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Sonntag, 20. September 2009

Die nicht in Toren ausgedrückte haushohe Überlegenheit...


... der Bayern beim 179. Südderby zum Wiesn-Auftakt, aktiviert wieder mal die üblichen Reflexe. "Glück für die Bayern" sagen die üblichen Verdächtigen. Mit Glück hatte das späte 2:1 gestern allerdings rein gar nichts zu tun. Von Beginn an stand der Rekordmeister einer weißen Wand gegenüber, die nicht auf Fußball sondern auf Fußballverhinderung aus war. Das Schlimme ist, dass eine solche "Taktik" in der Vergangenheit oft genug aufgegangen ist. Nicht so gestern - und darüber müsste sich jeder Fußballästhet im Lande mit Genugtuung freuen.

Glück und einen guten Torhüter hatten die Gäste aus Nürnberg, denn ausreichend Chancen gab es für die Gastgeber (2x Schweinsteiger, Tymoschtschuk, Goméz, Robben, Klose - um nur einige zu nennen). Der Ausgleich eine Viertelstunde vor Schluss kam aus dem Nichts. Doch dieses "Nichts" wurde von Danijel Pranjic förmlich eingeladen, verließ der Kroate einfach mal seine Position und machte damit die komplette linke Seite frei. Ein Weltklassetorhüter hätte den Schuss m. E. gehalten, aber einen solchen haben wir momentan nicht.
Die Bayern schlugen jedoch zurück: in Form eines Arjen Robben, der in der Lage ist aus dem Halbfeld und aus vollem Lauf fantastische Flanken zu schlagen. Eine solche landete dann auch bei Daniel van Buyten und anschließend im Gehäuse der Cluberer.

Spieler des Tages: Thomas Müller (Zuspiel zum 1:0 durch Olić).

Nein, es war gestern nicht das von mir erwartete Schützenfest zum Oktoberfestauftakt. Der FCB mit schweren Beinen, aber dennoch in der Lage den Druck auf den Gegner hochzuschrauben und letztlich drei Punkte einzufahren. Gerne erinnere ich daran, dass genau diese Stärke in der letzten Saison gefehlt hat. Die Tabellenansicht wird nach und nach korrigiert - und jetzt naht das Schlüsselspiel beim HSV, um die natürliche Ordnung in der Liga wieder herzustellen. Die traditionsgemäß erfolgreichen Oktoberfestwochen sind eingeleitet. Auf geht's Bayern!