems eingeführt. Die Damen und Herren der betreffenden Unternehmen waren allesamt äußerst sympathisch, und wer sich eine Promotion-Veranstaltung à la Heizdecken-Event vorgestellt hatte, wurde angenehm überrascht: Unaufgeregt, unaufdringlich und sachlich wurde das Fernseh-Paket der Telekom in allen Details vorgestellt, ohne dass von den Veranstaltern irgendeine Erwartungshaltung an die Blogger-Gemeinde gestellt wurde. Meine ganz persönliche Meinung ist, dass Entertain für sich selbst spricht. Nicht nur, aber besonders für Fußballfans bietet T-Home-Entertain jede Menge Möglichkeiten und interessante Tools für individuelles Fernsehen. Und den Gesamtpreis halte ich ebenfalls für adäquat. Etwas mehr Details bei sportmedienblog.

Dann ging es raus auf die Sitzplätze. In Spuckweite von Edmund Stoiber nebst Gattin, Prof. Fritz Scherer, Markwort, Rummenigge, Breitner, Nerlinger, van Bommel, Toni, Ribéry und Borowski, stieg meine Temperatur vor dem vielleicht Richtungsweisenden Spiel gegen Hannover. Das Null zu Eins reihte sich nahtlos in die Geschehnisse der letzten Wochen ein. Bayern spielte auf ein Tor, Hannover lauerte auf Konter, einer rutscht aus (in dem Fall war's Lucio), und das Ding ist drin. Doch überraschenderweise kein Pfeifkonzert oder die erwarteten "Klinsmann-raus"-Rufe. Die Bayern unbeeindruckt und weiter darauf aus, einen Dreier einzufahren.

Ich kann es kurz machen: Hannover unterirdisch, die Bayern angesichts der Umstände (miese Platzverhältnisse, unmotivierendes Wetter, defensiver Gegner, diverse Ausfälle und enormen Druck) bemüht und durchaus ansehnlich. Einzig der phlegmatische Oddo brachte mich immer mal wieder auf die Palme. Und siehe da: die Flanken sahen endlich nach Flanken aus, und fanden ihre Abnehmer. Bereits in der Halbzeitpause war mir klar, dass die Nummer hier 5 oder 6:1 ausgehen wird. Nach 90 Minuten war der so dringend benötigte Dreier eingefahren, und angesichts des Schwächelns der Konkurrenz (sieht man mal von Hertha ab), stehen wir wieder auf Platz Zwei. Glückwunsch an die Borussia aus Gladbach! Das 4:1 gegen die Hamburger war ein Höhepunkt dieses unterhaltsamen Fußballnachmittags.

Doch machen wir uns nichts vor: Bochum auswärts wird ein anderes Kaliber, und die Hertha hat vier Punkte Vorsprung! Jetzt heißt es dran bleiben und sicherlich noch eine Schüppe drauflegen! In Bochum muss ein Sieg her!
Der Sieg gegen die Niedersachsen war Balsam für die geschundene Bayern-Seele und bringt hoffentlich mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zurück. Aber trotz des Kantersieges, mit Hannover hatten wir am Samstag den wohl bislang schwächsten Gegner in der Allianz-Arena zu Gast! Ich warne vor Bochum!

Nach Spielschluss wurde dann noch diskutiert und fleißig T-Home-Entertain ausprobiert - und ich kam in den Genuss eines sehr interessanten Gesprächs mit einer sympathischen Dame, die für das Sport-Sponsoring der Telekom zuständig ist. Ihren Namen weiß ich leider nicht. Diese Dame war es dann auch, die Gerd Müller zu uns in die Loge holte, und das war dann mein persönlicher Höhepunkt des Tages. Ich kam gerade vom Pinkeln, und wunderte mich noch, dass alle im Raum in meine Richtung starrten. Stand da etwa meine Hose offen? Doch starrten sie nicht mich an, sondern den kleinen grauhaarigen Mann vor mir. Das war Gerd Müller - der Bomber der Nation.
Unfassbar! Der Müller, der Bomber, der Gerd! Da bin ich nun 32 Jahre lang Bayern-Fan und 22 Jahre Mitglied des Vereins, und da steht plötzlich diese Ikone des Fußballsports neben mir!

Begegnungen mit Prominenten sind nicht wirklich ungewöhnlich für mich - ich hatte davon schon jede Menge und betrachte so etwas normalerweise recht nüchtern. Nicht aber so bei Gerd Müller. Das war schon echt bewegend für mich. Wir - Probek, Müller und ich - hielten dann noch ein kleines Schwätzchen über die Amateurmannschaft des FCB, und dann war er auch wieder vorbei - mein Höhepunkt des Tages.

Anschließend ging es dann zum Unions-Bräu nach Haidhausen zum Bloggertreffen. Ich wäre gerne länger geblieben, aber mein Körper war der Meinung, dass es jetzt Zeit für etwas Schlaf sei. Ich baute zusehends ab und zog dann, um nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu knallen, die Reißleine.
An dieser Stelle vielen Herzlichen Dank an die Damen und Herren der Telekom bzw. Microsoft - vor allem an Herrn Dr. Henning Stiegenroth (Leiter Sportmarketing Deutsche Telekom), an Anatol Vetters und die Crew von Weber Shandwick , und natürlich an Kai!
Es war eine angenehme Begegnung mit Menschen, die man sonst nur liest - es war ein tolles Erlebnis - und ich werde mich bemühen, mal ein Bloggertreffen im schönen Köln zu organisieren - wenn das Wetter wieder schöner ist.

Berichte und Fotos auf diesen Blogs:

Fritten, Fußball und Bier
szenenapplaus
soccr.de
Breitnigge
allesaussersport

sportmedienblog
Trainer Baade
Mauertaktik

-- update --

Ausgerechnet ich - der ich wohl der einzige der Bloggergemeinde war, der sich nicht mit Herrn Müller hat fotografieren lassen oder ein Autogramm abstaubte - soll nun mit dem Bomber-Gerd auf Fotografie gebannt im Bayern-Magazin erscheinen. Ich hab' mein Einverständnis gegeben, obwohl ich diesen intimen Moment eigentlich für mich behalten wollte ;)
Hoffen wir nur, dass man mir meinen Schlafmangel nicht ansieht.

Passend zum Thema Gerd Müller dieser Eintrag plus bewegten Bildern!

Freitag, 6. März 2009

Wochen der Wahrheit

Jetzt beginnen die Wochen der Wahrheit in der Liga. Erst das Heimspiel gegen Hannover, dann in Bochum und danach wiederum zuhause gegen des KSC. Neun Punkte sind Pflicht!

Den Anfang macht das Heimspiel gegen Hannover, bei dem ich anwesend sein werde. Dank Probek gehöre ich nun auch zu dem Kreis der Fußballblogger, die in der Microsoft-Lounge das Spiel verfolgen werden. Abends findet dann noch ein Blogger-Treffen in München statt.

Eine Woche später werde ich schon wieder in einer VIP-Lounge sitzen, diesmal dann in Bochum beim Auswärtsspiel der Bayern. Nicht, dass das noch zur Gewohnheit wird.

Drei Punkte gegen Hannover 96 sind Pflicht - und das muss der Auftakt zu einer kleinen Serie sein, um wieder Anschluss zu finden an die Tabellenspitze. Hannover ist eher in der AWD-Arena zu fürchten, wie wir und noch ein paar andere Teams schmerzhaft feststellen durften. Am Samstag ist der FCB der glasklare Favorit - ohne Wenn und Aber. Drei Punkte, Sieg - alles andere wäre meines Erachtens das Ende aller Meisterschaftsträume.

Mein Tipp für Samstag: Bayern 3, Hannover 0

-- -- -- update -- -- --

Was hab' ich da eigentlich getippt? Luca wird vermutlich weiter ausfallen, Ribéry hat eine Prellung - Einsatz gefährdet, Gelbsperre für van Bommel.

Gute Nachrichten gibt's aber auch: Lahm ist wieder dabei, Schweinsteiger könnte trotz Fußprellung auflaufen und Borowski fällt höchstwahrscheinlich aus. Puh! Glück gehabt.

Mittwoch, 4. März 2009

70. Minuten Tiefschlaf ...


... kann man sich nicht leisten, wenn man ins Halbfinale des Pokals will.
Ich verliere hier kein Wort über Taktik oder Trainer Jürgen Klinsmann. Die Zeit der Ausreden ist vorbei.

Heute Abend hat die Mannschaft 70 Minuten alles, aber auch wirklich alles vermissen lassen, was man an Einstellung, Einsatz und Konzentration von Profis erwarten muss. Erst in den letzten 15 Minuten, nach 0:3, Kampfmoral zu zeigen, ist zu spät und ist auch viel zu wenig.

Das war 70 Minuten lang eine absolute Frechheit. Und dafür kann ein Jürgen Klinsmann rein gar nichts. Dies hat einzig und allein die Mannschaft zu verantworten. Da stimmt mich auch die Dramatik zum Schluss nicht ansatzweise milde.

Entschuldigung Jungs, aber da muss ich echt kotzen.

Dienstag, 3. März 2009

Pokalfieber

Ich glaube ich habe Fieber. Na ja vielleicht auch nur erhöhte Temperatur. Mit anderen Worten: ich fühle mich ziemlich unfit. Hoffentlich gilt das nicht auch für unsere Spieler am Mittwoch, wenn es nach Düsseldorf in die LTU-Arena geht - dem Ort, an dem Bayer Leverkusen für die Dauer der Rückrunde seine Heimspiele auswärts austrägt.

Leverkusen ist ebenso bescheiden in die Rückrunde gestartet wie der FCB, aber was heißt das schon? - schließlich "ist Pokal", und der hat ja bekanntlich seine ganz eigene Dramatik.
Ich glaube, dass der FCB am Mittwochabend wieder sein anderes, sein Pokalgesicht aufsetzen wird (Mein Klub leidet in dieser Saison an dissoziativer Identitätsstörung - in der Liga eher an einer Form des Borderline-Syndroms). Der Einzug ins Halbfinale würde zumindest etwas mehr Ruhe an die Säbener Straße bringen.
Dumm, dass vermutlich Lahm und Toni auch gegen die Werkself ausfallen werden. Es fehlen uns die Alternativen im Sturm - und ansonsten drängt sich momentan auch niemand auf, der mal ein paar Möglichkeiten nutzt.


Mein Tipp: Es wird knapp - also spannend, 1:2

Das Pokalfieber steigt!

(Das Spiel wird von der ARD live übertragen - ab 20.15 Uhr)


Der FC Bayern ist Leverkusens Angstgegner - Von den letzten 5 Aufeinandertreffen beider Teams verlor Leverkusen alle fünf. In 64 Begegnungen unterlag die Werkself 41 Mal. Die drei Duelle im DFB-Pokal gewannen allesamt die Bayern.

Zitat des Tages

"Stellt euch mal vor am Anfang der Saison wäre eine gute Fee gekommen und hätte versprochen, dass Anfang März die Bayern das AF-Hinspiel in der CL 5:0 gewinnen, im Pokal im VF vertreten sind und dazu noch mit 11 Punkten vor Bremen in der Liga stehen - wer hätte da nicht sofortt eingeschlagen und gedacht, das wird eine geile Saison . . ."

Zitat des Tages von chicken bei breitnigge

Montag, 2. März 2009

Tymoschtschuk

... gibt der Süddeutschen ein Interview.

Fisch, statt Fleisch


Die ersten Minuten begannen recht turbulent, Chancen hüben wie drüben. Nach anfänglichen Problemen des Defensivverbunds die Ordnung zu finden, kamen die Bayern immer besser ins Spiel. Der FCB störte früh, störte das Aufbauspiel des Gegners, und spielte mit mit Tempo und Drang nach vorn. Einzig Lucio ist in den ersten 10 Minuten noch etwas zu unkonzentriert und provoziert mit zwei Fehlern auch gleich zwei Möglichkeiten für Werder. Bereits in der 4. Minute Großchance für die Gastgeber durch Özil. Lucio flatterte wild im Strafraum umher, so dass Oddo seine Position zentral ausfüllen musste und dann zu spät kam. Rensing verhinderte Schlimmeres, in dem er den Ball mit der Hand noch parallel zur Linie umleiten konnte, bevor Zé dann den Ball wegschlug. Wie Rensing das gemacht hat, weiß wohl auch nur er. Toller Reflex! Richtig geprüft wurde Rensing nur noch durch einen Fernschuss von Tziolis.
Zwei Minuten später läuft Altintop dann allein auf Vander zu, schießt dann aber etwas einfallslos direkt auf den Bremer Torhüter - wie auch Borowski und Ribéry später noch. In Minute 14 marschiert Schweinsteiger dann alleine aufs Tor zu und wird von Naldo gecheckt. Rot für den Bremer. Naldo war letzter Mann, die rote Karte somit absolut korrekt. Der Freistoß brachte nichts ein.
In der 19. Minute ist Pizarro für meinen Geschmack nicht im Abseits - der Linienrichter sieht es anders - Gott sei Dank. Minute 21: Riesenmöglichkeit für Klose! Ein Bremer Abwehrbein konnte gerade noch klären. Dann zieht Schweinsteiger ab - ein Mordsschuss, knapp vorbei. Zwischen der 30sten und 35sten Minute kommt Werder wieder etwas besser zum Zug, bevor die Bayern dann in den letzten 10 Minuten den Druck noch einmal erhöhen. 41. Minute, Riesenchance für Borowski, und in der 42sten Minute scheitert Ribéry dann an Vander - Abseits sagt der Linienrichter - Fehlentscheidung, der im Abseits stehende Spieler griff gar nicht mehr ins Spielgeschehen ein und war in der Rückwärtsbewegung. Halbzeit. Deutliches Übergewicht der Bayern. Zwei Tormöglichkeiten hätten meiner Meinung nach drin sein müssen!

Podolski spielt in Halbzeit Zwei als zweiter Stürmer, Schweinsteiger bleibt draußen - nun ja. Lukas beginnt mit einem Zuspiel ins Leere, steigert sich aber wenig später, geht mit einer dynamischen Körperdrehung am Gegenspieler vorbei und zieht ab, der Ball geht aber weit übers Tor. In der 51sten spielt Ribéry zurück auf Podolski, der trifft den Ball nicht richtig. Das war's dann auch mit Lukas Podolski - er wurde nicht mehr gesehen.
52. Minute, Klose vorm Tor, aber ein Werderaner kann gerade noch klären. In der 53. Minute dann etwas zum Schmunzeln: Pass auf Ribéry, dem rutscht der Ball zwischen den Beinen ins Aus - da muss er selber lachen. Ab der 60. Minute fing Diego dann durch ewiges Hinfallen an zu nerven. Der recht kleinliche Schiedsrichter Gräfe fiel ein ums andere Mal darauf rein. Das Spiel ist deutlich schlechter als in der ersten Hälfte - die Bayern können keinen Druck aufbauen, Schiri Gräfe zerpfeift jeden Rhythmus. Gelb für van Bommel in der 69. Minute - lachhafte Entscheidung, nachdem Diego und er gleichermaßen mit gestrecktem Bein in den Zweikampf gehen. In der 72sten steht Pizarro alleine vorm Bayern-Tor und verzieht! Unfassbar - den hatte ich schon drin gesehen. Kurz darauf zog Zé ab - genau auf Vander! In der 84. Minute nochmal eine Riesenchance nach einem Freistoß von Oddo - gerade noch vom Bremer Schlussmann hervorragend abgewehrt. In den letzten Minuten versuchen die Bayern nochmal den Druck zu erhöhen - vergebens. Es bleibt beim torlosen Remis.

Fazit:
Grenzenlos optimistisch könnte man sagen: die Null steht, die Defensivarbeit war ordentlich, und der Tabellenerste ist immer noch "nur" vier Punkte vor uns. Zwar sind wir auf Platz Fünf abgerutscht, aber bis auf Hertha hat die Konkurrenz sich nicht weiter absetzen können. Versöhnlich könnte man sagen, wir haben besser gespielt gegen eine Mannschaft, die gegen Mailand im UEFA-Cup weitergekommen ist. Es sah auch teilweise richtig gut aus, was die Bayern da in Halbzeit Eins gemacht haben - und Oddo war gestern ein wahrer Lichtblick.

Schlussendlich überwiegt aber die Enttäuschung: Keine drei Punkte - nur einer. Warum fehlte der Wille und Druck in der zweiten Halbzeit? Warum kann der FCB 2008/2009 keinen Treffer mehr erzwingen? Beinahe jeder Schuss ging direkt auf den Bremer Schlussmann - sicher, Vander war nicht schlecht, aber so überragend wie in die Zeitungen heute machen, war er eigentlich nur beim Freistoß von Oddo. Gestern gab's in Bremen Fisch, aber leider noch kein Fleisch.

Nehmen wir ihn mit, den Punkt - und holen wir aus den nun folgenden drei Partien im März alle 9 Punkte (Hannover, Bochum, Karlsruhe). Und dann werfen wir einfach noch mal einen Blick auf das obere Tabellendrittel. Bis dahin muss es ruhig bleiben, an der Säbener!

Einzelkritik:

Rensing: sicher, auch beim Rauslaufen, ein Riesenreflex in der 4. Minute - fehlerlos, Note 2

Lucio: anfangs etwas fahrig, fing sich aber wieder, Note 3

Demichelis: ordentlich und ohne Fehler, Note 3

Oddo: aufmerksam, mit Einsatzfreude und Kampfgeist, toller Freistoß, Note 3

Ottl: richtete nach seiner Einwechslung nicht aus und nichts an, keine Benotung

Schweinsteiger: so wie in den letzten Wochen, etwas Blass, prima Fernschuss, Note 4

Altintop: Fing stark an, ließ dann aber deutlich nach, Note 3

Ribéry: starke Momente, schwach im Abschluss, in der zweiten Hälfte schwächer, Note 3

Zé Roberto: prima Zweikampfquote, einer der Besten, Note 2

van Bommel: zu unauffällig in Halbzeit Zwei, Note 4

Klose: ungefährlich, Note 4

Podolski: kaum zu sehen, Note 5

Donovan: kaum zu sehen, Note 5

Borowski: bemüht, zu ungefährlich, Note 4

Sonntag, 1. März 2009

Termine März 2009

01. März 2009 - Bundesliga
SV Werder Bremen vs FCB
17 Uhr

04. März 2009 - DFB-Pokal-Viertelfinale
TSV Bayer 04 Leverkusen vs FCB
20.30 Uhr

07. März 2009 - Bundesliga
FCB vs Hannover 96
15.30 Uhr

10. März 2009 - Champions League-Viertelfinale Rückspiel
FCB vs Sporting Lissabon
20.45 Uhr

14. März 2009 - Bundesliga
VfL Bochum vs FCB
15.30 Uhr

20. März 2009 - Auslosung Champions League
Viertelfinale und Halbfinale (Nyon, Schweiz)
12 Uhr

21. März 2009 - Bundesliga
FCB vs Karlsruher SC
15.30 Uhr