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Freitag, 17. Juli 2009

Der brasilianische Stier - Adeus Lucio!

Lucimar da Silva Ferreira, Deutscher Meister 2005, 2006, 2008, DFB-Pokalsieger 2005, 2006, 2008 und Ligapokalsieger 2004, 2007 mit dem FC Bayern München, wechselt mit sofortiger Wirkung zu Inter Mailand.

So wirklich überraschend kommt das jetzt nicht, hat Trainer van Gaal doch durchblicken lassen, dass Lucio für ihn nicht von so großer Bedeutung ist, wie es der Brasilianer gerne hätte. Stammplatzgarantie gibt es keine. Zudem hat Lucio die mediale Diskussion über seine Rolle bei den Bayern unter van Gaal als Majestätsbeleidigung aufgefasst, und sich nach dem Confed-Cup intensiv mit einer Wechselmöglichkeit auseinander gesetzt. Nun geht er also. Nach Mailand. Angeblich für nur sieben Millionen Euro.

Besser als im Sportmedienblog zusammengefasst, kann ich die Personalie Lucio auch nicht reflektieren.

Adeus, Lucio!
Obrigado!



Was mich allerdings wundert ist, dass der FCB anscheinend Geld zu verschenken hat - oder aufgrund der fortgeschrittenen Transferperiode keinen Verhandlungsmarathon mit Inter riskieren wollte - 7 Mio. Euro für diesen Mann, das ist ein Witz!

Andererseits, warum sollte man einem wechselwilligen und hochverdienten Bayern-Veteran durch Geschacher um die Ablösesumme Schwierigkeiten bereiten, wenn ausreichend Ersatz auf dieser Position zur Verfügung steht? Immerhin ist Lucio auch schon 31 Jahre alt. Dennoch ist er derzeit einer der besten Innenverteidiger weltweit - da erscheinen mir 7 Millionen doch ein wahres Schnäppchen für Inter zu sein.

Die Personalie Lucio macht eines ganz deutlich: van Gaal ist kein Klinsmann - es weht ein anderer Wind an der Säbener. Wen er nicht braucht, der kann gehen - und das am besten gleich! Die Bayern-Führung schluckt das alles widerspruchslos, denn sie weiß ganz genau wen sie sich da als Trainer ins Haus geholt hat.