tz: Aber vom Verein hat sich keiner dahingehend geäußert.
Lucio: Das weiß ich. Ich sage auch nur, das ich sehr getroffen bin, falls das Informationen waren, die vom Klub indirekt an die Medien geflossen sind. Schließlich hat Bayern die Meldungen vernommen und keiner aus dem Verein hat darauf reagiert. Und weil keiner dementiert hat, glaube ich, dass was dran ist.
tz: Karl-Heinz Rummenigge hat gesagt, das sei erfunden und niemand aus dem Verein würde wollen, dass sie abgegeben werden. Tut doch gut, oder? Lucio: Ja, es tut gut, aber es kommt etwas zu spät. Jetzt würden sich viele Vereine über einen Lucio freuen, weil ich den Confed-
Cup gewonnen und toll gespielt habe. Bayern hätte früher Partei für mich ergreifen sollen. Nach unserem Triumph und meinem Tor ist das keine Kunst. tz: Werden Sie nach dem Urlaub das Training bei Bayern aufnehmen?
Lucio: Kann sein, dass das nicht mehr vorkommt.
tz: Nie wieder Säbener Straße?
Lucio: Nie wieder würde ich nicht sagen. Ich müsste ja noch meinen Spind ausräumen.
tz: Wollen Sie hiermit Ihren Abschied verkünden?
Lucio: Nein, das nicht. Aber nach der Situation, die nun entstanden ist, könnte es das Beste sein, um zur Ruhe zu kommen.
tz: Und wenn van Gaal mit Ihnen plant?
Lucio: Keine Ahnung. Bayern und die Berichte über mich haben eine Situation kreiert, die alles andere als schön ist. Deshalb ist ein Wechsel sinnvoll, wenn es ein tolles Angebot gäbe.
Vermutlich hat dem Brasilianer die südafrikanische Sonne etwas zu lange auf den Kopf geschienen, anders kann ich mir dieses weinerliche und trotzige Interview nicht erklären. Die "Diva von der Isar" ist nicht Ribéry, sondern Lucio - wer hätte das gedacht?
Muss denn der FC Bayern wirklich jede Wasserstandsmeldung oder mediale Spekulation kommentieren? Soll Uli Hoeneß in Zukunft eine Dementi-Abteilung einrichten - so für alle Fälle, schließlich war der Manager im Urlaub?!
Der einzige, der hier regelmäßíg Öl ins Feuer gießt, ist Lucio selbst. Die spontane Unbeherrschtheit, die man auch schon in so manchem Spiel bewundern oder - jenachdem - ertragen musste, setzt sich auch bei den letzten Interviews nahtlos fort. Muss ein Spieler wirklich zu jedem Gerücht zuallererst ein unbedachtes Interview geben, bevor er selbst mit dem Verein gesprochen hat?
Das einzig Vernünftige was Lucio in der tz von sich gegeben hat, waren folgende Sätze:
Lucio: Ich spiele nun fünf Jahre bei Bayern. In einer solch langen Zeit lernt man die Menschen in diesem Verein schätzen und mögen und irgendwann liebt man auch die Farben, die man mit diesem Trikot repräsentiertDabei hätte er es auch belassen sollen.

3 Kommentare:
Ich weiß nicht so recht. Irgendwie würde ich dieses momentane Theater um Lucio nicht überbewerten.
Er ist ein Riesenspieler, der sich immer voll einsetzt und der dafür eine entsprechende Achtung, Respekt und manchmal auch etwas Bauchpinselei einfordert.
Ich würde ihn keineswegs abgeben und in der IV ist er aus meiner Sicht gesetzt. Ich finde sogar, dass es nun an der Zeit wäre, ihm die Kaptänsbinde zu übergeben, denn van Bommel wird es schwer haben, in der neuen Saison einen Stammplatz zu behaupten.
Was ich nicht verstehe ist, dass ein Spieler der schon so lang bei Bayern spielt und die Presselandschaft kennt, spekulative Schlagzeilen überbewertet und sich dann zu solchen Reaktionen in Interviews hinreißen lässt. Für die Kapitänsbinde fehlt ihm die deutsche Sprache, und - wie sich jetzt gezeigt hat - auch die Gelassenheit.
Das (Satz 1) stimmt natürlich, aber auf mich wirkt Lucio immer ein wenig wie ein großes Kind. Er trägt sein Herz auf der Zunge und kann wohl gar nicht anders. So wie er sich Jahr für Jahr für den FC Bayern reinhängt, habe ich kein Problem damit, ihm dies zu verzeihen.
Bzgl. Kapitänsbinde: Na ja, vielleicht würde dieser Umstand ja auch die Verbesserung seiner Deutschkenntnisse forcieren. ;-)
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