
Ja, Bayern hat gestern eines der schlechtesten Spiele in der noch jungen Saison abgeliefert - keine Frage. Über siebzig Prozent Ballbesitz, 8:0 Ecken alleine innerhalb der ersten 60 Minuten, aber kein Tor und kaum echte Torchancen - und es ging auch in der zweiten Hälfte wenig munter weiter. Die eine gelbe Karte für Braafheid im ersten Durchgang sprach eine deutliche Sprache: Wille, Einsatz, Engagement und Biss fehlten - und so kann man einen destruktiven Gegner wie Köln gestern einfach nicht besiegen. Punkt.
Was aber die Herren Derichs, Lattek, Küpper und Sonnenberg dann am Sonntag im Doppelpass absonderten, entbehrte jeder Grundlage und potenzierte sich zum üblichen Boulevard-Geschwätz, dem schlicht die fundierte Wahrheit fehlte.
Erneut wurde der Weggang Zé Robertos ins Felde geführt und behauptet, man hätte ihn ziehen lassen damit Mark van Bommel sich in punkto Vertragsverlängerung nicht ungerecht behandelt gefühlt hätte. Schwachsinn. Wieder und wieder hat die Bayern-Führung klar gestellt, dass man einen Zé Roberto liebend gern behalten hätte, aber eben nur über einen ein-Jahres-Vertrag. Die Politik hieß und heißt: über Dreißigjährige bekommen keine mehrjährigen Verträge mehr, um der jungen Garde aus der zweiten Reihe Möglichkeiten zu geben auch Spielpraxis zu bekommen. Wie groß wäre die Unruhe in einer Mannschaft mit Zé Roberto, Lucio und van Bommel, wenn man diesen altgedienten Spielern junge Talente vorzöge? Ganz davon abgesehen, dass diese Positionen über mindestens zwei Jahre durch eben diese Spieler besetzt gewesen wären, ohne dass Nachwuchsleute nachrücken könnten.
Noch in der letzten Saison wurde Kritik laut, dass ein Toni Kroos zu wenig Spielpraxis bekäme. In dieser Saison spielen die Bayern in der Regel mit fünf (!) Spielern aus dem eigenen Nachwuchs in der Stammformation. Darunter Youngsters wie Müller und Badstuber, die von allen Seiten über den grünen Klee gelobt werden. Kein Wort davon in der Doppelpass-Runde.
Louis van Gaal verunsichert die Stürmer, ließ Udo Lattek dann verlauten - habe aber eigentlich gar kein System. Das System van Gaal ist aber das 4-3-3, und lässt folglich neben den Außen Ribéry und Robben nur eine echte Spitze zu. Ob das so sein muss, darüber kann man streiten - aber van Gaal vorzuwerfen, er hätte kein System ist bodenloser Unsinn.
Die Problematik der Stürmer liegt doch eher in der Kreativlücke im Mittelfeld, die weder ein Schweinsteiger ausfüllen kann, noch ein Anatoli Tymoschtschuk in seiner derzeitigen Form. Warum man keinen Diego gekauft hätte, so der Vorwurf der Fußball"experten"? Hat Diego fair verhandelt? Wollte Diego zu Bayern? Altersdemenz lässt grüßen.
Die Verletzungmisere der Bayern, die sich wie ein roter Faden von der Vorbereitung bis in die Saison zieht, wurde ebenso mit keinem Wort erwähnt. Langzeitverletzte Schlüsselspieler fehlten und fehlen noch - das kann man dem Trainer oder dessen System wohl kaum anlasten.
Was aber gern betont wird, sind die "Millionen auf der Bank". Das ist dümmste Verbalakrobatik. Was bei Barcelona als brillante Mischung aus Topstars und vielversprechenden Nachwuchsspielern in den Himmel gehoben wird, wird bei Bayern auf Bruttojahresverdienste und Ablösesummen begrenzt.
Ich hätte mir wirklich ein Gegengewicht zu soviel Unsinn in der DSF-Sendung gewünscht, abgesehen von dem moderaten Gladbach-Sportdirektor Eberl. Ein Uli Hoeness hätte die ganze Runde dort wirklich rund gemacht, aber bei dessen Anwesenheit hätten die Herren wohl kaum so einen Scheiss erzählt.
Was aber die Herren Derichs, Lattek, Küpper und Sonnenberg dann am Sonntag im Doppelpass absonderten, entbehrte jeder Grundlage und potenzierte sich zum üblichen Boulevard-Geschwätz, dem schlicht die fundierte Wahrheit fehlte.
Erneut wurde der Weggang Zé Robertos ins Felde geführt und behauptet, man hätte ihn ziehen lassen damit Mark van Bommel sich in punkto Vertragsverlängerung nicht ungerecht behandelt gefühlt hätte. Schwachsinn. Wieder und wieder hat die Bayern-Führung klar gestellt, dass man einen Zé Roberto liebend gern behalten hätte, aber eben nur über einen ein-Jahres-Vertrag. Die Politik hieß und heißt: über Dreißigjährige bekommen keine mehrjährigen Verträge mehr, um der jungen Garde aus der zweiten Reihe Möglichkeiten zu geben auch Spielpraxis zu bekommen. Wie groß wäre die Unruhe in einer Mannschaft mit Zé Roberto, Lucio und van Bommel, wenn man diesen altgedienten Spielern junge Talente vorzöge? Ganz davon abgesehen, dass diese Positionen über mindestens zwei Jahre durch eben diese Spieler besetzt gewesen wären, ohne dass Nachwuchsleute nachrücken könnten.
Noch in der letzten Saison wurde Kritik laut, dass ein Toni Kroos zu wenig Spielpraxis bekäme. In dieser Saison spielen die Bayern in der Regel mit fünf (!) Spielern aus dem eigenen Nachwuchs in der Stammformation. Darunter Youngsters wie Müller und Badstuber, die von allen Seiten über den grünen Klee gelobt werden. Kein Wort davon in der Doppelpass-Runde.
Louis van Gaal verunsichert die Stürmer, ließ Udo Lattek dann verlauten - habe aber eigentlich gar kein System. Das System van Gaal ist aber das 4-3-3, und lässt folglich neben den Außen Ribéry und Robben nur eine echte Spitze zu. Ob das so sein muss, darüber kann man streiten - aber van Gaal vorzuwerfen, er hätte kein System ist bodenloser Unsinn.
Die Problematik der Stürmer liegt doch eher in der Kreativlücke im Mittelfeld, die weder ein Schweinsteiger ausfüllen kann, noch ein Anatoli Tymoschtschuk in seiner derzeitigen Form. Warum man keinen Diego gekauft hätte, so der Vorwurf der Fußball"experten"? Hat Diego fair verhandelt? Wollte Diego zu Bayern? Altersdemenz lässt grüßen.
Die Verletzungmisere der Bayern, die sich wie ein roter Faden von der Vorbereitung bis in die Saison zieht, wurde ebenso mit keinem Wort erwähnt. Langzeitverletzte Schlüsselspieler fehlten und fehlen noch - das kann man dem Trainer oder dessen System wohl kaum anlasten.
Was aber gern betont wird, sind die "Millionen auf der Bank". Das ist dümmste Verbalakrobatik. Was bei Barcelona als brillante Mischung aus Topstars und vielversprechenden Nachwuchsspielern in den Himmel gehoben wird, wird bei Bayern auf Bruttojahresverdienste und Ablösesummen begrenzt.
Ich hätte mir wirklich ein Gegengewicht zu soviel Unsinn in der DSF-Sendung gewünscht, abgesehen von dem moderaten Gladbach-Sportdirektor Eberl. Ein Uli Hoeness hätte die ganze Runde dort wirklich rund gemacht, aber bei dessen Anwesenheit hätten die Herren wohl kaum so einen Scheiss erzählt.

2 Kommentare:
ich habe nur gelacht, daß Hertha in gefühlten 30 sec. abgehandelt wurde.
Aber Niveau un DoPa haben sich meistens ausgeschlossen
mehr hat der Verein auch derzeit nicht verdient ;)
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