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Montag, 22. Dezember 2008

Fernglas FCB wünscht Frohe Weihnachten


Allen Fernglas-Lesern und Bayern-Fans ein frohes Weihnachtsfest,
alles Gute und viel Erfolg für das Jahr 2009!

Sonntag, 21. Dezember 2008

Grünwalder Straße

"Erstmals seit längerem haben sich am Samstag offenbar Hooligans des TSV 1860 und des FC Bayern in München zusammengetan, um gemeinsam gegen eine angereiste Gruppe vorzugehen. Eine solche stadtübergreifende Schläger-Solidarität ist der Polizei aus den 1980er-Jahren bekannt. Damals gab es die "Münchner Servicecrew", bestehend aus Hooligans der Löwen und des FC Bayern. "Das hat man jetzt offenbar wiederbelebt", sagt Klaus Röschinger, Leiter der szenekundigen Beamten beim Polizeipräsidium. Die Einsatzkräfte haben unter den Randalieren etliche Alt-Hooligans wiedererkannt. Zuvor hatten die Münchner Hooligans vereint bereits bei Auswärtsspielen in Düsseldorf und Kufstein Randale gesucht.
[....]
Von einem gemeinsam geplanten Übergriff von 1860 und Bayern-Fans will der Fanbeauftragte nichts wissen. "Ich hörte von Nürnberger Fans, die zur Unterstützung angereist sind, die Mannheimer brachten ja auch Frankfurter mit." Das sei aber eine normale Fanfreundschaft. Der Vorwurf der koordinierten Schlägertrupps, sei "nichts als Hetze der Polizei", behauptet ein Sechzger-Fan, der nicht namentlich genannt werden möchte."

Süddeutsche Zeitung online


Freitag, 19. Dezember 2008

Champions League Auslosung Achtelfinale


Sporting Lissabon

Prima Los! Riecht nach Viertelfinale!


Chelsea FC (ENG) v Juventus (ITA)
Villarreal CF (ESP) v Panathinaikos FC (GRE)
Sporting Clube de Portugal (POR) v FC Bayern München (GER)
Club Atlético de Madrid (ESP) v FC Porto (POR)
Olympique Lyonnais (FRA) v FC Barcelona (ESP)
Real Madrid CF (ESP) v Liverpool FC (ENG)
Arsenal FC (ENG) v AS Roma (ITA)
FC Internazionale Milano (ITA) v Manchester United FC (ENG)

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Transfergerüchte

Die Gerüchteküche zu möglichen Transfers brodelte auch in der vergangenen Hinrunde ohne Unterlass. Eine Auswahl...

Goran Pandev zu Bayern München?

Rafinha zu Bayern München?

Jérémy Toulalan zu Bayern München?

Anatoly Tymoschuk zu Bayern München?

Pavel Pogrebnyak zu Bayern München?

Yoann Gourcuff zu Bayern München?

Simon Rolfes zu Bayern München?

Mauro Matías Zárate zu Bayern München?

Marko Marin zum Bayern München?

Bayern München beobachtet Marc Janko

Charles N'Zogbia zu Bayern München?

Eduardo Salvio zu Bayern München?

Paolo De Ceglie zu Bayern München?

Jorge Fucile zu Bayern München?

Stephane Sessegnon zu Bayern München?

Michal Kadlec zu Bayern München?

Adriano zu Bayern München?

Heiko Westermann zu Bayern München?

Bayern München beobachtet Gökhan Gönül

Milan Jovanovic zu Bayern München?

Pascal Chimbonda zu Bayern München?

Ivica Olic zu Bayern München?

Mario Mandzukic zu Bayern München?

Yuri Zhirkov zu Bayern München?

Bayern München interessiert an Nicolas N'Koulou?

Gary Medel zu Bayern München?

Robin Söder zu Bayern München?

Alexander Baumjohann zu Bayern München?

Aiden McGeady zu Bayern München?

Carlos Kameni zu Bayern München?

Fernando Llorente zu Bayern München?

Artur Boruc zu Bayern München?

Montag, 15. Dezember 2008

Eier, wir brauchen Eier

Kommentar bei Welt Online zur Hinrunden-Bilanz:

holger aus Hamburg sagt:
Ein Mann mit Eiern. Zum Kotzen wenn ich die "Buttermilch getunten" Müller´s, Didi Beiersdorfer oder den unsäglichen Pleitier Maier aus Köln sehe und mit Honeß vergleiche. Weiter so Uli Hoenß, denk ja nicht daran aufzuhören.

Ein Fan des HSV und man glaubt es kaum, nicht der Bayern, aber 100%tiger Uli Hoeneß Fan.

Die Hinrunde - Das Mittelfeld beginnt mit Platz Drei

Die Hinrunde ist vorüber. Hoffenheim ist Herbstmeister - ein Titel, den es gar nicht gibt. Hoffenheim? Ach ja, dieser Retortenklub aus der Metropolregion, der in den letzten Jahren so viel Geld investiert hat wie kein anderer Verein - sieht man mal von den Bayern ab. Ähm, Geld schießt also doch Tore, könnte man meinen. Na ja, nicht so ganz. Denn eines muss man den Hoffenheimern durchaus zugestehen: Sie haben gute Arbeit geleistet.

Attraktiver, schneller Fußball, viele Tore - dafür standen in dieser Hinrunde nur zwei Mannschaften von Anfang bis Ende: Hoffenheim und der FC Bayern.
Mit etwas Abstand folgt dann noch Leverkusen. Und genau dies spiegelte das Bild der Tabelle auch wider - zumindest bis zu letzten Hinrundenspieltag. Doch an diesem 17. Spieltag veränderte sich das Tabellenbild, und Hertha wie Hamburg schoben sich an Leverkusen vorbei. Wie Hertha BSC Berlin sich auf diesen dritten Platz mogelte bleibt völlig schleierhaft, wenn man sich das Niveau dieser Mannschaft über die Hinrunde angesehen hat. Ähnlich ist es mit dem HSV, nicht wirklich gut, nicht wirklich ganz schlecht - aber unbegreiflicherweise auf Platz Vier. Das Dilemma daran ist, dass die Mannschaften, die man dort eigentlich erwartet hätte - Stuttgart, Schalke, Bremen - in die Krise rutschten. Das Mittelfeld der Liga beginnt also bereits mit Platz 3 - und das ist beileibe kein Kompliment für die Liga.

Damit dürfte klar sein, dass sich nur zwei Mannschaften in der Rückrunde das Duell um die nächste Deutsche Meisterschaft liefern werden: Hoffenheim und der FCB.
Hoffenheim? Dieses selbst ernannte Gallier-Dörfchen wird jedenfalls eine harte Rückrunde zu bestehen haben. Denn die Gegner wollen dem siegreichen und allseits gelobten Hoffenheim ein Bein stellen, und notfalls auch einen Erfolg gegen die Hopp-Truppe ermauern. Der Überraschungseffekt ist vorbei. Das Spiel gegen die TSG wird für jeden zu einem Höhepunkt im Spielplan, und damit wird es den Sinsheimern so ergehen wie den Bayern Spieltag für Spieltag. Die Luft wird dünner, der Gegenwind stärker. Und genau an diesem Punkt wird sich auch die Spreu vom Weizen trennen.

Bayern wird Meister
Die bajuwarische Findungsphase (von Beginn an auch Krise genannt) zu Anfang der Saison, konnte außer Hoffenheim kein anderer Klub wirklich ausnutzen. Doch jetzt greifen langsam die Mechanismen bei den Roten - und wer will sie dann noch ernsthaft stoppen? Ohne diese Schwächsephase wären die Bayern jetzt bereits souverän führend in der Tabelle.

Da wäre Werder Bremen: Die schlechteste Bilanz der Kombi Allofs-Schaaf. Neun Punkte Rückstand auf die beiden Führenden. Aber ich vermute, die Bremer fangen sich und werden sich zumindest den oberen Plätzen nähern. Das geht allerdings nur mit Konstanz, und die hatten sie in der Hinrunde keineswegs. Schönwetter-Spieler wie Pizarro und Diego brauchen eine Euphoriewelle auf der sie surfen können - eine solche Siegesserie ist zu Beginn der Rückrunde zwingend.

Bayer Leverkusen klebt im Geschichtsbuch fest und kann sich einfach nicht lösen. Wieder ein Spiel gegen die Bayern - wieder ein Niederlage gegen München, und es folgt der Knackpunkt in einer bis dahin prima Saisonhälfte des Werksklubs. Ja, das kommt uns sehr bekannt vor. Alles schon mal da gewesen. Plötzlich ist alles Selbstvertrauen und der Zauberfußball vorbei. Es folgt Pomadigkeit und Punktverlust um Punktverlust. In der Abwehr anfällig, und einfach nicht reif für einen Titel.

Der VfB Stuttgart machte gegen schwache Bayern sein bestes Spiel der Hinrunde und holt in letzter Minute ein Unentschieden - mit viel Glück und einem großzügigen Schiedsrichter. Wer das richtig übersetzt weiß, dass die Schwaben noch viel Arbeit vor sich haben. Sie werden alle Mühe haben überhaupt in die Nähe der Europacupplätze zu kommen - es sei denn, Markus Babbel kann in der Rückrunde ein Feuer entzünden.

Borussia Dortmund steht auf Platz 6. Das wäre ein UEFA-Cup-Platz! Man mag laut aufschreien, wenn man darüber nachdenkt. Liebe Leute, die Bundesliga mag interessant anzuschauen sein, aber wenn so schwache Klubs wie der BvB so weit oben in der Tabelle rangieren, muss man sich wirklich Gedanken über die Klasse der Liga machen.

Schalke hat sich - realistisch betrachtet - bereits aus dem Kampf um die Schale verabschiedet. Das Vize-Trauma (und da hat Manager Andreas Müller wohl recht), behindert den Verein nachhaltiger, als man es für möglich gehalten hätte. Ich glaube ja, sie fangen sich wieder - aber das weiß man ja bei Schalke nie so genau.

Zu den Vereinen des oberen Drittels zählte ich eigentlich den VFL Wolfsburg. Ich finde, Magath leistet gute Arbeit dort, und meistens spielen sie auch einen recht ansehnlichen Fußball. Dumm nur, dass der Spielplan dem VFL ein paar der stärksten Gegner unmittelbar hintereinander beschwerte. Danach war das Selbstbewusstsein ein bißchen beeinträchtigt.

Die Spannung im Kampf um die Meisterschale dürfte in der Rückrunde von Spieltag zu Spieltag schmilzen, sobald der Bayern-Express erst wieder rollt. Viel interessanter wird da sicher der Abstiegskampf und das Hauen und Stechen um die Europacup-Plätze. Am Ende wird's wie immer: Trotz Hoffenheim hat Bayern in der Liga einfach keine Konkurrenz.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Ab in die Winterpause


Ich habe kaum etwas gesehen. Weder habe ich das Spiel am Live-Ticker verfolgen können, noch habe ich die komplette Zusammenfassung in der Sportschau gesehen. Meine Spielanalyse entfällt demnach.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins nächste Meisterjahr!

Freitag, 12. Dezember 2008

VfB Stuttgart vs FCB

Wenn es darum geht, ein Fazit der nun zu Ende gehenden Hinrunde zu ziehen, darf ich getrost auf einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung hinweisen (-> Stars mit System). Denn hier ist nahezu alles gesagt. Ob und welche Verpflichtungen für die kommende Saison - also ab Sommer 2009 - getätigt werden, hängt sicherlich auch von den Auswirkungen der derzeitigen Wirtschaftskrise auf den Fußball ab.

Fakt ist, Klinsmann ist im Soll - Fakt ist aber auch, Klinsmann braucht noch Zeit. Mit anderen Worten: Wir brauchen noch Geduld.

Was den kommenden Samstag angeht, ist ein Bayern-Sieg in Stuttgart Pflicht. Der hart erkämpfte Punktegleichstand mit Hoffenheim, muss über die Winterpause fest gehalten werden. Bestensfalls spielt uns Hoffenheim/Schalke in die Karten und es gelingt tatsächlich noch der Sprung an die Spitze. Für den Herbstmeister gibt's zwar nichts - aber es sieht besser aus und ist auch gut für die Moral.

Mein Tipp:

Stuttgart 1 Bayern 2
(Hoffenheim 1 Schalke 1)

Mittwoch, 10. Dezember 2008

OLala!


Wäre ich ein ewiger Nörgler, würde ich mich an der zweiten Halbzeit des gestrigen, letzten Gruppenspiels der Bayern festbeißen und loswettern. Zwei individuelle Fehler von van Bommel - der ansonsten in Kategorie Kampfschwein glänzen konnte - und beide führten zu Gegentoren; ein Tim Borowski ohne jedwede Bindung zum Spiel; ein Bastian Schweinsteiger farblos und weit weg von der Topform, die für ein Vertragsangebot zu deutlich besseren Konditionen verantwortlich war. Und dann war da noch der neue Leader aus der zweiten Reihe: Philipp Lahm. So viele haarsträubende Fehler wie von ihm im zweiten Durchgang, sieht man sonst in einer Saison nicht. Überhaupt war die Defensive in Halbzeit Zwei mit Oddo, Demichelis und van Buyten gegen die schnellen Franzosen total überfordert. Der große Lichtblick in diesem Durcheinander war einzig Schlussmann Michael Rensing, der mit tollen Reflexen und großartigen Paraden gestern zum Matchwinner avancierte.

Nun bin ich aber kein Nörgler, denn das verbietet sich nach 15 Pflichtspielen ohne Niederlage; nach der besten Leistung aller Champions League-Teilnehmer in der Gruppenphase; nach dem Gruppensieg mit 14 Punkten bei vier Siegen und zwei Unentschieden in dieser Vorrunde.
Ganz davon abgesehen, dass das Spiel gestern Abend - im Gegensatz zu denen manch anderer deutscher Vereine - beste Fußballunterhaltung bot.
In Hälfte Eins waren die Bayern nach anfänglicher Findungsphase von fünf Minuten, die dominierende und klar überlegene Mannschaft. Wie auch zuletzt ging alles über links, über Ribéry, der seine Landsmänner nach allen Regeln der Fußballkunst umtanzte oder einfach stehen ließ. Vier Möglichkeiten hatte der FCB in den ersten 45 Minuten, drei Mal davon zappelte der Ball im Netz. Effizienz pur! Klose-Ribéry-Klose, und selbst ein Vier zu Null hatte Franck Ribéry noch auf dem Fuß. Gegen die kompakt stehenden Bayern hatte Lyon keine Mittel, und den Angriffswellen eines Ribéry hatten sie ebenfalls nichts entgegen zu stellen.

Kurzum: Erste Hälfte, Bayern hui! Zweite Hälfte, Bayern pfui. Der FCB ist verdient und souverän in die Runde der letzten Sechzehn eingezogen und kann nun auf einen der starken Gruppenzweiten wie Chelsea, Arsenal, Inter oder Real treffen. Leichte Gegner gibt's nun ohnehin keine mehr. Die Auslosung erfolgt am Freitag, den 19. Dezember.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Wie gut, daß es Nivea gibt!

Jogi Löw wird Bundescremer
Stress mit Ballack, Streit mit Frings: Hinter Jogi Löw liegen anstrengende Monate. Doch der Nationalmannschaftscoach hat offenbar ein Rezept gegen den faltenfördernden Ärger - und wird als Werbeträger für eine deutsche Kosmetikfirma zum Gesalbten.

Hamburg - Lang ist es her, dass ausgebeulte Jogginghosen und verwaschene T-Shirts die Trainerbänke der Republik zierten. Seit Jogi Löw ist klar: Fußballer haben Stil. Zumindest einige.

Die Hemden, die der 48-Jährige bei Europa- und Weltmeisterschaft trug, wurden kurzerhand zu sogenannten Jogi-Löw-Hemden. Die Herstellerfirma war dem Ansturm zunächst nicht gewachsen, es entstanden lange Wartelisten, man produzierte nach.

Nun landete der Bundestrainer einen neuen Coup: Löw wird zum Pflegecoach, wie sein Berater Roland Eitel mitteilte. Drei Jahre lang werde er in verschiedenen Kampagnen für die Produkte eines Hamburger Kosmetikherstellers eingesetzt. Man wird Löw in den kommenden Monaten wohl häufiger mit blauem Döschen sehen - ob auch am Spielfeldrand, bleibt abzuwarten.

Für den Schwarzwälder, den die "Bild"-Zeitung einst zum "schönsten Mann Deutschlands" ausrief, sei die neue Tätigkeit eine ideale Ergänzung zu seinem Trainerjob. Löw sagte: "Spieltage sind Festtage mit Millionen Zuschauern an den Bildschirmen und Zigtausenden im Stadion. Da gehört eine gute Kleidung dazu - und auch eine entsprechende Pflege der Haut."

Schließlich sei er in seinem Beruf oft draußen - bei Kälte und Hitze, so der Bundescremer.

han/dpa

Olympique Lyon vs FCB

So, jetzt volle Konzentration auf den Gruppensieg in der Champions League! Mit einem Sieg kann sich der FCB eine angenehmere Ausgangsposition für das Achtelfinale beschaffen.

Ribéry hat sich für eine Verpflichtung von Jeremy Toulalan ausgesprochen - und der spielt bei Olympique. Wird interessant werden, den am Mittwoch zu beobachten.

"Le Roi Ribéry" schlug bereits Yoann Gourcuff, derzeit bei Girondins Bordeaux, vor. Allerdings ist der nur vom AC Milan ausgeliehen - Girondins hat wohl eine Kaufoption.
Was Ribéry will, ist klar: die Champions League. Und das geht nur, wenn man weitere Spitzenspieler nach München holt. Ich bin ja immer noch ein Fan von Karim Benzema (ebenfalls Olympique) - nur ist der richtig teuer.
Die Talentschmiede Frankreich hat sicherlich einige spannende Spieler zu bieten - und den ein oder anderen Landsmann für Franck Ribéry zu verpflichten, schwächt ja nun auch nicht gerade die Verhandlungsposition wenn das Thema Vertragsverlängerung auf den Tisch kommt.

Dumm nur, dass uns die Finanzkrise in die Planungen/Wünsche fährt - und wer Uli Hoeneß kennt weiß, dass er in so einer Situation keine Risiken eingehen wird. Von daher macht die Meldung vom Interesse der Bayern an Olic durchaus Sinn. Der Mann ist zum Ende der Saison ablösefrei. Tja, das Gute ist: Wir bleiben von Gomez verschont - das Schlechte, wir sind auch ab Sommer 2009 immer noch kein realistischer Aspirant für den Champions League-Titel. Vielleicht macht es ja wirklich die "Mischung", so wie 2001. Abwarten...

Mein Tipp für Mittwoch:
Olympique 2 Bayern 2

UPDATE
Juninho fehlt bei Olympique, Benzemas Einsatz ist fraglich - bei uns fehlen Zé und Lucio.

Montag, 8. Dezember 2008

Dampfschwaden

Uli Hoeneß zu Gast bei Doppelpass im DSF. Meine Vorfreude war groß, langweilen doch sonst eher die Gäste am Krombacher-Fußballstammtisch (Allofs, Hopp, Ziege, Allofs, Müller, Rangnick, Allofs).
Vornehme Zurückhaltung bei den Themen Werder und Schalke, und überhaupt präsentierte sich ein ruhiger, aufgeräumter Bayern-Manager. Es kam was kommen musste, Moderator Wontorra spielte die Aussagen Ralf Rangnicks bei einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern ein - irgendwie muss man die "Abteilung Attacke" ja mal aus der Reserve locken. Sportreporter Manni Breuckmann - kein Freund der Bayern - war den Argumenten des Uli Hoeneß zuvor jedenfalls nicht gewachsen - wusste er nicht mal, mit wie viel finanzieller Potenz die TSG Hoffenheim ihre derzeitige Verfassung angeschoben hat. Witzig auch, dass ausgerechnet Breuckmann, der sonst gebetsmühlenartig von den Dusel-Bayern spricht, plötzlich keinen Dusel mehr erkennen wollte. Plötzliche Altersweisheit? Die gewünschte Wirkung der Rangnickschen Dampfplauderei blieb jedenfalls nicht aus, und der Vulkan Hoeneß ließ ein paar Dampfschwaden heraus. Zur Explosion kam es jedoch nicht.

Abgesehen von der kleinen Verbalgrätsche gegen Hoffenheims Trainer, blieb Hoeneß sehr sachlich und sagte das, was die Medien seit Monaten gerne unter den Teppich kehren, um die Dorf-Idylle Hoffenheim nicht zu entmystifizieren. Ein gelungener, souveräner Auftritt - und man würde sich wünschen, Herr Hoeneß käme öfter zu Besuch.

Samstag, 6. Dezember 2008

Drei Punkte


Drei Punkte, mehr sind's nicht - auch wenn man vor und während der Partie das Gefühl hatte, es ginge um den Pokal der Fußball-Pokale. Es war nur ein Bundesligaspiel, eines von insgesamt 34.

Premiere-Moderator Marcel Reif hatte sich vermutlich schon vor der Partie festgelegt, wen er nahezu über 90 Minuten in den Himmel loben würde - und damit liegt er ja im Trend. In Hoffenheim ist alles toll, alles super, alles wunderbar. Danke Herr Reif, aber das konnten wir auch schon vorher zugenüge in allen Zeitungen lesen.

Es ging rasant los, beide Teams mit offenem Visier - was zu erwarten war. Marcel Reif hatte das scheinbar nicht erwartet, war er doch fassungslos begeistert über die freche Offensivleistung der Gäste. Es wäre allerdings ziemlicher Unsinn gewesen, hätten die Hoffenheimer ihre beste Waffe - die Offensive - gegen ein Defensivkonzept getauscht, und es darf zudem bezweifelt werden, ob sie überhaupt so spielen könnten. Wie auch immer... es ging munter hin und her, bis nach rund dreißig Minuten die Partie etwas an Zug verlor, was der immensen Laufleistung beider Teams geschuldet war. Was auch immer der Premiere-Reporter gesehen haben will, ich sah zwei gleichwertige Teams, gleichermaßen Möglichkeiten hüben wie drüben. Die letzte Viertelstunde der ersten Halbzeit war dann Rasenschach mit leichter Feldüberlegenheit der Gastgeber. Auffällig in der ersten Halbzeit waren die steten Versuche der Bayern mit weiten, hohen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken. Nahezu jede Offensiv-Aktion kam über links zustande.

Nach der Pause liefen mir die Bayern etwas zu konfus über das glitschige Grün, und folgerichtig waren sie bei einem der Hoffenheimer Vorstöße nicht mehr im Bilde - in der 49. Minute - und da stand's auch schon 1:0 für die Gäste. Ibisevic nahm gegen Oddo den Arm zur Hilfe, kann man auch abpfeifen, muss man aber nicht. Nach der Führung hatten die Gäste ihre wohl stärksten fünf Minuten und zogen ein richtiges Powerplay auf. Bayern fing sich jedoch wieder und zeigte nun Zähne. Das Spiel verlagerte sich zunehmend zugunsten der Gastgeber, und eine tolle Einzelaktion von Lahm bescherte den Roten den Ausgleich. Die Hoffenheimer ließen ihn einfach mal laufen, was er dann auch tat, sein Schuss - noch abgefälscht - brachte dann endgültig die Wende im Spiel.
Die Bayern waren jetzt nicht nur hellwach, sie brannten auch auf die Entscheidung. Leider wurden die nun folgenden Tormöglichkeiten nicht genutzt. Entweder Toni traf beim Kopfball nicht richtig, oder die beiden Bayern-Stürmer standen sich gegenseitig im Weg. Dem hohen Tempo des Spiels zollten die Hoffenheimer nun Tribut - außer gelegentlichen Vorstößen ging nicht mehr viel. Diese Vorstöße - vor allem durch den eingewechselten Salihovic - sorgten allerdings noch zwei Mal für Gefahr. Der FCB blieb am Drücker und - ganz Bayern-like - nutzte Luca Toni eine Unaufmerksamkeit zum Siegtreffer kurz vor Schluss.

Einzelkritiken:

Schweinsteiger war kaum zu sehen, da fast alles über die linke Seite lief. Kam er allerdings mal an den Ball, wusste er wenig daraus zu machen. Eines der ganz schlechten Spiele von ihm.

Rensing mal Kreisklasse beim Rauslaufen, mal Weltklasse bei der Parade kurz vor Ende der Partie. Die Unsicherheit bei hohen Bällen ist sein großes Manko.

Lucio machte sein wohl bestes Saisonspiel bislang. Weltklasse! So würde ich ihn gern wieder öfter sehen.

Ribéry, wie von der Tarantel gestochen, vielleicht auch ein bisschen übermotiviert. War gegen teilweise drei Gegenspieler weitestgehend harmlos. Ich begreife nicht, warum sich ihm niemand anbietet und er vollkommen allein gelassen wird. Wunder vollbringen kann er ja nun nicht.

Lahm wurde in der zweiten Hälfte zum Matchwinner. Tolle Moral, das richtige Zeichen an den Rest der Mannschaft. Ein ganz großer Spieler, der Kleine.

van Bommel gefiel mir. Er war stets präsent und einer der auffälligsten in Halbzeit Eins. Solide Partie.

Luca Toni - also manchmal graut's mir, wenn ich ihm zusehe. Doch das, was ihn so wertvoll macht, ist seine Fähigkeit auch dann noch zu treffen, wenn kaum noch jemand damit rechnet. Was kann man da kritisieren? Er trifft.

Klose - bemüht, aber wirkungslos. Irgendwie lief das Zusammenspiel mit Sturmpartner Toni überhaupt nicht.

Oddo - fünf Flanken auf Sagnol-Niveau, und dann kamen plötzlich wieder zwei Schmankerl. Insgesamt aber schwache Vorstellung vom Italiener.


Fazit:
Die Bayern vielleicht bei einem Leistungsniveau von 70 Prozent. Ich hab sie schon viel besser gesehen in dieser Saison.
Das war sicher noch nicht der Gradmesser, der die nervigste Frage des gestrigen Abends beantworten könnte: "Wer ist denn jetzt die beste Mannschaft Deutschlands?".
Gegen die 70%-Bayern war Hoffenheim am Ende doch überfordert - und ich meine gestern eine 100%-Hoffenheimer Mannschaft gesehen zu haben. Da ist also noch Luft nach oben für die Bayern, und eben diese Luft ging den Gästen zum Ende aus. Richtig zufrieden war ich mit dem Spiel nicht - aber ein Sieg und die drei Punkte machen das wett. Wichtige drei Punkte, aber eben auch nur drei Punkte.

Endlich mal ein interessanter Gast bei Doppelpass

Bayern-Manager Uli Hoeness im DSF-Doppelpass am Sonntag, ab 11 Uhr. Das wurde auch Zeit, hatte man doch die letzten Monate das Gefühl nur noch Hoffenheimer Gäste beim Fernseh-Stammtisch zu sehen.

Die Geister, die man rief

Freitag, 5. Dezember 2008

In München ist das Geld nicht einfach vom Himmel gefallen

... schreibt Martin Vogt für Focus online. Recht hat er.

Das "Projekt" Hoffenheim

Wenn die Fakten auch stimmen, gefällt mir dieser post zum Thema Hoffenheim sehr gut.
Zum Ende wird's dann eher emotional, aber das gefällt mir ja ohnehin.

Vielen Dank an Mingarot für den Hinweis.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Hoffenheim-Fans?


Keine hundert Fans bekam die TSG Hoffenheim noch vor ein paar Jahren zusammen, nun sind es anscheinend schon tausende. Da frag ich mich, was sind das für Leute? Wo kommen die plötzlich her? Hoffenheim hat gerade mal 3.300 Einwohner - die werden es scheinbar nicht alle sein. Sinsheim hat da schon über 35.000 Bewohner - vielleicht rekrutiert sich der Anhang aus diesem Umfeld. Aber wieso waren die nicht schon vor 2007 Fans dieses Klubs?

Die Metropolregion spaltet sich in drei größere Fangruppen: Die wohl größte Gruppe, die der Lauterer; jede Menge Bayern-Fans (ja, die Region war tatsächlich mal bayerisch); und die Mannheimer Fraktion. Dann fallen mir noch ein paar Wormatia-Anhänger ein - die dürften aber zahlenmäßig nicht wirklich ins Gewicht fallen. Doch wo kommen plötzlich die Hoffenheim-Anhänger her? Sind das alles erfolgshungrige Zweijährige, und die alten Recken Achtjährige?

Erfolg macht sexy, und somit dürfte Hoffenheim zumindest momentan durchaus den ein- oder anderen Anhänger aus der Region gewinnen. Aber irgendwie begreif' ich das immer noch nicht... Was sind das für Fans? Waren die vorher bei Waldhof und haben nach fünf Jahren Oberliga so dermaßen die Schnauze voll, dass kurzerhand der Klub gewechselt wurde? Ich kann es mir kaum vorstellen - hat doch auch in der Oberliga der SV Waldhof regelmäßig mehrere tausend Zuschauer ins Carl-Benz-Stadion gelockt. Noch weniger kann ich mir eine Strömung aus dem pfälzischen Kaiserslautern in Richtung Mannheim/Hoffenheim vorstellen. Mir dünkt, es riecht überall in der Region nach nagelneuen Fan-Schals.

Aber noch Mal, was sind das für Leute die so mir nichts dir nichts den Verein wechseln, nur weil dieser derzeit recht erfolgreich erstklassigen Fußball zelebriert? Oder waren die vorher begeisterte Golfer und haben nun die Lieblingssportart gewechselt? Ich begreif's nicht. Wenn es also ein Synonym für die allseits verpönten "Erfolgs-Fans" gibt, dann doch wohl diese Damen und Herren, die derzeit die Hoffenheimer Fankurven füllen. Für mich sind das keine Fans. Für mich sind das Opportunisten und Wellenreiter - die dreißig Hartgesottenen von der Zeit vor dem Aufstieg natürlich ausgenommen. Am Freitag wird's also ziemlich penetrant riechen in der Allianz-Arena zu München - nach brandneuen Fan-Schals.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Welch' Wunder von Hoffenheim?


Nun also auch das Buch zum "gallischen Dorf" Hoffenheim. Na ja, warum nicht noch schnell etwas Profit aus der Geschichte ziehen, so lange sie noch dauert. Nein, nein, ich bin keiner dieser Hoffenheim-Hasser, auch wenn die stete ultimative Lobhudelei einem doch mittlerweile ganz schön auf's Gemächt geht. "Das Wunder von Hoffenheim", so der Titel - ein bisschen geschmacklos, wie ich finde. Stellt sich die Frage, ob das "Wunder" wirklich so wunderlich ist? Auf den ersten Blick sicherlich: Da kommt eine Mannschaft in die zweite Liga, anno 2007, und steigt ein Jahr später in die höchste deutsche Spielklasse auf. Der Neuling rauscht von Sieg zu Sieg und steht zur Winterzeit auf Platz Eins - ein Aufsteiger als Herbstmeister (nehme ich jedenfalls an). Nun denn... das ist Kaiserslautern auch schon einmal gelungen - und die sind dann Meister geworden. Lautern spielt jetzt wieder eine Etage tiefer. Nachhaltigkeit ist also gefragt - und hier ist Hoffenheim anscheinend ganz gut aufgestellt, hat man doch einen fußballverliebten Mäzen namens Dietmar Hopp im Rücken. Auch dagegen ist nichts einzuwenden, lieber jemand wie Hopp, als renditeorientierte Investorengruppen.

Zurück zum "Wunder": Hoffenheim hat natürlich die Abkürzung genommen - und vermutlich geht es genau darum, wenn Fußballanhänger vom "Retortenklub ohne Tradition" sprechen. Jede Tradition hat irgendwann mal ihren Anfang genommen, warum also nicht die Hoffenheims im Jetzt?! Das "1899" im Namen ist natürlich Augenwischerei und soll ein bisschen "Tradition" herzaubern, wo es keine gibt, denn die Fußballabteilung ging erst 1926 im Verein auf - geschenkt! - das haben andere auch schon getan (z. B. der Turnverein 1860 Giesing).

Fakt ist doch: In Hoffenheim wird gut gearbeitet und es wird schöner, moderner Fußball gespielt. Dagegen kann ich nichts einwenden. Aber dennoch, die Lobeshymnen auf das, was dort auf die Beine gestellt wurde, verwässern natürlich was in anderen Vereinen geleistet wird. Dort hat man keinen Geldgeber und muss sich, angefangen von Jugend-Turnieren, durch mühsame Klinkenputzerei jeden Sponsor auf die Seite ziehen - in Zeiten wirtschaftlichen Tiefgangs wird das umso schwerer werden. Hürden, die Hoffenheim nicht zu überspringen hatte - denn da war ja ein äußerst investitionsfreudiger Herr Hopp. Der Klub aus der Metropolregion hatte und hat also einen Wettbewerbsvorteil, den nur wenige Vereine für sich in Anspruch nehmen können. Dem könnte man entgegenstellen, dass andere Klubs mit ihrem Geld viel Schindluder und alles andere als ein nachhaltig sportlich erfolgreiches Konzept auf die Beine gestellt haben - trotz Standortvorteil und hilfreicher Tradition. Die Nachhaltigkeit bei Hoffenheim bleibt allerdings erst noch abzuwarten - in ein paar Jahren kann man hier verlässlichere Aussagen platzieren.

Die anfängliche Dünnhäutigkeit des Mäzens scheint wieder etwas geerdet - ebenso wie die überflüssigen Schimpftiraden gegen ihn und den Verein Hoffenheim. Aber an eines werden sich die Hoffenheimer im Erfolgsfalle gewöhnen dürfen: Wir leben in einer Neidgesellschaft - und der Erfolgreiche polarisiert nun einmal - wer wüsste dies besser als Hoffenheims nächster Gegner?!

Das am kommenden Freitag statt findende Spitzenspiel zwischen dem ersten und dem zweiten der Tabelle wird die Nation spalten. Während die Traditionalisten mit zwei Herzen in der Brust eigentlich gar nicht so genau wissen, welches das kleinere Übel ist: ein Sieg der verhassten Bayern oder einer "Hoppenheims", wünschen sich die Bayern-Fans eine Lektion für den aufstrebenden Emporkömmling. Die "David-Unterstützer" werden hingegen einen Sieg Hoffenheims herbeisehnen und träumen von einer Wachablösung. Doch so viel ist sicher: Egal wie das Spiel am Freitag ausgehen wird, diese Wachablösung ist temporärer Natur. Es haben sich schon viele an den Bayern versucht, und über ein paar Jahre hat das auch immer mal funktioniert, doch den großen Bayern-Konkurrenten gibt es national nicht. Das ist auch für Hoffenheim ein sehr, sehr weiter Weg.

Für mich gibt es keinen Zweifel, die Partie am Freitagabend wird vom FCB entschieden.

Mein Tipp: 3:0.

Ich werde aber auch nicht nervös, wenn es nicht so kommen sollte.
34 Spieltage sind's - dann sehen wir weiter.

Termine Dezember 2008

5. Dezember 2008 - Bundesliga
FCB vs TSG 1899 Hoffenheim
20.30 Uhr

10. Dezember 2008 - Champions League, Gruppenphase
Olympique Lyon vs FCB
20.45 Uhr

13. Dezember 2008 - Bundesliga
VfB Stuttgart vs FCB
15.30 Uhr

19. Dezember 2008 - Champions League
Auslosung Achtelfinale
13 Uhr, Nyon