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Freitag, 11. September 2009

Des Kaisers neue Kleider

Das Ende der Präsidentschaft Franz Beckenbauers bei Bayern München naht. Werden wir demnächst einen anderen Beckenbauer erleben? Mitnichten.

Es klang wie eine finstere Drohung, als Kaiser Franz am Donnerstag folgende Sätze zum Besten gab:

"Ich habe in letzter Zeit, auch wenn es nicht den Anschein machte, viel Rücksicht genommen.

Aber nach November könne es sein, „dass ich ein bisserl deutlicher werde, meine Meinung sage.“

Was hat er eigentlich bisher getan, in seinen Funktionen als Kolumnist der Bild, als Fernsehexperte bei Premiere/Sky? Hat er etwa Rücksicht genommen auf den Verein, dem er noch vorsteht - mit seiner Meinung hinterm Berg gehalten?

Ein Franz Beckenbauer braucht sich nicht zu verstellen - er ist der, der er nun mal ist. Kein Schönredner, kein Schmeichler - Zurückhaltung oder Mäßigung, nur um auf Andere Rücksicht zu nehmen, doch nicht mit Beckenbauer! Das wäre ja so, als würde man nur so tun als ob.
Keine Angst liebe Bayern-Funktionäre, es bleibt alles beim Alten.


2 Kommentare:

TheBigEasy hat gesagt…

Na, da können wir ja gespannt sein, was der Franz nach November dann so alles zum besten gibt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass da im Hintergrund immer noch die alte Rivalität zwischen ihm auf der einen und dem Duo Hoeness/Breitner auf der anderen Seite aus früheren gemeinsamen Spielerzeiten brodelt. Man darf also gespannt sein.

elmarinho hat gesagt…

Dass der Franz kein Blatt vor den Mund nimmt und gerne mal einfach so was daher sagt, war ja schon immer so. Aber gerade als Präsident des FCB muss er sich halt auch mal zusammenreißen; mich regt das manchmal noch tierisch auf, auch wenn man ihn eigentlich schon nicht mehr ernst nehmen kann.

Sollte er wirklich seine Drohung wahr machen und in Zukunft noch deutlicher werden, dann stehen allerdings lustige Tage ins Haus (vorausgesetzt, man liefert ihm noch Material).