Bayern überragend, Frankfurt mit arg beschränkten Mitteln. Von der ersten bis zur letzten Minute wurde kein Zweifel daran gelassen, wer hier ins Viertelfinale einziehen wird. Weiter so, Ihr Bayern! Rammt die ganzen Miesmacher und Schlaumeier in Grund und Boden. Mit Siegen geht das am besten.
Zum Spiel: Von Beginn an die Bayern mit Zug zum Tor - keine Verkrampftheit zu spüren. Die prächtige Stimmung in der Commerzbank-Arena schien eher die Bayern die beflügeln, als die Heimmannschaft. Frankfurt von Beginn an mittellos. Nach fünf Minuten eine prima Flanke aus der Tiefe auf van Buyten. Kein Abwehrspieler in der Nähe des Belgiers, der köpfte leider am Tor vorbei.
Mark van Bommel wählte dann ein effizientes Mittel um die Viererkette der Eintracht auszuschalten - er spielte den Ball mit Gefühl über die Abwehrreihe, die wie eingefroren auf den Ball starrte. Klose dann gedankenschnell mit einem Lupfer über den Frankfurter Schlussmann zum 1:0 (14.). Kaum zu glauben, aber so früh im Spiel war der Eintracht bereits der Zahn gezogen - das sah man am Gesicht von Maik Franz, das pure Resignation widerspiegelte. Es folgte ein beherztes Tackling von Thomas Müller nahe der Außenlinie und Franz ließ ihn gewähren ohne das notwendige Foul zu begehen. Müller passt in den Rückraum auf Klose, der zieht ab zum 2:0 (19.). Was für ein Auftakt! Die Bayern spielten dann mit den Gastgebern Katz und Maus. Die SGE mit unzähligen Fehlpässen und einfach hoffnungslos überfordert.
Wer zu diesem Zeitpunkt immernoch glaubte, die Eintracht könnte durch einen Anschlusstreffer wieder zurück ins Spiel finden, war spätestens nach dem Aussetzer von Maik Franz beim Rückpass auf Schlussmann Nikolov wieder in der Realität. Klose nutzte den zu kurzen Ball und legte für Müller vor, der unbedrängt zum 3:0 (29.) einschieben konnte. Dann war der Drops auch schon gelutscht und einzig der Gnade der Bayern ist es aus Frankfurter Sicht zu verdanken, dass keine Null-zu-Sechs-Pleite daraus wurde. Es mutete fast barmherzig an, dass van Gaal nicht noch Arjen Robben aufs Feld stellte. Ein Törchen folgte dann aber doch noch in Halbzeit zwei durch den fleissigen Luca Toni. Mit dem Kopf zum 4:0. Sie treffen, unsere Stürmer.
Gut im Spiel: Badstuber, van Buyten, Braafheid, van Bommel, Toni.
Noch besser: Klose, Müller, Lahm.
Dieser ungefährdete Pokalsieg war sicher kein Maßstab für die folgenden richtungsweisenden Wochen. Trotzdem: die Bayern wackeln nicht mehr und gehen mit einem Selbstverständnis in solche Spiele, wie man das aus erfolgreichen Vergangenheit kennt. Das Selbstvertrauen müsste doch jetzt wieder da sein, oder?

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen